DE9212C - Zerlegbare und zusammenlegbare Laterne mit Ventilation - Google Patents
Zerlegbare und zusammenlegbare Laterne mit VentilationInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F21—LIGHTING
- F21L—LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF, BEING PORTABLE OR SPECIALLY ADAPTED FOR TRANSPORTATION
- F21L21/00—Non-electric pocket lamps, e.g. lamps producing sparks
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Arrangement Of Elements, Cooling, Sealing, Or The Like Of Lighting Devices (AREA)
- Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)
Description
1879.
Klasse 4.
JOSEF HEYDT in GRAZ. Zerlegbare und zusammenlegbare Laterne mit Ventilation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 23. August 1879 ab.
Die Laterne hat die gewöhnliche vierseitige Form der Hand- oder Traglaternen.
Von den gewöhnlichen Laternen dieser Gattung unterscheidet sie sich durch die Möglichkeit
der Ventilation und der leichten Zerlegbarkeit in ihre einzelnen Theile.
Fig. ι zeigt die Laterne in zusammengelegtem Zustande.
Fig. 2 ist die Ansicht einer aufgestellten Laterne.
Fig. 3 ist ein Schnitt senkrecht zur Längenaxe der Fig. 1 und zeigt die Lagerung der einzelnen
Bestandteile in zusammengelegtem Zustande.
Fig. 4 und 5 zeigen den Laternenträger, mittelst dessen die Laterne für den Gebrauch marschirender
Soldaten auf dem Gewehrlaufe befestigt werden kann.
Fig. 6 zeigt den untern Verschlufs der Laterne.
Fig. 7 stellt den Kerzenhalter dar.
Fig. 8 und 9 die beiden Ventilationsklappen, erstere mit den zwei Schlitzen für das Höheroder
Tieferstellen derselben.
In diesen Figuren bezeichnen:
α das Schubstück mit den Handhaben b und
der Befestigungshülse c,
d die Hülse zur Aufbewahrung der Kerzen,
e den Kerzenhalter mit Zapfen/ zur Befestigung desselben an dem untern Verschlüsse,
g und A die Ventilirklappen, i und k den
obern und untern Verschlufs, / die linke Seitenwand,
m die vordere Wand, η die rechte und 0 die
Rückenwand (aus Metall),
p ist eine lange Falze zur Befestigung der vordem Seitenwand, q die Kerze in dem
Halter e,
r sind die obern Handhaben, j· und t die
kleinen Verschlufsklappen zur Befestigung des obern und untern Verschlusses.
i, 2, 3 u. s. w. sind Stifte, durch deren Herausziehen
die Laterne in ihre einzelnen Theile zerlegt werden kann.
Zum Aufstellen der Laterne aus der zusammengelegten Form dienen folgende Handgriffe:
Man nimmt die Laterne in die linke Hand und zwar so, dafs die Handhaben b nach oben
und die Kerzenhülse d nach links zu stehen kommt,- erfafst die Handhaben mit der rechten
Hand und zieht den Schieber α herab. Hierauf legt man den untern und obern Verschlufs
k und i zurück und stellt die rechte Seitenwand 11 auf. Dann erfafst man die noch
liegende linke Seitenwand / bei den kleinen Verschlufsklappen s und t, stellt diese auf, hebt
dann auch die vordere, um das Scharnier 11 drehbare Wand m auf und schiebt sie in die
lange Falze / der rechten Seitenwand η. Hierauf
werden der obere und untere Verschlufs durch die Klappen .5· und / über den noch
offenen Flächen befestigt. Die Kerze wird hierauf mit ihrem Halter aus der Hülse d gezogen,
angezündet, durch das Loch des untern Verschlusses eingeschoben und mittelst des Zapfens
/ festgemacht.
Endlich werden noch die Ventilklappen g und h aufgestellt und der Schieber α über die
Rückwand ο hinaufgeschoben.
Das Zerlegen der Laterne geschieht in entgegengesetzter Reihenfolge und hat folgende
Handgriffe:
1. Schliefsen der Ventilklappen g und h und
Herabziehen des Schiebers a;
2. das Herausnehmen der Kerze sammt Kerzenhalter und Unterbringen in der Hülse d;
3. Oeffhen des obern und untern Verschlusses i
und k, Herausheben der Vorderwand m aus der langen Falze /;
4. Zusammenfalten und Niederlegen der vordem und linken Seitenwand, Niederlegen der
kleinen Klappen s und /;
5. Niederlegen der rechten Seitenwand η, dann des obern und untern Verschlusses i
und k;
6. Hinaufschieben des Schiebers α und Umlegen der beiden Handhaben.
Nach zwei- bis dreimaliger Uebung kann man das Aufstellen und Zusammenlegen leicht binnen
zwanzig Secunden bewerkstelligen.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich, geschieht die Ventilation sehr leicht und zwar: Bei vollkommener
Windstille kann man die Ventilklappen oder selbst den ganzen obern Verschlufs umlegen. Bei schwachem Luftzug stellt
man bei geschlossenem obern Verschlufs die Ventilklappen auf. Bei Sturm oder starkem
Regen schliefst man letztere bis zu dem untersten Schlitz oder legt beide soweit es nöthig
ist nieder.
Ist die Kerze zu lang, so läfst man sie unten
hervorstehen und schiebt sie immer nach, damit die Flamme im Brennpunkt des Hohlspiegels
steht, was zu erproben ist. Da das Anzünden bei Sturm und Regen sehr schwierig ist, steckt
man die Kerze früher ein, schiebt nach vorheriger Oeffnung des obern Verschlusses das
eine oder andere Glas in die Höhe und zündet an. Zur gröfseren Vorsicht bedeckt man die
obere Oeffnung mit dem Schieber.
Durch die Ventilationsfähigkeit kann jede Stearinkerze dünnerer Form verwendet werden.
Claims (3)
1. Die Art der Bildung und Zusammenlegung der Seiten- und Vorderwände, sowie des
obern und untern Abschlusses, wodurch der ganzen Laterne die nothwendige Stabilität
gegeben wird.
2. Die Ventilationsvorrichtung mittelst des obern Verschlusses und der beiden Ventilirklappen.
3. Die Verwendung des Schiebers im zusammengelegten Zustande als Abschlufs, im aufgestellten,
wenn über die Rückwand hinaufgeschoben, als Mittel, um die Laterne mittelst der Handhaben in der Hand oder
mittelst der Befestigungshülse und dem Laternenträger oben am Gewehrlaufe tragen zu
können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9212C true DE9212C (de) |
Family
ID=286599
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT9212D Active DE9212C (de) | Zerlegbare und zusammenlegbare Laterne mit Ventilation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9212C (de) |
-
0
- DE DENDAT9212D patent/DE9212C/de active Active
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