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Hydraulische Druckvorrichtung, insbesondere für Zwillings-Sohlenauflegemaschinen
Die im Patent 904 871 beschriebene Druckvorrichtung ist beispielsweise. in einer
Zwillings-Sohlenauflegemaschine verkörpert und hat einen Druckteil und ein hydraulisches
Getriebe für jede Arbeitsstelle. Nach dem Einbringen eines Werkstückes in die 2.NIaschine
an einer Arbeitsstelle und bei dem Betätigen des betreffenden Getriebes wird das
Werkstück zunächst aufwärts im Eingriff mit Widerlagern bewegt. Sodann wird nach
einer Steigerung des Vordruckes auf eine vorherbestimmte Höhe der von dem Druckteil
auszuübende Enddruck automatisch eingeleitet. Bei der Aufwärtsbewegung des Werkstückes
in Drucklage, d. h. im Eingriff mit den Widerlagern, hält der Arbeiter oft das Werkstück
mit einer Hand oder auch mit beiden Händen auf dem Druckteil eingestellt und nimmt
gegebenenfalls auch noch gewisse Verstellungsmaßnahmen vor, wenn das Merkstück zuerst
seine Drucklage erreicht, damit dasselbe beim Ausüben des Enddruckes immer wunschgemäß
eingestellt ist. Es kommt jedoch hierbei leicht vor, daß die Hand des Arbeiters
beim Einsetzen des Preßdruckes zwischen dem Werkstück und den vorerwähnten Widerlagern
eingeklemmt und verletzt wird. Es ist an sich bekannt, bei bestimmten Schuhmaschinen,
beispi-elsweise
Überholmaschinen, den Arbeitsgang so zu steuern,
daß während eines Anfangsteiles desselben die Lage des Arbeitsstückes, falls erforderlich,
korrigiert werden kann.
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Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, zur Vermeidung solcher etwaigen
Unfälle eine Sicherheitsvorrichtung vorzusehen, durch die der Enddruck eingeleitet
wird und die hierzu beide Hände des Arbeiters benötigt. Erfindungsgemäß besteht
diese Sicherheitsvorrichtung aus zwei Ventilen. Diese Ventile werden von Hand betätigt
und schalten ein Entlastungsventil aus, das den Anfangsdruck der Druckvorrichtung
begrenzt. Durch das Verschieben der vorerwähnten Ventile aus ihren Normallagen wird
nämlich ein Akkumulator ins Spiel gebracht und schließt ein Ventil, :das den Druckflüssigkeitsfluß
nach dem Entlastungsventil hin steuert. Beim Schließen dieses .Steuerventils durch
den Akkumulator wird ferner das Gehäuse des betreffenden Ventils mit der Pumpe verbunden,
so daß das Ventil dann während der -fortgesetzten Tätigkeit des Getriebes ;geschlossen
bleibt. Erfindungsgemäß ist ferner ein Ventil zwischen den Ventilen der Sicherheitsvorrichtung
und den Steuerventilen vorgesehen, wobei dieses Ventil in den. hydraulischen Systemen
der beiden Getriebe eingeschaltet ist und bei dem Betätigen eines der Getriebe so
eingestellt wird, daß nach dem Verschieben der Ventile der Sicherheitsvorrichtung
aus ihren Normallagen Druckflüssigkeit von dem Akkumulator -nach dem betreffenden
Steuerventil fließt. Die Rückkehr der Ventile der Sicherheitsvorrichtung in ihre
Ausgangs-- oder Normallagen, in denen sie den Akkumulator mit d er Pumpe verbinden,
wird durch Puffer verzögert.
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Die Zeichnung ist eine schematische Darstellung der hydraulischen
Getriebe.
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Die beiden in der Zeichnung dargestellten Getriebe 14 entsprechen
den im Hauptpatent beschriebenen Getrieben für die beiden Arbeitsstellen und bestehen
je aus einem großen Zylinder 16 und einem kleinen Zylinder 18. In dem großen Zylinder
16 jedes Getriebes 14,ist ein großer Kolben 2o und in dem kleinen Zylinder 18 ist
ein kleiner Kolben 2,2 bewegbar :gelagert. Die beiden Kolben 2o; 22 sind miteinander
verbunden, ,und jeder Kolben 2o trägt einen nicht dargestellten Bügel, in dem ein
Preßkissengehäuse gelagert -ist. Wie bekannt, werden eine Schale und ein Schuh auf
das Preßkissen in dem Gehäuse aufgesetzt und dann im Eingriff mit nicht dargestellten
Widerlagern bewegt, um das Werkstück unter Druck zu setzen.
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Die Druckflüssigkeit, beispielsweise Öl, zum Betätigen der beiden
Getriebe 14 wird von einer Pumpe 3o aus einem Behälter 28 gesaugt und je nach der
Einstellung eines trethebelgesteuerten Ventils 36 nach dem zu betätigenden Getriebe
14 gefördert. Gleichzeitig wird das Öl aus dem anderen Getriebe entleert. Das Ventil
36 kann ferner beim Abstellen der Pumpe in bekannter Weise selbsttätig in
eine Neutrallage bewegt werden, und in dieser Neutrallage des Ventils 36 werden
beide Getriebe 14 entleert. Während das Preßkissen sieh an einer Arbeitsstelle mit
dem darauf aufgesetzten Schuh aufwärts bewegt, hält der Arbeiter oft den Schuh mit
einer Hand oder auch mit beiden Händen auf dem Kissen eingestellt. Sollte nun hierbei
die Hand des Arbeiters zwischen dem Schuh und den vorerwähnten Widerlagern eingeklemmt
werden, so wird sie nicht verletzt, da die Stärke .des Öldruckes zur Zeit von einem
verstellbaren Entlastungsventil 86 dementsprechend geregelt wird. Um dann für den
Preßvorgang eine Druckerhöhung herbeizuführen, muß der Arbeiter zwei Ventile 126,
128 betätigen, und zwar benötigt dies beide Hände des Arbeiters, so daß .die Ventile
126, i28 eine Sicherheitsvorrichtung bilden. Die Ventile r26, 128 werden
durch Federn gewöhnlich :in ihren Hoch- oder Normallagen gehalten und sind zum Erleichtern
der Handbetätigung mit Schaltknöpfen versehen.
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Die hydraulischen Systeme für die beiden Getriebe 14 sind mit entsprechenden
Bezugszeichen versehen; jedoch sind die Teile des Systems für das auf der linken
Seite -der Zeichnung dargestellte Getriebe mit einem Unterscheidungsindex (z. B.
86') versehen. Bei der in der Zeichnung dargestellten Einstellung des Ventils 36
fließt Öl zunächst durch Leitungen 72, 74, 76, durch das Ventil 36 und durch
Leitungen 78, 8o, 82 nach dem Zylinder 18, um die Kolben 2o,:22 unter der Steuerung
des Entlastungsventils 86 aufwärts zu bewegen. Das Ventil 86 ist durch eine Leitung
98 mit einem Ventilgehäuse ioo verbunden. Eine Feder 104 in dem Gehäuse ioo hält
ein Drucksteuerventil zog zur Zeit geöffnet, so daß Öl von der Leitung 82 her durch
eine Ringkammer des Ventils io2 und durch die Leitung 98 nach dem Entlastungsventil
86 fließen kann. Wenn sich das Entlastungsventil beim Erreichen eines. bestimmten,
begrenzten Druckes öffnet, fließt das Öl durch eine Leitung 96 nach dem Behälter
28 zurück.
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Die Leitung 82 ist ferner mit einem Ende eines Ventilgehäuses io8
verbunden, in dem ein Venti.l.-kalben iio ver:schiebb:ar ist. Beim Betätigen des
rechten Getriebes 14 nimmt das Ventil iio die in der Zeichnung dargestellte Lage
ein. Das- andere Ende des Ventilgehäuses, io8 ist durch Leitungen 78', 8ö mit dem
Ventil 36 verbunden. Öl wird somit, wenn das eine Ende des Ventils i i o
unter Druck steht, aus dem anderen Ende des Gehäuses io8 entleert und fließt nach
dem Ventil 36 und dann, je nach der Einsfelllung des Ventils iio, von dem Ventäl
36 durch eine Leitung i 12 oder 114 nach dem Ölbehälter zurück.
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Zum Betätige n ,dies. Ventils, io2 oder io.2 ist ein Druckflüsisiigkeiits@akkunvntl.ator
116 vorgesehen. Der Akkumulator ibesteht aus einem Zylinder, in, dem ein Kolben
118 durch eiirre Feder i2o aufwärts bewegt wird. In der Hochliage der Ventilie 126,
128 wird das Oberende des Akkumulators, auf folgende Weise mit Öl gespeist. Öl fließt
von der Leitung 72 durch ein. Rücikschlagventil 134 Bund eine Leitung 36 nach dem
Ventil 126 und von dem. Ventil 126 her durch eine Leistung 138, das Ventil
128 und eine Leitung i4o ih das Oberende des Aldzumulators 116. Das Oberlende des
Akkumulators ist
ferner durch eine Leitung 142 mit dem FltiS,Sigkeitsbehätiter
verbunden, und bei dem Einfließen. ides Öls in den Akkumulator wird Irgendwelche
Luft, die sich gegebenenfalls in dem Akln:mulator verfangen hat, durch die Leitung
142 nach dem Behälter 28 gefördert. Eine Verengung 144 in der Leitung 14a verhindert,
daß beim Betätigen des Ventils 102 oder 102' durch Aufwärtsbewegung des Kolbens
118 eine Verminderung des Öldruckes durch Ausfließen durch die Leitung 142 eintritt.
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Durch Herabdrücken der Ventile 126, 128 in ihren Gehäusen wird. die
Leitunig 138 versperrt, und Leitungen 146, 148 werden geöffnet. Der Akkumu: lator
wird nun. ins Spiel gebracht, indem: der Koilbei 118 unter dem Druck der Fediem
116 sich. aufwärts bewegt und das. Öl in dem Oberende des AkkumulatoTs durch die
Leitung 14o, das Ventil 128, die Leitung 146., das Ventil 126 und die I-eituing
148 nach dem, Ventiil i io fördert. Von. dem Ventil iio aus fließt das Ö1:. durch
eine Leitung i50 und dann durch ein Loch 151 und einen Durchfluß 152 des, Ventils
tot in idas Hinke Ende des Ventilgehäuses ioo ein. Hierdurch wird diasi Ventil.
102 gegen den Druck seiner Feder 104 nach rechts verschoben, so daß Öl auch von
der Leitung i06 her .durch eine Leitung 153 in .das linke Ende des Ventilgehäuses
ioo ennflileßen und dass Ventil völlig schließen kann. Das! Ventil 102 verbleibt
rin Schließlage, bis das, entsprechende Getriebe 14 .ausigeschaltet wird. Ein Einsickern
von Öl in das, linke Ende des Ventilgehäuises ioo von der Leitung i06 her und ein
daraus. erwiachsendes vorzeitiges, SchIießen des Ventils tot wird dadurch verhindert,
daß der Durchfluß 152 mittels eines Durchiflusses 155 mit einer Leitung 157 verbunden
ist, durch dile irgendwelches vor leim. Öffnen des, Ventilis i02 in das linke Ende
des Gehäuses ioo leinfließendes Öl mach dem BehälteT 28 zurückfließen kann.
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Das Oberende des Akkumulators enthält nur immer genug Druckflüssigkeit,
uni je eineis der Ventile 102 oder 1027 ztu verschieben. Es muß infolgedessen, wenn
immer das andere Getriebe, 14 durch Forts.cha.lten des Ventilfis 36 mit der Pumpe
verbunden wird, zwecks Speisens das Oberende des Akkumulators, mit der Pumpe verbunden.
werden, ehe das entsprechende. Ventil 102 oder 102' geschlossen werden kann. Andernfalls
würde der von dem Getriebe 14 ausgeübte Druck niemals dien. von dien Entlastungsventil,
86' besti,mmiten Druck überschreiten. Zum Speisen des Akkumulators 116 müssen jedoch,
wie schon erwähnt, beide Vedtile 126, 128 ihre Normallage ennehmen.
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Mit der Leitung 72 ist ein Druckregulierventil 154 verbunden, das
den Maximaldruck ins der Leitung 72 und somit diie Höhe des Vordruckes bestimmt.
Dass Ventil 154 öffnet bei dem Erreichen eines vorherbestimmten Druckes In dem Zylinder
18 Leistungen 160i, 162. Wie vom. Hauptpatent bekannt, ist in: dem Zylinder 18 jedes
Getriebes 14 ein Ventil 166 vorgesehen, das, abwärts, ge ch'obeni wird, wenn der
Öldruck i@n dem Uniterende d les, Zyliniders 18 eine voriherbesitirumte Höhe erreiicht,
und. dann, drein '-großen Zylinder 16 mit der Leistung 162, bzw,. der Pumpe verbindet.
Nunmehr übt das hydraulische Getriebe 14 seinen, Eniddiruick aus., wobei die Höhe
des Enddriuckes; wie nm Hauptpatent beschrieben, von einem Ventil 17-8 bestimmt
wird:.
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Die Ventile 126, 128 müssen notwend.ikerweise die Leitungen 146, 148
lange genug geöffnet halten, um das erwünschte Schließens des Ventils, 1o2 oder
io2 herbeiizufü Iren. Sohlte der Arbeiter die beiden Ventile vorzeitig freigeben,
so wird ihre Rückkehr in ihre Hochlagen auf folgende Weise verzögert, Mist jedem
Ventiil 1'26, 128 wirkt. eine: Kammer- 186 zusammen. Die Kammern 186 sind durch
Leitungen 188, 19o mit dem Ölbehälter und durch Ventile 192 mit den Gehäusen, der
Ventile 126., 12'8 verbunden:, wobei, jedes Ventil 192 einen kleinen Duirchluß hat,
durch dein Öl jederzeit fließen: kann. Bei der Abwärtsbewegung der Ventile 126,
128 werden die Ventile 192 gegen den Druck von Feldern geöffnet. Sie werden beim
Beenden. dieser Abwärtsbewegung :sofort .geischl;osisen. Bei, ihrer Aufwärts bewegurig
saugen ,die Ventile 126, 128 dann Öl aus den Kammern 186, so d aß die' Ventile
i92 als Puffer wirken und die Auf wärtsibeiwegung der Ventile, verzögern. Das Unterende
des Akkumulutorsi i 16 ,ist elbenfalls. mit der Leitung i90 und infolgedessen mit
dem Ölbehälter verbunden, und zwar durch eine Leitung 196.