DE920784C - Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen, Filmen, Impraegnierungen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen, Filmen, Impraegnierungen u. dgl.

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DE920784C
DE920784C DEF2876D DEF0002876D DE920784C DE 920784 C DE920784 C DE 920784C DE F2876 D DEF2876 D DE F2876D DE F0002876 D DEF0002876 D DE F0002876D DE 920784 C DE920784 C DE 920784C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drying
formaldehyde
coatings
production
impregnations
Prior art date
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Expired
Application number
DEF2876D
Other languages
English (en)
Inventor
Herbert Dr Gensel
Heinz Roehling
Richard Dr Wegler
Oskar Weigel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L61/34Condensation polymers of aldehydes or ketones with monomers covered by at least two of the groups C08L61/04, C08L61/18 and C08L61/20
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L61/00Compositions of condensation polymers of aldehydes or ketones; Compositions of derivatives of such polymers
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M15/00Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment
    • D06M15/19Treating fibres, threads, yarns, fabrics, or fibrous goods made from such materials, with macromolecular compounds; Such treatment combined with mechanical treatment with synthetic macromolecular compounds
    • D06M15/37Macromolecular compounds obtained otherwise than by reactions only involving carbon-to-carbon unsaturated bonds
    • D06M15/39Aldehyde resins; Ketone resins; Polyacetals

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Überzügen, Filmen, Imprägnierungen u. dgl. Es wurde die überraschende Beobachtung gemacht, daß flüssige bzw. halbfeste, an sich nicht hartbare Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit unsubstituierten Aromaten-und/oder alkylierten Aromaten und/oder Alkylaryläthern und/oder alkylierten Phenolen bei Zugabe von Sikkativen sich wie trocknende öle verhalten. Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Überzügen, Filmen, Imprägnierungen u. dgl. durch Aufbringen derartiger Stoffe auf Unterlagen unter Zugabe von Sikkativen, wobei man die so erhaltenen Überzüge oder Imprägnierungen bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur trocknen läßt. Die genannten Kondensationsprodukte sollen hierbei die wesentlichen trocknenden Bestandteile ausmachen. Dies bedeutet, daß andere trocknende Bestandteile, wie z. B. Leinöl, wenn überhaupt, nur in untergeordneten Mengen zugegen sein sollen.
  • Die erfindungsgemäß benutzten Kondensationsprodukte sind größtenteils an sich bekannt. Sie werden durchweg durch Erhitzen der Ausgangsmaterialien mit Formaldehyd in Gegenwart von Säuren hergestellt. Um die Kondensation auf der Stufe eines Öls oder halbfesten Produktes festzuhalten, müssen die Bedingungen der Temperatur, der Reaktionsdauer und der Menge an Säuren jeweils auf die einzelnen Ausgangsmaterialien abgestimmt werden. Unter halbfesten Harzen werden solche verstanden, deren Erweichungspunkt unter etwa 6o° liegt.
  • Alle Kondensationsprodukte der erwähnten Typen können sowohl als solche als auch im Gemisch mit anderen Lack- und Filmbildnern für alle die Zwecke benutzt werden, denen natürliche trocknende Öle zugänglich sind. Sie trocknen bei Zusatz von Sikkativen bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur innerhalb weniger Stunden zu staubfreien Überzügen auf. Besonders vorteilhaft sind diejenigen Kondensate, für deren Herstellung als Ausgangsmaterialien teilweise alkylierte Phenole mit höheren Alkylgruppen benutzt wurden, da diese Produkte in trocknenden Ölen und sogar in Benzin gut löslich sind. Andererseits bewirkt die Kondensation von Alkylarylkohlenwasserstoffen bzw. von Alkylaryläthern eine erhöhte Wasser- und Alkalibeständigkeit sowie in vielen Fällen auch eine erhöhte Lichtechtheit. Das Verfahren gemäß der Erfindung kann unter anderem für die Herstellung von Anstrichen und von Schlichten angewandt werden. Speziell bei der letztgenannten Verwendung bewährt sich das außerordentlich schnelle Trocknungsvermögen derartiger Kondensationsprodukte bzw. ihre Fähigkeit, schon bei tiefen Temperaturen schnell durchzuhärten. Die getrockneten Schlichten können leicht durch Behandlung mit Seifen und Alkalien entfernt werden.
  • Es ist bereits vorgeschlagen worden, hochschmelzende Kondensationsprodukte aus ähnlichen Ausgangsmaterialien, z. B. aus alkylierten Phenolen und Formaldehyd, trocknenden Ölen zuzusetzen, um ihre Trocknungszeit zu verkürzen. Hierbei handelt es sich aber um eine ausgesprochen physikalische Erscheinung. Die angewandten festen hochschmelzenden Harze verleihen dem Leinölanstrich schnell eine trockene und feste Oberfläche. Dies ergibt sich auch daraus, daß die Trocknungszeiten derartiger mit Harzen vermischter trocknender Öle um so kürzer sind, je höher der Erweichungspunkt der zugesetzten Harze ist. Es ist ferner vorgeschlagen worden, Kondensationsprodukte aus alkylierten Phenolen und Formaldehyd mit trocknenden Ölen bei Temperaturen von Zoo bis 300° zur Umsetzung zu bringen. Die so erhaltenen Verkochungsprodukte, welche chemische Verbindungen zwischen trocknenden Ölen und Kondensationsprodukten der genannten Art darstellen, zeigen natürlich auch ein gutes Trocknungsvermögen. Es war jedoch hieraus nicht vorauszusehen, daß die öligen bis halbfesten Kondensationsprodukte der genannten Art sich als Ersatz für trocknende Öle eignen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Trocknungszeiten einiger Kondensationsprodukte des obengenannten Typs im Vergleich mit Leinöl. In allen Fällen enthielten die Produkte 0,25 0/0 Kobaltnaphthenat als Trockner. Die in der Tabelle in der rechten Spalte angegebenen Zahlen bedeuten die Zeit in Stunden, bis bei 2o° ein Trocknen überhaupt erzielt wurde.
    Stunden
    Ein sauer hergestelltes Xylol-Form-
    aldehyd - Kondensationsprodukt aus
    2r,6 Teilen Xylol und 39,6, Teilen einer
    30-1/oFormaldehydlösung (Sauerstoff-
    gehalt: 11,7%) ... .. ............. 28
    Ein sauer hergestelltes Diäthylbenzol-
    Formaldehyd-Kondensationsprodukt
    aus 8oo Teilen Diäthylbenzol und
    Iioo Teilen einer 3o-%-Formaldehyd-
    lösung (Sauerstoffgehalt: io%) .... 28
    Ein sauer hergestelltes Xylol-tertiär
    Butylphenol -Formaldehyd-Kondensa-
    tionsprodukt aus io8o Teilen Xylol.
    iooo Teilen tertiär Butylphenol und
    32oo Teilen einer 3o-0/a-Formaldehyd-
    lösung .......................... 18
    Demgegenüber ist Leinöl unter diesen Umständen nach 28 Stunden nur oberflächlich getrocknet.
  • Beispiel i Man behandelt Stränge aus Viskosekunstseide mit einer 2o%igen Lösung des obenerwähnten Kondensationsproduktes aus Diäthylbenzol mit Formaldehyd in Benzin, die noch 0,04 g eines Trocknungsbeschleunigers im Liter, z. B. Mangannaphthenat, enthält, kurze Zeit, entfernt den Überschuß der Lösung durch Abschleudern und trocknet sodann die: Stränge 2 Stunden bei etwa 6o°. Man erhält auf diese Weise einen guten Fadenschluß, der die Kunstseide für die Verarbeitung in der Weberei geeignet macht. Ein in gleicher Weise mit Leinöl behandelter Strang ergibt unter gleichen Bedingungen noch keinen Fadenschluß. Beispiele Man behandelt Stränge aus Acetatkunstseide in einer a5%igen Lösung des obenerwähnten Kondensationsproduktes aus Xylol mit Formaldehyd in Benzin, die noch o,i g eines Trocknungsbeschleunigers im Liter, z. B. Bleinaphthenat, enthält, kurze Zeit und entfernt den Überschuß der Lösung durch Abschleudern. Man trocknet die Stränge etwa 2 Tage lang bei gewöhnlicher Temperatur an der Luft, wobei die Acetatkunstseide einen sehr guten Fadenschluß erhält. Beispiel 3 Man behandelt Stränge aus Viskosekunstseide mit einer 15%igen Lösung des obenerwähnten Kondensationsproduktes aus Xylol mit Formaldehyd und Tertiärbutylphenol in Benzin, die noch 0,04 g eines Trocknungsbeschleunigers im Liter, z. B. Kobaltnaphthenat, enthält, kurze Zeit und schleudert den Überschuß der Lösung ab. Man trocknet die Stränge etwa 3 Stunden bei 6o° und erhält hierbei einen sehr guten Fadenschluß. Gleichzeitig behält die Kunstseide einen weichen Griff. In derselben Zeit ergibt Leinöl noch keinen Effekt.
  • Beispiel q.
  • Man behandelt Stränge aus Acetatkunstseide mit einer aoo/oigen Lösung des obenerwähnten Kondensationsproduktes aus Xylol mit Formaldehyd in Benzin, die außerdem noch 50 g doppelt gekochtes Leinöl sowie 0,04 g eines Trocknungsbeschleunigers im Liter, z. B. Mangannaphthenat, enthält, kurze Zeit und schleudert den Überschuß der Lösung ab. Man erhält nach 6stündigem Trocknen bei 6o° Kunstseidenstränge, deren Fäden hervorragend geschlossen sind, wobei gleichzeitig eine besonders gute Glätte und Geschmeidigkeit vorhanden ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Überzügen, Filmen, Imprägnierungen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man flüssige oder halbfeste, an sich nicht härtbare Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit unsubstituierten Aromaten und/oder alkylierten Aromaten und/oder Alkylaryläthern und/oder alkylierten Phenolen als wesentliche trocknende Bestandteile unter Zugabe von Sikkativen auf eine Unterlage aufbringt und bei gewöhnlicher oder erhöhter Temperatur trocknen läßt.
DEF2876D 1941-07-17 1941-07-17 Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen, Filmen, Impraegnierungen u. dgl. Expired DE920784C (de)

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NL64264D NL64264C (de) 1941-07-17
DEF2876D DE920784C (de) 1941-07-17 1941-07-17 Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen, Filmen, Impraegnierungen u. dgl.

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Publications (1)

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DE920784C true DE920784C (de) 1954-11-29

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ID=7083541

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DEF2876D Expired DE920784C (de) 1941-07-17 1941-07-17 Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen, Filmen, Impraegnierungen u. dgl.

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DE (1) DE920784C (de)
NL (1) NL64264C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4989474A (en) * 1986-08-18 1991-02-05 Brecom Corporation Control pedal apparatus for a motor vehicle

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US4989474A (en) * 1986-08-18 1991-02-05 Brecom Corporation Control pedal apparatus for a motor vehicle

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