DE93172C - - Google Patents

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DE93172C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H16/00Marine propulsion by muscle power
    • B63H16/04Oars; Sculls; Paddles; Poles

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Buckles (AREA)
  • Passenger Equipment (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bootsriemen.
Der Nachtheil der gegenwärtig im Gebrauch befindlichen Riemen mit vollem Holmquerschnitt besteht darin, dafs der Holm bei Durchzug des Riemens eine ganz bedeutende Durchbiegung erfährt, die verlorene Kraft bedeutet, und welche mit der öfteren Benutzung des Riemens progressiv gröfser wird, bis der Riemen schliefslich, oft schon bei geringerer .Belastung und am häufigsten dicht hinter dem Dollen, dem Stützpunkt des als Krafthebel anzusehenden Riemens, bricht.
Bekanntlich ist nämlich die Widerstandsfähigkeit des Holzes auf Durchbiegung nur gering, welcher Umstand sich besonders gut an einem Riemen beobachten läfst, denn nach öfterem Gebrauch wird ein solcher von vollem Querschnitt sehr bald Querrisse zeigen, welche sich vom Rücken desselben genau rechtwinklig bis zu seiner neutralen Achse hinziehen. Hingegen wird die Vorderkante eines Riemens, an welchem die Holzfaser auf Zug beansprucht wird, von jeglicher üblen Einwirkung der Belastung frei bleiben, da die Holzfaser auf Zug eine bedeutend gröfsere Beanspruchung zuläfst.
Durch die gemachten Beobachtungen sind die Erfinder zu der in der beiliegenden Zeichnung näher veranschaulichten Construction geführt worden.
Fig. ι läfst eine Unteransicht erkennen,
Fig. 2 hingegen eine Seitenansicht, die
Fig. 3 bis 5 sind einzelne behufs besseren Verständnisses dargestellte Details.
Bei der vorliegenden Construction wird der Holm des Riemens in zwei flache verhältnifsmäfsig dünne Schienen 5 5' getheilt (Fig. 2), von denen die obere gewölbte S in ihrem ganzen Querschnitt gleichmäfsig auf Zug und die hintere gerade Schiene S1 auf ihrem ganzen Querschnitt gleichmäfsig vertheilt auf Druck beansprucht wird.
Zwischen diesen beiden Schienen ist in der Mitte ein dünner Steg S2 angeordnet (Fig. 2 und 5), dessen gröfste Höhe ziemlich an der Stelle liegt, an welcher der Riemen beim Durchzug durch den Widerstand des Wassers an den Dollen geprefst wird. Durch diesen Steg werden die beiden Schienen, welche durch Nietung mit demselben verbunden sind, in eine ständige bedeutende Spannung versetzt, welche noch dadurch unterstützt wird, dafs oben sowohl zum Theil in das Blatt reichend, wie auch am unteren Theil des Holmes je ein keilförmiges Stück K bezw. K1 eingesetzt ist (Fig. ι , 2, 3, 4 und 5). Das untere Keilstück K kann event, mit dem Steg S2 aus einem Stück bestehen (Fig. 2 und 5). An der Belederungsstelle des Riemens wird der Steg S2 auf beiden Seiten noch mit je einer starken Beilage B und B1, die entsprechend dem Druck nach den Enden zu schwächer verläuft, versehen. Diese können event, auch von vornherein mit dem Steg S'2 aus einem Stück bestehen.
Die Fig. 3 veranschaulicht durch einen Querschnitt die Lage des Riemens im Dollen.
Es lä'fst sich aus der Zeichnung unschwer erkennen, dafs trotz der geänderten Ausführungsform des Riemens gegenüber der bisher gebräuchlichen, alle Manöver, wie Drehen, Rückwärtsdrücken und Streichen, mit derselben Prä'cision ausgeführt werden können wie bisher. Als ein grofser Vortheil ist noch hervorzuheben, dafs bei der vorliegenden Construction der Riemen nicht wie bisher vom Blatt aus in seiner ganzen Länge bis zum Dollen geschoben zu werden braucht, sondern dafs er jetzt dicht vor der Belederung in den Dollen eingelegt j wird, wodurch das Riemenmaterial eine ungemeine Schonung erfährt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Bootsriemen, dadurch gekennzeichnet, dafs sein Holm aus zwei zusammenhängenden oder getrennten Schienen (S S1J gebildet wird, welche an beiden Enden durch Keilstücke (K K1J verbunden und behufs Erzeugung einer Spannung mittelst eines Steges (S2) an der Stelle der Kraftwirkung (beim Dollen) auseinandergesprengt sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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