DE93352C - - Google Patents

Info

Publication number
DE93352C
DE93352C DENDAT93352D DE93352DA DE93352C DE 93352 C DE93352 C DE 93352C DE NDAT93352 D DENDAT93352 D DE NDAT93352D DE 93352D A DE93352D A DE 93352DA DE 93352 C DE93352 C DE 93352C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
carbon
nitrite
coke
melt
caustic alkali
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT93352D
Other languages
English (en)
Publication of DE93352C publication Critical patent/DE93352C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B21/00Nitrogen; Compounds thereof
    • C01B21/20Nitrogen oxides; Oxyacids of nitrogen; Salts thereof
    • C01B21/50Nitrous acid; Salts thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Ceramic Products (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Alle bisherigen Versuche, Nitrit aus Nitrat auf einem anderen Wege als durch Reduction mit Blei darzustellen, haben zu keinem praktischen Erfolg geführt.
Es sind verschiedene Verfahren bekannt, welche mit Schwefel bezw. Schwefelverbindungen oder mit Kohlenstoffverbindungen arbeiten.
Die Verfahren, welche mit Schwefel arbeiten, sind in der Praxis wohl nicht durchführbar, die Reaction äufserordentlich heftig unter
Feuererscheinung verläuft
an Nitrit sehr gering ist.
und die Ausbeute Aus den gleichen
Gründen ist die Reduction mit Kohlenstoff in Form von Holz, Steinkohle etc. nicht praktisch durchführbar.
Läfst man Kohlenstoff in Form von Graphit oder Koks auf geschmolzenen Salpeter einwirken, so tritt bei hoher Temperatur der Kohlenstoff ohne Feuererscheinung in Reaction. Die Menge des gebildeten Nitrits ist aber so gering, dafs an eine rentable Darstellung nicht zu denken ist. .
Das vorliegende Verfahren ermöglicht dennoch die Anwendung des Kohlenstoffes in seiner billigsten Form dadurch, dafs der Nitratschmelze ein gewisses Quantum Aetzalkali zugesetzt wird; der Kohlenstoff wird, fein gepulvert, gleichfalls mit Aetzalkali zusammengeschmolzen angewendet.
Der Zusatz von Aetzalkali im Allgemeinen bewirkt, dafs die Schmelze während der ganzen Dauer der Operation leichtflüssig ist und dafs die Oxydation des Kohlenstoffes sofort bei niederer Temperatur vor sich geht, wobei die gebildete Kohlensäure von dem Aetzalkali gebunden wird. Durch das Zusammenschmelzen des Kohlenstoffes mit dem Aetzalkali wird erreicht, dafs dieser von der Schmelze leicht aufgenommen wird.
Bei diesem Verfahren verläuft die Reaction in kurzer Zeit so ruhig, bei nahezu theoretischer Ausbeute, wie es ohne Zusatz von Aetzalkali, bei Anwendung von Nitrat und Kohlenstoff nicht erreicht werden kann.
Von den in Frage kommenden Rohmaterialien, wie Steinkohlen, Graphit, Koks etc., hat sich der Koks am besten bewährt.
Man verfährt folgendermafsen zur Darstellung von Natriumnitrit:
31 kg Koks werden in, 120 kg geschmolzenes Aetznatron. eingerührt, die Schmelze ausgegossen und erkalten gelassen. Dann werden 300 kg Salpeter mit 120 kg 9oproc. Aetznatron in einem Kessel mit Rührwerk geschmolzen und nach und nach unter Umrühren die Koksschmelze in Stücken eingetragen. Die Reaction verläuft unter mäfsigem Schäumen und ist in etwa 3 bis 4 Stunden beendet. Die Menge des gebildeten Nitrits entspricht nahezu der theoretischen Ausbeute. Die Reaction läfst sich durch folgende Gleichung ausdrücken:
. 2 Na NO3 + 2 Na OH+ C = 2,NaN O2 + Na^ C O3 + H^ O.
Der Kohlenstoff wird hierbei zu Kohlensäure oxydirt und diese von dem Aetznatron gebunden. Die fertige Schmelze besteht daher aus Soda, Aetznatron und Nitrit, aus der letzteres leicht rein zu erhalten ist.
Dieses Verfahren hat vor den anderen den Vorzug grofser Billigkeit.- Man ist im Stande, in der gleichen Zeit fast die doppelte Menge an Nitrit als beim Bleiverfahren im Schmelzkessel zu erzeugen und spart dadurch an Brennmaterial und Arbeitslohn.
Der Betrag für den verbrauchten Koks ist verschwindend. Das Aetznatron wird durch Kaustificiren der Soda auf einfache Weise wiedergewonnen und für den Procefs von neuem verwendet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Darstellung von Nitriten durch Erhitzen von Nitraten mit Kohlenstoff, insbesondere Koks, bei. Gegenwart von Äetzalkali.
DENDAT93352D Active DE93352C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE93352C true DE93352C (de)

Family

ID=364789

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT93352D Active DE93352C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE93352C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3422202A1 (de) Verfahren zur katalytischen vergasung
DE1163790B (de) Verfahren zur Herstellung von Propionsaeure
DE93352C (de)
DE1592368C3 (de) Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak und Chlor aus Ammoniumchlorid
DE212706C (de)
DE838599C (de) Durchfuehrung katalytischer Reaktionen
DE233651C (de)
DE269239C (de)
DE143216C (de)
AT109973B (de) Verfahren zur Herstellung einer für die Ammoniaksynthese verwendbaren katalytischen Substanz.
DE55711C (de) Verfahren zur Bereitung von Stahl
DE876992C (de) Verfahren zur Umsetzung von Hexachlorcyclohexanen in Trichlorbenzole und Chlorwasserstoff
DE293585C (de)
DE212203C (de)
AT66713B (de) Verfahren zur Darstellung von Sauerstoff.
DE482678C (de) Verfahren zur Herstellung von Cyaniden aus erdalkalischen Cyanamiden
DE476380C (de) Verfahren einer fuer die Hyperdrucksynthese des Ammoniaks geeigneten Kontaktmasse
DE260885C (de)
DE85243C (de)
DE535955C (de) Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff bzw. Rhodancalcium aus Kalkstickstoff
DE2318652C3 (de) Verfahren zur gemeinsamen Vernichtung von Cyaniden/Cyanaten, komplexen Cyaniden sowie Nitraten und Nitriten als Abfallstoffe in gebrauchten Härtereisalzen
DE132070C (de)
AT89261B (de) Verfahren zur Herstellung von ameisensauren Salzen durch katalytische Reduktion von Carbonaten und Bicarbonaten.
DE172313C (de)
DE160671C (de)