DE934864C - Verfahren zur Herstellung von Druckformen fuer den Rakeltiefdruck - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Druckformen fuer den RakeltiefdruckInfo
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Classifications
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- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
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Description
AUSGEGEBEN AM 3. NOVEMBER 1955
K 15835IV a 157 d
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Druckformen für den Rakel tiefdruck
ohne Zuhilfenahme von Pigmentpapier.
Es ist einerseits bekannt, das Halbtonbild und den Raster nacheinander zunächst auf ein lichtempfindlich
gemachtes Pigmentpapier zu kopieren und danach die so auf dem Pigmentpapier erzeugte
Kopie auf die Kupferplatte zu übertragen und zu entwickeln. Man hat weiterhin vorgeschlagen, unter
gänzlicher Ausschaltung eines Pigmentpapiers die Metallunterlage, z. B. Kupferplatte, unmittelbar
mit einer lichtempfindlich gemachten Schicht zu bedecken. Hiernach werden die ungerasterte Halbtonvorlage
und eine Rastervorlage zur Erzeugung der Rakelstege nacheinander auf die lichtempfindliche
Schicht kopiert, worauf die Metallunterlage geätzt wird, ohne daß die lichtempfindliche Schicht, z. B.
Kolloidschicht, entwickelt worden ist. Im einzelnen geht man hierbei so vor, daß man vor der Ätzung
eine Behandlung der Platte in Wasser anwendete, wobei gegebenenfalls lösliche Farbstoffe und bzw.
oder Gerbmittel zugesetzt wurden. Die Wasserbehandlung hatte den Zweck, die Kolloidschicht,
die beispielsweise aus einer käuflichen Gelatine bestehen kann, lediglich zum Quellen zu bringen,
soweit es sich um die unbelichtete Kopierschicht handelt. Man erreicht dadurch, daß die unbelichteten
oder weniger belichteten, durch die Wasserbehandlung zum Quellen gebrachten Teile der Gelatineschicht
von dem Ätzmittel leichter durchdrungen werden können als die mehr oder weniger gehärteten, und zwar auch dann, wenn nur die normalen
Ätzmittel, wie z. B. Eisenchloridlösungen ohne Säurezusatz, benutzt werden. Man beschränkte
die Behandlung mit Wasser aus diesem Grunde unter Anwendung einer bestimmten Temperatur
und Dauer lediglich darauf, daß eine Quellung und kein Lösen der unbelichteten und also ungehärteten
Stellen der Kolloidschicht eintritt. Bei einem solchen Verfahren erhält man wohl eine unmittelbare
Auflage der Rasterstege auf der Kupferplatte, der durch. Belichtung gehärtete Teil· -der Kolloidschicht
tritt jedoch mit der Metallunterlage nicht
ίο unmittelbar in Berührung. Durch das Aufquellen
der ungehärtet gebliebenen Lage der Kolloidschicht soll lediglich ein besserer Durchgang für das Ätzmittel
erzielt werden.
Unter Zugrundelegung des bisherigen Verfahrens zum Herstellen von Druckformen für den Rakeltiefdruck
ohne Zuhilfenahme eines Pigmentpapiers wurde nun gefunden, daß das Verfahren sich noch
verbessern läßt, wenn man nicht, wie bisher, die Wasserbehandlung abstoppt, um lediglich ein Aufquellen
der unbelichteten Stellen der Gelatine zu erhalten, sondern die Kolloidschicht nach der Bildübertragung
und Rasterung durch Belichtung der Behandlung mit Wasser so lange unterzieht, bis die
in Quellung versetzten und unbelichtet gebliebenen Kolloidteile, die sich unterhalb der belichteten, gehärteten
Teile befinden, vollständig ausgeschwemmt sind, wobei die belichtete Kopierschicht auf der
Platte unmittelbar zur Anlage kommen kann. Nach dieser Wasserbehandlung wird wie üblich die
Ätzung vorgenommen.
Durch das erfindungsgemäße Verfahren ergeben sich Vorteile, die sonst lediglich bei Zuhilfenahme
von Pigmentpapier erreicht werden, ohne jedoch aber Pigmentpapier benutzen zu müssen. Dadurch
wird auch eine wesentliche Vereinfachung des Verfahrens erzielt. Die gehärtete, in den Rasterfeldern
sitzende Kolloidschicht sinkt mit fortschreitender Ausschwemmung der unbelichteten Stellen der
Kolloidschicht auf die Metallunterlage und kommt auf dieser vollständig satt zur Anlage, wobei die
Stärke der durch Belichtung gehärteten Schicht entsprechenden Tonwerte vollständig erhalten bleiben.
Die Stege des Rasters stehen bei dem Verfahren gemäß der Erfindung· bereits1 absodut scharf. Hinzu
kommt die unmittelbare Auflage der belichteten Stellen der Kolloidschicht. Das Ätzmittel braucht
nicht mehr durch eine Zwischenschicht, nämlich der unbelichteten Kolloidschicht wie bisher hindurchzudringen,
um auf die Metallunterlage einwirken zu können. Es ergibt sich eine bessere und saubere
Ätzung und damit ein schöneres und klareres Bild auf der Metallunterlage. Da kein Pigment vorhanden
ist, erhält man eine absolut innige Verbindung der Kolloidschicht mit dem Metall, was bei
dem Verfahren mit Pigmentpapier nicht in gleicher Weise der Fall ist. Die Möglichkeit des Ausschwemmens
der unbelichteten Schicht durch die belichtete, gehärtete Kolloidschicht ohne Verschiebung
der Tonwerte ist überraschend, zumal die gehärtete Kolloidschicht ringsherum von den Raster-Stegen
umgeben ist. Die Erscheinung kann mit einer Art Diffundierung erklärt werden. Die erfindungsgemäße
Ausführung hat weiterhin den Vorteil, daß man bei der Wasserbehandlung keinerlei
Beschränkungen unterworfen ist.
In der Zeichnung ist das Ergebnis des erfindungsgemäßen Verfahrens schematisch veranschaulicht.
•Fig. ι zeigt das bisherige Verfahren ohne Pigmentpapier;
Fig. 2 veranschaulicht das Verfahren gemäß der Erfindung.
Bisher ging man unter Ausschaltung der Verwendung von Pigmentpapier so vor, daß die
Metallunterlage, z. B. eine Kupferplatte 1, mit einer lichtempfindlich gemachten Schicht bedeckt wird,
wobei Raster und Halbtonbild unabhängig voneinander und getrennt auf diese Schicht übertragen
werden. Es ergibt sich hierbei eine belichtete Kopierschicht 2 und eine unbelichtete Schicht 3, die
für die Ätzung lediglich zum Quellen gebracht wurde. 4 bedeuten die Rakelstege des Rasters.
Gemäß der Erfindung wird die Wasserbehandlung vor Vornahme der Ätzung so lange durchgeführt,
bis die unbelichtete Kolloidschicht gelöst und vollständig ausgeschwemmt ist, wobei die belichtete,
gehärtete Kopierschicht 2 bis zur unmittelbaren Auflage auf der Metallunterlage 1 nachsinkt.
Man erhält dann die Bildaufteilung gemäß Fig. 2, wobei die einzelnen der Stärke der Schicht 2 ent- 9"
sprechenden Tonwerte gegenüber der Anordnung der Fig. 1 unverändert geblieben sind. Genau wie
die Stege 4 stehen die Schichten 2 absolut scharf und in inniger Verbindung mit der Metallunterlage.
Man erhält eine saubere Ätzdeckung und damit auch eine einwandfreie Ätzung selbst.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von Druckformen für den Rakeltiefdruck durch Ätzen, bei dem die positive Vorlage auf die mit einer lichtempfindlichen Kolloidschicht überzogene Metallunterlage kopiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolloidschicht nach der Bildübertragung und Rasterung durch Belichtung so lange einer Behandlung mit Wasser unterzogen wird, bis die nicht gehärteten Teile der Kolloidschicht, die sich unterhalb der gehärteten Teile befinden, gelöst und völlig ausgeschwemmt sind und die belichteten Teile auf der Platte unmittelbar durch Absinken zur Anlage kommen, worauf die Ätzung vorgenommen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2061287A1 (de) * | 1970-12-12 | 1972-06-22 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von tiefenvariablen Tiefdruckformen |
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Also Published As
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