DE92012C - - Google Patents

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DE92012C
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acid
amidonaphthol
disulfonic
acids
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/28Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton
    • C07C309/45Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton
    • C07C309/49Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms
    • C07C309/50Sulfonic acids having sulfo groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings of a carbon skeleton containing nitrogen atoms, not being part of nitro or nitroso groups, bound to the carbon skeleton the carbon skeleton being further substituted by singly-bound oxygen atoms having at least one of the sulfo groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring being part of a condensed ring system

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Paper (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.\%
In einigen Patenten (z. B. Nr. 67062, 73048, 73276, 75066 und 88434), in denen die Darstellung von Amidonaphtolsulfosäuren beschrieben wird, findet man als ein Unterscheidungsmittel für dieselben eine Farbenreaction angegeben, welche darin besteht, dafs die Diazoverbindungen der meisten dieser Säuren mit Sodalösung eine rothe bis violette Färbung geben.
Bei näherer Untersuchung dieser in den betreffenden Ratenten nicht weiter verfolgten Beobachtung stellte sich heraus, däfs beim Eintragen der Diazoverbindung in die Sodalösung (welche übrigens auch mit dem gleichen Erfolge durch Natronlauge oder Ammoniak ersetzt werden kann) eine reguläre Kuppelung eintritt, indem der Diazorest in die freie o- oder p-Stellung zur Hydroxylgruppe eingreift, so dafs beispielsweise bei der Amidonaphtolsulfosäure G ein Farbstoff entsteht, der wahrscheinlich die Constitution:
OH
-N=N-
SO.H
besitzt; jedoch ist es nicht ausgeschlossen, dafs die Reaction zwischen 2 Mol. der Diazoverbindung vor sich geht und zu einer Verbindung von der Formel:
OH
OH
-N=N-
SO» H
führt. Dafs eine Combination eintritt, ersieht man schon daraus, dafs beim Ansäuern der gefärbten Lösung nicht die Diazoverbindung regenerirt wird, sondern eine Farbstoffsäure ausfällt.
Die erhaltenen Producte besitzen, obwohl intensiv gefärbt, keinen eigentlichen Farbstoffcharakter, indem sie weder zur thierischen noch zur pflanzlichen Faser eine ausgeprägte Verwandtschaft zeigen.
Behandelt man diese vollkommen werthlosen Farbstoffe mit Reductionsmitteln, so erhält man als einziges Reactionsproduct einheitliche Verbindungen , die sich als Diamidpnaphtolmonobezw. -disulfosäuren erwiesen. Diese Dar-. stellungsweise ist technisch mit Leichtigkeit ausführbar und gewährt die Möglichkeit, eine grofse Anzahl isomerer Diamidonaphtolmono- und -disulfosäuren darzustellen; sie beansprucht deshalb insofern ein hervorragendes technisches.
Interesse, als derartige Säuren bisher nur in sehr beschränkter Anzahl bekannt waren und technisch nicht fabricirt wurden.
Von den drei in der Literatur beschriebenen Diamidonaphtolsulfosäuren werden zwei durch Reduction der entsprechenden Dinitrosäuren, nämlich des Naphtolgelb S und Croceingelb (vergl..Lauterbach, Ber. 14,2028; Nietzki und Zübelen, Ber. 22,455) erhalten, während die dritte aus der Amidonaphtolsulfosäure R durch Sulfiren, Erhitzen mit Ammoniak und Verschmelzen mit Alkali entsteht (vergl. die Patentschrift Nr. 86200 der Klasse 22).
Zu Diamidonaphtolmono- und -disulfosäuren, die mit den nach der oben angedeuteten Reaction erhältlichen identisch sind, gelangt man zwar auch durch Reduction der Farbstoffe aus den Diazoverbindungen beliebiger Amine und Amidonaphtolmono- bezw. -disulfosäuren (alkalisch gekuppelt). Vor diesem Verfahren, das bisher keine technische Anwendung gefunden hat, zeigt das Verfahren des vorliegenden Patentes bedeutende Vortheile, die darin bestehen, dafs
1. sich in der Reductionsflüssigkeit (neben den anorganischen Salzen) nur ein einheitlicher Körper befindet und somit eine Trennung von regenerirtem Amin überflüssig wird, die nach dem anderen Verfahren nicht zu umgehen ist;
2. die zu dem schon bekannten Verfahren nothwendige Base ganz erspart wird, die doch nur unter Verlusten wiedergewonnen werden könnte.
Zur Ausführung der Reaction ist es nicht nöthig, den betreffenden Farbstoff zu isoliren; man versetzt vielmehr die alkalische Lösung mit Zinnchlorür und der genügenden Menge
N =
gefunden:
10,4 pCt.
Die Constitution der Säure ist wahrscheinlich die folgende:
OH
NH,.
Die Verbindung ist in kaltem Wasser sehr schwer, in heifsem wenig, das Natriumsalz leicht löslich. Mit Eisenchlorid giebt sie eine blaue, mit Chlorkalk eine bordeauxrothe Färbung. Mit salpetriger Säure entsteht unter Stickstoffentwickelung eine gelbbraune Lösung. Sie erwies sich in allen Reactionen identisch mit der durch Reduction eines Farbstoffes aus einer Diazoverbindung und Amidonaphtolsulfosäure G (alkalisch gekuppelt) erhaltenen Säure.
Salzsäure und erwärmt, bis eine klare, farblose Lösung entstanden ist. Schon beim Erkalten scheidet sich dann, besonders wenn man concentrirt arbeitet, die neue Säure gröfstentheils ab. Durch Zusatz von Kochsalz kann man die Fällung vervollständigen.
Genauer untersucht sind vorläufig erst die Derivate der Amidonaphtolsulfosäure G und Ämidonaphtoldisulfosäure H. Bei beiden vollzieht sich die Ueberführung in die entsprechende Diamidonaphtolmono- bezw. -disulfosäure ohne Schwierigkeit in guter Ausbeute.
Beispiel:
23,9 g Amidonaphtolsulfosäure G werden mit 6,9 g Natriumnitrit diazotirt, die abfiltrirte Diazoverbindung in eine kalte Lösung von 10,6 g Natriumcarbonat in ca. 300 g Wasser eingetragen. Nach einigem Stehen ist die Combination vollendet. Die violette Flüssigkeit, in der sich der Farbstoff zum Theil abgeschieden hat, wird mit Salzsäure angesäuert, mit einer Lösung von 45 g Zinnchlorür in 125 g Salzsäure (d = 1,18) versetzt und erwärmt, bis eine klare hellbräunliche Lösung entstanden ist. Die beim Erkalten und einigem Stehen reichlich sich ausscheidenden Krystallmassen werden abfiltrirt, ausgewaschen und können durch Lösen in Natriumsulfitlösung und Wiederausfällen mit Salzsäure gereinigt werden.
Zur Analyse wurde die Säure noch aus heifser wässeriger Natriumacetatlösung umkrystallisirt, aus der sie sich in hellbräunlichen glänzenden Blättchen abscheidet. Die Stickstoffbestimmung der vollkommen aschefreien Substanz ergab:
berechnet auf C10 H1 OH
11,0 pCt.
SO3H
Ersetzt man in obigem Beispiel die Amidonaphtolsulfosäure G durch 3,19 g Ämidonaphtoldisulfosäure H, so erhält man in gleicher Weise die Diamidonaphtoldisulfosäure, welche vermuthlich die Formel:
OH NH,
S O, H
SOoH
besitzt.
Dieselbe ist in Wasser leichter löslich als die eben beschriebene. In heifser wässeriger Natriumacetatlösung gelöst, fällt sie beim Erkalten in reiner Form aus. Die wässerige Lösung der Säure giebt mit Eisenchlorid eine bordeauxrothe, mit Chlorkalk eine gelbrothe
Färbung. Gegen salpetrige Säure verhält sie sich ebenso wie die Diamidonaphtolmonosulfosäure.
Die neuen Diamidonaphtolmono- bezw. -disulfosäuren dienen zur Herstellung von Farbstoffen, speciell nach Ueberführung in die entsprechenden Derivate des Naphtochinons.

Claims (1)

  1. Patent-AnSprüche:
    i. Verfahren zur Darstellung von Diamidonaphtolmono- und -disulfosäuren, darin bestehend, dafs man die Farbstoffe, die durch Eintragen der Diazoverbindungen von Amidonaphtolmono- bezw. -disulfosäuren in Alkali entstehen, mit Reductionsmitteln behandelt.
    Als specielle Ausführungsform des durch Patent-Anspruch ι geschützten Verfahrens die Darstellung von: Diamidonaphtolmonosulfosäure und Diamidonaphtoldisulfosäure aus den entsprechenden Farbstoffen der Amidonaphtolsulfosäure G und Amidonaphtoldisulfosäure H.
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