DE938232C - Photographischer Objektiv-Verschluss mit Vorlaufwerk sowie mit Kontakteinrichtung fuer Blitzlichtausloesung - Google Patents
Photographischer Objektiv-Verschluss mit Vorlaufwerk sowie mit Kontakteinrichtung fuer BlitzlichtausloesungInfo
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- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B9/00—Exposure-making shutters; Diaphragms
- G03B9/70—Exposure-making shutters; Diaphragms with flash-synchronising contacts
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Description
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der in dem Patent 853 709 geschützten Erfindung.
Gegenstand dieses Patents ist ein photographischer Objektiv-Verschluß mit Vorlaufwerk sowie mit
Kontakteinrichtung für Blitzlichtauslösutig und mit Kontakthemmwerk, das einen Teil des Vorlauf werks
für Selbstaufnahmen bildet, und bei dem ein das Spannen dieses Kontakthemmwerks gleichzeitig mit
dem. Spannen des Verschlusses bewirkender Mechanismus sowie ein Ring, der sowohl im gespannten
als auch im ungespannten Zustand des Verschlusses wahlweise eine Einstellung für Aufnahmen mit oder
ohne Vorlaufwerk sowie für Blitzlichtaufnahmen unter Verwendung des Kontakthemmwerks (Einstellung
»M«) ermöglicht, vorgesehen sind.
Bei Objektiv-Verschlüssen mit Vorlaufwerk ist im Interesse der Bedienungssicherheit erwünscht, die
Möglichkeit der Vorlaufwerkbenutzung bei Einstellung des Belichtungszeit-Einstellorgans auf »B«
oder »T« auszuschließen. Dies wird bei an sich bekannten Objektiv-Verschlüssen durch an sich bekannte
Sperrvorrichtungen in der Weise bewirkt, daß einerseits bei gespanntem Vorlaufwerk kein
Einstellen des Belichtungszeit-Einstellorgans auf »B« oder »T« möglich ist, während andererseits bei
bereits vorgenommener Einstellung auf »B« oder »T« das Vorlaufwerk nicht gespannt werden kann.
Da im Gegensatz zu den an sich bekannten Verschlüssen, bei denen nach erfolgtem Spannen des
Vorlaufwerks die Verschlußauslösung nur mittels
des Vor lauf werks möglich, ist, .der Verschluß nach
dem Patent 853 709 den Vorteil einer absoluten Wahlfreiheit bezüglich der Einstell- und Aufnahmemöglichkeiten
sowohl im ungespannten als auch im gespannten Zustand besitzt, würde die Verwendung
an sich bekannter Sperrvorrichtungen einen verhältnismäßig verwickelten Aufbau des Verschlusses
nach sich ziehen.
Aufgabe der Erfindung ist nun die Schaffung eines die Vorteile des. Verschlusses nach dem genannten
Patent aufweisenden photographischen Objektiv-Verschlusses, bei dem die Möglichkeit
einer Benutzung des Vorlaufwerks bei Einstellung des Belichtungszeit-Einstellorgans auf »B« oder
»T« durch eine Vorrichtung ausgeschlossen wird, die einen sehr einfachen konstruktiven Aufbau unter
Verwendung eines Minimums von Bauteilen besitzt. Die Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß
erzielt durch eine am abschaltbaren Teil des Vorlauf werks angreifende Schaltvorrichtung und durch
eine diese betätigende, mit dem Belichtungszeit-Einstellorgan verbundene Steuervorrichtung, die beim
Einstellen des Belichtungszeit-Einstellorgans auf »B« oder »T« den abschaltbaren Teil des Vorlaufwerks
selbsttätig von dem Kontakthemmwefk entkuppelt. Damit kann das öffnen des Verschlusses
nur noch durch das Kontakthemmwerk, also um eine zur Blitzlampenzündung nötige kurze Zeitspanne,
verzögert werden.
Die Ausbildung derartiger Betätigungs- und Steuervorrichtungen kann in verschiedener Weise
erfolgen. Eine sehr einfache Gestaltung läßt sich erzielen, wenn zum Zu>- oder Abschalten des abschaltbaren
Teils des Vorlauf werks ein Hebel angeordnet wird, der seinerseits durch eine im Belichtungszeit-Einstellring
ausgebildete Steuerkurve betätigt wird.
Eine weitere vorteilhafte Lösung. kann durch
einen am abschaltbaren Teil des Vorlaufwerks angreifenden Schieber erreicht werden, der in der
Bahn eines am Belichtungszeit-Einstellring ausgebildeten Mitnehmers angeordnet ist und von diesem
betätigt wird.
Statt dessen könnte auch am abschaltbaren Teil des Vorlaufwerks ein Stift angeordnet sein, der in
die Bahn einer Steuerkurve hineinragt, die im Belichtungszeit-Einstellorgan
ausgebildet ist.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine Draufsicht auf einen in ungespannter
Stellung befindlichen Verschluß, dessen Frontplatte sowie einige für die Erfindung nicht wesentlichen
Teile entfernt sind und von dessen Belichtungszeit-Einstellring
ein Stück weggebrochen ist. In dem Verschluß sind eine Schalt- und eine Steuervorrichtung
gemäß der Erfindung gezeigt. Der Verschluß ist eingestellt für Vorlaufwerkbenutzung.
-Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt eines Verschlusses in gleicher Stellung wie Fig. 1; jedoch ist hier eine
andere Ausführungsform für die erfindungsgemäßen Schalt- und Steuervorrichtungen dargestellt.
Fig. 3 zeigt in Draufsicht einen ungespannten Verschluß gemäß Fig. 1 mit abgenommener Frontplatte
und abgenommenem Belichtungszeit-Einstellring. Die in Fig. 1 aus Gründen der Übersichtlichkeit
weggelassenen Elemente sind hier dargestellt, während die für die Erfindung wesentlichen Teile
sowie einige weitere Teile von Fig. 1 nicht gezeigt sind.
Fig. 4 zeigt in Draufsicht den zum Ausführungsbeispiel gemäß. Fig. r gehörenden Belichtungszeit-Einstellring.
Fig. 5 zeigt ebenfalls in Draufsicht den zum Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 gehörenden Belichtungszeit-Einstellring.
In den Figuren ist mit 1 das Verschlußgehäuse bezeichnet.
An der in diesem befindlichen Grundplatte 2 ist der im einzelnen nicht gezeigte Sektorenring,
gelagert, der die Sektoren 3 hin und her schwenkt. Der Antrieb des Sektorenrings erfolgt
über die Klinke 4, die an dem unter Einfluß der Verschlußtreibfeder 5 stehenden Spannhebel 6 angelenkt ist. Mit ihrem Maul umfaßt diese Klinke
einen am Sektorenring befestigten Stift 7. In seiner gespannten Stellung wird der Spannhebel 6 durch
den Hebel 8 gehalten, der seinerseits durch den Auslösehebel 9 ausgerückt werden kann. Für den Anschluß
von Blitzlichtgeräten besitzt der Verschluß eine Steckvorrichtung 10, deren isolierten Mittelstift
11 die Kontaktfeder 12 und der Kontakthebel
13 in an sich bekannter Weise berühren können. Zum Bewegen der Kontaktfeder 12, die einen an 10
anzuschließenden Zündstromkreis im Augenblick des völligen Freigebens der Verschlußöffnung
schließt, dient der mit dem Stift 7 im Eingriff stehende Hebel 14, während der Kontakthebel 13
nach einem kleinen Winkelweg des Sektorenringes von dem mit diesem verbundenen Stift 15 zum Kontaktschluß
freigegeben wird. Dieser Kontaktschluß ist jedoch nur möglich, wenn der Kontakthebel 13
nicht durch den Arm i6' eines am Verschlußgehäuse gelagerten Ringes 16 arretiert wird. Dieses Nichtarretiertsein
liegt dann vor, wenn der Zeiger 16" des Ringes 16 auf die Marke »M« zeigt. Bei Einstellung
auf die Marken »X« und .»V« dagegen ist der Hebel 13 in der angegebenen Weise arretiert.
Das Vorlaufwerk (Fig. 1) besteht aus einem gezahnten
Segment 17, den Zahnrädern 18, 19 und 20,
dem Ankerrad 21, dem Anker 22 und den Ritzeln
.23, 24, 25 und 26. -Das Zahnrad20 mit Ritzel 25
ist auf einer um die Achse des Ankerrades 21 schwenkbaren Brücke 27 gelagert. Dadurch läßt
sich das Ritzel 25 von dem Zahnrad 19 trennen, wo- ·
durch das Zahnrad 20 sowie das Ritzel 26 mit Ankerrad 21 und der Anker 22 von den Teilen 17 bis 19
und 23, 24 des Vorlaufwerks abgeschaltet werden. Die Brücke 27 wird von einer Feder 28 im Uhrzeigersinn
beeinflußt. Der Antrieb des Vorlaufwerks erfolgt mittels der Feder 29, die einerseits in 30 auf
der Grundplatte 2 und andererseits am Stift 31 des Segments 17 befestigt ist. Zum Arretieren des
Werks in gespannter Stellung dient der um die Achse 32 drehbare doppelarmige Hebel 33, der mit
dem Endstück 33' seines einen Armes unter dem Einfluß einer nicht gezeigten Feder in das Ritzel
24 eingreifen kann.
Das Auslösen des Vorlaufwerks erfolgt in an sich bekannter Weise durch einen Arm 34 des
Sektorenringes, der auf das Ende 33" des zweiten Armes des Hebels 33 auftreffen und diesen Hebel
entgegen dem Uhrzeigersinn schwenken und damit außer Eingriff mit dem Ritzel 24 bringen kann.
Dieses Auslösen des Vorlaufwerks geschieht nach einem kleinen Winkelweg des Sektorenringes, wobei
die Sektoren infolge ihrer Überdeckutig den
Verschluß noch geschlossen halten. In dem Zeitabschnitt zwischen dem Beginn der Drehbewegung
des Sektorenringes und dem Auslösen des Vorlauf werks durch den Arm 34. dieses Ringes findet das
bereits erwähnte Schließen des Zündstromkreises mittels des Kontakthebels 13 statt.
Zum Arretieren des Armes 34 des Sektorenringes dient ein um die Achse 36-an der oberen Lagerplatte
37 des Vorlauf werks gelagerter Hebel 35 (Fig. 3). Mit seiner Nase 35' kann der Hebel 35 den Arm 34
des Sektorenringes festhalten.
Zum Zweck des Aufhebens dieser Sperre wird der Hebel 35 von dem zweiarmigen, ebenfalls an
der oberen Lagerplatte 37 des Vorlauf werks um die Achse 38 gelagerten Hebel 39 betätigt. In den
Schlitz 39' desselben greift ein mit dem Zahnsegment 17 verbundener Stift 40 ein. Beim Ablauf
des Vorlaufwerks wird daher der Hebel 39 im Uhrzeigersinn geschwenkt.
Der zweiarmige Hebel 39 ist ein Teil der Verbindung zwischen dem Spannhebel 6 und dem Vorlaufwerksegment
17. Am Ende seines zweiten Armes trägt der Hebel 39 einen Stift 41, der in den Schlitz
42' eines im Verschlußgehäuse um die Achse 43 gelagerten zweiarmigen Hebels 42 eingreift. Der
Arm 42" kann beim Spannen des Verschlusses von einem auf dem Spannhebel 6 befestigten abgeschrägten
Stift 44 betätigt werden. Durch die Verbindung 40, 39, 42, 44 wird ein gleichzeitiges Spannen
von Vorlaufwerk und Verschluß erreicht.
An der die abschaltbaren Teile 25, 20, 26, 21, 22
des Vorlaufwerks steuernden Brücke 27 greift nunmehr erfindungsgemäß eine Schaltvorrichtung an.
In Fig. ι ist diese Schaltvorrichtung ein zweiarmiger,
mit schraffierter Umfangslinie gekennzeichneter Hebel 45. Dieser Hebel ist um den Einhängestift
30 der Feder 29 schwenkbar gelagert. Mit seinem einen Arm 45' liegt er am Arm 27' der
Brücke 27 an, während sein zweiter Arm einen abgebogenen Lappen 45" trägt. Dieser Lappen 45"
ragt in einen am Belichtungszeit-Einstellring 46 . ausgebildeten Steuerschlitz 47 hinein. Solange sich
der Lappen 45" im Teil 47' des Steuerschlitzes 47 befindet, wird kein Einfluß auf den Hebel 45 ausgeübt.
Wird dagegen der Belichtungszeit-Einstellring im Uhrzeigersinn gedreht, so gelangt der
Lappen 45"· in den Teil 47" des Steuerschlitzes 47. Dies führt zu einer Schwenkung des Hebels 45 im
Uhrzeigersinn. Befindet sich das Zahnrad 19 im Eingriff mit dem Ritzel25 (Fig. 1), d.h., ist der
Ring 16 auf die Marke »V« (Vorlaufwerk) eingestellt,
so wird durch das Schwenken des Hebels 45 die Brücke 27 entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt
und damit ein Entkuppeln der abschaltbaren Teile 25, 20, 26, 21, 22 des Vorlaufwerks von
dem zur Öffnungsverzögerung des Verschlusses
dienenden Kontakthemm werk 17, 23, 18, 24, 19 herbeigeführt.
Durch die beschriebene Anordnung des Hebels 45 und des Steuerschlitzes 47 hat die Aufgabe, bei
Einstellung auf »B« oder »T« eine Benutzung des Vorlauf werks zu verhindern, eine sowohl für Fertigung
und Montage des Verschlusses sehr einfache als auch sehr geringe Kosten verursachende Lösung
gefunden. Dabei ist besonders hervorzuheben, daß der Vorteil einer absoluten Wahlfreiheit hinsiehtlieh
der Einstellmöglichkeiten auch nach dem Spannen des Verschlusses in vollem Umfange erhalten
geblieben ist.
Bei . Einstellung des Belichtungszeit-Einstellringes auf »B« wird infolge der Form des Steuer-Schlitzes
48 des Belichtungszeit-Einstellringes ein an sich bekannter Hebel 49, der mit seinem Arm
49' in diesen Steuerschlitz hineinragt, beim Niederdrücken des Auslösehebels 9 durch den Stift 9' desselben
zu einer Schwenkbewegung im Uhrzeigersinn freigegeben. Hierdurch gelangt der an dem
anderen Arm des Hebels 49 ausgebildete Lappen 49" in die Bahn eines Vorsprunges 6' des Spannhebels
6. Hierdurch wird nach dem Auslösen der Verschluß so lange in Offenstellung gehalten, wie go
der Druck auf den Auslösehebel 9 in der Pfeilrichtung von Fig. t anhält. Durch Loslassen des Auslösehebels
9 wird der Hebel 49 wieder aus der Bahn des Spannhebels 6 geschwenkt, so daß der Verschluß
in seine Schließstellung zurückkehrt.
In Fig. 2 ist eine weitere Ausführungsform für die am abschaltbaren Teil des Vorlaufwerks angreifende
Schaltvorrichtung sowie für die Steuervorrichtung für letztere gezeigt. An der Brücke 27
des Vorlaufwerks ist mittels des Lagerzapfens 50 ein durch Kreuzschraffur gekennzeichneter Schieber
51 angelenkt. Dieser Schieber besitzt einen Schlitz 51', durch welchen zum Zweck der Führung
des Schiebers ein auf der Grundplatte 2 befestigter Stift 52 hindurchragt. Die Betätigung des Schiebers
51 erfolgt durch einen am Belichtungszeit-Einstellring 53 befestigten Stift 54. Ein abgebogener
Lappen 51" des Schiebers 51 ragt in die Bahn des Stiftes 54, so daß bei der im Uhrzeigersinn
erfolgenden Einstellbewegung des Belichtungszeit-Einstellringes
53 der Schieber von Stift 54 berührt und in Uhrzeigerrichtung verschoben wird. Dieses Verschieben bewirkt ein Schwenken der
Brücke 27 entgegen dem Uhrzeigersinn und damit ein Entkuppeln des Ritzels 25 vom Zahnrad 19.
Auch die zweite Ausführungsform stellt eine sehr einfache konstruktive Lösung der gestellten
Aufgabe unter Verwendung eines Minimums zusätzlicher Bauelemente dar. Eine besondere Rastvorrichtung
für die Brücke 27 in entkuppelter Stellung ist nicht erforderlich, da die auf die Brücke 27
wirkende Feder 28 so schwach ist, daß die zwischen dem Belichtungszeit-Einstellring und seinen Führungsflächen
vorhandene Reibung nicht überwindet.
Als im Bereich der Erfindung befindlich wäre auch ein an der Brücke 27 befestigter Stift oder
Arm zu betrachten, der ohne Zwischenschaltung anderer Glieder unmittelbar vom Verschlußzeit-Einstellring
bewegt würde. Diese Lösung ist bei den Ausführungsbeispielen nach der Zeichnung nur
aus räumlichen Gründen nicht anwendbar, da in dem Raum über dem Brückenarm die Antriebsfeder
29 des Vorlaufwerks liegt.
In den Fig. 4 und S sind die für die Ausführutigs··
formen nach Fig. 1 bzw. 2 notwendigen Belichtungszeit-Einstellringe
gezeigt. Der Ring in Fig. 4 entspricht der Ausführungsform gemäß Fig. i, der
Ring in Fig. 5 der Ausführungsform gemäß Fig. 2. Mit 55 ist in beiden Ringen die Steuerkurve für
die Regelung der Belichtungszeiten mittels eines an sich bekannten, nicht gezeigten Hemmwerks bezeichnet,
während die Steuerkurven 56 den Eingriff des Ankers des genannten Hemmwerks steuern.
48 sind Kurven zur Steuerung des für »B«-Aufnahmen notwendigen. Sperrhebels 49 sowie eines
entsprechenden weiteren, an sich bekannten, jedoch nicht gezeigten Sperrhebels für »T«-Aufnahmen.
Diese Hebel können ihre Sperrwirkung ausüben, wenn sich ihre Steuerarme in dem breiten Teil des
S teuer Schlitzes befinden.
Im Belichtungszeit-Einstellring nach Fig. 4 ist zum Steuern der Betätigungsvorrichtung für den
abschaltbaren Teil des Vorlaufwerks der Steuerschlitz 47 ausgebildet, während -für denselben
Zweck am Belichtungszeit-Einstellring nach Fig. 5 der Stift 54 befestigt ist.
Zur Wirkungsweise der in den Ausführungsbeispielen beschriebenen Verschlüsse ist folgendes
zu bemerken:
a) Spannen
Das Spannen erfolgt in an sich bekannter Weise durch Betätigen des Spannhebels 6 in der angezeigten
Pfeilrichtung. Mittels der Hebel 42 und 39 wird gleichzeitig mit dem Spannen des Verschlusses
auch das Vorlaufwerk mitgespannt.
b) Auslösen
Dieses geschieht durch Betätigen des Auslösehebels 9 in Pfeilrichtung. Hierdurch wird der
Spannhebel 6 und damit der Sektorenring ausgelöst, der nach einer kleinen Wegstrecke seinerseits
durch Auftreffen auf das Endstück 33" des Hebels 33 das Vorlauf- bzw. Kontakthemmwerk auslöst.
Das Freigeben des Sektorenringes, der an seinem
Arm 34 durch die Nase 35' des Hebels 35 gestoppt wird, erfolgt jeweils nach Ablauf des Vorlauf- bzw.
Kontakthemmwerks.
c) Einstellmöglichkeiten
Der Ring 16 ist mit seinem Zeiger 16" auf die
Marken »M«, »X« und »V« einstellbar.
i. Bei Einstellung auf die Marke »M« wird mittels des abgebogenen Armes 16"' des Ringes 16
die Brücke 27 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt, wodurch beim Verschluß ablauf nur das
Kontakthemmwerk zur Wirkung kommt. Außerdem gibt bei dieser Einstellung der abgebogene
Arm 16' des Ringes 16 den Kontakthebel 13 frei, so
daß ein Kontaktschluß mittels des Schalters 11, 13 erfolgen kann. In der »M «-Einstellung des Ver-Schlusses
können somit Blitzlichtaufnahmen unter Verwendung von Blitzlampen (»M«~Lampen) mit
kurzen und kürzesten Verschlußzeiten durchgeführt werden.
2. Bei »X«-Einstellung ist ebenfalls wie bei »M«-Einstellung der abschaltbare Teil des Vorlaufwerks
vom Kontakthemmwerk entkuppelt; dagegen ist bei dieser Einstellung der Kontakthebel 13
durch den Arm 16' arretiert. Bei »X«-Einstellung ist somit ein Kontaktschluß nur mittels des Schaltersn,
12 möglich. Dieser Kontaktschluß erfolgt im Augenblick des Freigebens der vollen Verschlußöffnung.
Der Verschluß ist bei »X«-Einstellung verwendbar für normale Aufnahmen ohne
Blitzlampen sowie für Aufnahmen mit Blitzröhren und mit Blitzlampen, letztere allerdings nur in Verbindung
mit längeren Belichtungszeiten.
3. Bei »V«-Einstellung (Fig. 1 und 2) hat der Ring 16 eine solche Stellung, daß durch seinen
Arm 16"' kein Einfluß auf die Brücke 27 ausgeübt wird. Somit befinden sich das Ritzel 25 und das
Zahnrad 19 im Eingriff, und für den Verschlußablauf kommt daher das Vorlaufwerk zur Wirkung.
Ein Kontaktschluß für eventuell angeschlossene Blitzgeräte erfolgt durch den Schalter 11, 12.
Wird nun durch Drehen des Belichtungszeit-Einstellringes im Uhrzeigersinn die »B«- oder
^Te-Einstellung vorgenommen, so erfolgt durch die
beschriebenen Schalt- und Steuervorrichtungen ein selbsttätiges Entkuppeln des abschaltbaren Teils
des Vorlaufwerks vom Kontakthemmwerk, bei den gezeichneten Ausführungsbeispielen also ein Entkuppeln
des Ritzels 25 vom Zahnrad 19. Damit ist bei Einstellung auf »B« oder »T« trotz der Einstellung
des Ringes 16 auf die Marke »V« das Vorlaufwerk bei der Auslösung ausgeschaltet. Nach
erfolgtem Niederdrücken des Auslösehebels 9 läuft vor dem Öffnen des Verschlusses lediglich das
Kontakthemmwerk mit seiner äußerst kurzen Vorlaufzeit, z. B. I5m/sec, ab. Damit ist für den Bedienenden
des Verschlusses die volle Sicherheit gegeben, daß ohne Nachprüfen der Einstellung des
Ringes 16 bei »B«- oder »T«-Aufnahmen in jedem Fall Fehlbelichtungen vermieden werden. Diese
Fehlbelichtungen könnten auftreten, wenn bei eingeschaltetem Vorlaufwerk und »B«- bzw. »T«-Einstellung
der Bedienende den Auslösehebel 9 während des Ablaufens des Vorlaufwerks losläßt. Beim
Freigeben des Sektorenringes ergibt sich dann kein Offenbleiben des Verschlusses, sondern eine Belichtung
mit einer Momentzeit.
Claims (4)
- PATENTANSPRÜCHE:i. Photographischer Objektiv-Verschluß mit Vorlaufwerk sowie mit Kontakteinrichtung für Blitzlichtauslösung und mit Kontakthemmwerk, das einen Teil des Vorlaufwerks für Selbstaufnahmen bildet, und bei dem das Spannen des Kontakthemmwerks gleichzeitig mit demSpannen des Verschlusses erfolgt, nach Patent 853 709, dadurch gekennzeichnet, daß eine am abschaltbaren Teil des Vorlaufwerks angreifende Schaltvorrichtung und eine diese betätigende, mit dem Belichtungszeit-Einstellorgan verbundene Steuervorrichtung zum selbsttätigen Entkuppeln des abschaltbaren Teils und des Kontakthemmwerks beim Einstellen des Belichtungszeit-Einstellorgans auf »B« oder »T« angeordnet sind.
- 2. Photographischer Objektiv-Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein am abschaltbaren Teil (25, 20, 26, 21, 22) des Vorlaufwerks angreifender Hebel (45) durch eine im Belichtungszeit-Einstellring ausgebildete Steuerkurve (47) betätigt wird.
- 3. Photographischer Objektiv-Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein am abschaltbaren Teil (25, 20, 26, 21, 22) des Vorlaufwerks angreifender Schieber (51) in der Bahn eines am Belichtungszeit-Einstellring ausgebildeten Mitnehmers (54) angeordnet ist und von diesem bewegt wird.
- 4. Photographischer Objektiv-Verschluß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am abschaltbaren Teil des Vorlaufwerks ein Stift angeordnet ist, der in die Bahn einer Steuerkurve hineinragt, die im Belichtungszeit-Einstellorgan ausgebildet ist.Angezogene Druckschriften:
USA.-Patentschriften Nr. 2435 161, 2490 163.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen©509 625 1.56
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEG13101D DE938232C (de) | 1953-11-18 | 1953-11-18 | Photographischer Objektiv-Verschluss mit Vorlaufwerk sowie mit Kontakteinrichtung fuer Blitzlichtausloesung |
| GB18742/54A GB770040A (en) | 1953-11-18 | 1954-06-25 | Improvements in photographic shutters |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEG13101D DE938232C (de) | 1953-11-18 | 1953-11-18 | Photographischer Objektiv-Verschluss mit Vorlaufwerk sowie mit Kontakteinrichtung fuer Blitzlichtausloesung |
Publications (1)
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| DE938232C true DE938232C (de) | 1956-01-26 |
Family
ID=25947962
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEG13101D Expired DE938232C (de) | 1953-11-18 | 1953-11-18 | Photographischer Objektiv-Verschluss mit Vorlaufwerk sowie mit Kontakteinrichtung fuer Blitzlichtausloesung |
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| GB (1) | GB770040A (de) |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2435161A (en) * | 1944-04-21 | 1948-01-27 | Ilex Optical Company | Photoflash synchronizing mechanism |
| US2490163A (en) * | 1947-01-24 | 1949-12-06 | Ilex Optical Company | Photographic shutter having flash synchronizer with safety interlock |
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1953
- 1953-11-18 DE DEG13101D patent/DE938232C/de not_active Expired
-
1954
- 1954-06-25 GB GB18742/54A patent/GB770040A/en not_active Expired
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB770040A (en) | 1957-03-13 |
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