DE919982C - Verfahren zur Papierleimung - Google Patents
Verfahren zur PapierleimungInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
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Description
- Verfahren zur Papierleimung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einsparung von Harz bei der Papierleimung. Zur Leimung von Papier und ähnlichen Stoffen verwendet man eine Lösung von Kolophonium oder anderen Harzen in Soda oder Alkalilauge. Es handelt sich also um eine Lösung von abietinsaurem Natron bzw. Natriumresinat. In dieser Lösung ist außerdem noch freies Harz in nicht verseiftem Zustand enthalten, welches der Lösung ein milchiges Aussehen erteilt, worauf auch der Name Harzmilch zurückzuführen ist.
- Die Leimung wird nun so durchgeführt, daß der Faserbrei mit der Harzmilch versetzt wird und anschließend eine Fällung des Harzes bzw. ein Niederschlagen auf die Faser durch Zugabe von Aluminiumsulfat erfolgt.
- Es ist verständlich, daß die leimende Wirkung um so größer sein wird, je kleiner die Größe der Teilchen des freien Harzes ist. Je feiner also die Verteilung in der Flüssigkeit, desto größer die Möglichkeit der Teilchen, sich zwischen den einzelnen feinsten Fasern und Fibrillen anzulagern.
- Man bemühte sich, dieser Tatsache durch Verfahren Rechnung zu tragen, die bezwecken, das Kolophonium in eine möglichst feinverteilte Form zu bringen, z. B. durch Anwendung von Kolloidmühlen usw. Jedoch waren alle bisher erzielten Erfolge nicht befriedigend.
- Auch die zur Herbeiführung eines brauchbaren Verfahrens zur Verkleinerung der Harzteilchen bei der Leimung vorgenommenen Versuche mit Ultraschall führten nicht zum gewünschten Ziel. Es stellte sich heraus, daß die Beschallung der Harzmilch keine Verbesserung herbeiführte, es konnte sogar im Gegenteil eine Verschlechterung der Leimwirkung beobachtet werden. Dies dürfte auf eine Rückbildung der dispergierten Harzteilchen zurückzuführen sein.
- Um eine feinste Verteilung des Harzes und eine Rückbildung großer Harzteilchen bei der Beschallung zu verhindern, wird nach dem Verfahren die Beschallung in Gegenwart der Faser bei gleichzeitiger Zugabe von Aluminiumsulfat zur Harzmilch vorgenommen.
- Bei diesem Verfahren ergab sich eine ganz wesentliche Erhöhung der leimenden Wirkung des Harzes. Dies läßt sich vermutlich darauf zurückführen, daß die bei der Beschallung momentan auftretenden verkleinerten Teilchen sofort von den Fasern aufgefangen werden und keine Gelegenheit mehr haben, in den ursprünglich größeren Zustand wieder zurückzukehren.
- Praktisch wird das Verfahren so durchgeführt, daß man den Faserbrei in bekannter Weise im Holländer bzw. in Bütten mit Harzmilch versetzt. Die Beschallung erfolgt beim Austritt des innigst mit der Harzmilch vermengten Faserbreies unter gleichzeitiger Zugabe von Aluminiumsulfat bzw. durch Behandlung mit Tauchschwingern noch im Holländer bei gleichzeitiger Zugabe von Aluminiumsulfat und innigster Mischung.
- Zur Behandlung mit Ultraschall kann ein Tauchschwinger in den Faserbrei eingebracht werden. Während der Beschallung wird Aluminiumsulfat oder ein anderes geeignetes Mittel innig mit dem Faserbrei vermischt. Die Beschallung kann auch beim Austritt des mit der Harzmilch versetzten Faserbreies mit Hilfe eines Durchflußschwingers erfolgen. Dabei wird das Aluminiumsulfat zweckmäßig vor dem Durchgang der Masse durch den Durchflußschwinger zugemischt.
Claims (7)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Papierleimung, dadurch gekennzeichnet, daß der mit Harzmilch versetzte Faserbrei, vorzugsweise unter gleichzeitiger oder unmittelbar anschließender Zugabe von Aluminiumsulfat, mit Schall, insbesondere Ultraschall, behandelt wird.
- 2. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorzugsweise als Durchflußschwinger ausgebildetes Schallbehandlungsgerät in den Austrittskanal aus dem Holländer oder der Mischbütte für Faserbrei und Harzmilch eingeschaltet ist.
- 3. Einrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein vorzugsweise als Tauchschwinger ausgebildetes Schällbehandlungsgerät im Holländer oder in der Mischbütte angeordnet ist. q..
- Einrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabedüsen für das Aluminiumsulfat im Wirkungsbereich der Schallerzeuger angeordnet sind.
- 5. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabestelle für das Aluminiumsulfat und die Schallbehandlungsstelle im Zuge des Durchflusses unmittelbar aufeinanderfolgen.
- 6. Einrichtung nach Anspruch :2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Zugabe-und Schallbehandlungsstellen wechselweise aufeinanderfolgen.
- 7. Einrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallerzeuger selbst mit an ihrer Strahlfläche austretenden Zugabekanälen für das Aluminiumsulfat versehen sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA14034D DE919982C (de) | 1942-04-25 | 1942-04-25 | Verfahren zur Papierleimung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEA14034D DE919982C (de) | 1942-04-25 | 1942-04-25 | Verfahren zur Papierleimung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE919982C true DE919982C (de) | 1954-11-08 |
Family
ID=6923049
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA14034D Expired DE919982C (de) | 1942-04-25 | 1942-04-25 | Verfahren zur Papierleimung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE919982C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1185468B (de) * | 1958-11-27 | 1965-01-14 | Schickedanz Ver Papierwerk | Verfahren zur Beseitigung der Harzschwierigkeiten bei der Papierherstellung |
-
1942
- 1942-04-25 DE DEA14034D patent/DE919982C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1185468B (de) * | 1958-11-27 | 1965-01-14 | Schickedanz Ver Papierwerk | Verfahren zur Beseitigung der Harzschwierigkeiten bei der Papierherstellung |
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