DE92452C - - Google Patents

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DE92452C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B68SADDLERY; UPHOLSTERY
    • B68FMAKING ARTICLES FROM LEATHER, CANVAS, OR THE LIKE
    • B68F1/00Making articles from leather, canvas, or the like

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine, mittelst welcher aus vorher gespaltenen oder geschlitzten Lederstücken nahtlose Schlaufen hergestellt werden. Die Werkstücke werden dabei einem Trichter entnommen, zu rechteckigen Schlaufen ausgeweitet und in dieser Form geprefst, so dafs sie dieselbe bleibend behalten. Die derart hergestellten Schlaufen sind insbesondere für Pferdegeschirre und ähnliches Riemzeug bestimmt.
Die beiliegenden Zeichnungen stellen in Fig. 1 die Maschine in Oberansicht dar, die Fig. ia, ib und ic zeigen Theile der Maschine. Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt durch dieselbe, Fig. 3 ein Querschnitt durch die Prefsvorrichtung, Fig. 4 eine Seitenansicht der letzteren. Fig. 5 veranschaulicht die auf die Prefsstempel wirkende Nuthenscheibe, und die Fig. 6 bis 11 zeigen verschiedene Sonderansichten des Zuführtrichters der zum Aufschieben der Werkstücke auf das Formholz dienenden und anderer Vorrichtungen.
Die gespaltenen oder geschlitzten Lederstücke werden in einem Trichter α aufgeschichtet, indem das unterste auf einer Platte b so aufruht, dafs sein Schlitz in der Ebene des keilförmig endenden Formholzes zu stehen kommt. Geht letzteres vorwärts, so tritt es in den Spalt ein und das Lederstück wird dadurch erweitert und auf den rechteckigen Theil c des Formholzes aufgeschoben, indem die unter Federdruck stehenden Stofsplatten de, zwischen welchen die Schneide des Formholzes eindringt, auf das Werkstück wirken. Die Platten bleiben bei ihrer Verschiebung in Berührung mit den Rändern des sich erweiternden Lederstückes, und wenn das Formholz seine Bewegung beendet hat, steckt die Schlaufe vollständig auf dem rechteckigen Theil desselben. Die Tragplatte b ist an unter Federdruck stehenden Stangen drehbar und kann daher beim Vorgehen des Formholzes nach unten ausweichen. Bei dieser Bewegung werden die Seitenränder des Lederstückes dem Druck der Platten f (Fig. 7 bis 9) ausgesetzt, welche im Rahmen g gehalten sind, und es werden demnach alle Theile des Schlaufenstückes auf dem vorrückenden Formholz einer Pressung unterworfen. Im Rahmen g ist eine Oerfnung h vorgesehen, durch welche das Form'holz hindurchgehen kann.
Das untere Trichterende hat eine Oeffhung i mit nach innen vorstehenden Rändern ix (Fig. 1 o), welche die Kanten der Schlaufe halten, so lange dieselbe flach ist; sobald aber diese Schlaufe erweitert wird, werden die Kanten innerhalb der Ränder zx hineingezogen, und wenn dann das Formholz zurückgeht, um das Lederstück aus dem Trichter herauszuziehen, können daher die Enden der Schlaufe frei zwischen den genannten Rändern hindurchgehen, ohne an dieselben anzustofsen.
Eine Anzahl solcher Formhölzer ist an einem Rad j befestigt, das innere und äufsere concentrische Ringe jx besitzt und ruckweise durch einen schwingenden Hebel k bewegt wird, der seine Drehachse in der Welle / hat und eine federnde Klinke kx besitzt, die mit Zähnen oder Erhöhungen eines Ringstückes m in Ein-
griff kommt, welches an der Unterseite des Rades (Fig. 2) angeschraubt ist. Der Hebel k wird hierbei dadurch in Schwingung versetzt, dafs eine Laufwelle auf dem Stift ρ dieses Hebels in einer Umfangsnuth der Curvenscheibe m geführt wird.
Bei seiner jedesmaligen Weiterdrehung bringt das Rad eines der Formhölzer vor den Trichter und die federnden Stofsplatten, worauf das Rad in dieser Stellung durch eine Feder q fixirt wird, die durch ein Lager r am Maschinenbett hindurchtritt.
Das in seine Stellung vor dem Trichter sich ,bewegende Formholz bringt die in seinem Kopf t befindliche Ringnuth s in Eingriff mit einem Stift des Gleitstückes ix und letzteres wird dann in den Führungen u gegen den Trichter geschoben, wodurch das Formholz in die Lederschlaufe und zwischen die Stofsplatten hineingestofsen, dagegen beim Rückgang dieses Gleitstückes zurückgezogen wird. Letzteres wird von einem an der schwingenden Welle w sitzenden Hebel ν durch eine auf der Hauptwelle sitzende Daumenscheibe unter Vermittelung des Armes y und des Schiebers y* bewegt und kommt der Reihe nach mit den einzelnen Formhölzern in Eingriff, wenn diese bei der ruckweisen Drehung des Rades j herumgeführt werden.
Wie Fig. 11 zeigt, ist der Arm y mit der schwingenden Welle durch eine Feder a1 verbunden, die einerseits an diesem Arm, andererseits an einem Stift b1 des auf der Welle festgekeilten Bundes c1 befestigt ist, so dafs beim Anstofsen des Formholzes an irgend ein Hindernifs der Arm y nachgeben kann und daher eine unnöthige Beanspruchung oder Beschädigung der Theile verhindert wird.
Bei der dargestellten Ausführung sind acht Formhölzer vorhanden, welche, wenn sie eine Vierteldrehung nach links mit Bezug auf den Trichter gemacht haben, mit einem zweiten Gleitstück t1 (wie in Fig. ib gezeigt) in Eingriff kommen, das sich in einer Gleitbahn des Maschinenbettes bewegt und durch einen um den Zapfen dl drehbaren Hebel bethätigt wird, welcher durch die in Fig. 1 punktirt gezeichnete Nuthenscheibe in Schwingung versetzt wird. Der Drehzapfen d1 ist in einem Schlitz im Maschinenbett verstellbar, so dafs die Schwingung des Hebels und die Bewegung des Formholzes geändert werden kann; sobald letzteres sammt der aufgeschobenen Schlaufe auswärts bewegt wird, tritt es in die Presse/1 ein und bringt die Schlaufe zwischen die beiden Paare von Preis- und Formstempeln g1 h1 (Fig. 3 und 4). Von diesen Stempeln erfassen die gröfseren (g1) das Werkstück zuerst und pressen die obere und untere Seite desselben auf das Formholz; haben diese Stempel ihre innere Grenzstellung erreicht, so bewegen sich die kleineren Stempel hl gegen einander, treten zwischen die Stempel gl ein und drücken hierbei auf die Ränder oder Enden des Schlaufenstückes; letzteres wird dadurch von allen Seiten an das Formholz angeprefst, um die Gestalt ^x (Fig. 4) zu erhalten.
Die Stempel werden durch Stellschrauben in den Schiebern z1 festgehalten, welch letztere in Führungen des Prefsgestelles beweglich sind und durch Hebel j1 verstellt werden, die mit seitlichen Zapfen in Vertiefungen der Schieber eingelegt sind. Die anderen Hebelarme tragen mittelst der Schrauben Z1 einstellbare Klötze k1 mit Zapfen m\ auf welchen Rollen stecken, die in Schlitzöffnungen nl einer schwingenden Scheibe o1 Führung haben (Fig. 3 und 5). Diese Scheibe ist auf der Welle ρ festgekeilt, welche von einer Curvenscheibe s1 mittelst des Lenkers r1 und Armes ^1 in Schwingung versetzt wird und dadurch die Stempel gegen und aus einander bewegt (Fig. 1). Je nach der Einstellung der Klötze an den Hebeln ist der Hub der Stempel ein gröfserer oder kleinerer.
Nach dem Pressen in dieser Presse gelangt die Schlaufe durch die ruckweise Bewegung des Rades j nach einer halben Umdrehung desselben vor ein Gleitstück t", welches in 'gleicher Weise wie das Gleitstück t' bewegt wird und die Schlaufe in eine zweite gleichartige Presse führt, in der die Fertigpressung des Werkstückes am Formholz erfolgt.
Sowie das Formholz bis zu dieser Stelle vorgerückt ist, wird eine auf derselben steckende Ausstofshülse v' durch den Kopf t vorwärts bewegt; hierbei geht die abgeschrägte Nase ψ] derselben unter dem gleichfalls abgeschrägten Ende des federnden Auslösestiftes χ' (Fig. ia) weg und drückt denselben zurück. Beim Rückgang des Formholzes kommen die flachen Seiten des Stiftes und der Nase an einander zu liegen, die Ausstofshülse wird daher zurückgehalten und festgestellt, während das Formholz allein zurückgezogen und daher die Schlaufe abgestreift wird. Bei der nächstfolgenden Drehung wird die Hülse vom Auslösestifte wegbewegt und wird schliefslich, sobald sie vor den Trichter gelangt, auf dem in letzteren eintretenden Formholz zurückgeschoben, da sie durch den Trichter an der Vorbewegung verhindert ist.
Zwischen den beiden Arbeitsstellungen wird das Formholz an einer Längsbewegung durch eine Rippe cP (Fig. 2) des an der Achse / befestigten Ringes b'2 gehindert, welche Rippe in Nuthen der Formholzköpfe eintritt; an denjenigen Stellen dagegen, wo das Formholz radial bewegt werden mufs, ist die Rippe (wie in Fig. 2 bei c2) weggeschnitten.
Es wird somit bei dieser Maschine ein Theil, nämlich das Formholz sammt den Stempeln,

Claims (1)

  1. um die Achse / herumbewegt und dann der Länge nach zwischen die Stempel eingeschoben. Selbstverständlich kann die Presse, anstatt an einem bestimmten Platze fest angeordnet zu sein, auch beweglich und unabhängig von dem Träger sein.
    Der in seine Stellung zurückgehende und für eine weitere Zuführung bereite, schwingende Hebel giebt den Ansatz frei, der das Führungsrad in seiner Stellung festhält. Zu dem Zwecke, besitzt der Hebel einen schrägen Finger, a?2, der an dem Ansatz angreift und denselben zurückstöfst, während gleichzeitig die federnde Klinke mit dem nächsten Zahn in Eingriff kommt.
    In die Nuth des Stempels ist ein Ring c2 eingesetzt, welcher entfernt oder durch einen Ring von anderen Dimensionen ersetzt werden kann; die Vorrichtung ist demnach für verschiedene Schlaufengröfsen bezw.. Formholzstärken einzustellen und die Stempel sind dementsprechend kleiner oder gröfser gehalten, während die Stempel ausgewechselt werden können, um sie leichter der Gröfse der zu pressenden Schlaufe anpassen zu können. In den Fig. 8 und 9 sind Stofsplatten in zwei verschiedenen Gröfsen dargestellt, welche dazu dienen, Schlaufen von verschiedener Gröfse auf den Formhölzern festhalten zu können. Für kleinere Schlaufen werden die kleinen Platten f nach innen hin verstellbar gemacht (Fig. 9).
    Pate ν τ-Ansprüche:
    ι . Eine Maschine zur Herstellung von Schlaufen aus geschlitzten Lederstücken, gekennzeichnet durch ein dem lichten Querschnitt der fertigen Schlaufe entsprechend profüirtes zugeschärftes Formholz c, welches vermittelst eines Gleitstückes tx in seiner Längsrichtung verschiebbar ist und beim Vorschub in das unterste der in einem Trichter α geschichteten Lederstücke eindringt, wodurch dasselbe erweitert und durch die federnden Stofsplatten d e, zwischen welchen das Formholz eintritt, auf letzteres geschoben und dabei dem Druck von auf die Ränder wirkenden Platten f ausgesetzt wird, worauf das Formholz das in Schlaufenform gebrachte Lederstück in die Presse f1 einführt, in welcher die Seitenflächen der Schlaufe durch paarweise nach einander zur Wirkung kommende Stempel g1 h1 geprefst werden, und die geprefste Schlaufe durch eine auf dem Formholz verschiebbare Ausstofshülse v1 abgestreift wird.
    Eine Ausführungsform der unter 1. genannten Maschine, bei welcher eine Anzahl Formhölzer c in ihrer Achsenrichtung verschiebbar radial an einem Zuführrade j angeordnet sind, welches eine ruckweise Drehbewegung macht und die Formhölzer nach einander vor den Trichter α zwecks Entnahme eines Lederstückes und vor zwei Pressen f1 bringt, von welchen die zweite das Fertigpressen der Schlaufe besorgt, wobei der Vorschub jedes Formholzes in diesen drei Stellungen durch eines der- Gleitstücke tx t' t" und die Feststellung desselben während der Drehung des Rades durch einen Flantsch a2 des am Rade angebrachten Ringes W1 bewirkt wird.
    Bei der unter 1. genannten Maschine eine auf dem Formholz angeordnete Ausstofshülse v1, welche zwecks Abstreifens der Schlaufe durch den vermittelst des Gleitstückes t" vorgeschobenen Formholzkopf t verschoben wird und beim Rückgang des Formholzes durch den federnden Auslösestift x1 zurückgehalten wird, beim nachfolgenden Eintreten des Formholzes in den Trichter α dagegen an diesen anstöfst und in seine ursprüngliche Stellung zurückgeschoben wird.
    Bei der unter 1. genannten Maschine die Anordnung der mit einwärts vorstehenden Flantschen zx versehenen Oeffnung i ein Trichter a, zum Zweck, die Ränder des Lederstückes zu halten, so lange dasselbe flach ist, dagegen beim Rückgang des Formstückes das auf dasselbe aufgeschobene und hierbei mit seinen .Rändern zwischen diese Flantschen z'x hineingezogene Lederstück durchzulassen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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