DE93660C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE93660C DE93660C DENDAT93660D DE93660DC DE93660C DE 93660 C DE93660 C DE 93660C DE NDAT93660 D DENDAT93660 D DE NDAT93660D DE 93660D C DE93660D C DE 93660DC DE 93660 C DE93660 C DE 93660C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- winding
- direct current
- alternating current
- field
- rotating
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 30
- 230000006698 induction Effects 0.000 claims description 3
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 claims 1
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical group [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 6
- 230000001360 synchronised effect Effects 0.000 description 5
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 3
- 230000001939 inductive effect Effects 0.000 description 2
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 2
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical group [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910001208 Crucible steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 1
- 230000009466 transformation Effects 0.000 description 1
Landscapes
- Permanent Magnet Type Synchronous Machine (AREA)
Description
JffY - /#■-#■ ί
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom ist auf verschiedene Weise versucht
worden. So ist z. B. in der »Elektrotechnischen Zeitschrift« 1891, Seite 267, eine
Anordnung zur Umwandlung von zweiphasigem Wechselstrom in Gleichstrom beschrieben, bei
welcher eine gewöhnliche Gleichstrommaschine dazu verwendet wird, indem man sie aufser
mit Collector noch mit Schleifringen versieht.
Eine solche Maschine wird zu einem synchron laufenden Wechselstrommotor, sobald man
durch die Schleifringe hindurch Wechselstrom in den Anker schickt; man kann dann vom
Collector Gleichstrom abnehmen.
Wie jedoch ersichtlich, mufs ein solcher Apparat als Gleichstrommotor in Gang gesetzt
und auf den synchronen Lauf gebracht werden; erst dann kann Wechselstrom durch die Schleifringe
hindurch in den Anker geschickt und vom Collector Gleichstrom entnommen werden. Es ist also zur Inbetriebsetzung eine Gleichstromquelle
oder ein mechanischer Antrieb nöthig.
Der den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Umformer läuft im Gegensatz hierzu
als asynchroner Wechselstrommotor — und zwar bei Einphasenstrom —· an.
Als Beispiel ist ein Einphasenmotor nach Brown gewählt; derselbe wird in folgender
Weise abgeändert.
Der sich drehende Theil (bei Brown der Kurzschlufsanker) wird mit zwei Wickelungen
— einer für den Wechselstrom und einer für Gleichstrom — und dementsprechend auch mit
Schleifringen und mit Stromwender ausgestattet. Der feststehende Theil erhält ebenfalls zwei
Wickelungen — eine für Gleichstrom und eine für Wechselstrom —, wobei die Wechselstromwickelung
nach Art der Kurzschlufsanker in sich geschlossen ist.
Die Theile des Br own'sehen Motors sind
demnach hier umgekehrt verwendet: was beim Brown'schen Motor das feststehende inducirende
Magnetfeld ist, dreht sich bei dem Umwandler nach vorliegender Erfindung und der bei jenem Motor inducirte und sich
drehende Theil steht hier fest. Diese Vertauschung ist deshalb erfolgt, damit das sich
drehende und inducirende Magnetfeld in der in sich geschlossenen feststehenden Wickelung
ein Wechselstromfeld (nicht ein Drehfeld) erzeugt und damit dieses Wechselstromfeld die
Gleichstromwickelung am erregenden Magneten inducirt, in welcher der inducirte Wechselstrom
durch Stromwender gleichgerichtet wird. Damit jedoch das äufsere Feld ein Wechselstromfeld
und nicht ein Drehfeld wird und der Stromwender synchron sich bewegt, wird in die Gleichstromwickelung des feststehenden
Theiles so viel Gleichstrom geschickt, .als zur Aufrechterhaltung des synchronen Ganges nöthig
ist. Dieser Gleichstrom erzeugt jedoch nicht den Gleichstrom im Anker, wie bei Schuckert
und Brown, sondern das Wechselstromfeld, was als ein hauptsächlicher Unterschied anzusehen
ist, während, wie' schon ausgeführt, ein weiterer Vortheil der ist, dafs der Apparat nach
vorliegender Erfindung als Einphasenmotor von selbst anläuft.
Vorliegende Erfindung bezieht sich nun vor allem darauf, das durch den Wechselstromfeldmagneten
eines Motors mit einphasiger In-
duction erzeugte Drehfeld im Raum festzuhalten. Die Bauart des Motors mit sich
drehendem erregenden Magneten und feststehendem Anker kommt erst in letzter Linie
in Betracht. Das feststehende Feld soll dann zur Erzeugung von inducirtem Gleichstrom
ausgenutzt werden.
Um nun das Feld festzulegen, kann man den sich drehenden erregenden Magneten durch
einen auf dieselbe Welle aufgesetzten und mit synchroner Geschwindigkeit sich drehenden
kleinen synchronen Motor treiben lassen. Hierdurch wird in der That die absolute Geschwindigkeit
des Drehfeldes gleich Null. Man kann aber zu demselben Ergebnifs auf einfacherem
Wege gelangen, indem man neben der gewöhnlichen Ankerwickelung B3 auf dem
feststehenden Kern eine zweite Wickelung B4 aufbringt (Fig. 3), die von einem constanten
Gleichstrom durchflossen wird; letzterer wird vom Stromwandler nach erfolgtem Anlauf geliefert.
Wie aus der Anordnung nach Fig. 3 ersichtlich, kann die Zusatzwickelung B4 in dieselben
Einschnitte, in welchen die inducirten Wickelungen liegen, bequem eingelegt werden,
wobei letztere nur tief genug liegen müssen. Die inducirten Wickelungen B3 können — wie
bei allen Drehfeldmotoren — mittels kreisevolventenartiger Verbindungen (Fig. 3 obere
Hälfte) zu mehreren Stromkreisen vereinigt oder durch zwei Kupferringe in Kurzschlufs gebracht
sein, wobei diese Ringe an sä'mmtliche Stäbe angelöthet sind, wie in Fig. 3, untere
Hälfte, angedeutet.
Die vom Gleichstrom durchflossenen Wickelungen B4 sind entweder zu Ringen (Fig. 3)
oder als Trommel oder als flache Spule (Fig. 3), in allen Fällen jedoch so angeordnet, dafs sie
am Luftzwischenraum entlang regelmäfsig abwechselnde Pole erzeugen.
Zur Ausnutzung des feststehenden Magnetfeldes, welches durch Drehung des die erregenden
Stromkreise B1 tragenden Kernes A erzeugt wird, werden in die Einschnitte für
die Drähte dieser Stromkreise anderweite Wickelungen B2 eingelegt, die wie die Wickelungen
einer Gleichstrommaschine angeordnet sind und in einen gewöhnlichen Collector C endigen;
letzterer befindet sich auf derselben Welle.
In der Anordnung nach Fig. 4 ist C der. Collector, während die Ringe DD1 zur Zuführung
von Wechselstrom in die Ankerwickelung B1 dienen.
Die Wirkungsweise des auf die angegebene Art zusammengestellten Apparates ist folgende:
Die beiden Stromkreise S1 und B3 (Fig. 3)
bilden zusammen einen Motor mit asynchroner Induction; dieser aus einem sich
drehenden erregenden Magneten A und einem feststehenden Anker J zusammengesetzte Motor
wird durch Hineinschicken von einphasigem Wechselstrom in den Stromkreis B1 durch die
Ringe D D1 in Umlauf gesetzt. Durch den sich drehenden erregenden Magneten wird ein
magnetisches Drehfeld erzeugt, wobei der genannte Magnet eine dem Drehfelde sehr gleichkommende
Geschwindigkeit annimmt. Man leitet hierauf den Gleichstrom in den Stromkreis B4; gleich darauf werden die beiden
Geschwindigkeiten, um die es sich handelt, einander gleich; infolge dessen kommt das
Drehfeld zum Stillstand und wird im Luftzwischenraum ein feststehendes.
Man schliefst dann die zu speisenden Apparate, Lampen, Motoren u. s. w. an die Collectorbürsten
E1E2 an. Die Wickelung B'2 wirkt
dann wie eine gewöhnliche Gleichstromwickelung.
Der Wechselstrom im Stromkreise B1 dient einestheils zur Aufrechterhaltung der Bewegung
des die Wickelung B2 tragenden erregenden Magneten A, indem er die durch Reibung,
Hysteresis und Foucault'sche Ströme verzehrte Arbeit liefert; andererseits liefert er die
zur Erzeugung des Gleichstromes in der Wickelung B2 erforderliche Energie. Der Apparat
spielt also die Rolle eines wirklichen Umformers von einphasigem Wechselstrom in
Gleichstrom. Der in der Wickelung B4 verwendete zusätzliche Gleichstrom spielt bei dieser
Umformung keine Rolle, was dadurch bewiesen wird, dafs der Apparat mit sehr verschiedenen
Werthen dieses Stromes arbeitet,, ohne dafs weder sein Gang, noch seine elektromotorische
Kraft irgendwie abgeändert werden. Indem man die Werthe dieses Stromes geeignet wählt,
kann man den durch den Apparat verbrauchten wattlosen Strom vernichten, was gegenüber
einem gewöhnlichen Inductionsmotor wiederum ein Vortheil ist. Das Umformungsverhältnifs
hängt von der Zahl der Wickelungen B1 und B2 ab.
Der durch die Fig. 1 und 4 dargestellte Apparat kann einer zweifachen Abänderung
unterliegen, die man dann für gewisse Fälle in Anwendung bringen kann.
Man kann nämlich die beiden Stromkreise B1 und B'2 zu einem einzigen verschmelzen, der
dann mit einem Gramme-Collector und mit zwei Ringen für den Wechselstrom ausgerüstet
ist; letzterer wird von zwei einander gegenüberliegenden Stellen abgenommen. >
Das Umsetzungsverhältnifs, d. h. das Verhältnifs der
Spannung des Wechselstromes zur Spannung des Gleichstromes ist dann nothwendigerweise
etwa ^= · Wenn man ein anderes Verhältnifs
erzielen will, so mufs man aufserhalb des Apparates einen besonderen Gleichstromumformer
aufstellen, in welchem die Spannung des Gleichstromes weiter herabgedrückt wird.
Ferner kann man die Bewickelung 54, statt
sie in dieselben Einschnitte wie die Ankerwickelung B3 einzulegen (Fig. 3), auch für sich
anordnen und entweder in weitere besondere Einschnitte einlegen oder zu dicken Spulen
gestalten, die dann — aufserhalb der Bewickelung Bs radial angeordnet — auf Eisenkerne J*
aufgewickelt sind, wie dies die Fig. 1 und 2 zeigen.
In diesem Falle werden in den Kronen oder überstehenden Enden der Eisenkerne Löcher
oder Ausschnitte vorgesehen, welche die inducirten Wickelungen B3 aufnehmen. Die so
abgetrennten Stumpfe können mit dem Kern der Spulen vereinigt werden, wie aus Fig. 2
ersichtlich. Die Kerne bestehen aus an einander geschichteten Eisenblechlagen und der aufsen
liegende Verbindungsring sämmtlicher Kerne aus Eisenblech oder weichem Gufsstahl.
Obgleich der vorstehend beschriebene Apparat für die Umwandlung von einphasigem Wechselstrom
in Gleichstrom in erster Linie bestimmt ist, eignet er sich auch für die umgekehrte
Umformung. Ebenso kann er zur Erzeugung und Umformung von mehrphasigem Strom benutzt
werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Asynchron anlaufender Wechselstrom-Gleichstromumformer, dadurch gekennzeichnet, dafs sowohl Anker als Feldmagnet je mit einer Wechselstrom- und einer Gleichstromwickelung versehen sind, derart, dafs der drehende Feldmagnet neben der mit Schleifringen versehenen Wechselstromwickelung eine mit Stromwender versehene — der Induction durch das wechselnde Ankerfeld unterliegende — Wickelung, der ruhende Anker neben der — ein wechselndes, nicht drehendes Feld erzeugenden — Kurzschlufswickelung eine durch Gleichstrom gespeiste Wickelung trägt, welch letztere dem Feldmagneten eine dem in ihm entstehenden Drehfeld entgegengesetzt gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit ertheilt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE93660C true DE93660C (de) |
Family
ID=365072
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT93660D Active DE93660C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE93660C (de) |
-
0
- DE DENDAT93660D patent/DE93660C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3400754A1 (de) | Elektrische rotationsmaschine mit veraenderlicher drehzahl | |
| DE1763430A1 (de) | Wechselstromgenerator ohne Schleifringe und Buersten | |
| CH427978A (de) | Elektrische rotierende Maschine | |
| DE102016225754B4 (de) | Rotierende elektrische maschine | |
| DE93660C (de) | ||
| DE203143C (de) | ||
| DE2100041A1 (de) | Reluktanzmaschine | |
| DE55978C (de) | Fernleitungssystem für Wechselströme | |
| DE255197C (de) | ||
| DE314918C (de) | ||
| DE105232C (de) | ||
| DE93066C (de) | ||
| DE68911905T2 (de) | Elektrischer Motor ohne Stromwenderteile mit in der Richtung der Achse aufgestellten Polen und auf demselben Prinzip basierender magnetischer Motor. | |
| DE220551C (de) | ||
| DE145384C (de) | ||
| DE221791C (de) | ||
| AT19562B (de) | Durch Ankerreaktion erregte, asynchrone Induktionsmaschine. | |
| DE88806C (de) | ||
| DE473253C (de) | Kaskadenumformer zur Umformung von Wechselstrom in Gleichstrom mit entgegen dem Sinn des Drehfeldes umlaufendem, mit einem Synchronmotor unmittelbar gekuppeltem Laeufer | |
| AT234827B (de) | Elektrische Maschine | |
| AT70543B (de) | Kommutierungseinrichtung an Gleichstrommaschinen und dgl. | |
| DE104072C (de) | ||
| DE152796C (de) | ||
| DE63531C (de) | Schaltung der Feldmagnetwickelungen an Wechselstromtreibmaschinen | |
| DE167549C (de) |