DE932680C - Kondensatableitungsanlage fuer eine Mehrzahl von Dampfverbrauchern und gegebenenfalls Dampfleitungen - Google Patents

Kondensatableitungsanlage fuer eine Mehrzahl von Dampfverbrauchern und gegebenenfalls Dampfleitungen

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DE932680C
DE932680C DEG8328A DEG0008328A DE932680C DE 932680 C DE932680 C DE 932680C DE G8328 A DEG8328 A DE G8328A DE G0008328 A DEG0008328 A DE G0008328A DE 932680 C DE932680 C DE 932680C
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Alfred Wozerek
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WIRTSCHAFTLICHE WAERMEVERWERTU
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22DPREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
    • F22D11/00Feed-water supply not provided for in other main groups

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
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  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Pipeline Systems (AREA)

Description

  • Kondensatableitungsanlage für eine Mehrzahl von Dampfverbrauchern und gegebenenfalls Dampfleitungen Die Erfindung betrifft eine Kondensatableitungsanlage für eine Mehrzahl von Dampfverbrauchern und gegebenenfalls auch Dampfleitungen, deren Kondensatableitungen von den Dampfverbrauchern zu einem gemeinsamen, tiefliegenden Kondensatsammelbehälter führen, in den das Kondensat über in den Behälter ragende Rohrstutzen einströmt und aus dem das angesammelte Kondensat durch einen tiefer als die Einlaßstutzen in den Behälter hineinragenden Auslaßstutzen durch den Druck innerhalb der Anlage zu einem höher liegenden gemeinsamen Kondensatableiter gefördert wird.
  • Es wurde bereits vorgeschlagen, den Dampfverbraucher einer Anlage an einen tiefliegenden Kondensatsammelkessel anzuschließen, in den die Flüssigkeit eines oder mehrerer weiterer Apparate dicht unter der Oberkante des Kessels einströmt und der einen in den Kessel hineinragenden Auslaßstutzen aufweist, so daß die sich im Kessel ansammelnde Flüssigkeit durch den Druck innerhalb der Anlage zu dem höher liegenden gemeinsamen Kondensatableiter gefördert wird. Es wird jedoch in der einschlägigen Technik stets darauf hingewiesen, daß es zu empfehlen sei, jede einzelne Entwässerungsstelle für sich mit einem Kondensatableiter auszurüsten, da nur dann die Verhältnisse in der Kondensatableitung einwandfrei auf dieBetriebsverhältnisse abgestimmt werden können und vor allem nur in diesem Falle auch die Drosselung eines Dampfverbrauchers ohne störenden Einfluß auf andere Abflußstellen bleibt. Tatsächlich ergibt ein Kondensatsammelbehälter der genannten Art gewisse Nachteile, wenn einzelne, durch ihn zusammengefaßte Dampfverbraucher nicht gleichmäßig belastet sind; insbesondere treten beim Anfahren einer solchen -Anlage Kon= densatschläge auf, selbst wenn der Sammelbehälter an der tiefsten Stelle der Anlage angeordnet ist: Beim Anfahren sind nämlich die Kondensatleitungen wie auch der Sammelbehälter im wesentlichen voll Wasser gefüllt, und die ersten aus den Dampfverbrauchern austretenden Dampfblasen bewirken die unerwünschten Kondensätschläge.
  • Es ist ferner bekannt, bei der Einzelentwässerung von Dampfverbrauchern einen Sammeltopf für das Kondensat vorzusehen, der bei tiefliegendem Kondensatabfluß eines Dampfverbrauchers verwendet werden soll. Es handelt sich in diesem Falle nicht um einen Sammeltopf im eigentlichen Sinne, sondern um einen einfachen Entwässerungstopf, von dem aus das Kondensat eines einzigen Dampfverbrauchers nach oben gefördert wird. Auch bei diesem Entwässerungstopf befindet sich der Kondensateinlaß oben im Topf bzw. ganz dicht unter der Oberkante desselben. Auch in dieser Literaturstelle wird empfohlen, jede -EntW-ässerungsstelle für sich mit einem Kondensatableiter auszurüsten.
  • Schließlich ist ein Kondenstopf mit einem unten offenen, bis dicht über den Boden reichenden senkrechten Rohr bekannt, das in seinem oberen Teil innerhalb des Behälters eine Durchtrittsöffnung für den Dampf aufweist und oberhalb des Kondenstopfes in einen Auffangbehälter einmündet, in welchem ein topfförmiger Kolben angeordnet ist, der über eine Ventilfeder die Kondensatabflußleitungverschließt. EineDampf-undLuftabführung ist bei diesem Kondenstopf nicht vorgesehen.
  • Die Kondensatableitungsanlage gemäß der -Erfindung für eine Mehrzahl von Dampfverbrauchern und gegebenenfalls auch Dampfleitungen, deren Kondensätableitungen von den Dampfverbrauchern zu einem gemeinsamen, tiefliegenden Kondensatsammelbehälter führen, in den das Kondensat über in 'den Behälter ragende Rohrstutzen einströmt und aus dem das angesammelte Kondensat durch einen tiefer als die Einlaßstutzen in den Behälter hineinragenden Auslaßstutzen durch den Druck innerhalb der Anlage zu einem höher liegenden gemeinsamen Kondensatableiter gefördert wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß die Köndensatableitungen der auf gleicherHöhe angeordnetenDampfverbraucher in je einem vorzugsweise als Kondensatheber wirkenden Kondensatsammelbehälter zusammengefaßt sind und die von den Kondensatsammelbehältern ausgehenden Leitungen zu einer Sammelleitung vereinigt sind, die über einen Kondensatableiter und ein Rückschlagventil in einen weiteren, zur Hebung des Kondensates In einen Speisewasserbehälter dienenden Sammler mündet. Erfindungsgemäß sind die Öffnungen der Kondensateinlaßrohre und der in die Sammelbehälter bzw. in den Sammler hineinragenden Einlaßstutzen vorzugsweise so tief angeordnet, daß im oberen Teil der Sammelbehälter bzw. des Sammlers ein nach oben abgeschlossener Dampf- bzw. Luftraum entsteht, dessen Größe mindestens 1/4, vorzugsweise lla bis 1/2 des Behälterinhalts beträgt. Ein eine solche Größe besitzender Pufferraum ist bisher bei Kondensatbehältern nicht vorgeschlagen worden. Zweckmäßig sind die Öffnungen der Kondensatäuslaßstutzen in den Sammelbehältern bzw. dem Sammler dicht unter oder in Höhe der Öffnungen der Einlaßrohre angeordnet: Bei waagerechter Lage der Kondensateinlaßrohre ist es vorteilhaft, vor ihren Öffnungen in den Sammelbehältern _ schräge Prallbleche anzuordnen. Zweckmäßig sind die Kondensateinlaßstutzen im Sammler rechtwinklig, in Richtung des Auslaßstutzens weisend, abgebogen. Die Vereinigung der Kondensatleitungen der einzelnen, mit unterschiedlichen Dampfdrücken arbeitenden Anlageteile zur gemeinsamen Kondensatleitung erfolgt zweckmäßig in an sich bekannter Weise derart, daß eineLeitung in die andere mittels Venturirohren, Düsen od. dgl. Einstrom- und Leitorganen hineingeführt ist.
  • In der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
  • Fig. i zeigt die Kondensatableitungsanlage gemäß der Erfindung in schematischer Darstellung; Fig.2 zeigt einen Kondensatsammelbehälter in Seitenansicht, teilweise im Schnitt; Fig. 3 ist eine Stirnansicht zu Fig. 2; Fig.4 ist der Kondensatsammler in Seitenansicht, teilweise im Schnitt dargestellt; Fig. 5 ist eine Stirnansicht zu Fig.4, teilweise im Schnitt; Fig.6 bis io zeigen verschiedene Formen der Vereinigung der Kondensatableitungen der einzelnen Dampfverbraucher bzw. -gruppen zur Kondensatsammelleitung zum Kondensatsammler.
  • Die Dampfanlage nach Fig. i umfaßt mehrere Dampfverbraucher mit unterschiedlichem Wärmebedarf und in beliebigerArt derAufstellung. i sind Deckenlufterhitzer, 2 ist ein Gegenstromapparat und 3 ein Heizkörper. Die Dampfverbraucher i sind an der Decke montiert, während die Dampfverbraucher 2 und 3 auf dem Fußboden bzw. an der Wand angeordnet sind. Der von einem Dampferzeuger gelieferte Dampf wird über eine Rohrleitung 4 den Dampfverbrauchern i, 2 und 3 zugeführt. Die Regelung der Dampfverbraucher i, 2 und 3 erfolgt durch bekannte Regelventile 5. Das Kondensat der Dampfverbraucher i fließt über Rückschlagventile 6, die ein Rückwärtsbeheizen eines Dampfverbrauchers bei Abstellen oder Regulieren desselben verhindern, und einzelne, mit Gefälle verlegte Rohrleitungen 7 in einer für diese Verbraucher gemeinsamen, gleichfalls mit Gefälle verlegten Kondensatsammelleitung 8 zu einem Kondensatsammelbehälter 9. Die Dampfverbraucher 2 und 3 geben ihr Kondensat durch die Rohrleitungen io an einen für sie gemeinsamen Kondensatsammelbehälter i z ab. Die Kondensatsarrimelbehälter sind jeweils an der tiefsten Stelle der zu entwässernden Dampfverbraucher i sowie 2 und 3 angeordnet.
  • Die Kondensatsammelbehälter g und i i können eine beliebige Form aufweisen. Nach Fig. 2 bestehen sie aus einem liegenden zylindrischen Behälter, dessen Einlaßöffnungen 12, durch die die Kondensate in die Behälter eintreten, so angeordnet sind, daß die Unterkante der Öffnungen 12 nur wenig höher liegt als die Ausmündung des in den Behälter hineinragenden Auslaßstutzens 13. Vor den Einlaßöffnungen 12 sind Prallbleche 14 eingebaut. Seitlich in den Stirnwänden der Sammelbehälter g und i i sind zwei Reinigungsöffnungen 15 vorgesehen, die durch Stopfen 16 oder Flanschabschlüsse verschlossen sind.
  • Der Kondensatsammelbehälter g ist in einer hochliegenden, für dieDampfverbraucher i gemeinsamen Kondensatleitung eingebaut. Er bewirkt somit nur eine Pufferwirkung für den auftretenden unterschiedlichen Kondensatanfall. DerKondensatsammelbehälter i i hingegen ist in einer tiefliegenden Kondensatleitung io eingebaut. Er hat den auftretenden unterschiedlichen Kondensatanfall zu puffern bzw. zu steuern und geräuschlos zu heben. Da die Kondensatleitungen mit Gefälle verlegt sind, befinden sich die Sammelbehälter an der tiefsten Stelle des jeweiligen Anlagenteils. Alles angefallene Kondensat durchströmt daher die Kondensatsammelbehälter. Etwa mitgeführte Schmutzteilchen lagern sich in den Kondensatbehältern ab. Die Prallbleche 14 verhindern, daß das Kondensat bei Stillstand des an der Gegenseite des Kessels arbeitenden Anschlusses in diesen hineingeschleudert wird. Mitgeführter Dampf weicht zwischen der Stirnwand und den Prallblechen der Kondensatsammelbehälter nach oben. Beim Durchfließen der Sammelbehälter erfährt das Kondensat infolge des Auftreffens auf das Prallblech und der O_uerschnittsvergrößerung eine Geschwindigkeitsverminderung, wodurch abermals die mitgeführten Verunreinigungen gezwungen werden, sich auf dem Boden der Sammelbehälter g und i i abzusetzen. Durch die in die Sammelbehälter hineinragenden Auslaßstutzen 13 stellt sich in den Sammelbehältern ein bestimmter Kondensatspiegel ein. Da der Druck in der Kondensatleitung praktisch gleich dem Dampfdruck ist und der Dampf selten eine restlose Kondensation erfährt - es sei denn beim Anfahren der Anlage -, entsteht oberhalb des Kondensatspiegels, gegeben durch die Anordnung der Einlaßstutzen 12, ein annähernd ebenso großes Dampfpolster, das, solange die Dampfverbraucher arbeiten, nicht entweichen kann, weil der Behälter über dem Kondensatspiegel nach oben abgeschlossen ist. Dieses Dampfpolster ist infolge seiner Elastizität in der Lage, sich zusammenzuziehen oder auszudehnen. Der in den Dampfverbrauchern nicht restlos kondensierte Dampf gelangt somit mit den Kondensaten in die Sammelbehälter; er würde beim Auftreffen auf die Kondensatspiegel den bekannten Wasserschlag verursachen. Dieses wird jedoch durch die Komprimierfähigkeit des Dampfpolsters verhindert.
  • Der Kondensatsammelbehälter i i arbeitet in gleicher Weise wie der Sammelbehälter g, zusätzlich werden jedoch die .anfallenden Kondensate geräuschlos und schnell gehoben und weiter abgeleitet, ohne daß eine von außen herangeführte Treibenergie in Anspruch genommen wird.
  • Der in der Dampfleitung herrschende Druck setzt sich, vom Dampfverbraucher ausgehend, auch in der Kondensatleitung bis in die Kondensatsämmelbehälter g, i i usw., abzüglich der Reibungsverluste, fort. Er wirkt somit auch noch in den Kondensatsammelbehältern und drückt auf deren Kondensatspiegel. Da sich der Druck stets auf dem Wege des geringsten Widerstandes zu entspannen sucht, wird das Kondensat des Sammelbehälters i i gezwungen, in die Steigeleitung 17 einzutreten, wo es gemäß Dampfdruck steigt. Durch das Steigen entsteht ein Druckabfall gemäß der zu überwindenden Höhe.
  • Über die Steigeleitung 17 und die Verbindungsleitung 18 fördert der Kondensatsammelbehälter i i das Kondensat zu der allen Dampfverbrauchern 1, 2 und 3 gemeinsamen Kondensatsammelleitung ig, zu welcher sich an der Stelle 2o die Kondensatleitungen 8 und i8 vereinigen, und über diese Sammelleitung ig fließt das Kondensat alsdann einem in beliebiger Entfernung angeordneten Kondensatableiter 22 zu, dem ein Kondensatbeobachtungsgerät21 vorgeschaltet und einRückschlagventil 23 nachgeschaltet ist. Bei der gezeigten Anordnung ist angenommen, daß noch weitere zusammenhängende Gruppen von Dampfverbrauchern vorhanden sind, deren Kondensatableitungen 24 zu den zugehörigen Sperrorganen 22 und 23 führen. Das Rückschlagventil23 verhindert - falls die betreffende ganze Gruppe nicht arbeitet, jedoch die zu entwässernden Gruppen der Leitungen 24 arbeiten, oder umgekehrt - den Kondensateintritt in die nicht arbeitende Gruppe.
  • Das Kondensat aus allen Kondensatsammelleitungen ig und 24 gelangt in einen gemeinsamen Kondensatsammler 25, wie er in Fig. 4 dargestellt ist. Die Einlaßstutzen 26 des Sammlers 25, an die die Kondensatleitungen ig und 24 angeschlossen sind und deren Zahl sich nach den jeweiligen Erfordernissen richtet, ragen tief in den Kondensat= Sammler 25 hinein und sind am Ende mit Rohrbögen 27 ausgerüstet, die in Richtung zum Auslaßstutzen 28 des Sammlers 25 weisen, so daß sich ein Dampf- bzw. Luftpolster bildet. Der Auslaßstutzen 28 ragt gleichfalls tief in den Sammler 25 hinein, ähnlich wie bei den Kondensatsammelbehältern g und i i. An der tiefsten Stelle des Sammlers 25 ist ein Reinigungsstutzen 29 angeordnet, der auch als Kondensatmengenmeßstutzen Anwendung finden kann und mit einem üblichen Blindflansch verschlossen ist. Vom Auslaßstutzen 28 gelangen alle Kondensate über die Hauptkondensatleitung31 zu einem vorzugsweise hochliegenden Kesselspeisewasserbehälter. Es erübrigt sich die Verwendung einer Pumpe, die das Kondensat vom üblicher Weise tiefliegenden Kondensatsammelbehälter zum hochliegendenKesselspeisewasserbehälter fördert. Dies ist von Vorteil, da ein Speisen der Kesselanlagen aus tiefliegenden Behältern erhebliche Schwierigkeiten bereitet, weil die Pumpen wegen der geringen Zulaufhöhe nicht in der Lage sind, das 8o bis 9o° heiße Kondensatanzusaugen. Man hilft sich dann häufig dadurch, daß man die Temperatur des heißen Kondensates durch Zuspeisen von Kaltwasser heruntersetzt, was jedoch eine Kalorienvernichtung bedeutet und einen zusätzlichen Brennstoffbedarf bedingt.
  • Nach Schließen eines Dampfregelventils 5 wird das noch anfallende Kondensat aus dem entsprechenden Dampfverbraucher abgesaugt, bis der Kondensatspiegel im Sammelbehälter g oder i i die Unterkante des in den Sammelkessel hineinragenden Auslaßstutzens i3 erreicht hat. Die Kondensatleitungen sind somit trocken und unterliegen fast keiner Korrosion. Beim Anfahren der Anlage oder eines einzelnen Dampfverbrauchers tritt ein schnelles Beheizen ein, da die Kondensatleitungen kondensatfrei sind. Durch die Aufnahmefähigkeit der Kondensatsammelbehälter und zufolge ihrer ausgleichenden Wirkung wird auch der Kondensatableiter weitgehend entlastet, der sich auch bei starkem Kondensatanfall nicht mehr verschlucken kann. Auch für einen starke fluktuierenden Betrieb wirkt der Sammelbehälter ausgleichend, so daß sich auch bei schwankendem Betrieb der einzelnen Dampfverbraucher eine kontinuierliche Arbeitsweise ergibt. Durch Einschaltung der Sammelbehälter wird also der Betrieb solcher Anlagen in vieler Beziehung verbessert und vereinfacht.
  • An die Kondensatleitungen 7, 8, 1o, 17 und 18 und die Kondensatsammelleitung i9 können zusätzlich auch die Entwässerungsstutzen von Dampf-, leitungen, die vor Einmündung in die Kondensat-' zweckmäßig eine Einschnürung erfahren, angeschlossen sein.
  • In Fig. 6 bis io sind verschiedene Formen der Vereinigung der Kondensatleitungen der einzelnen Dampfverbraucher zur Kondensatsammelleitung i9, der Stelle 2o der Fig: i, veranschaulicht.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 strömt das Kondensat der mit geringerem Dampfdruck arbeitenden Teile der Anlage durch die Leitung 32. Die Kondensatleitung 33 der mit höherem Dampfdruck arbeitenden Teile der Anlage, insbesondere der tiefer gelegenen Teile derselben ist in die Leitung 32 mittig hineingeführt und endet in eine Düse 34. Die sich an die Vereinigungsstelle der beiden Kondensatleitungen 32, 33 anschließende Kondensatsammelleitung 35 bildet dicht im Anschluß an die Vereinigungsstelle eine konische Erweiterung 36. An der Vereinigungsstelle verringert sich der Durchflußquerschnitt der Leitung 32 um den Querschnitt der Leitung 33. Diese Querschnittsverringerung verursacht in bei Dampfmeßapparaten, wie Düsen, Stauscheiben oder Venturirohren, an sich bekannter Weise eine Erhöhung der Geschwindigkeit des in der Leitung 32 strömenden Mediums bei gleichzeitigem Druckabfall desselben. Es entsteht an derVereinigungsstelle eineEjektorwirkung, die bewirkt, daß das Kondensat der Leitung 32 das der mit geringerem Dampfdruck arbeitenden Anlageteile, das Kondensat der Leitung 33 das der mit höherem Dampfdruck arbeitenden Anlageteile mitreißt. Zufolge der anschließenden konischen Erweiterung 36 der Sammelleitung 35 setzt sich die Geschwindigkeitszunahme wieder in Druckenergie um. Die Umwandlung von Druckenergie in Geschwindigkeitsenergie verläuft um so vollständiger, je günstiger der übergang 36 zur Leitung 35 gestaltet ist. Der bleibende Druckverlust beträgt maximal ,etwa I O °/o.
  • Bei der in Fig. 7 dargestellten Ausführungsform mündet die -das Kondensat der mit geringerem Dampfdruck arbeitenden Anlageteile führende Leitung 32 in ein Venturirohr 37 aus, an das sich die Sammelleitung 35 anschließt. In den sich konisch erweiternden Teil des Venturirohres 37 ist eine Kondensatleitung 33 der mit höherem Dampfdruck arbeitenden Anlageteile eingeführt. Die Sammelleitung 35 kann auch, wie gestrichelt gezeichnet, im Anschluß an das Venturirohr 37 zunächst ein sich konisch erweiterndes Rohr 38 bilden, um die Rückwandlung von Geschwindigkeitsenergie in Druckenergie zu begünstigen.
  • Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 sind die das Kondensat der mit geringerem Dampfdruck arbeitenden Teile der Anlage führende Leitung 32 an der Einführungsstelle der das Kondensat der mit höherem Dampfdruck arbeitenden Anlageteile führenden Leitung 33 und ebenso die anschließende Sammelleitung 35 zylindrisch gestaltet. Die Leitung 33 bildet, mittig in der Leitung 32 verlaufend, ein Düsenrohr 39. Um die Ejektorwirkung zu begünstigen, sind an der Innenwandung des unischließenden Rohrteiles der Leitung 32 schraubengangförmig verlaufende Vertiefungen 40 oder entsprechende Rippen vorgesehen, ähnlich den Zügen und Feldern eines Gewehrlaufes.
  • In Fig. g ist dieAusgestaltung der Vereinigungsstelle der Kondensatleitungen32, 33 nachArt eines Dampfstrahlapparates veranschaulicht. DieLeitung 32 des Dampf-Kondensat-Gemisches der mit geringerem Dampfdruck arbeitenden Anlageteile mündet innerhalb eines Gehäuses 41 in eine Düse 42 aus; innerhalb des Gehäuses 44 in welches die Kondensatableitung 33 der mit höherem Dampfdruck arbeitenden Teile der Anlage einmündet, fließt das Dampf-Kondensat-Gemisch der Leitung 32 auf eine kurze Strecke frei, um alsdann in eine Auffangdüse43 einzutreten, an die sichdieKondensatsammelleitung 35 anschließt. Auf der kurzen freien Strecke reißt das Dampf-Kondensat-Gemisch der Leitung 32 das Kondensat der Leitung 33 mit.
  • Bei der in _Fig. io veranschaulichten Ausführungsform strömt das Kondensat der mit geringerem Dampfdruck arbeitenden Anlageteile durch die Leitung 44, die einen kleineren Querschnitt besitzt als die Leitung 45, durch die das Kondensat der mit höherem Dampfdruck arbeitenden Anlageteile strömt. Die Leitung 44 ist in die Leitung 45 hineingeführt und mündet in dieser in ein in ihr mittig angeordnetes, düsenförmig gestaltetes Rohr 46 aus: An die Leitung 45 schließt sich die Köndensatsammelleitung 47 an. Um die Strömungsverhältnisse zu begünstigen, sind auf der Innenwandung des düsenförmigen Endes 46 der Leitung 44 schraubenförmige Vertiefungen oder Rippen 48 vorgesehen.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kondensatableitungsanlage für eine Mehrzahl von Dampfverbrauchern und gegebenenfalls auch Dampfleitungen, deren Kondensatableitungen von denDampfverbrauchern zu einem gemeinsamen, tiefliegenden Kondensatsammelbehälter führen, in den das Kondensat über in den Behälter ragende Rohrstutzen einströmt und aus dem das angesammelte Kondensat durch einen tiefer als die Einlaßstutzen in den Behälter hineinragenden Auslaßstutzen durch den Druck innerhalb der Anlage zu einem höher liegenden gemeinsamen Kondensatableiter gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensatableitungen der auf gleicher Höhe angeordneten Dampfverbraucher (i bzw. 2, 3) in je einem vorzugsweise als Kondensatheber wirkenden Kondensatsammelbehälter (9, 11) zusammengefaßt sind und die von den Kondensatsammelbehältern ausgehenden Leitungen (7, 8, 17, 18) zu einer Sammelleitung (i9) vereinigt sind, die über einen Kondensatableiter (22) und ein Rückschlagventil (23) in einen weiteren, zur Hebung des Kondensats in einen Speisewasserbehälter dienenden Sammler (25) mündet.
  2. 2. Kondensatableitungsanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen der Kondensateinlaßrohre (i2) und der in die Sammelbehälter (9, 1i) bzw. in den Sammler (25) hineinragenden Einlaßstutzen (26) so tief angeordnet sind, daß im oberenTeil der Sammelbehälter bzw. des Sammlers ein nach oben abgeschlossener Dampf- bzw. Luftraum entsteht, dessen Größe mindestens 1/4, vorzugsweise 1/s bis 1/2 des Behälterinhaltes beträgt.
  3. 3. Kondensatableitungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnungen der Kondensatauslaßstutzen (i3, 28) in den Sammelbehältern (9, 11) bzw. in dem Sammler (25) dicht unter oder in Höhe der Öffnungen der Einlaßrohre angeordnet sind.
  4. 4. Kondensatableitungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei waagerechter Lage der Kondensateinlaßrohre (i2) vor ihren Öffnungen in den Sammelbehältern schräge Prallbleche (i4) angeordnet sind.
  5. 5. Kondensatableitungsanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensateinlaßstutzen (26) im Sammler (25) rechtwinklig, in Richtung des Auslaßstutzens (28) weisend, abgebogen sind.
  6. 6. Kondensatableitungsanlage nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vereinigung der Kondensatleitungen (8, 18) der einzelnen, mit unterschiedlichen Dampfdrücken arbeitenden Anlageteile zur gemeinsamen Kondensatleitung (i9) in an sich bekannter Weise derart erfolgt, daß eine Leitung in die andere mittels Venturirohren, Düsen od. dgl. Einström- und Leitorganen hineingeführt ist (Fig. 6 bis io). Angezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschrift Nr. 66 930; französische Patentschrift Nr.354458; USA.-Patentschriften Nr. 1903 246, 1660 7o5.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR354458A (fr) * 1905-04-18 1905-10-06 Alton Levi French Appareil à flotteur pour régler le débit de la vapeur
CH66930A (de) * 1913-09-17 1914-10-16 Huebner & Mayer Neuerung an mit Schwimmer arbeitenden Dampfwasserableitern
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