DE9182C - Neuerungen an Kaleidoskopen - Google Patents

Neuerungen an Kaleidoskopen

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DE9182C
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ha bild & CO. in Berlin SO., Grimmstrafse 4
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    • GPHYSICS
    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B27/00Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
    • G02B27/02Viewing or reading apparatus
    • G02B27/08Kaleidoscopes

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Description

1879.
Klasse 42.
HABILD & CO. in BERLIN. Neuerungen an Kaleidoskopen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. October 1879 ab.
Die vorliegende Erfindung ist auf der beiliegenden Zeichnung in zwei Modificationen dargestellt und hat den Zweck, den Mechanismus zum Variiren der Spiegelbilder in Kaleidoskopen ohne irgend welche Beschränkung in der Abwechselung der Muster zu vereinfachen und dadurch einen Apparat zu schaffen, welcher in geringerer Ausführung als Spielzeug dienen und in sorgfältiger gröfserer Ausführung im Atelier des Musterzeichners benutzt werden kann.
In Fig. ι sind α α die bei jedem Kaleidoskop vorhandenen Spiegel, welche einen passenden Winkel mit einander bilden und zur Abspiegelung der Bilder dienen. Dieselben sind in einer Röhre b aus Blech, Pappe etc. von konischer oder anderer passender Gestalt befestigt, deren vordere Oeffhung c ein gewöhnliches Glas oder ein Vergröfserungsglas enthalten kann und deren hintere Oeffnung durch eine Scheibe d geschlossen ist. Letztere besteht am besten aus mattgeschliffenem Glas und ist in der Mitte mit einer Bohrung für den Stift e versehen, welcher in den Kegel/ geschraubt ist und den Drehungszapfen für diesen bildet. Der Kegel / wird mit künstlichen oder natürlichen Blumen besteckt, bemalt oder sonstwie verziert und bildet so mit seinem an einem dünnen Drahte befestigten Gegengewicht g den einfachsten Mechanismus zum Variiren des Spiegelbildes. Blickt man nämlich durch die vordere Oeffnung c in das Kaleidoskop, so wird man ein symmetrisches Muster der von den Spiegeln reflectirten Blumen etc. wahrnehmen, welches man durch langsames Drehen des Apparats um seine Axe, wobei der Kegel / sammt den Blumen etc. vermöge des Gegengewichts g in seiner Position verbleibt, die Spiegel aber ihre Stellung zu demselben ändern, in mannigfachster Weise variiren kann.
Während bei der soeben beschriebenen Anordnung das Licht durch die hintere Verschlufsscheibe d in das Kaleidoskop fällt, ist bei der Modification, Fig. 2, das die Spiegel α α enthaltende undurchsichtige Rohr b am hinteren Ende mit einem aus Glas oder anderem durchscheinenden Material gefertigten, entsprechend breiten Ringe h versehen, welcher den Zutritt des Lichts zum Innern des Apparats gestattet. Das hintere Ende dieses Ringes h, welcher also nur eine Verlängerung von b bildet, ist durch eine Scheibe dx aus Metall oder anderem passenden Material verschlossen, in deren centraler Bohrung entweder der Drehungszapfen e des bei Fig. 1 bereits beschriebenen, mit Gegengewicht g versehenen Kegels / oder der in Fig. 2 gezeichnete, mit Knopf el versehene Drehungszapfen der Scheibe/1 angebracht werden kann. Die Scheibe /' wird, wie der Kegel/ in Fig. i, mit künstlichen oder natürlichen Blumen besteckt, bemalt oder sonstwie verziert und bildet mit ihrem Knopf e* ebenfalls einen höchst einfachen Mechanismus zum Variiren der Spiegelbilder. Diese in Fig. 2 veranschaulichte Construction unterscheidet sich von derjenigen in Fig. ι wesentlich nur dadurch, dafs bei derselben der Apparat selbst festgehalten wird, der Mechanismus zum Variiren der Spiegelbilder aber mittelst des Knopfes e' oder irgend einer äquivalenten Vorrichtung gedreht wird, während bei Fig. 1 das Umgekehrte der Fall ist.
Die Modification, Fig. 2, ermöglicht ein beliebig langes Festhalten des Bildes oder Musters und eignet sich deshalb besonders zum Gebrauch für Musterzeichner etc., während die Construction Fig. 1 vorzugsweise für Kaleidoskope geringerer Qualität, für solche, welche als Spielzeug dienen sollen, angewendet werden dürfte.
Der Umstand, dafs sich die Scheiben d bezw. d' leicht abschrauben lassen, so dafs die Blumen oder anderen Gebilde auf dem Kegel/ bezw. der Scheibe /' mit Leichtigkeit durch andere ersetzt werden können, ermöglicht es, dafs der Mannigfaltigkeit in der Abwechselung der vorzuführenden Muster durchaus keine Grenzen gesteckt sind.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Kaleidoskopen jeglicher Art die Combination des mit Gegengewicht g und Drehungszapfen e versehenen Kegels / mit der durchsichtigen Scheibe d, oder die Combination des mit Gegengewicht g und Drehungszapfen e versehenen Kegels / mit der Scheibe dl und dem durchscheinenden breiten Ringe h, oder endlich die Combination der mit Drehungsknopf e' versehenen Scheibe /' mit der Scheibe d1 und dem durchscheinenden Ringe h, im wesentlichen wie oben beschrieben und zu dem angegebenen Zweck.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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