DE93066C - - Google Patents
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- DE93066C DE93066C DENDAT93066D DE93066DA DE93066C DE 93066 C DE93066 C DE 93066C DE NDAT93066 D DENDAT93066 D DE NDAT93066D DE 93066D A DE93066D A DE 93066DA DE 93066 C DE93066 C DE 93066C
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- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02K47/00—Dynamo-electric converters
- H02K47/02—AC/DC converters or vice versa
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung stellt einen Wechselstrommotor dar, welcher auch als
Wechselstromumformer verwendet werden kann. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin,
dafs man drei conaxiale Elemente, d. h. mit geeigneten, von elektrischen Strömen durchflossenen
Leitern bewickelte Eisenmassen anordnet, von welchen das eine feststeht und die anderen beiden sich drehen können.
Fig. ιa stellt schematisch diese Anordnung dar. A ist das feststehende Element, welches
aus einem Magneten oder einem Elektromagneten bestehen kann; in letzterem für die
praktische Ausführung in Betracht kommenden Fall wird dieses ruhende Element durch einen
Gleichstrom erregt, welcher aus dem eingeleiteten Wechselstrom durch die synchrone Bewegung
von B und C gleichgerichtet ist. Die Elemente B und C können frei rotiren, und zwar trägt das
Element B die Last und soll daher treibendes Element genannt werden. Dieses treibende
Element ist ein Verbundelement, d. h. es besitzt zwei verschiedene Wickelungen ν und n, welche
beide in sich geschlossene Trommel - oder Ringwickelungen sind. Das dritte Element C
ist vollständig freilaufend, jedenfalls nicht so belastet, dafs sein absoluter synchroner Gang
durch die Last gestört werden könnte.
Es folgt hieraus, dafs, sofern man in das Element C einen Wechselstrom einleitet, dieses
Element C sofort synchron laufen mufs. Diesen synchronen Gang wird . aber das unbelastete
Element stets beibehalten, selbst wenn das belastete Element B gleichfalls in Bewegung
geräth, nur wird dann der Synchronismus dieses unbelasteten Elementes C nicht mehr
absoluter Synchronismus sein, sondern der Synchronismus wird eben nur in Bezug auf
die beiden Elemente B und C vorhanden sein.
Je rascher sich also das belastete Element B drehen wird, um so langsamer wird sich das
unbelastete C drehen und umgekehrt, und zwar so, dafs die Summe der absoluten Geschwindigkeit
beider Elemente gleich.dem absoluten Synchronismus ist. Dieser synchrone
Gang zwischen dem belasteten und unbelasteten Element kann nun in beliebiger Weise zum
Gleichrichten des Wechselstromes benutzt werden. Man erhält somit einen Gleichstrom,
welchen man in beliebiger Weise nutzbar machen kann, und zwar wird dieser Gleichstrom
vorliegender Erfindung gemä'fs dazu benutzt, elektromagnetische Beziehungen zwischen
dem feststehenden Element A und dem belasteten Element B hervorzubringen.
Diese Beziehungen sind bei dem Schema nach Fig. ia derartig hervorgebracht, dafs man
den durch den synchronen Gang von C gleichgerichteten Strom einestheils zur Erregung der
das feststehende Element A bildenden Elektromagnete und anderentheils zur Speisung der
Wickelung η des Elementes B benutzt. Die Elemente A und B bilden somit eine einfache
Gleichstrommaschine, die Elemente B und C einen gewöhnlichen synchronen Wechselstrommotor.
Man kann naturgemäfs diesen durch den synchronen Gang von B und C erzeugten
Gleichstrom auch nur theilweise zur Hervorbringung der elektromagnetischen Beziehungen
zwischen A und B benutzen und den übrigbleibenden Theil aus der Maschine als Gleichstrom
herausführen, so dafs der Motor vor-
liegender Art auch als Wechselstromumformer dienen kann.
Eine besondere Ausführungsform vorliegender Erfindung besteht darin, dafs man das sogen,
belastete Element mit einer besonderen Wickelung versieht, welche bei der Rotation und
unter dem Einflufs des magnetischen Feldes einen elektrischen Strom erzeugt, welcher
gleichfalls entweder in der Maschine zur Hervorbringung elektromagnetischer Beziehungen
zwischen den einzelnen Elementen oder her-. ausgeleitet als aus Wechselstrom umgeformter
Gleichstrom benutzt werden kann.
Da Mehrphasenstrom als eine Mehrzahl einzelner Wechselströme betrachtet werden
kann, so folgt ohne Weiteres, dafs man durch die Wahl mehrerer feststehender, freilaufender
und belasteter Elemente Mehrphasenstrom benutzen kann, wenn man die Anzahl dieser
Elemente und die der Stromverbindungen entsprechend wählt. Eine solche Maschine, welche
in der eben erwähnten Weise Mehrphasenstrom benutzt, wird gleichfalls beschrieben
werden, und weiter wird noch gezeigt werden, dafs sich Mehrphasenströme unter Benutzung
auch nur je eines freilaufenden, belasteten, feststehenden und belasteten Elementes dadurch
benutzen lassen, dafs man das belastete Element mit mehreren Wickelungen versieht, von denen
jede einer Phase entspricht, und deren Verbindungen der Phasenart entsprechend gegen
einander versetzt sind. Letztere Anordnung wird sich namentlich dann empfehlen, wenn
die Belastung des belasteten Elementes nur durch eine einen Strom erzeugende Wickelung
geschieht, d. h. der ganze Apparat als Mehrphasengleichstromumformer benutzt werden soll.
Man wird die aus den Elementen A und B gebildete Dynamomaschine vorteilhaft als vier-
oder mehrphasige Maschine ausbilden, weil man in diesem Fall, wie näher gezeigt werden
wird, dem feststehenden Element die Gestalt eines Ringes geben kann, in welchen man
durch Verlegung der Anschlufspunkte, also durch umlaufende Bürsten, umlaufende Pole
erzeugen kann, was namentlich deswegen für vorliegenden Fall wichtig ist, weil bei der
Drehung von B gegen C in der Wickelung η umlaufende Pole entstehen und man die Verlegung
der Anschlufspunkte von A so treffen kann, dafs die Pole des Elementes A den Polen
des Elementes B um einen gleichbleibenden Winkel voreilen, und somit auf einfache Weise
sofort beim Ingangsetzen des Motors das Element B dem gröfstmöglichen Drehmoment
unterworfen ist.
In beiliegenden Zeichnungen sind Ausführungsformen des Erfindungsgedankens dargestellt:
Fig. ι bis 9 zeigen eine Ausführungsform für einphasigen Wechselstrom,
Fig. io und ii eine Ausführungsform als
Motorumwandler mit Einphasen-Wechselstrom,
Fig. 12 und 13 eine Ausführungsform für
Zweiphasen-Wechselstrom und
Fig. 24 und 25 eine Ausführungsform für Zweiphasen -Wechselstrom als Motorumwandler.
Bei der in Fig. 1 bis 9 dargestellten. Ausführungsform
besitzt das feststehende Element A die Gestalt eines geschlossenen Ringes mit einer
Gramme-Wickelung j. Dieser Ring wird durch Bolzen α zwischen feststehenden Endplatten D
und E gehalten, welche gleichzeitig die Lager der. sich drehenden Theile bilden. Zwischen
diesen feststehenden Endplatten dreht sich das zweite Element in Gestalt eines dem Ring A
concentrischen Ringes B, welcher durch Bolzen b mit den Flantschen zweier Muffen G
und H fest verbunden ist. Das innere oder dritte Element ist in diesem Falle wie ein
viertheiliger Siemens-Anker aufgebaut und auf einer hohlen Welle / befestigt. Diese Welle
ist links in der Platte J gelagert, welche unter Vermittelung von Bolzen L durch die Endplatte
D getragen wird; rechts ist sie in einer ähnlichen Platte U drehbar gelagert, welche
durch die Endplatte E unter Vermittelung der Bolzen N getragen wird.
Die Welle / trägt mittelst einer Metalltrommel 5 vier sowohl von letzterer als auch
von einander isolirte Schleifringe 13, 14, 15
und 16; die Ringe 15 und 16 sind durch
Drähte, welche durch die hohle Welle / hindurchlaufen, mit der Wickelung c desElementesC
verbunden. Mit der Muffe 5 sind Arme verbunden, welche Bürsten 3, 4 und 5 tragen,
und zwar sind von jeder dieser genannten Bürsten vier Stück im Abstand von 900 von
einander vorgesehen, wie namentlich aus Fig. 5 und 6 zu erkennen ist. Auf den Ringen 13,
14, 15 und 16 schleifen Federn bezw. Bürsten 7, 8, 9 und 11.
Auf der Muffe G ist eine Riemscheibe P
befestigt, von welcher die Kraft abgenommen werden soll. Die Muffe H besitzt acht Leitery
(Fig. ι und 8), welche in dieser Muffe von einander isolirt neben einander laufen. Zu
diesem Zweck sind innerhalb der Muffe zwei concentrische Röhren aus Isolirstoff angeordnet,
deren Zwischenräume durch Isolirstreifen in acht Theile getheilt sind, so dafs für jeden Leitery
ein besonderer Isolirkanal gebildet wird.
Die acht Leiter sind an dem Flantsch der
Muffe H hoch geführt und mit acht gleichmäfsig
auf dem inneren Umfange des Elementes B angeordneten Kupferbarren ν verbunden; jeder
dieser Barren endet links (Fig. 1) in eine Röhre 0. Die acht Röhren sind isolirt in Oeffnungen
gelagert, welche sich in dem vertical stehenden Flantsch der Muffe G befinden. Auf
der Muffe G ist ferner ein Stromwender O von der bekannten Construction vorgesehen,
welcher · auf einem ringförmigen Trä'ger m 32 isolirte Segmente trägt. Wie Fig. 1 und 4
zeigen, befinden sich an acht gleich weit von einander entfernten Punkten dieses Stromwenders
Löcher, durch welche Kupferstangen i derartig gelagert sind, dafs sie in ihrer Längsrichtung
hin- und hergeschoben werden können. Diese Stangen greifen mit ihrem rechten Ende (Fig. 1)
so in die Röhren 0 ein, dafs sie beständig mit ihnen in-elektrischer Verbindung bleiben, während
sie links verdickt sind und daselbst je eine Kupferfeder t tragen. Diese verdickten
Enden der Stange i sind fest auf einem Ringe aus Isolirmaterial befestigt, auf dessen nach
links gerichteter Fläche eine Metallscheibe s befestigt ist. Letztere greift in eine Klaue k
ein, welche mit einem aus zwei Theilen bestehenden, bei h drehbar gelagerten Schalthebel
g verbunden ist (Fig. 3). Wenn somit dieser Schalthebel g nach rechts in die in
Fig. ι punktirt gezeichnete Lage gebracht wird, so wird zwischen acht Stromwendersegmenten O
und den entsprechenden acht Leiternj^, welche durch die Muffe H hindurchgehen, elektrische
Verbindung hergestellt. Die Muffe H trägt noch ferner eine Muffe R aus Isolirmaterial,
auf welcher die Commutatorringe 1 und 2 befestigt sind.
Jeder dieser Ringe besteht aus
g g
acht gleichen und von einander, isolirten Segmenten (Fig. ö). Die Commutatorringe 1 und 2
sind derartig angeordnet, dafs die vorher erwähnten Bürsten 3 und 4 auf ihnen schleifen
müssen. Auf dem bereits erwähnten Stromwender O schleifen vier von einander isolirte
und gegen einander um 90 ° versetzte Bürsten f. Sie sind an einem -Ring e befestigt, welcher
innerhalb eines Ringes F verdreht werden kann; letzterer steht fest und wird durch die Bolzen a
getragen. Die Bürsten f sind in Fig. 5 punktirt gezeichnet und auch in dem in Fig. 9 dargestellten
Diagramm ersichtlich.
Der Anker B trägt auf seinem äufseren Umfange die Leiter n, die, wie Fig. 5 zeigt,
in der Art einer vierpoligen Trommelwickelung mit einander und mit den Stromwendersegmenten
O verbunden sind. Es sind 64 solcher Leiter vorgesehen und 32 Stromwendersegmente
O, mit denen sie in regelmäfsigen Intervallen verbunden sind. Es mufs beachtet
werden, dafs von den Leitern η auf dem Anker B an der in der Zeichnung gegen den
Beschauer gekehrten Seite zwei dieser Leiter mit einander verbunden sind, welche 900
weniger eine Theilung von einander entfernt sind. Auf dem anderen Ende des Ankers
sind immer je zwei Leiter mit einander verbunden, welche einen Bogen von 90 °, vermehrt um eine Theilung, von einander entfernt
sind.
Die acht Kupferbarren ν, welche in Kupferröhren
ο auslaufen, sind mit ihren, anderen Enden, wie bereits erwähnt, durch die Leiter^
mit den acht Commutatorsegmenten 2 verbunden, und zwar derartig, dafs jeder zweite
dieser Leiter mit einem Commutatorsegment 2 verbunden ist, welches vor ihm liegt, und jeder
dazwischenliegende Leiter mit einem Commutatorsegment 2 verbunden ist, welches hinter
ihm liegt (Fig. 7). Es folgt hieraus, dafs, wenn der Schalthebel g nach rechts bewegt wird,
eine elektrische Verbindung zwischen jedem zweiten genannter Commufatorsegmente 2 und
dem Segment O hergestellt wird, welches 450 in der Drehrichtung vorläuft, und zwischen
jedem dazwischenliegenden Segment 2 und dem Segment O, welches 45 ° nachläuft. Die acht
eben erwähnten Leiter y und die Stangen i sind in der Fig. 9 so eingezeichnet, als ob sie
zu einem ununterbrochen verlaufenden Leiter verbunden wären, und als ob die Segmente 2
mit acht der Segmente O in der eben beschriebenen
Weise Verbindung herstellten, d. h., als ob der Hebel g sich in der in Fig. 1
punktirt gezeichneten Stellung befände. Die Folge dieser Anordnung ist, dafs, wenn die
Schleif bürsten 4 in Bezug auf die Stromwendersegmente 2 mit solcher Geschwindigkeit bewegt
werden, dafs sie über eins dieser Segmente 2 bei jedem Wechsel des der Maschine zugeführten
Stromes hinweggehen, in dem Element B vier Magnetpole erzeugt werden,
welche in dem Ringe umlaufen und den Polen, welche durch den eingeleiteten Wechselstrom
in dem Element C gebildet werden, beständig um 450 voreilen.
Dieses wird noch klarer unter Beachtung der Fig. 5, wo der gröfseren Deutlichkeit wegen
die vier Bürsten 4 innerhalb der Segmente 2 dargestellt sind, und aus Fig. 9, wo die Bürsten 3
auf den Segmenten 1 laufen. Es ist ohne Weiteres ersichtlich, dafs mit der Bürste 4 an
irgend einer Stelle angefangen, beispielsweise bei der in der Zeichnung dargestellten, wo die
vertical gestellten als positiv und die rechtwinklig dazu stehenden als: negativ bezeichnet
werden sollen, diese Bürsten ihre Zeichen ändern, sobald sie ein Segment- in einer beliebigen
Richtung weiter wandern. Verschiebt man sie beispielsweise in der durch Pfeile angegebenen Richtung, so ist klar, dafs es dasselbe sein würde, sie um ein Segment vorwärts,
zu bewegen und ihre Zeichen zu ändern, oder sie um ein Segment zurückzubewegen und das
Zeichen beizubehalten. In beiden Fällen erhält man ein Voranschreiten der Pole des Ringes B
in Bezug auf die Pole des Elementes C von genau 450 in der Richtung des'inneren Pfeiles
nach Fig. 5 oder des äufseren Pfeiles rechts oben in Fig. 9. Es folgt hieraus, dafs, wenn
das Feld A mit einer geschlossenen Spule ohne äufsere Verbindungen gewickelt wäre, eine
Drehung des Ankers B hervorgebracht werden
müfste; diese Drehung wird in derselben Weise
bewirkt, wie bei durch die Induction geschleppten Ankermotoren, weil zu dieser Zeit
der Anker B vier Pole besitzt, welche um den Anker B herumlaufen. Diese umlaufenden
Magnetpole wirken inducirend auf das Feld A in der bei genannten Motoren bekannten Richtung,
welche der oben beschriebenen Umlaufrichtung der Magnetpole des Elementes B
entgegengesetzt ist. Es ist klar, dais, wenn die eben erwähnte Drehung, d. h. die absolute
Drehungsgeschwindigkeit des Ankers B gleich der synchronen Geschwindigkeit ist, die Schleifbürsten
4 stillstehen und dann immer noch das Umlaufen der Pole in den Leitern η hervorbringen.
Es soll nunmehr beschrieben werden, wie diese Bürsten 3 und 4 beim Ingangsetzen der
Maschine in Umdrehung versetzt werden.
Der Anker B trägt auf seinem inneren Umfange Leiter v, die, wie in Fig. 7 und 9 angegeben
ist, mit einander in Verbindung stehen und welche eine symmetrische, vierpolige, vierfach
parallele Trommelwickelung bilden, welche an acht gleich weit von einander entfernten
Punkten mit acht Segmenten 2 verbunden ist; dabei ist jede zweite Verbindung zwischen
einem Segment und einem Leiter ν 45 ° in der Drehrichtung voreilend, und jede dazwischenliegende
Verbindung zwischen einem Segment 2 und einem Leiter υ 450 in der Drehrichtung
zurückbleibend. Die Folge hiervon ist, dafs, wenn die Bürsten 4 Wechselströme zuführen
und bei jedem Wechsel des Stromes um ein Segment vorgeschoben werden, in dem Element £>
eine Poldrehung erfolgen würde, genau in derselben Weise, als ob die Leiter ν in der
regelmäßigen Weise mit den Segmenten 2 verbunden wären und die Bürsten 4 mit Gleichstrom
gespeist würden.
Je zwei der gegenüberliegenden Bürsten 4 sind, wie Fig. 1 und 9 zeigen, mit dem Schleifring
13 und die beiden anderen mit dem Schleifring 14 verbunden; diesen Schleifringen wird
der Wechselstrom durch Leitungen 31 und 32 zugeführt, so dafs also die Bürsten 4 den
durch die Hauptleitungen kommenden Wechselstrom in die Maschine führen, und zwar so,
dafs zwei diametral einander gegenüberstehende Bürsten 4 immer dasselbe Zeichen besitzen,
während zwei auf einander folgende entgegengesetzte Zeichen besitzen müssen. Je zwei der
gegenüberliegenden Bürsten 3 sind mit dem Schleifring 16 und die beiden anderen mit dem
Schleifring 15 verbunden. Die Commutatorsegmente 1 und 2 sind, wie in Fig. 6 und 9
angegeben, derartig mit einander verbunden, dafs jedes zweite Segment 1 mit einem um
450 in der Drehrichtung weiter vorliegenden Segment 2 verbunden ist, während jedes dazwischenliegende
Segment 1 mit einem um 45 ° hinter ihm liegenden Segment 2 in elektrischer
Verbindung steht. Die Folge hiervon ist, dafs, wenn die Bürsten 4, welche Wechselströme
zuführen, bei jedem Wechsel des Stromes um ein Segment vorwärts schreiten, die Bürsten 3
intermittirend gleichgerichtete Ströme abnehmen müssen, die durch Schleif bürsten 9 und 11
abgenommen werden können, welche auf den Schleifringen 15 und 16 schleifen, die mit den
Bürsten 3, wie oben gesagt, in Verbindung stehen. Dieser durch die Bürsten 9 und 11
abgenommene Gleichstrom wird zur Erregung des Feldes A benutzt.
Zu diesem Zweck ist die Bürste 9 durch einen Draht 29 mit Umschalthebeln 20, 21
und 22 verbunden (Fig. 1, 5 und 9). Der Umschalter 20 stellt, wie in vollen Linien gezeichnet,
die Verbindung mit einem Punkt 24 her, von welchem durch den Leiter 17 mit
der Wickelung j des feststehenden Elementes A an zwei gegenüberliegenden Punkten, nämlich
oben und unten, eine Verbindung hergestellt ist. An den zwei von dem unteren und
oberen Punkt der Wickelung j um 90° verschobenen Punkten, also an den waagrecht
liegenden Stellen, ist die Wickelung j durch einen Draht 30 mit der Schleifbürste 11 verbunden.
Der Umschalter 21 liegt auf dem Punkt 26, welcher unter Vermittelung des
Drahtes 18 mil der unteren und oberen Bürste/, die auf dem Stromwender O schleift,
verbunden ist; von zwei anderen Bürsten /, welche rechtwinklig zu den beiden eben erwähnten
Bürsten/ liegen, führt eine Leitung nach dem eben erwähnten Draht 30, welcher
zu der Schleifbürste 11 führt. Wenn somit die Umschalter 20 und 21 die in der Zeichnung
in vollen Linien dargestellte Stellung annehmen, so wird der von den Bürsten 9 und 11
abgenommene Gleichstrom durch vier parallel geschaltete Leitergruppen der Wickelung η auf
dem äufseren Umfange des Elementes B und durch die im Nebenschlufs zu dieser Wickelung
liegenden, ebenfalls vier parallel geschalteten Gruppen der Feld Wickelung j des Elementes A
hindurchgehen, so dafs also die Elemente A und B einen vierpoligen, vierfach parallel geschalteten
Nebenschlufsmotor bilden, dessen Feld A vier feststehende Pole besitzt.
Die Wirkungsweise der Maschine, soweit sie bisher beschrieben ist, ist die folgende:
Durch die Drähte 31 und 32 wird in einfacher
Weise Wechselstrom zugeführt und von den Schleifbürsten 4 auf die Stromwendersegmente
2 übertragen. Diese acht Stromwendersegmente 2 sind mit den acht Leiterny
verbunden, welche durch die Muffe H hindurch zu den Wickelungen ν auf dem inneren
Umfange des Ankers B führen. Die Wickelung c des inneren Elementes C liegt im Nebenschlufs
zu den Wickelungen v, wie bereits er-
wähnt, durch die Commutatorsegmente ι und 2,
Bürsten 3 und die Schleifringe 15 und 16.
Diese Wechselströme, welche durch genannte Drähte 31 und 32 zugeführt werden, erzeugen
eine Rotation des inneren Elementes C, der Welle I und der Schleifringe und Schleifbürsten,
welche durch diese Welle / getragen werden, nämlich Bürsten 3.4 und 5, sowie Schleifringe 13, 14, 15 und 16.
Der einfache Wechselstrom, welcher, wie eben beschrieben, den Wickelungen ν auf dem
inneren Umfange des Ankers B und den Wickelungen c des Elementes C zugeführt wird,
entwickelt bei der Inbetriebsetzung der Maschine rasch wechselnde Pole in dem Element C und
ebenso auf dem inneren Umfange des Elementes B. Diese Pole, obgleich sie rasch wechseln, sind
infolge der eben beschriebenen Verbindungen derartig, dafs ein gleichbleibendes Drehmoment
zwischen den Elementen B und C erzeugt wird. Da jedoch das Element C keine Belastung
trägt, so nimmt die Drehgeschwindigkeit schnell zu, bis die Geschwindigkeit erreicht
ist, bei der die Bürsten 4 über ein Segment des Commutators 2 bei jedem Stromwechsel
hinweggehen müssen. In diesem Augenblick wird jedoch infolge der zwischen den Commutatorsegmenten 2 und'den Wickelungen
ν des inneren Umfanges des Elementes B bestehenden Verbindungen die Wirkung des
Wechselstromes ganz dieselbe sein, als ob Gleichstrom zugeführt wäre und als ob die
Verbindungen zwischen dem Commutatorsegment 2 und der Wickelung ν genau so wie
bei Gleichstrommaschinen getroffen wären, d. h. als ob jedes Commutatorsegment 2 mit
einem entsprechenden Punkt, der Wickelungen ν verbunden wäre.
Wenn jedoch dieser Grad von Geschwindigkeit, welcher in Wirklichkeit Synchronismus
zwischen den Elementen B und C herstellt, einmal erreicht ist, so werden die Leiter ν in
Wirklichkeit durch einen gleichgerichteten Strom durchflossen, wie denn auch in diesem
Zeitpunkt die Wickelung c des Elementes C mit gleichgerichteten Strömen gespeist wird,
was eine Folge der bereits beschriebenen Verbindungen zwischen den Segmenten 2 und 1
ist, und die gröfstmögliche Drehkraft zwischen den Elementen B und C erzeugt. Diese Bedingung
bewirkt ein beständiges Aufrechterhalten dieser relativen synchronen Bewegung zwischen den Elementen B und C in der bei
den Synchronmotoren . bekannten Weise. . Es wird ohne Weiteres einleuchten, dafs dieser
Synchronismus zwischen den Elementen B und C in. einer relativen Drehung zwischen beiden in
entgegengesetzter Richtung besteht.' Dieser Synchronismus kann in der Drehung irgend
eines Elementes mit einer dem Synchronismus entsprechenden Geschwindigkeit bestehen, oder
beide Elemente können sich in entgegengesetzter Richtung und jedes für sich mit einer solchen
Geschwindigkeit drehen, dafs die relative Geschwindigkeit gleich der synchronen Geschwindigkeit
ist.
Zu allen Zeiten, wenn dieser relative Synchronismus der Elemente B und C vorhanden
ist, können von den Bürsten 3, welche auf den Commutatorsegmenten 1 schleifen, gleichgerichtete
Ströme abgenommen werden. Dieser Gleichstrom kann von den Schleifbürsten 9 und ii, welche auf den Ringen 15 und 16
schleifen, oder von den Ringen unmittelbar und durch die Vermittelung von Drähten,
weiche nach den Wickelungen b des Elementes C führen, abgenommen werden. Das innere
Feld C ist somit dann mit gleichgerichteten Strömen gespeist, welche den Synchronismus
zwischen den Elementen B und C aufrecht erhalten. In diesem Augenblick können jedoch
die Wickelungen j, wie in Fig. 5 und 9 angegeben, sowie die Leiter η auf dem äufseren
Umfange des Elementes B mit directen Strömen in wesentlich derselben Weise und durch die
schon beschriebenen Verbindungen gespeist werden; in diesem Falle müssen die Schalthebel
20 und 21 die in Fig. 5 und 9 in vollen Linien angezeigte Stellung einnehmen, zu welchem
Zweck, wie bereits beschrieben, Verbindungen durch die Drähte 17, 18 und 20
hergestellt sind, welche je vier parallele Ströme durch das Feld A und den Anker B schicken.
Die Wirkung zwischen den Elementen B und A ist infolge dessen genau die eines Gleichstrommotors.
Es ist klar, dafs zu allen Zeiten, wenn die synchrone Geschwindigkeit zwischen den Elementen
B und C aufrecht erhalten wird, in den Leitern η auf dem äufseren Umfange des
Elementes B mit Hülfe des nach rechts bewegten Hebels g und der in ihre Linksstellung
gebrachten Umschalter 20 und 21, wie solche in punktirten Linien angegeben sind, vier auf
einander folgende und umlaufende Pole erzeugt werden, welche unter allen Umständen den
Polen des Elementes C um 45° voreilen. Diese in dem Element B umlaufenden Pole induciren
entsprechende Pole in dem Element A, welche, da sie hinter ihrer erzeugenden Ursache herlaufen, zwischen den Elementen A und B ein
Drehmoment erzeugen und somit das Element B sich in einer der Üinlaufsrichtung der Pole in
den Wickelungen η auf dem äufseren Umfange des Elementes -B entgegengesetzten Richtung
zu drehen veranlassen. Der Motor kann sich daher selbst in Gang setzen und ist ein durch
die Inductionswirkung mitgeschleppter Ankermotor geworden und bleibt es bei allen Geschwindigkeiten
des Elementes B, weil, wie auch immer dessen Drehgeschwindigkeit sein mag, das Element C zu ihm in Synchronismus
sich bewegt und somit das gleichmäfsige, eben
beschriebene Umlaufen der Pole in dem Element B erzeugt.
Die eben beschriebene Drehung des Elementes B nimmt an Geschwindigkeit zu, sofern
das Element B nicht überlastet ist. Sobald das Element C mit synchroner Geschwindigkeit
zu dem Element B läuft, können den Wickelungen j des Feldes A gleichgerichtete
Ströme zugeführt werden, welche von den Bürsten 9 und 11 in der in Fig. 5 und 9 dargestellten
Weise abgenommen werden und vier Pole erzeugen; zu diesem Zweck sollte der
Umschalter 20 die in vollen Linien gezeichnete Stellung einnehmen, in welcher er Verbindung
mit dem Punkt 24 herstellt.
Es geht somit hervor, dafs, ehe ein Motor nach vorliegender Erfindung seine Last in Bewegung
bringt, er die volle Drehkraft ausnutzen kann, die dadurch erzeugt wird, dafs sofort
Synchronismus zwischen den Elementen Bund C eintritt und hierbei sowohl in dem Feld als auch
in dem Anker gleichgerichtete Ströme fliefsen.
Wenn der Motor als ein synchroner Motor verwendet werden soll, nachdem der relative
Synchronismus zwischen den Elementen B und C erreicht ist, so werden gleichgerichtete
Ströme zu den Wickelungen j des Elementes A und zu den Wickelungen η des Elementes B
durch den Stromwender O und die Bürsten f in der schön beschriebenen Weise geleitet, so
dafs sich das Element B wie bei Gleichstrommotoren drehen mufs. Wenn die absolute
Drehgeschwindigkeit des Elementes B die des Synchronismus ist, so kann der.Hebel g nach
rechts bewegt werden, wie in Fig. 1 mit punktirten Linien angegeben ist; der Schalthebel
22 nimmt dann ■ die in vollen Linien gezeichnete Stellung ein und der Schalthebel 21
ist in die in Fig. 5 und 9 punktirt gezeichnete Stellung gebracht, so dafs der Motor zu einem
synchronen Motor wird, welcher infolge des Umlaufes der Pole, welche in den Leitern auf
dem äufseren Umfange des Elementes B entstehen, und des den Feldwickelungen j zugeführten
gleichgerichteten. Stromes arbeitet.
Wie bereits erwähnt, bilden bei der beschriebenen Stellung der Hebel 20 und 21 die
Elemente A und B unter Vermittelung des Stromwenders O, der Bürsten/ und der durch
diese Bürsten hergestellten Verbindungen einen Gleichstrommotor mit feststehenden Polen im
Felde A; man kann nun aber auch das Feld A sich drehen lassen; zu diesem Zweck verbindet
man seine Wickelungen j in der Art eines Ankers mit den einzelnen Lamellen T eines
feststehenden Commutators K, welcher auf der Platte E befestigt ist, und auf welchem vier
um 90° gegen einander versetzte Bürsten 5 schleifen; letztere werden mittelst einer Scheibe
von der Muffe S getragen.
In Fig. ι sieht man nur die geraden oben bezw. unten stehenden Bürsten 5; die beiden
oberen Bürsten sind aus Fig. 5 ersichtlich. Die oberen und unteren Bürsten 5 sind mit
einem Schleifring 34 verbunden, welcher von der Muffe S isolirt getragen wird; auf diesem
Schleifring 34 schleift eine Bürste 33, welche durch den Draht 19 mit dem Punkt 28 des
Schalthebels 22 verbunden ist. Wie aus Fig. 5 und 9 hervorgeht, stehen die anderen beiden
um 900 verstellten Bürsten 5 unter Vermittelung der Leitung 30 und Bürste 11 mit dem
Schleifring 16 in Verbindung. Wenn somit der Schalthebel 22 auf den Punkt 28 gestellt
ist (wobei die Hebel 20 und 25 gleichfalls die punktirt gezeichnete Stellung einnehmen), so
wird den Wickelungen j des Elementes A von den Ringen 15 und 16 aus durch die vier
Bürsten 5 derartig Gleichstrom zugeführt, dafs vier aufeinander folgende Pole in dem Elemente
entstehen. Da jedoch diese Bürsten 5 durch das Element C getragen werden und sich mit
diesem drehen, so müssen die in dem Element A durch die Bürsten 5 erzeugten Pole, wenn das
Element B durch Belastung gehindert ist, sich zu drehen, in genauer Uebereinstimmung mit
den Polen umlaufen, weiche auf dem äufseren Umfange des Elementes B in der vorher beschriebenen
Weise durch die Vermittelung der Wechselströme erzeugt werden.
Unter Vermittelung einer, übrigens nicht gezeichneten Vorrichtung, durch welche man die
Bürsten 5 in Bezug auf die Welle / verdrehen kann, kann zwischen den, wie eben beschrieben,
in den Elementen A und B erzeugten Polen ein gegenseitiger Winkelabstand erreicht werden.
Eine solche Winkelverstellung zwischen den Polen der Elemente A und B soll derartig angeordnet
sein, dafs sich das Element B in einer der Drehrichtung des Elementes C entgegengesetzten
Richtung drehen mufs. Wenn das Element B sich dreht und wenn die Geschwindigkeit
dieser Drehung unter dem Einflufs des Umlaufes der Pole in dem äufseren Umfang
des Elementes B und der Poleverstellung zwischen den Elementen A und B immer
gröfser wird, mufs das Element C seine Geschwindigkeit allmälig verlangsamen und schliefslich
ganz stillstehen, sobald das Element B synchron läuft.
Es ist klar, dafs bei dieser letzten Benutzungsweise des neuen Apparates sofort, wenn Synchronismus
zwischen B und C erreicht ist, das ■ Element A durch Bürsten 5 mit Gleichstrom
gespeist wird und in demselben vier Pole erzeugt werden, die eine gleichbleibende
Winkelverstellung gegen die Pole besitzen, die auf dem äufseren Umfange des Elementes B
erzeugt werden, und ferner gezwungen sind, mit einer Geschwindigkeit umzulaufen, welche
genau gleich der Differenz zwischen der ab-
soluten Drehung des Elementes B und dem Synchronismus ist. Es wird jedoch zu allen
Zeiten und unter allen Bedingungen ein gleichbleibender Winkel zwischen den Polen der
Elemente A und B aufrecht erhalten, ebenso wie zu allen Zeiten und unter allen Bedingungen während der relativen synchronen Bewegung
des Elementes C die so erzeugten Pole in den Elementen A und B ihr Zeichen
beständig beibehalten müssen. Das Element B mufs somit angehen und läuft bei jeder beliebigen
Geschwindigkeit, unter voller Ausnutzung des Drehmomentes, welches durch die Pole erzeugt wird, welche gleiche Winkelbeziehung
und ihr gleiches Zeichen immer beibehalten.
In Fig. ίο und ii ist eine weitere Ausbildung
gezeichnet, wobei dieselbe Buchstabenbezeichnung beibehalten ist; das Element B wird
mittelst des Bolzens b durch den Flantsch G getragen, welcher in passenden, nicht gezeichneten
Lagern gelagert ist und die Riemscheibe P trägt. Die Muffe S, welche mit der Welle I
verbunden ist, trägt wie vorher die Bürsten 3, 4 und 5, die Schleif bürsten 13, 14,. 15, 16
und 34, aufserdem aber noch vier Bürsten 35.
Die Segmente 1 und 2 und die darauf schleifenden Bürsten 3 und 4 erfüllen dieselbe
Aufgabe und haben auch dieselben Verbindungen, wie vorher beschrieben; die vier Bürsten 35 (Fig. 11) schleifen auf den Segmenten
eines Stromwenders V, der in regelmäfsigen Abständen mit der Wickelung n>
verbunden ist, welche über dem inneren Umfang des Elementes B angeordnet ist. In dieser
Wickelung w wird bei der Drehung des Elementes B unter dem Einflufs des Feldes A
ein Strom inducirt, welcher durch die Bürsten 35 abgenommen wird. Das eine Paar dieser
Bürsten ist, wie Fig. 10 zeigt, mit dem Schleifring 15 verbunden, während das andere Paar,
wie aus Fig. 11 hervorgeht, mit dem Ring 16 in Verbindung steht. Die Bürste 9, welche
auf dem Ring 15 schleift, ist mit den Schalthebeln 20,21 und 22 verbunden; von dem
Punkt 24 des Schalthebels 20 führt ein Draht 17 zu zwei gegenüberliegenden Punkten der Wickelung
j des Elementes A, während von dem Punkt 26 des Schalthebels 21 ein Draht zu
gegenüberliegenden Bürsten/ führt, welche auf dem zu den Wickelungen η des Elementes B
gehörenden Stromwender O schleifen. Die Wickelung j des Elementes A ist" an zwei
Punkten, welche rechtwinklig zu den mit den Drähten 17 gebildeten Verbindungspunkten
liegen, durch einen Draht 30 mit der Bürste 11 verbunden, welche auf dem Ring 16 schleift.
In derselben Weise sind zwei gegenüberliegende, gegen die oben erwähnten um 90°
verstellte Bürsten, welche auf dem Commutator O schleifen, durch den Draht 30 mit der auf dem
Contactring 16 schleifenden Bürste 11 verbunden. Es entsteht somit eine Feldwickelüngj
und eine Ankerwickelung n, welche zu einander parallel geschaltet sind und von den Schleifringen
15 und 16 der Erzeugerwickelung n>
ausgehen. Die Leiter η sind symmetrisch gewickelt und bilden einen vierpoligen, symme-,
irisch vierfach parallel geschalteten Anker; es wird somit der Anker B und das Feld A
mit Strömen gespeist, welche in der Wickelung des rotirenden Umformers erzeugt werden; für
letzteren aber bildet der innere Umfang des Elementes B den Anker und das Element C
das Feld. Die Wickelung c des Elementes C wird in diesem Falle von den Bürsten 3 gespeist,
welche auf dem das Gleichrichten bewirkenden Stromwender 1 schleifen.
Der Schleifring 34 (Fig. 11) ist mit zwei der
Bürsten 5 verbunden, welche auf den Segmenten des Commutators T schleifen, die in regelmäfsigen
Abständen mit der Wickelung j des Elementes A verbunden sind. Eine auf diesem
Ring 34 schleifende Bürste 35 ist durch einen Draht 19 mit dem Punkt 28 des Umschalters 22
verbunden, während die beiden anderen Bürsten5 mit dem Schleifring 16 verbunden sind. Wenn
somit der Umschalter 22 auf den Punkt 28 gelegt ist, so leitet man von der Wickelung w
durch die Bürsten 5 zu den Wickelungen j des Elementes A gleichgerichtete Ströme in
solcher Weise, dafs in demselben vier Pole entstehen; diese Bürsten 5 werden jedoch durch
das Element C der Welle / getragen, und das Element C dreht sich mit einer solchen Geschwindigkeit,
dafs zwischen den Elementen B und C Synchronismus herrscht. Wenn somit
die Bürsten 5 auf der Welle / richtig eingestellt sind, so müssen in diesem Element A
vier Pole entstehen, welche mit den Polen, die in dem ä'ufseren Umfang des Elementes B
mittelst der Leiter η durch die von den Schleifringen 15 und 16 zugeführten Ströme erzeugt
werden, einen bestimmten gleichbleibenden Winkel bilden. Die Schleifringe 15 und 16
aber bilden die Klemmen der Erzeugerwickelung W auf dem inneren Umfang des Elementes B,
wie bereits beschrieben.
Wenn jedoch die Umschalter 20, 21 und 22 die in punktirten Linien angegebene Stellung
einnehmen und somit den Strom von der Wickelung η des Elementes B abschneiden, so
entsteht ein unmittelbar erzeugter Strom durch die Wickelung»», welche nun zu der Wickelung
j des Elementes A derartig geführt wird, dafs in dem letzteren ein Umlaufen der Pole
entsteht, dessen Geschwindigkeit gleich der absoluten Drehgeschwindigkeit des Elementes C
ist. Die auf diese Weise in dem Element A erzeugten umlaufenden Pole induciren auf dem
äufseren Umfang des Elementes B entsprechende Pole, welche eine Drehung des Elementes B
in einer Richtung verursachen, welche der des Elementes C entgegengesetzt gerichtet ist.
In Fig. 11 sind die Leiter w durch Punkte
kenntlich gemacht, während die Leiter ν durch kleine Kreise dargestellt sind. Die Verbindungsstücke,
welche für die verschiedenen Gruppen der Wickelungen ν und n>
benöthigt werden, sind aus Deutlichkeitsrücksichten in entgegengesetzten
Richtungen verlaufend eingezeichnet.
Die· Fig. 12 und 13 zeigen eine Ausführungsform für Zweiphasenwechselstrom. Die a'ufseren.
Ringe A werden durch Stangen von den Endplatten D und E gehalten, welche das Maschinengestell
bilden; diese Ringe A besitzen Ringwickelungen aus in sich geschlossenen isolirten
Wickelungen j, welche in regelmäßigen Zwischenräumen parallel zu einander mit den
Segmenten T eines feststehenden und durch die Bolzen α getragenen Stromwenders K verbunden
sind. Jede der Endplatten D und E trägt einen Querbalken M, welcher die Lager
für die geflanschten Muffen G und H bildet. Zwischen den einander gegenüberstehenden
Flantschen dieser Muffen G und H werden die ringförmigen Feldmagnete B durch die
Stangen b getragen; der Flantsch G trägt einen Schleifring 42, welcher von diesem Flantsch
isolirt ist; ebenso trägt der Flantsch H einen von ihm isolirten Schleifring 46.
Die Stangen b tragen einen isolirten Schleifring 44; die Felder B sind mit Ringwickelungen
η versehen. Die Ringwickelung des linken Feldes ist an zwei diametral gegenüberliegenden
Punkten mit dem Ring 42 und an zwei gegen diese beiden Punkte um go° verstellten
Punkten mit dem Ring 44 verbunden. Genau gleiche Verbindungen sind zwischen der Wickelung η des rechts befindlichen Feldes B
und der Ringe 46 und 44 hergestellt, nur mit dem Unterschied, dafs, wie in Fig. 22 angegeben
ist, die Verbindung mit den Wickelungen des' anderen Feldes um 45 ° versetzt
sind.
Die Muffe G trägt die Riemscheibe P, während
durch die Muffe H vier Leiter χ hindurchgehen. Diese Muffe trägt einen Commutator,
der im wesentlichen aus drei von einander isolirten Theilen 38, 39 und 40 besteht
(Fig. 14, 15, 16 und 17). Diese Theile
werden durch eine Muffe R getragen und sind von letzterer isolirt. Der Commutator besitzt
die bei Wechselstrom gebräuchliche Form (Fig. 14); er ist jedoch für Zweiphasenwechselstrom
eingerichtet und daher doppelt, so dafs der erste Theil gegen den letzten um 900
versetzt ist und die isolirten Verbindungsstücke des einen Theiles zwischen die des anderen
Theiles kommen. Eine weitere Abänderung gegenüber der gebräuchlichen Anordnung besteht
darin, dafs der Umfang des Commutators im vorliegenden Falle mit Zähnen versehen ist,
so dafs er ein Zahnrad bildet, wie in Fig. 19 und 22 angegeben ist.
Von der feststehenden Platte D wird unter Vermittelung der Bolzen α die mit drei Armen
ausgestattete Tragplatte J getragen, während eine entsprechende Platte U von der Platte E
getragen wird; diese Platten J und U. sind mit
Lagern ausgestattet, welche die hohle Welle / tragen. Letztere trägt die Anker C, welche
kreuzförmigen Querschnitt haben (Fig. 13), und deren Wickelungen c mit einander in Verbindung
stehen und durch die hohle Welle / hindurch zu den isolirten Schleifringen47 und 48
führen, die auf dem rechten Ende der Welle / befestigt sind und gegen welche die Bürsten 49
und 52 schleifen. Auf der mit der Welle / verbundenen Scheibe 5 ist ein Ring Q. angeordnet,
welcher sich mit der Scheibe 5 dreht, behufs Einstellung aber gelöst, verstellt und
wieder befestigt werden kann. Auf der Muffe dieser Scheibe S sind von ihr isolirte Sammelringe
15 und 16 angeordnet, gegen welche Schleif bürsten 9 und 11 schleifen.
Der Ring Q trägt vier Bürsten 5, welche um 90° gegen einander versetzt sind und auf
den Segmenten T des Stromwenders if schleifen
(Fig. 19 und 22). Die Scheibe S ist mit zwei von ihr isolirten Bolzen ρ ausgestattet, von
welchen jeder ein Zahnrad d trägt.. Ferner sind noch zwei kürzere Bolzen q auf dieser
Scheibe angeordnet, welche ihrerseits ähnliche Zahnräder u tragen; diese Zahnräder d und u
greifen in die Zahnung des Commutators ein (Fig. 19 und 22). Die kleinen Zahnräder d
greifen in die Zähne, welche auf den Commutatortheilen 38 und 39 vorgesehen sind,
die Räder u dagegen in die Zähne der Commutatortheile 40 und 39; diese Räder d und μ
sind um 90 ° gegen einander versetzt (Fig. 12, 14, 15, 16, 17, 19 und· 22). Bewegen sich
daher die Elemente B und C synchron zu einander, d. h. so schnell, dafs auf jeden Stromwechsel
beider Phasen eine Viertelumdrehung kommt, so müssen diese Räder d den Wechselstrom, der einem der Felder B zugeführt wird,
gleichrichten, während das andere Rä'derpaar u in ähnlicher Weise den dem anderen dieser
Felder B zugeführten Wechselstrom gleichrichtet. Zu diesem Zweck sind Verbindungen
zwischen den Ringen 42, 44 und 46 und zwischen den Commutatorabschnitten 38, 39 und 40 derartig hergestellt, dafs der Ring 44
mit dem Abschnitt 39, der Ring 42 mit dem Abschnitt 38 und der Ring 46 mit dem Abschnitt
40 verbunden ist; durch diese Verbindung kommt aber der dem Commutator zugeführte Strom in Nebenschlufs mit den
Wickelungen η der Felder B, und die Wechselströme
jeder.Phase werden nur in diesem abgezweigten Theil gleichgerichtet werden, ohne
dafs der Strom der Wickelungen η der Felder B damit gleichgerichtet würde.
Um das Rasseln zwischen den Zahnrädern d und u und den Zähnen des Commutators zu
vermeiden, sind die Zahnräder, wie Fig. 20 und 21 angiebt, eingerichtet. Jedes Rad besteht
nämlich aus zwei gleichen Hälften, welche an den auf einander aufliegenden Flächen je
mit einer Ringriuth versehen sind, so dafs beim Aufeinanderlegen ein Ringkanal zur Aufnahme
einer Kreisfeder ^ entsteht. Die Enden dieser Federn sind rechtwinklig zu ihrer eigenen
Ebene nach links und rechts umgebogen und treten damit in Bohrungen ein, welche in jeder
Hälfte eines Zahnrades vorgesehen sind. Die ' Spannung dieser Feder ist gerade grofs genug,
um eine gute Berührung herzustellen und keine unzulässige Abnutzung der Zähne hervorzurufen,
obgleich die Feder gleichfalls beträchtliche Abnutzungen der Zähne ausgleicht.
Fig. 22 zeigt schematisch die eben beschriebene Maschine. Der Zweiphasenstrom
tritt durch die Leiter 53, 54 und 55 in die Maschine ein, welche unter Vermittelung der
Bürsten 41, 43 und 45 eine Verbindung mit den Schleifringen 42, 44 und 46 herstellt;
diese Schleifringe sind mit den Wickelungen der Felder B verbunden, so dafs letztere mit
Zweiphasenstrom gespeist werden. Die Verbindungen mit dem einen Felde sind gegen
die des anderen Feldes um 450 versetzt. Der Schleifring 42 ist mit dem Abschnitt 38, der
Schleifring 46 mit dem Abschnitt 40 und der Schleifring 44 mit dem Abschnitt 39 des Commutators
verbunden.
In dem Diagramm nach Fig. 22 ist der Commutator so in zwei Hälften geschnitten,
dafs der betreffende Schnitt durch die Mitte jedes Theiles hindurchgeht, d. h. jeder Theil,
welcher zum Gleichrichten einer Phase gebraucht wird, ist so dargestellt, als ob er für
sich in Richtung der Linien 57, 58 bezw. 59, 60 nach Fig. 17 geschnitten wäre. Die relative
Geschwindigkeit zwischen den Ankern C und den Feldern B ist derartig, dafs bei jedem
Viertel einer Umdrehung ein Wechsel des Stromes einer der beiden Phasen eintritt. Es
ist somit klar, dafs jedes Rad d über einen Abschnitt des Commutators bei jedem Wechsel
des Stromes hinweggehen mufs, der durch die Leitungen 53 und 54 eingeleitet wird. Da
jedoch jedes zweite Segment mit dem Ring 42, und jedes dazwischenliegende mit dem Ring 44
verbunden ist, und da ferner das Rad d eine solche Winkelstellung einnimmt, dafs, wenn
eines dieser Räder gegen ein Segment, welches mit dem Ring 42 verbunden ist, arbeitet, das
andere auf einem Abschnitt läuft, welcher mit dem Ring 44 verbunden ist, so ist klar, dafs
die Wechselströme, welche durch die Leiter 53 und 54 zugeführt werden, durch die Ra'der d
und Bolzen ρ als gleichgerichtete Ströme abgenommen werden.
Es ist ferner ohne Weiteres klar, dafs in ähnlicher Weise die Wechselströme, welche
durch die Zuleitungen 54 und 56 in die Maschine geführt werden, von den Zahnrädern
u bezw. Bolzen ρ als gleichgerichtete Ströme abgenommen werden können. Diese
Zahnräder d und 11 sind so angeordnet, dafs
die beiden, welche in dem Diagramm oben gezeichnet sind, einen Strom mit gleichen
Zeichen liefern, während die beiden anderen ebenfalls gleiche, jedoch an Polarität den
ersteren entgegengesetzte Ströme liefern. Die obersten der Räder d und u sind mit einander
und mit den Schleifringen 15 verbunden, während die beiden anderen Räder d und u gleichfalls
mit einander und mit den Schleifringen 16 verbunden sind. Die Schleifringe 48 und 47
■bilden die Klemmen für die Wickelungen c der Elemente C. Die Federn 1 1 und 9, 52
und 49 schleifen auf den zugehörigen Schleifringen 16, 15, 48 und 47. Die Bürsten 11
und 52 sind durch einen Draht 30 mit einander verbunden, während die Bürsten 9 und 49
unter Vermittelung eines Drahtes 29 und Schalthebel 56 mit einander in Verbindung stehen,
sofern dieser Schalthebel die gezeichnete Stellung einnimmt. Es folgt hieraus, dafs auch den
Wickelungen c des Ankers C Gleichstrom zugeführt wird.
Zwei gegenüberliegende Bürsten 5, welche auf dem Commutatorsegment T schleifen, sind
mit einander und mit den obersten Rädern du verbunden, während die beiden anderen Bürsten 5
in gleicherweise mit den anderen Rädern du
verbunden sind. Die vier Bürsten 5 erhalten somit gleichfalls gleichgerichteten Strom und
erzeugen in dem Anker A vier Pole, da die Commutatorsegmente T mit den Wickelungen j
des Ankers A verbunden sind.
Die Wirkungsweise dieser * Vorrichtung ist die folgende:
Der Zweiphasenwechselstrom wird der Maschine durch die Hauptleiter 53, 54 und 55,
Schleif bürsten 41, 43 und 45 und Schleifringe 42, 44 und 46 zugeführt, so dafs der
Anker C fast augenblicklich Synchronismus annimmt; die Wirkung der Elemente B und C
ist dann im wesentlichen dieselbe, wie bei der zuerst beschriebenen Austührungsform, d. h.
der Zweiphasenwechselstrom, .welcher dem Felde B zugeführt wird, erzeugt in demselben
umlaufende Pole, welche infolge der Induclion in der bekannten Weise auf das Element C
einwirken und letzteres fast augenblicklich synchron bewegen. Wenn der Synchronismus
erreicht ist, so sind diese Wechselströme gleichgerichtet, und zwar nur in einer Nebenschlufsleitung
zu den Wickelungen des entsprechenden Feldes B. Diese gleichgerichteten Ströme wer-
den derart zu den Bürsten 5 geleitet, dafs je zwei benachbarte Bürsten entgegengesetzte
Zeichen und entgegengesetzte Bürsten dasselbe Zeichen haben, so dafs gleichgerichteter Strom
durch den Stromwender K zu den Wickelungen j des Ankers A geführt wird. Diese
Bürsten 5, welche durch das Element C getragen werden, drehen sich synchron mit den
umlaufenden Polen, welche in dem Element B durch die dem letzteren zugeführten Zweiphasenwechselströme
erzeugt werden, und erzeugen in jedem der Anker A vier Pole, welche umlaufen und eine bestimmte Winkelverstellung
zu den Polen beständig aufrecht erhalten, welche in den Feldern B durch die diesen
zugeführten Wechselströme erzeugt werden.
Es ist natürlich klar, dafs die Wechselströme, welche der Maschine zugeführt werden,
als Wechselstrom unmittelbar zu den Wickelungen der Felder B in Nebenschlufs zu diesen
zu den Commutatorabschriitten gelangen, von welchen sie durch die Räder d und u als
gleichgerichtete Ströme abgenommen' werden.
Da der äufsere ringförmige Theil Q der Scheibe S verstellbar ist, so kann man jeden
beliebigen Voreilungswinkel zwischen den Polen des Ankers A und denen des Feldes B herstellen.
Es wird sofort klar, dafs, da die Anker A mit Gleichstrom im Nebenschlufs zut
den Wickelungen η der Felder B (welchen nur Wechselströme zugeführt werden) gespeist werden,
ehe die Felder B in Drehung gerathen, diese Felder B beim Ingangsetzen der Maschine
ihre volle Drehkraft ausüben können. In dem gleichen Mafse, wie die Geschwindigkeit der
Feder B zunimmt, müssen infolge der relativen synchronen Bewegung der Felder B und der
Anker C letztere an Geschwindigkeit abnehmen, und es werden schliefslich die Anker C, welche
überhaupt keine Belastung tragen, ganz stillstehen, sobald das Feld B absoluten synchronen
Gang erreicht hat, was natürlich nur eintreten kann, sofern es nicht überlastet ist. Es mufs
beachtet werden, dafs diese relative synchrone Bewegung zwischen den Elementen B und C
bei allen Geschwindigkeiten von B aufrecht erhalten wird, sofern sich nur beide entgegengesetzt
drehen und die relative Geschwindigkeit gleich dem Synchronismus ist. Es kann daher eines der Elemente stillstehen und das
andere sich drehen oder jedes kann für sich mit beliebiger Geschwindigkeit-laufen, wenn
nur die relative Geschwindigkeit gleich der Geschwindigkeit des synchronen Ganges ist.
Wenn daher das Element B an Geschwindigkeit zunimmt, so mufs das Element C allmä'lig seine
Geschwindigkeit verringern; es mufs mit voller Drehkraft angetrieben werden, wie auch immer
die Geschwindigkeit sein mag, weil den Wickelungen j des Ankers A ein gleichgerichteter
Strom zugeführt wird, welcher in dem Element A Pole erzeugt, die zu allen Zeiten zu den in
dem Feld B erzeugten in einem gleichbleibenden Verhältnifs stehen.
Beim Ingangsetzen des Motors ist der Hebel 56 nach rechts auf den Punkt 37 gelegt (Fig. 12);
wenn der Anker C aber synchronen Gang angenommen hat, so kann man ihn nach links
auf den Punkt 36 legen; wenn der Hebel 56 auf dem Punkt 37 liegt, so sind die Wickelungen
c des Ankers C in sich kurz geschlossen.
Ein Bolzen ρ und ein Bolzen q sind mit dem Schleifring 16 verbunden, während die
entgegengesetzten Bolzen ρ und q mit dem
Ring 15 in Verbindung stehen, so dafs also
von den Schleiffedern 9 'und 1 1 Gleichströme abgenommen werden können, welche in Nebenschlufs
zu den Wickelungen j des Ankers A verlaufen. Diese gleichgerichteten Ströme haben,
sofern sie den Wickelungen c des Ankers C zugeführt werden, wenn letzterer synchronen
Gang erreicht hat, das Bestreben, diesen relativen synchronen Gang zwischen C und dem
Feld B aufrecht zu erhalten.
Um ein Durchgehen des Motors unter zu geringer Belastung zu verhindern, was bei einem
Rückwärtsgang des Elementes C eintreten könnte, so dafs B und C sich. in gleicher Richtung
drehen, wird die in Fig. 23 dargestellte Vorrichtung benutzt.
Auf einem der beiden Enden der Welle / ist eine Scheibe Z angeordnet, welche sich
innerhalb einer kreisförmigen, mit der Lagerung der Welle/ verbundenen, excentrisch zu der
Welle verlaufenden Rippe Y dreht. In dem ringförmigen Zwischenraum zwischen der Scheibe Z
und der Rippe Y befindet sich eine kleine Walze 61, die einen derartigen Durchmesser
besitzt, dafs. sie sich durch die Reibung gegen das Rad Z frei drehen kann. Die Walze kann
sich nicht über das Rad Z hinweg nach links bewegen, da innerhalb der Rippe Y ein nach
unten gerichteter Stift vorgesehen ist. Die Walze 61 wirkt nun, wenn sie auf irgend
einer Seite des Bolzens liegt, derartig, dafs eine Drehung der Scheibe Z und der Welle /, mit
welcher sie verbunden ist, in nur einer Richtung verhindert wird, während in der anderen
Richtung eine freie Drehung möglich ist, so dafs sie genau wie eine Reibungskuppelung
wirkt. Wenn beispielsweise die Walze 61 die in Fig. 23 dargestellte Stellung einnimmt
und die Scheibe Z sich nach rechts drehen würde, so nimmt sie Rolle 61 mit, bis diese
wie ein Keil zwischen die Rippe Y und Scheibe Z sich einklemmt und somit weitere
Rotation in der Scheibe Z in dieser Richtung verhindert.
Wenn die eben beschriebene Ausführungsform der Maschine nur als Transformator benutzt
werden soll, so lä'fst sie sich noch be-
deutend vereinfachen. Es können dann die
beiden dem Zweiphasenstrom entsprechenden Wickelungen auf einem einzigen Element B angeordnet
werden, die Wickelung des Elementes C kann dauernd kurz geschlossen werden und auf
dem Element B kann eine Erzeugerwickelung aufgebracht sein. Eine in solcher Weise vereinfachte
Construction ist in Fig. 24 und 25 dargestellt. Die Zweiphasen-Wechselströme
werden durch Bürsten 70, 71 und 72 und Schleifringe 67, 68 und 69 zu den Zweiphasen-Ringwickelungen
62 und 64 des Elementes B in bekannter Weise geleitet. Dieses Element B
besitzt aufserdem noch eine Ringwickelung mit geschlossener Spule aus Isolirdrä'hten 63, die
in regelmäfsigen Abständen mit den Abschnitten eines Stromwenders V verbunden ist, auf welchen
Bürsten 35 (Fig. 25) schleifen; letztere werden durch die Arme 66 der Muffe S getragen,
welche mit der Welle / verbunden ist. Das innere Element C besitzt eine in sich geschlossene
Spule c.
Die Zweiphasen-Wechselströme, welche den Wickelungen 62 und 64 des Elementes B zugeführt
werden, erzeugen in denselben ein drehendes Feld oder Felder, so dafs das innere
Element C sich drehen und an Geschwindigkeit zunehmen mufs, bis es den Synchronismus erreicht.
Auf diese Weise mufs das Element C auch die Bürsten 35 synchron bewegen. Es
sind zwei diametral gegenüberliegende Bürsten 3 5 und ebenso zwei einander diametral gegenüberliegende
Bürsten 5 vorgesehen, und zwar so, dafs letztere in Bezug auf erstere um go° versetzt
sind. Die Bürsten 35 nehmen von den Lamellen V den in den Wickelungen 63 durch
die umlaufenden Pole inducirten Strom als gleichgerichteten Strom ab.
Die Bürsten 5 werden von Armen 66 getragen und schleifen auf den Lamellen X" eines
feststehenden Stromwenders K, welcher mit den Wickelungen j des äufseren Elementes A in
Verbindung steht. Jede Bürste 5 ist mit einer entsprechenden Bürste 35 verbunden, so dafs
also den Wickelungen k ein Gleichstrom zugeführt wird, der in dem Element A Pole hervorbringt.
Die Bürsten 5 sind, wie bereits erwähnt, gegen die Bürsten 35 um 99° verstellt
, so dafs zwischen den im äufseren Element A erzeugten Polen und denen, welche
in dem Element B durch den Zweiphasen-Wechselstrom mittelst der Windungen 62 und 64
erzeugt werden, eine Verdrehung hervorgebracht wird. Diese Verdrehung der Pole gegen einander
bringt eine Drehung des Elementes B in einer Richtung hervor, welche der Drehrichtung
des inneren Elementes C entgegengesetzt ist. In dem Mafse, wie das Element B
seine Geschwindigkeit infolge der synchronen Beziehungen zwischen den Elementen B und C
vergröfsert, verlangsamt das innere Element C seine Geschwindigkeit, bis es schliefslich, sobald
das Element B synchronen Gang erreicht hat, ganz und gar stillsteht. Das ä'ufsere
Element A wird also bei allen Geschwindigkeiten des Elementes B durch gleichgerichteten
Strom gespeist, welcher von der Wickelung 63 abgenommen wird, sofern die Maschine mit
Zweiphasen-Wechselstrom gespeist wird.
Eine Vergleichung der verschiedenen in den Figuren dargestellten Ausführungsformen des
Erfindungsgegenstandes ergiebt Folgendes:
Die in Fig. 1 bis 9 dargestellte Ausführungsform wird mit einphasigem Wechselstrom gespeist,
welcher durch die Maschine bei jeder beliebigen Geschwindigkeit des die Last tragenden
Elementes gleichgerichtet wird. Dieser gleichgerichtete Strom wird sowohl dem die
Last tragenden Element als auch dem feststehenden Element unter solchen Bedingungen
zugeführt, dafs für jede Geschwindigkeit der relativen Drehung zwischen beiden in ihnen
Pole entstehen, welche gleichbleibende Polarität und gleichbleibende winkelige Verstellung zu
einander haben. Wenn die in Fig. 1 bis 9 dargestellte Anordnung als ein Motor mit durch
Induction nachgeschlepptem Anker verwendet wird, dann werden in dem die Last tragenden
Element, d. h. in dem Element B, Pole erzeugt, welche mit einer bestimmten Geschwindigkeit
in Bezug auf einen gegebenen Punkt des Elementes B bei jeder Geschwindigkeit, welche
zwischen den Elementen B und A herrscht, umlaufen. Die Wickelungen des Elementes A
werden mit gleichgerichteten Strömen gespeist, und zwar entweder so, dafs feststehende Pole
oder aber umlaufende Pole entstehen, die den Polen des Elementes B beständig um einen
bestimmten Winkel voreilen; in letzterem Falle sind die auf dem Element A befindlichen
Wickelungen mit einem Stromwender verbunden, welcher unter Vermittelung von durch
das Element C getragenen Bürsten mit Gleichstrom gespeist, wird.
Die Ausführungsform, welche in Fig. 10 und 11 dargestellt ist, unterscheidet sich von
der in Fig. 1 bis 9 dargestellten nur dadurch, dafs das Element A mit Gleichstrom gespeist
wird, welcher seinen Ursprung einer erzeugenden, auf B angeordneten Wickelung verdankt.
Dieser durch Induction erzeugte und durch Bürsten abgenommene Gleichstrom kann natürlich
an Stelle des gleichgerichteten Stromes überall da verwendet werden, wo Gleichströme
nothwendig sind.
Die Ausführungsform der Erfindung nach Fig. 12 bis 23 soll ein Beispiel dafür geben,
dafs die vorliegende Erfindung auch für Phasenströme aller Art verwendet werden kann, nur
der Einfachheit wegen wurde ein Zweiphasen-Wechselstrom angenommen. Bei dieser Ausführung
wurden die umlaufenden Pole in dem
Element B unmittelbar durch den Mehrphasenstrom erzeugt, und der Strom einer jeden Phase
wird genau so wie der Wechselstrom nach der Hauptausführung durch den relativen Synchronismus
zwischen den Elementen B und C gleichgerichtet und dann der Wickelung des
Elementes A unter Vermittelung von Bürsten zugeleitet, die durch das Element C getragen
werden und auf einem Stromwender schleifen, der mit der Wickelung j dieses Elementes A
verbunden ist. Hiermit aber werden in dem Element A Pole erzeugt, die stets gleiche
Zeichen besitzen und um einen bestimmten Winkel gegen die Pole, welche durch die
Mehrphasenströme in den Elementen B erzeugt werden, versetzt sind.
Die Fig. 24 und 25 zeigen nun eine ähnliche Ausführungsform der zuletzt erwähnten
Anordnung insofern, als das Element B zwei Wickelungen trägt, von welchen die eine wieder
eine erzeugende und die andere, wie vorher, die Wickelung ist, welche mit dem Mehrphasenstrom
gespeist wird und dabei in der erzeugenden Wickelung Ströme hervorbringt, welche als gleichgerichtete Ströme mit Hülfe
von Bürsten abgenommen werden können, die durch das Element C getragen werden. Letzteres
kann noch andere Bürsten tragen, um den so erzeugten Strom zu einem Stromwender zu leiten,
welcher mit der Wickelung des Elementes A in Verbindung steht, so dafs in dem Element A
Pole entstehen, welche stets gleiche Polarität besitzen und gegen die in dem Element. B
durch den Mehrphasenstrom erzeugten Pole um einen bestimmten Winkel versetzt sind.
Es geht somit aus dem Gesagten hervor, dafs bei allen Ausfuhrungsformen die die Last
tragenden Elemente nur mit Wechselströmen oder . mit Wechselströmen und einem Gleichstrom,
welcher in der Maschine selbst erzeugt ist, gespeist werden.
Ferner ist es klär, dafs durch entsprechende Abänderungen in der erzeugenden Wickelung,
wie beispielsweise bei Fig. 11 und 12, der
Motor für Gleichstrom benutzt werden kann, und dafs jede gewünschte Beziehung zwischen
Spannung und Stromstärke des Hauptstromkreises, gleichviel ob dieser ein Wechsel- oder
Gleichstrom ist, und des erzeugten Stromes erreicht werden kann.
Weiter ist beachtenswerth, dafs von den drei Elementen immer eines ein Verbundelement
sein mufs. Dies ist insofern für die praktische Ausführung einer Maschine nach vorliegender
Erfindung von Wichtigkeit, als man das Element in zwei auf einer gemeinschaftlichen Welle
befestigte Elemente zerlegen kann. Auch kann man die drei Elemente neben einander legen,
etwa so, dafs das Verbundelement in der Mitte und die beiden anderen rechts und links seitlich
von ihm liegen. Im allgemeinen braucht das Verbundelement nur eine einzige Eisenmasse
zu besitzen, sofern diese zwei Kraftliniengruppen aufnehmen kann; man könnte jedoch auch für jede in dem Verbundelement
auftretende Kraftliniengruppe eine besondere Eisenmasse vorsehen.
Wenn das eine Element mit einer erzeugenden Wickelung versehen ist, so wird der darin erzeugte
Gleichstrom in derselben Weise verwendet, wie der durch den synchronen Gang zweier Elemente gleichgerichtete Strom. Letzterer
besitzt natürlich die Spannung des der Maschine zugeführten Wechselstromes, während
die Spannung des durch eine besondere Wickelung erzeugten Stromes im wesentlichen von
der Wickelung selbst abhängt und somit eine ganz beliebige sein kann. Man wird daher
also im allgemeinen in dieser erzeugenden Wickelung einen Starkstrom erzeugen, um die
durch diesen Strom in einem der anderen Elemente erzeugten magnetischen Kräfte mit
möglichst wenig Windungen hervorbringen zu können.
Es soll noch Bezug genommen werden auf die in Fig. 26 und 27 dargestellte Vereinfachung.
Fig. 26 zeigt nämlich einen Schnitt durch eine abgeänderte Form einer Vorrichtung zur Aufrechterhaltung
des relativen synchronen Ganges zwischen den Elementen B und C, während Fig. 27 schematisch die Stromverbindung zeigt.
Das Element B ist auf seinem Innern zur einen Hälfte mit der bereits bekannten Wickelung
ν und auf der anderen Hafte mit der Wickelung v1 versehen, welche in regelmäfsigen
Zwischenräumen mit den Abschnitten eines Commutators 14 verbunden ist. Auf diesen
schleifen die Bürsten 115 und 116, welche
durch einen Vorsprung S1 der Muffe S getragen
werden. In diesem Falle besteht das synchronisirende Element aus zwei Theilen, nämlich aus C und C1. Jeder riieser Theile
besitzt eine Feldwickelung c und c1 und steht in elektromagnetischen Beziehungen zu den
Wickelungen ν und v1. Die Elemente C und C1
können auf der Welle / von einander so getrennt sein, dafs zwischen beiden die nothwendige
Kreuzverbindung für die Wickelungen ν und v1 vorhanden ist. Der Commutator 114
wird durch einen Ring 117 getragen, welcher von der Scheibe oder Muffe H in beliebiger
Weise gehalten wird. Die Welle / kann mit einer Muffe 118 versehen sein, auf welcher
sich die Schleifringe 100, 101, 102, 103 befinden,
auf die sich die zugehörigen Bürsten 104, 105, 106, 107 legen.
Die Bürste 104 ist mit dem. Punkt 110 eines
Umschalters 108 verbunden und die Bürste 105
mit dem Drehpunkt dieses Schalters, während die Bürste 106 mit dem Drehpunkt eines
Schalters 109 verbunden ist und die Bürste 107 mit dem Punkt 113 dieses Schalters in Ver-
bindung steht. Der Ring 103 ist mit der Bürste 116, die Ringe 102 und 101 mit den
Enden der Wickelung c auf dem Element C, der Ring 100 mit dem Ring 16 der Muffe S,
die Bürste 11 5 mit einer Klemme des Drahtes c1
des Elementes C1 und die andere Klemme des Drahtes c1 mit dem Draht c des Elementes C
verbunden.
Wenn somit die Schalter die in der Zeichnung dargestellte Stellung einnehmen, so wird
die Wickelung c des Elementes C mit einem gleichgerichteten Strom gespeist, wie dies schon
an der Hand der Fig. 1 und 9 erläutert worden ist. Wenn jedoch die Umschalter 108 und 109
auf die entsprechenden Punkte 111 und 113
gelegt werden, so liegt die Wickelung v1 hinter den Wickelungen c und cl. Fängt man beispielsweise
mit der Bürste 115 an, so verläuft der Strom von dieser durch den oberen Theil
des Commutators 114, Bürste 116, Ring 103,
Bürste 107, Punkt 113, Schalthebel 109,
Bürste 106, Schleifring 102, Wickelung c des
Elementes C, Wickelung c1 des Elementes C1 und von hier zurück nach der Bürste 11 5.
Es wird somit während der relativen Drehung zwischen den Elementen B und C das Element C
mit einem gleichgerichteten Strom gespeist, welcher in der Ankerwickelung vl auf dem
inneren Umfange des Elementes B erzeugt wird.
Claims (12)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Wechselstrommotor oder Transformator, gekennzeichnet durch die Anordnung dreier Elemente (C BAJ, von welchen das erste und zweite als synchroner Wechselstrommotor wirken und dadurch den Wechselstrom in Gleichstrom verwandeln, welcher Gleichstrom dann zur Erzeugung eines Drehmomentes zwischen dem zweiten und dritten Element benutzt wird.
- 2. Die besondere Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, nach welcher sich das eine Element (C) unbelastet um seine Achse dreht und das zweite Element mit der zu treibenden Welle verbunden und in wirksamer Lage zwischen dem ersten und dem dritten ruhenden Element ist.
- 3. Eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, nach welcher je zwei der Elemente zusammen als synchroner Wechselstrommotor wirken, in der Art, dafs das unbelastete Element zuerst die Rotation beginnt und allmälig eventuell bis zum Stillstand verlangsamt gemäfs der Erlangung der synchronen Geschwindigkeit durch das belastete Element relativ dem ruhenden. -
- 4. Eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, nach welcher durch den synchronen Motor ein Drehfeld erzeugt oder der Wechselstrom gleichgerichtet wird und die Wechselwirkung zwischen dem treibenden und ruhenden Element durch Einleitung von Gleichstrom in eins oder beide zur Erzeugung eines Drehfeldes in einem oder beiden Elementen verursacht wird.
- 5. Eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, nach welcher in einer Wickelung, auf einen Theil des synchronen Motors, vorzugsweise durch Kreuzung der von den einzelnen Lamellen eines Commutators abgehenden Wickelungsdrähte, eine in der Wickelung kreisende Reihe von gleichgerichteten Polen (Stromimpulsen) erzeugt wird.
- 6. Eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, nach welcher es durch Anordnung eines in Gleichstrom umsetzenden Commutators und von Commutatoren zwischen dem synchronisirendea und ruhenden und zwischen dem treibenden uud ruhenden Element und die Anordnung nach Anspruch 5 ermöglicht wird, in dem ruhenden Element feste oder mit der absoluten Geschwindigkeit der Pole im treibenden Element kreisende Pole um bestimmten Winkel verschobene Pole und in dem kreisenden Element kreisende Pole entweder durch die Anordnung des Anspruchs 5 oder Einleitung des Gleichstroms hervorzubringen.
- 7. Die besondere Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher das treibende Element nach Anspruch 5 eine kreisende Polreihe erhält, von welcher einige Windungen' gleichzeitig zur Erwirkung der synchronen Bewegung gegen das synchronisirende Element benutzt werden.
- 8. Die besondere Form der Vorrichtung nach Anspruch 7, bei welcher die Schaltung durch eine Reihe von mitrotirenden Contacten (t) abgeändert werden kann, um Gleichstrom in die nicht zur synchronen Bewegung benutzten Windungen zu. leiten.
- 9. Die besondere Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher eine besondere Wickelung (w) mit besonderem Commutator (35 V) eingerichtet ist, um den zur treibenden Bewegung nöthigen Schritt zu erzeugen.
- 10. Die Anordnung zweier gegen einander versetzter Elemente (B) derartig, dafs das eine an zwei Punkten mit dem ersten Schleifring (42) und an zwei um 900 versetzten Punkten mit dem zweiten Schleifring (44) verbunden ist, während das zweite in analoger Weise mit den Schleifringen (44 und 46) verbunden ist, der zuden Elementen (B) parallel liegende Theil des eingeleiteten Stromes aber wie zwei versetzte Wechselströme gleichgerichtet und als gleichgerichteter Strom zur Erregung von (A) und eventuell (C) verwendet wird, welch letztgenanntes Element auch mit einer kurz geschlossenen Wickelung versehen sein kann.
- 11. Eine besondere Form der Vorrichtung nach Anspruch i, nach welcher durch Einleitung von Mehrphasenstrom eine synchrone Bewegung eines in sich geschlossenen Ankers veranlafst wird, der dadurch in einer zweiten Wickelung des das Drehfeld erzeugenden Elementes Strom erregt, der durch einen Commutator als Gleichstrom abgenommen und durch einen zweiten Commutator der auf einander folgenden Windungen der Wickelung des dritten Elementes zugeführt wird.
- 12. An Vorrichtungen nach Anspruch ι die Anordnung zweier im wesentlichen gleicher Stromwender (i und 2) auf einem der Elemente in Verbindung mit zugehörenden Bürsten (3 und 4) auf dem mit diesen synchron laufenden anderen Element, wobei die Segmente der beiden Commutatoren so verbunden sind, dafs jedes zweite Segment des einen mit einem vorlaufenden des anderen und jedes dazwischenliegende des einen mit einem zurückliegenden Segment des anderen verbunden ist, so dafs beim Einleiten von Wechselstrom in die Bürsten (4) und nach Erreichung des relativen Synchronismus von den Bürsten (3) Gleichstrom abgenommen werden kann.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.'
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE93066C true DE93066C (de) |
Family
ID=364524
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT93066D Active DE93066C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE93066C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014106618A1 (de) * | 2014-05-12 | 2015-11-12 | Rainer Kurt Jenjahn | Elektromotor mit mehrteilig aufgebautem Stator |
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- DE DENDAT93066D patent/DE93066C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102014106618A1 (de) * | 2014-05-12 | 2015-11-12 | Rainer Kurt Jenjahn | Elektromotor mit mehrteilig aufgebautem Stator |
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