DE926C - Direkt und doppeltwirkende Dampfpumpe ohne Schwungrad - Google Patents
Direkt und doppeltwirkende Dampfpumpe ohne SchwungradInfo
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- steam
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B23/00—Adaptations of machines or engines for special use; Combinations of engines with devices driven thereby
- F01B23/08—Adaptations for driving, or combinations with, pumps
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B9/00—Piston machines or pumps characterised by the driving or driven means to or from their working members
- F04B9/08—Piston machines or pumps characterised by the driving or driven means to or from their working members the means being fluid
- F04B9/12—Piston machines or pumps characterised by the driving or driven means to or from their working members the means being fluid the fluid being elastic, e.g. steam or air
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Description
1877.
GEBR. DECKER & CO. in CANSTATT. Direct und doppelt wirkende Dampfpumpe ohne Schwungrad.
. Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1877 ab.
Längste Dauer: 29. Juli 1884.
Die Pumpe ist direct- und doppeltwirkend ohne Schwungrad und wird in verschiedenen
Gröfsen angefertigt, sowohl zum Zwecke der Kesselspeisung, als zur Wasserhebung unter
Druckhöhe bis zu 15 Atmosphären, gleich 155 m
für Wasserquantitäten von 10 1 pro Minute bis zu 6000 1 pro Minute.
Die allgemeine Einrichtung der Maschine ist aus beiliegender Zeichnung zu ersehen.
Als neu und speciell (als Gegenstand unseres Patentes) nehmen wir die eigentümliche
Anordnung der indirecten Dampfkolbensteuerung mit Benutzung des im Cylinder vorhandenen
Dampfes vor seinem Austritte, zur Bewegung des Steuerungskolbens, in Anspruch, welche es
durch Anbringung von Dampfkanälen im Steuerungskolben und Dampfcylinder ohne Anwendung
von Ventilen, Hülfskolben, Hähnen, Schiebern oder anderen mechanischen Vorrichtungen
ermöglicht, die Pumpe, sowohl mit der kleinsten Geschwindigkeit von nur einem einfachen Hube
pro Minute, als mit der gröfsten von ca. 400 Hüben (einfachen) in regelmäfsigem Gange zu
erhalten, wodurch der Apparat besonders geeignet zur Verwendung in Localitäten wird,
welche von anderen Betriebsmaschinen oder Werkstätten entfernt oder überhaupt ohne fortwährende
Aufsicht eines Maschinisten sind, indem bei der ausnehmenden Einfachheit der Disposition, der Abwesenheit aller subtilen Bestandtheile,
wie Kurbeln, Excenter etc., welche bei gewöhnlichen Dampfpumpen fortwährend in Schmiere erhalten werden müssen, ein Derangement
der einzelnen Theile nicht leicht vorkommen kann.
Die Umsteuerung des Dampfkolbens, welche, wie oben bemerkt, als einziger Gegenstand unseres
Patentes zu betrachten ist, wird in folgender Weise bewirkt, wobei wir uns auf die
eingeschriebenen Buchstaben der beiliegenden Zeichnung beziehen.
0 0' ist der Dampfcylinder, PI" der Pumpencylinder,
Q Q1 der Steuerungscylinder.
Der Dampf tritt durch die Oeffnung g in den Dampfmantel gl und durch die seitlichen Oeffnungen
g", Schnitt CD, in den Raum E des
Steuerungskolbens S ein, von da in den'Dampfführungskanal
m m bezw. m1 mi, der vor dem
Eintritt in den Dampfcylinder ■ getheilt oder seitwärts geführt, um dem Kanal η η bezw. η 'π '
auszuweichen, dessen Zweck weiter unten angegeben ist; / und /' sind die Dampfausströmungskanäle,
welche unter sich durch den Kanal 0 verbunden sind.
Der freie Raum E des Steuerungskolbens S ist fortwährend mit frischem Dampf gefüllt; dagegen
communiciren die Räume F E1 durch die
Ausblaseöffnuug L (siehe Schnitt C U) mit der
äufseren Atmosphäre.
Der Dampfkolben K mit Pumpenkolben M und Steuerungskolben S befinden sich nun annähernd
in der durch die Zeichnung angegebenen Stellung.
Dampf- und Pumpenkolben bewegen sich in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles.
Kurz vor Beendigung des Kolbenlaufes stöfst der auf der Kolbenstange befestigte Mitnehmer a a
an den Ring b und bewegt den Steuerungskolben direct in gleicher Richtung so weit, bis
die eingedrehte Rinne c im Steuerungskolben vor die durch den Steuerungscylinder gebohrte
Oeffnung d zu stehen kommt, welche durch den Kanal η mit dem Dampfcylinderraum O in
Verbindung steht.
Der 1frische^ Dampf im Cylinder tritt nun
durch eine im Steuerungskolben vom äufseren Ende bis zu der Rinne c gebohrte Oeffnung e
in den Raum Q hinter den Steuerungskolben 5 und drückt diesen in die entgegengesetzte
Stellung -bis nahe an das äufsere Ende ζ?1 des
Steuerungscylinders, welches der Kolben jedoch gewöhnlich nicht ganz erreicht, indem von dem
kleinen Loche k1 an, welches mit der Ausblasöffnung
in Verbindung steht, bis zum Deckel des Steuerungscylinders ein Dampfkissen gebildet
wird, welches den Stofs des durch den Dampfdruck fortbewegten Steuerungskolbens aufnimmt.
Durch dieselben Oeffnungen k k' stehen die Räume des Steuerungscylinders Q
und Q' zwischen Kolben und Deckeln abwechselnd mit der äufseren Atmosphäre in Verbingung;
da jedoch der Querschnitt dieser Oeffnungen nur ca. 1J1 0 von den im Steuerungskolben angebrachten Oeffnungen e e und «'«'
ist, welche mit dem Dampfraum im Hauptzylinder abwechselnd communiciren, so behält
der aus dem Hauptcylinder hinter dem Steuerungskolben
tretende Dampf immer noch hinreichend Spannung zum Fortbewegen des Steuerungskolbens bis zu vollendetem Laufe.
Die kleineren Nuthringe i i und if P im
Steuerungskolben, welche durch je zwei kleine gebohrte Löcher // bezw. /'/' allf jeder Seite
mit dem Ausblasraum FF1 im Steuerungskolben in Verbindung stehen, haben den Zweck, den
frischen Dampf in das Ausblasrohr abzuleiten, welcher sich etwa durch Undichtheit zwischen
Steuerungskolben und Mantel vor Beendigung des Kolbenlaufes bis zu den Nuthringen c c
und clcl durchdrängen könnte und dadurch
den Steuerungskolben zur unrechten Zeit fortbewegen würde.
Nach Ankunft des äufseren Endes des Steuerungskolbens nahe der entgegengesetzten Seite Q
des Steuerungscylinderdeckels wiederholt sich das Kolbenspiel in derselben Weise, wie oben
angegeben, und der Dampfkolben mit Pumpenkolben bewegen sich in der entgegengesetzten
Richtung des Pfeiles und so fort.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
MX. "SfIt. 926. "Hasclilnenfifbrik. JEss-
ling-en in ©iltngen. — SDtrefl itnb bereit
jDtrfenbe iDatn^ftmmpe cljue ©i^iDungrab. Sßorn
4. SuIi 1877 ab.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE926T | 1877-07-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE926C true DE926C (de) |
Family
ID=70976445
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE926DA Expired - Lifetime DE926C (de) | 1877-07-03 | 1877-07-03 | Direkt und doppeltwirkende Dampfpumpe ohne Schwungrad |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE926C (de) |
-
1877
- 1877-07-03 DE DE926DA patent/DE926C/de not_active Expired - Lifetime
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