DE936489C - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Zuckerwaren - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Zuckerwaren

Info

Publication number
DE936489C
DE936489C DEI8871A DEI0008871A DE936489C DE 936489 C DE936489 C DE 936489C DE I8871 A DEI8871 A DE I8871A DE I0008871 A DEI0008871 A DE I0008871A DE 936489 C DE936489 C DE 936489C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sugar
sugar confectionery
mass
mixture
continuous production
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEI8871A
Other languages
English (en)
Inventor
Hendrikus Petrus Corneli Jamin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Jamin C NV
Original Assignee
Jamin C NV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Jamin C NV filed Critical Jamin C NV
Application granted granted Critical
Publication of DE936489C publication Critical patent/DE936489C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23GCOCOA; COCOA PRODUCTS, e.g. CHOCOLATE; SUBSTITUTES FOR COCOA OR COCOA PRODUCTS; CONFECTIONERY; CHEWING GUM; ICE-CREAM; PREPARATION THEREOF
    • A23G3/00Sweetmeats; Confectionery; Marzipan; Coated or filled products
    • A23G3/02Apparatus specially adapted for manufacture or treatment of sweetmeats or confectionery; Accessories therefor
    • A23G3/0205Manufacture or treatment of liquids, pastes, creams, granules, shred or powder

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Zuckerwaren Die Erfindung bezweckt ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von Zuckerwaren, wie hoch- und niedriggekochter Bonbonmasse, Fondantmasse, harter Kafbeekaramelmasse, Toffeemasse usw., durch Eindampfen eines wasserenthaltenden Ausgangsgemisches.
  • Die betreffenden Massen bestehen im allgemeinen aus Zucker oder Gemischen von Zucker und Wasser, denen Fette, Milchbestandteile, Säuren, Geschmacksstoffe, Farbstoffe, Samen oder andere Bestandteile zugesetzt sein können. Gewöhnlich werden die Bestandteile oder nur einige Bestandteile gemischt und durch Erhitzung zum Auflösen gebracht. Darauf wird durch Eindampfung bei erhöhter Temperatur ein Produkt mit der richtigen Konsistenz und dem richtigen Wassergehalt hergestellt. Dieses sogenannte Kochen dieser viel Zucker und andere für hohe Temperaturen empfindliche Stoffe enthaltenden Massen ist eine Behandlung, die genau und sorgfältig ausgeführt werden muß und gewöhnlich in Kochpfannen stattfindet. Bei diesem Kochen muß besonders vermieden werden, daß durch Überhitzung oder durch zu lange oder zu kurze Erwärmung die eingedampfte Masse nicht die gewünschten Eigenschaften hat, daß Bestandteile zersetzt, verändert oder zu stark verdampft werden, daß Verfärbung auftritt usw. In vielen Fällen, z. B. bei Bonbons, findet auch das Kochen zum Teil unter vermindertem Druck statt. Dies erfordert viel Erfahrung, Sorge und Aufsicht.
  • Gefunden wurde nun, daß das-Eindampfen der betreffenden Massen auf überraschend einfache Weise ununterbrochen und außerdem viel schneller ausgeführt werden kann. Abgesehen davon, daß durch das vorliegende Verfahren die Gefahren für nachteiliges Beeinflussen des Produktes durch die Erhitzung sehr stark verringert werden, ist es möglich, eine sehr einfache Vorrichtung anzu= wenden und die Reglung des Eindampfens ganz zu beherrschen. Das Verfahren. nach der Erfindung ermöglicht weiter noch andere Vereinfachungen und liefert noch Nebenvorteile, wie sich aus folgendem ergibt.
  • Erfindungsgemäß wird - die Grundmasse,- gegebenenfalls unter Ausnutzung des Eigengewichts, durch ein hochfrequentes elektrisches Feld geführt. Nach der Erfindung kann man dazu sehr gut eine geneigte Rinne benutzen, die an der äußeren Seite mit Mitteln zum Erregen eines hochfrequenten elektrischen Feldes in der Rinne versehen ist. Wenn man die Abmessungen und die Neigung der Rinne, die Oberfläche der an deren äußeren Seite angebrachten Elektroden und die zugeführte Energie in geeigneter Weise regelt, hat man es vollkommen in der Hand, die Ausgangsmassen ununterbrochen zu Massen mit den gewünschten physikalischen Eigenschaften und mit der gewünschten Zusammensetzung einzudampfen. Gefahr für örtliche Überhitzung ist ganz ausgeschlossen, weil die Masse sich nur ziemlich kurz in der Rinne aufhält und auf ihrem Weg durch die Rinne schnell sich doch gleichmäßig durch die ganze Masse hindurch erwärmt, während das Wasser verdampft, so daß' am Ende der Rinne die Masse die gewünschte Temperatur und Zusammensetzung und die gewünschten Eigenschaften hat. Die Wärme wird in der ganzen Masse entwickelt und nicht von außen zugeführt, so daß auch keine örtliche überhitzung an den oder in der Nähe der Rinnenwände auftreten kann.
  • Es wird noch bemerkt, daß man nach der Erfindung auch verschiedene andere Vorrichtungen als die obenerwähnte Rinne benutzen kann. So kann man eine ebenfalls einfache Vorrichtung dadurch erhalten, daß man mit einer geneigten platten Fläche arbeitet, über welche die Masse fließt. Auch kann man die Masse mittels mechanischer Vorrichtungen durch ein hochfrequentes elektrisches Feld zwischen zwei Elektroden führen, z. B. mit einem deformierbaren Transportband, das gegebenenfalls im Raum zwischen den Elektroden zu einer Rinne deformiert wird, oder man kann die Masse in zwischen den Elektroden weiterschiebende Gefäße aufnehmen usw.
  • Es hat sich ferner ergeben, daß der Wassergehalt des Ausgangsgemisches für das Verfahren nach der Erfindung beträchtlich kleiner sein kann, als üblich ist, und daß es außerdem nicht mehr nötig ist, empfindlichere Bestandteile, wie Geschmacksstoffe oder Stoffe wie Säuren, die chemisch auf den Zucker oder andere Bestandteile einwirken können, erst nach dem Eindampfen zuzusetzen. Nach der Erfindung kann man auch ein viel weniger Wasser, jedoch alle Bestandteile der Zuckerwaren enthaltendes Gemisch eindampfen, was Kosten für Arbeitslohn und Vorrichtungen erspart.
  • Das vorliegende Verfahren wird unten noch näher erläutert mit Hilfe von zwei vergleichenden Beispielen, aus denen die Vorteile der Erfindung sich ergeben.
  • Beispiel I Herstellung einer Bonbonmasse A. Gewöhnliches Verfahren. Man mischt 40 kg Kristallzucker, 2q. kg Glukosesirup, i2 kg Wasser und setzt ein wenig Farbstoff zu. Dieses Gemisch wird gekocht, bis die Temperatur etwa 13o° C ist, wonach unter vermindertem Druck die letzten Wassermengen entfernt werden. Darauf werden die gewünschten Mengen Säure und Geschmacksstoffe zugesetzt. Die Kochdauer beträgt in einer modernen Vorrichtung etwa 5 Minuten.
  • B. Nach der Erfindung. Man mischt 40 kg Puderzucker, 2q: kg Glukosesirup, 1,5 kg Wasser und setzt die gewünschten Mengen Farbstoff, .Säure und Geschmacksstoffe zu. Dieses Gemisch führt man durch das hochfrequente elektrische Feld durch eine Rinne gemäß der Erfindung, welche unten näher beschrieben wird. Die Kochdauer ist so kurz, daß nach 1/2 Minute schon Bonbonmasse, welche eine Temperatur von i52° C hat, aus der Rinne hinausströmt.
  • Beispiel II Herstellung einer harten Kaffeekaramelmasse A. Gewöhnliches Verfahren. Man mischt 2o kg Zucker, q. kg Glukosesirup, 3 kg Butter, i kg Kaffee-Extrakt, 3,5 kg Wasser. Dieses Gemisch wird etwa g Minuten gekocht, bis eine Temperatur von ungefähr i55° C erreicht ist.
  • B.' Nach der Erfindung. Man mischt 2o kg Puderzucker, q. kg Glukosesirup, 3 kg Butter, i kg Kaffee-Extrakt, 1,5 kg Wasser und führt das Gemisch durch eine Kochrinne gemäß der Erfindung. Schon nach ungefähr 1/2 Minute strömt die Masse, welche eine Temperatur von etwa i55° C hat, aus der Rinne heraus. Ein Beispiel einer Kochrinne gemäß der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Als Material für die Rinne kommen im allgemeinen solche mit einer hohen dielektrischen Festigkeit, einem niedrigen Verlustfaktor und Widerstandsfähigkeit gegen die zu behandelnden Stoffe und Temperaturen bis 2oo° C in Frage, die bei der Gebrauchstemperatur noch eine genügende Festigkeit aufweisen, beispielsweise Kunststoffe aus Äthoxylinharzen, Polyhalogenäthylenharzen, Siliconharzen usw.
  • An beiden Seiten der Rinne i sind auf die äußeren Seiten der Seitenwände derselben Kupferstreifen .2 mit einer Dicke von i mm angebracht, die durch die Streifen 3 mit den Klemmen eines Hochfrequenzgenerators verbunden sind, der q. kW hochfrequenter Energie bei ungefähr 25 mHz und einer Betriebsspannung von 3 kW liefert. Eine derartige Rinne mit einer Länge von etwa 70 cm, einer Innenbreite von etwa qo mm und einer Innenhöhe von etwa 5o mm, deren Kupferstreifen etwa 16 cm vor dem vorderen Ende der Rinne aufhören, ist zum Kochen nach Beispiel i B angewendet worden und lieferte dabei ungefähr 25 kg/h bis i5o° C gekochte, vorzügliche Bonbonmasse. -

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Zuckerwaren durch Erhitzen und Eindampfen einer zucker- und wasserhaltigen Grundmasse, dadurch gekennzeichnet, daß die Grundmasse über eine geneigteTragfläche durch ein hochfrequentes ellektrisches Feld geführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsgemisch durch einen an der oberen Seite offenen geneigten Kanal geführt wird, in dem ein hochfrequentes elektrisches Feld erregt wird.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausgangsgemisch auf oder in mehrerenTragflächen durch ein hochfrequentes elektrisches Feld geführt wird. q..
  4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Ausgangsmaterial ein schon alle Bestandteile der Zuckerware enthaltendes Gemisch dient.
  5. 5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß außen an den Seitenwänden einer offenen geneigten Kochrinne Elektroden angeordnet sind, die mit den Klemmen eines elektrischen Hochfrequenzgenerators verbunden sind.
DEI8871A 1954-05-10 1954-07-04 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Zuckerwaren Expired DE936489C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
NL936489X 1954-05-10

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE936489C true DE936489C (de) 1955-12-15

Family

ID=19863493

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEI8871A Expired DE936489C (de) 1954-05-10 1954-07-04 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Zuckerwaren

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE936489C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1163126B (de) * 1961-02-17 1964-02-13 Bahlsen Werner Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzen von Zucker
DE1175823B (de) * 1957-11-20 1964-08-13 Berkeley Chemical Corp Verfahren zur Gewinnung unmittelbar tablettier-barer pharmazeutischer Produkte von hoher Schuettdichte

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1175823B (de) * 1957-11-20 1964-08-13 Berkeley Chemical Corp Verfahren zur Gewinnung unmittelbar tablettier-barer pharmazeutischer Produkte von hoher Schuettdichte
DE1163126B (de) * 1961-02-17 1964-02-13 Bahlsen Werner Verfahren und Vorrichtung zum Schmelzen von Zucker

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2529140B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Krume für Milchschokolade
DE2936040C2 (de) Dragierverfahren und Mittel zur Durchführung des Verfahrens, bestehend im wesentlichen aus Saccharose, wenigstens einem weiteren Zucker und Wasser
DE69212825T2 (de) Verfahren zur Herstellung von karamelle Eiercreme mit Hilfe von Mikrowellen
DE2116681A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Kaugummi mit Konfektüberzug
DE936489C (de) Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Zuckerwaren
DE2439335C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Milchschokolade
DE2161458A1 (de) Eßbare Kapseln
DE69921626T2 (de) Verfahren zur Herstellung geformter Süsswaren
DE2340694A1 (de) Verfahren zur herstellung von s.g. "crumb" fuer die herstellung von milchschokolade
DE68923635T2 (de) Verfahren zur Herstellung von fester Lactulose.
DE60011780T2 (de) Verfahren zur herstellung von schokolade
DE2739849C2 (de) Süßwaren mit neuartigem Aroma sowie Verfahren zu ihrer Herstellung
DE2339917C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Waffeln
CH325070A (de) Vorrichtung zur Herstellung von Zuckerzeugmassen
US2829977A (en) Method for the preparation of confectionary masses
DE2906967C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Honigmilch
DE3838366A1 (de) Verfahren zur herstellung von konfitueren und marmeladen
DE936615C (de) Verfahren zur Herstellung eines loeslichen, pulverfoermigen Kaffee-Extraktes
AT279326B (de) Verfahren zur herstellung von aromatisiertem zucker
DE2141931A1 (de) Verfahren zur herstellung von giessloesungen fuer fuellkoerper
DE845008C (de) Verfahren zur Herstellung eines leichtloeslichen pulverfoermigen bzw. geformten Gemisches von Kakao, Zucker und Milch bzw. Milchbestandteilen
DE2004927C (de) Verfahren zur Herstellung von Kokosnußhartbonbons
DE879646C (de) Verfahren zur Herstellung von geschmacklich verbesserter, insbesondere bitterstoffarmer Schokoladenmasse
DE2439336B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Milchschokolade
DE2135843B2 (de) Verfahren zur herstellung von zucker- und fetthaltigen mandel-/nussgebaecken oder ueberzuegen an zu backenden produkten