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Durch Synchronmotor angetriebene Nebenuhr Bei Nebenuhren, die durch
einen Synchronmotor angetrieben und deren Zeigerstellung zu bestimmten Synchronisierzeitpu.mkten
von der Hauptuhr korrigiert wird, ,kann die Korrektur eines Gangfehlers dadurch
geschehen, daß man während einer bestimmten Korrekturzeit den Minutenzeiger mit
erhöhter Geschwindigkeit antreibt oder anhält.
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Die Erfindung zeigt einen Weg, wie ,diese kurzzeitige Umschaltung
des Minutenzeigers auf höhere Geschwindigkeit mit weniger Bauteilen als bei bisher
bekannten Ausführungen durchgeführt werden kann, und wie die Uhr beim Vorgehen angehalten
wird. Zu diesem Zweck ist eine erfindungsgemäß die Geschwindigkeitsänderung bewirkende
Korrekturscheibe vorgesehen, die während des normalen Laufes verriegelt und nur
während einer bestimmten Zeitdauer freigegeben ist. Gemäß einer zweckmäßigen Ausführung
der Erfindung wird diese Korrekturscheibe auf ein Signal der Hauptuhr hin, ,das
kürzer als die Korrekturzeit ist, durch eine während einer Umdrehung wirksame Kupplung
auf die Geschwindigkeit der Sekundenwelle gebracht, hält @diese Geschwindigkeit
genau r Minute lang inne und wird dann wieder stillgesetzt. Die während einer Umdrehung
wirksame Kupplung wird zweckmäßig durch kurzes Ansprechen eines Magneten eingeschaltet.
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Die Geschwindigkeit der Korrekturscheibe wird ,dann weiter über eine
Freilaufkupplung auf die Minutenwelle übertragen. Wenn,die Nebenuhr vorgeht, halten
gemäß weiterer zweckmäßiger Ausbildung der Erfindung Stoppglieder während des
Ganges
der Korrekturscheibe die Sekunden- und Minutenzeiger an und geben sie am Ende der
vollen Minute bzw. Stunde in der Stellung, die diesem Zeitpunkt entspricht, wieder
frei.
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In den Zeichnungen, der Beschreibung und den Ansprüchen ergeben sich
weitere zweckmäßige Ausführungen der Erfindung.
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Fig. i ist ein senkrechter Querschnitt nach Linie i-i der Fig. 2 Die
Umrisse des Zifferblattes und der Zeiger sind in dieser Figur durch strichpunktierte
Linien angedeutet; Fig. 2 ist ein senkrechter Längsschnitt nach Linie 2-2,der Fig.
i ; Fig. 3 ist ein senkrechter Schnitt und zeigt .das Uhrwerk von der entgegengesetzten
Seite wie Fig. 2'; Fig. 4. ist ein Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 2; Fig. 5 zeigt
im einzelnen die Rückseite des Rades, welches den Minutenzeiger antreibt; Fig.6
zeigt in vergrößertem Maßstab einen Schnitt nach Linie 6-6 der Fig. i ; Fig. 7 zeigt
in vergrößertem Maßstab und in perspektivischer Darstellung, wie die Sekunden- -und
Minutenstoppklinken mit dem Sekunden- und Minutenstopparm zusammenarbeiten; der
größeren Deutlichkeit halber sind verschiedene Teile, die hier nicht interessieren,
fortgelassen; Fig.8 ist ein Teilschnitt nach Linie 8-8 der Fig. 2 Fig. 9 zeigt .im
einzelnen die Zeit'korrekturscheibe mit den zugehörigen daran befestigten Teilen;
die Fig. io bis 13 sind senkrechte Teilschnitte dürdh das Uhrwerk und liegen in
derselben Ebene wie Fig. i. Sie zeigen die Lage der einzelnen Teile bei verschiedenen
Schritten des Zeitkorrekturarbeitsganges.
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Wie aus Fig. 1, 2 und 6 ersichtlich ist, hat die allgemein mit io
bezeichnete Uhr das übliche Zifferblatt i i, den Sekundenzeiger 12, den Minutenzeiger
13 und den Stundenzeiger 14. Das Uhrwerk ist in der üblichen Weise zwischen .der
vorderen Platine i 5 und der hinteren Platine 16 untergebracht, die in geeigneter
Weise .durch Abstandsbolzen 17 miteinander verbunden sind. Der elektrische Antriebsmotor
18 ist an der rückwärtigen Platine 16 befestigt.
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Der Motor 1,8 ist ein selbstanlaufender Synchronmotor, der von einem
frequenzüberw achten Wechselstromnetz gespeist wird. Auf dem Wellenstumpf 2o -des
Motors ist ein Ritzel 21 befestigt, welches das Sekundenrad 22 antreibt, das drehbar
auf der Sekundenwelle 23 gelagert ist. Wenn der Motor an das Netz gelegt wird, treibt
er das Sekundenrad 22 mit einer Drehzahl von i Umdr./min an.
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Die Sekundenwelle 23 ist an ihrem hinteren Ende in der Platine 16
gelagert und an ihrem vorderen Ende in einer Minutenbuchse 24, die ihrerseits drehbar
in einer Stundenbuchse 25 gelagert ist, welche wiederum drehbar in einer Bohrung
der vorderen Platine 15 gelagert ist. Die Sekundenwelle 23 wird über eine Reibungskupplung
26 von dem Sekundenrad 22 angetrieben, genauer gesagt, von einem Ritzel 27, welches
drehbar auf der Welle 23 gelagert und an der Rückseite des Sekundenrades 22 befestigt
ist. Das Ritzel 27 ist über die Reibungskupplung 26 mit einer Scheibe 28 verbunden,
die fest auf der Sekundenwelle 23 sitzt. Wie ein Blick auf die Fig. 2, 3 und 6 zeigt,
besteht diese Reibungskupplung aus einer Tellerfeder, die an ihrem einen Ende an
der rückseitigen Fläche des Ritzels 27 befestigt ist und deren Finger auf der vorderen
Stirnfläche der Scheibe 28 schleifen. Auf diese Weise drehen sich das Sekundenrad
22 und (die Sekundenwelle 23 normalerweise beide mit ihrer Grundgeschwindigkeit
von i Umdr./min. Indessen ermöglicht es die Reibungskupplung 26, die Welle 23 und
das Rad 22 gegeneinander zu verdrehen, wenn dies für die Zeitkorrektur notwendig
ist.
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Mit der Scheibe 28 ist ein Anschlag 29 fest verbunden. Der Sekundenzeiger
12 ist an der entgegengesetzten, d. h. der vorderen Seite der Sekundenwelle 23 befestigt.
Also drehen sich der Anschlag 29 und der Zeiger i2 mit der Sekundenwelle 23, und
der Anschlag 29 nimmt deshalb eine feste Winkelstellung in bezug auf die Stellung
des Zeigers 12 ein. In den Fig. z, 3, 6, 7, 8, io und i i ist der Anschlag 29 in
der Winkelstellung gezeigt, die er einnimmt, wenn der Sekundenzeiger 55 Sekunden
nach der vollen Minute zeigt. In Fig. 12 ist der Anschlag 29 in der Stellung dargestellt,
die er einnimmt, wenn der Sekundenzeiger 12 auf der vollen Minute steht.
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Das Sekundenritzel 27 kämmt mit dem Zahnrad 31, das mit seiner Nabe
33 durch eine im Uhrenbau übliche Reibungskupplung 32 verbunden ist. Die Nabe 33
ist auf einer Welle 34-befestigt, die an ihren beiden Enden in den Platinen 15 bzw.
16 gelagert ist, also parallel zu der Sekundenwelle 23 und der Minutenbuchse 24
liegt. Auf der Welle 34 ist außerdemein Ritzel 35 'befestigt, welches mit dem Minutenrad
36 kämmt, das auf der Minutenbuchse 24 befestigt ist. In Fig. 5 ist das Rad 36 für
sich ohne die anderen Teile der Uhr dargestellt. Der Minutenzeiger 13 ist, wie ersichtlich,
am vorderen Ende der Minutenbuchse 24 befestigt. Die Übersetzung der Räder 27, 31,
35 und 36 ist so gewählt, daß sie die Minutenbuchse 24 mit ihrer richtigen Umdrehungszahl
von i Umdr./Std. antreiben, und zwar von dem Sekundenrad 22 aus, das seinerseits
vom Motor 18 getrieben wird. Die Reibungskupplung 32 zwischen dem Rad 31 und der
Nabe 33 erlaubt eine relative Bewegung zwischen dem konstant umlaufenden Rad 22
und dem Minutenrad 36 und damit dem Minutenzeiger 13, wenn dies nötig ist, um die
Stellung des Zeigers zu korrigieren.
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Von der vorderen Stirnseite des Minutenrades 36 ragteinAnschlag37
nach vorn, der für jede Stellung des Minutenzeigers 13 (s. Fig. 1, 3, 5, 6, 7) eine
bestimmte Winkelstellung einnimmt. An der Rücksei(te des Rades 36 ist eine Blattfeder
38 (Fig. 7) mittels der Stifte 39 befestigt. Das freie Ende der Blattfeder steht
infolge einer Federvorspannung von der Stirnfläche des Rades ab. Es ist nach oben
durch eine Fläche 41 begrenzt (Fig. 5). Der Anschlag 37 und die Blattfeder 38 sind
in den Fig. 1, 4, 5, 6, 7, io, ii und 12 in derjenigen Stellung dargestellt,
die
sie einnehmen, wenn der Minutenzeiger 13 50 Minuten nach der vollen Stunde
anzeigt. In Fig. 13 sind der Anschlag 37 und die Blattfeder 38 in derjenigen Stellung
gezeichnet, die sie einnehmen, wenn der Minutenzeiger auf der vollen Stunde steht.
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Die Stundenbuchse 25, welche, wie gesagt, auf der Minutenbuchse 24
drehbar gelagert ist, wird von der letzteren in entsprechender Übersetzung über
das übliche Zahnradgetriebe 42, 43, 44, 45 angetrieben (s. Fig.2, 3, 4 und 6). Wie
ersichtlich, ist der Stundenzeiger 14 am vorderen Ende der Stundenbuchse 25 befestigt.
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Die Zeitkorrekturscheibe 46 ist auf der Sekundenwelle 23 drehbar gelagert,
und zwar hinter dem Minutenrad 36; der erforderliche Abstand von diesem in axialer
Richtung wird durch die vorstehende Nabe 47 gehalten (s. besonders Fig. 6 und 9).
Die Zeitkorrekturscheibe 46 wird normalerweise in einer bestimmten Winkelstellung
durch das hakenförmige Ende 48 einer drehbar gelagerten Klinke 49 festgehalten,
welches in die Nase 51 der Kupplungsklinke 52 eingreift, die auf der Rückseite der
Scheibe 46 außen mittels des Stiftes 53 drehbar gelagert ist. Die Klinke 49 ist
auf einer Achse 54 gelagert, die beiderseits an der Platine 15 und 16 befestigt
ist. Wenn der Haken 48 in die Nase 51, wie in Fig. i und io gezeichnet, eingreift,
wird die Scheibe 46 in der normalen Winkelstellung festgehalten. Die Zugfeder 64,
die an dem Arm 65 der Klinke 49 einerseits und an einer Stange 66 andererseits eingehängt
ist, versucht, die Klinke 49 im Zeigersinne zu drehen (Fig. i), und hält dadurch
den Haken 48 mit der Nase 51 der Kupplungsklinke 52 im Eingriff, wenn .die Scheibe
46 in ihrer Normalstellung steht.
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Die Scheibe 46 wird in dieser Normalstellung weiterhin durch einen
Hebel 55 gehalten, dessen Arm 56 ein keilförmiges Ende 57 hat, das bei der
Normalstellung der Scheibe in eine Nut 58 am Umfang der Scheibe eingreift. Der Hebel
55 ist auf der Welle 59 befestigt, die beiderseits in den Platinen 15 und 16 drehbar
gelagert ist. Die Zugfeder 61, die am Arm 62 des Hebels 55 angreift und andererseits
an der festen Stange 63 angehängt ist, zieht den Hebel im Zeigersinne, wodurch seine
Schneide 57 in der Nut 58 gehalten und die Scheibe 46 gesperrt wird.
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An der vorderen Stirnfläche der Scheibe 46 ist ein Anschlag 67 befestigt,
der in die Bahn der Fläche 41 der Blattfeder 38 ragt, die an dem Minutenrad 36 befestigt
isst. Der Anschlag 67 und die Blattfeder 38 bilden die beiden miteinander arbeitenden
Teile einer Freilaufkupplung zwischen dem Minutenrad 36 und der Zeitkorrekturscheibe
46. Während des normalen Ganges der Uhr steht die Scheibe 46 und damit der Anschlag
67 still, und das Minutenrad 36 mit der daran befestigten Feder 38 dreht sich im
Zeigersinne mit der normalen Geschwindigkeit von einer Umdrehung je Stunde. Während
dieser Bewegung beeinflußt der Anschlag 67 den Gang der Uhr nicht. Die Feder 38
gleitet dabei nämlich einfach über die Stirnfläche des Anschlags 67 weg, wobei sie
sich etwas nach innen biegt, und wenn sie an dem Anschlag vorbei ist, federt sie
in ihre Ruhelage zurück. Nun wird aber die Korrekturscheibe 46 in bestimmten Zeitabschnitten
zum Zwecke einer Zeitkorrektur freigegeben und dreht sich dann im Zeigersinne mit
einer Geschwindigkeit, die bedeutend größer als die des Minutenrades ist. In diesem
Falle schlägt der Anschlag 67 auf die Fläche 41 der Blattfeder 38 und nimmt dadurch
das Rad 36 mit der Geschwindigkeit der Scheibe 46 mit.
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An der Zeitkorrekturscheibe 46 ist eine Feder 68 befestigt (Fig. 9),
die gegen das untere Ende der Klinke 52 drückt und dadurch diese ständig im Uhrzeigersinne
zu drehen bestrebt ist (Fig. 1, 9 und io). Wenn also die Stoppklinke 49 entgegen
dem Uhrzeigersinne gedreht wird und dadurch ihr oberes hakenförmiges Ende 48 außer
Eingriff mit der Nase 51 der Klinke 52 kommt und diese dadurch frei wird, bewegt
die Feder 68 die Klinke 52 um ihren Lagerzapfen 53, so daß die Klinke mit ihrem
hakenförmigen Ende 69 in die Zähne des Sperrades 70 eingreift. Das Sperrad
70 ist auf der Sekundenwelle 23 drehbar gelagert und ist mit der vorderen
Stirnfläche des Sekundenrades 22 fest verbunden, dreht sich also mit diesem, und
wenn die Klinke 52 freigegeben wird und in die Zähne des Rades 70 eingreift, wird
die Scheibe 46 mit dem Sperrad 70 gekuppelt und läuft dann mit der Geschwindigkeit
des Sekundenrades 22 um. Nachdem die Stoppklinke 49 nach links verdreht worden ist,
um die Klinke 52 und dadurch die Scheibe 46 freizugeben, wird sie durch die Feder
64 in die Lage zurückgedreht, die in den Fig. 1, 10, 12 und 13 zu sehen ist, in
welcher ihr hakenförmiges Ende 48 in die Bahn der Nase 51 der Klinke 52 ragt und
dadurch mit ihr in Eingriff kommt, sobald die Scheibe 46 eine Umdrehung gemacht
hat. Durch dieses Eingreifen des Hakens 48 in die Nase 51 wird die Klinke 52, wie
in Fig. i gezeigt, gegen :die Kraft der Feder 68 nach links verdreht und kommt dadurch
außer Eingriff mit den Zähnen des Sperrades 70; gleichzeitig wird dadurch die Scheibe
46 in der genannten bestimmten Ruhestellung festgehalten. Die Klinke 52, das Sperrad
70 und die Klinke 49 können als Elemente einer während einer Umdrehung wirksamen
Kupplung betrachtet werden, welche das treibende Rad 22 und die Zeitkorrekturscheibe
46 miteinander kuppelt. Das 'keilförmige Ende 57 fällt in :die Nut 58 der Scheibe
46 ein, sobald diese ihre Normalstellung erreicht hat und verriegelt sie in dieser
Stellung.
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Auf der Welle 59 ist eine Stoppklinke 72 drehbar gelagert, und zwar
ungefähr in der gleichen Ebene wie der vorher beschriebene Anschlag 29, der auf
der Sekundenwelle befestigt ist. Eine zweite Stoppklinke 73 (s. Fig. 4, 6 und 7)
ist ebenfalls drehbar auf der Welle 59 gelagert, und zwar in der Bahnebene des Anschlags
37 am Minutenrad 36. Neben der Klinke 72 ist ein Mitnehmerarm 74 auf der Welle 59
befestigt, und neben der Stoppklinke 73 ist ein zweiter Mitnehmerarm 75 ebenfalls
auf der Welle 59 befestigt. Der Arm 74 hat einen Lappen 76, der unter die neben
ihm liegende Klinke 72 ragt, und eine Zugfeder 77, die zwischen dem Arm 74
und
einer Nase 78 an der Klinke 72 gespannt ist, drückt die Klinke 72 ständig gegen
den Lappen 76, so daß die Klinke und der Mitnehmerarm sich normalerweise wie ein
Stück miteinander bewegen, @venn die Welle 59 gedreht wird. In derselben Weise hat
der Arm 75 einen Lappen 79, und eine Zugfeder 8o verbindet auch hier die Klinke
73 nachgiebig mit dem zugehörigen Arm 75, so daß auch diese beiden Teile sich wie
eine Einheit miteinander bewegen. Wenn der Rasthebel 55 in seiner in den Fig. 1,
4, 7, io, i i und 13 gezeichneten Ruhelage liegt, in der sein Ende 57 in die Nut
58 eingreift, nehmen die Stoppklinken 72 und 73 eine Lage ein, in welcher sie außerhalb
der Bahn des Anschlags 29 bzw. des Anschlags 37 .sind. Wenn die Zeitkorrekturscheibe
46 beginnt, aus ihrer Ruhelage loszulaufen, wird das keilförmige Ende 57 des Rasthebels
55 aus der Nut 58 herausgedrückt und schleift dann, wenn die Scheibe sich weiterdreht,
auf dem Umfang derselben (Fig.7 und 8). Dadurch wird die Welle 59 mit den Armen
74 und 75 links herumgedreht, wie es in den Fig. 1, 6, 7, 8 und io bis 13 zu sehen
ist oder rechts herum, wie in Fig. 4. Durch die Zugfedern 77 und 8o werden die Stoppklinken
72 und 73 mitgenommen und kommen so in die Bahn des Anschlags 29 bZw. des Anschlags
37. Die Konstruktion ist so, daß, wenn .die Klinke 72 den umlaufenden Anschlag 29
stoppt, die Welle 23 gerade auf ,der Stellung »volle Minute« steht. Die Reibungsverbindung
26 gestattet eine ununterbrochene Bewegung des Sekundenrades 22, auch wenn der Anschlag
29 durch die Klinke 72 verriegelt ist. Die Klinke 73 ist so angeordnet, daß das
Minutenrad 36 im Augenblick, da der Anschlag 37 auf die Klinke schlägt, die Stellung
»volle Minute« einnimmt und der Minutenzeiger 13 die volle Stunde anzeigt. Die Reibungsverbindung
32 (Fig. 2) zwischen dem Rad 31 und der Nabe 33 erlaubt ein Anhalten des Minutenrades
und damit des Minutenzeigers, ohne den Gang des Sekundenrades 22 zu stören.
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Die federnde Verbindung zwischen den Stopp klinken 72 und 73 und ihren
zugehörigen Mitnehmerarmen 74 und 75 dient dazu, eine Beschädigung dieser Teile
zu vermeiden, wenn die Klinken gerade dann betätigt werden, wenn der Anschlag 29
oder der Anschlag 37 ihnen im Wege ist, wodurch die Klinken auf diese aufschlagen.
In diesem Falle geben die Federn 77 bzw. 8o nach, und die zugehörigen Mitnehmer
74 oder 75 können sich bewegen, ohne die Klinken mitzunehmen; eine Beschädigung
der Klinken wird dadurch verhindert. Wenn dann der Anschlag 29 oder der Anschlag
37 sich weiter bewegt und aus dem Bereich der Klinkenspitzen kommt, bringen die
Zugfedern die Klinken in ihre Sperrstellung.
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Durch die erfindungsgemäße Anordnung kann die Zeitanzeige der Nebenuhr
zu bestimmten Zeitpunkten automatisch durch die Hauptuhr korrigiert werden. Die
Korrektur kann jede Stunde oder auch im Abstand von mehreren Stunden vorgenommen
werden. Wenn die Frequenz des zur Verfügung stehenden Wechselstromnetzes vom Werk
aus gut überwacht wird, pflegen Nebenuhren mit Synchronmotorantrieb selten mehr
als einen kleinen Bruchteil einer Minute falsch zu gehen, es sei denn, daß eine
Stromunterbrechung stattgefunden hat, oder daß im Uhrwerk eine ungewöhnliche Hemmung
oder Reibung an irgendwelchen Teilen vorliegt, wodurch die Uhr nachgehen würde.
Nach dem Ausführungsbeispiel kann eine Uhr einen Zeitverlust bis zu 59 Minuten und
ein Vorgehen der Uhr für den Bruchteil einer Minute korrigieren.
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Im Ausführungsbeispiel ist angenommen, daß die Zeitkorrektur jede
Stunde dadurch stattfindet, daß die Scheibe 46 59 Minuten nach der vollen Stunde:
Normalzeit ausgelöst wird. Die Scheibe 46 beginnt sich zudrehen, sobald die Klinke
52 in das Sperrrad 7o eingreift, und im selben Augenblick wird das Ende 57 des Hebels
55 aus der Nut 58 gedrückt, und die Stoppklinken 72 und 73 werden dadurch nach links
verschwenkt, kommen also in ihre Sperrstellung in bezug auf,den Sekundenanschlag
29 und den Minutenanschlag 37. Das Verschwenken der Klinken 72 und 73 in ihre Sperrstellung
geschieht also im wesentlichen gleichzeitig mit dem Auslösen der Korrekturscheibe
46.
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Die Scheibe 46 wird 59 Minuten nach jeder vollen Stunde durch einen
Auslösemechanismus ausgelöst, der allgemein mit 82 bezeichnet ist (Fig. 1, 4 und
io bis 13). Dieser Auslösemechanismus wird von dem Magneten 83 betätigt, der zwischen
den Platinen 15 und 16 befestigt ist. Bei Erregung des Magneten 83 wird der Auslösemechanismus
gespannt und bei der Aberregung des Magneten gibt er die Scheibe genau in der neunundfünfzigsten
Minute frei.
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Wie aus den Fig. 1, 3, 4, 6 und io bis 13 zu sehen ist, besteht der
Auslösemechanismus 82 aus dem Anker 84 des Magneten 83, der um die Stange 85 drehbar
ist, aus einer verschiebbar gelagerten Kupplungsklinke 86, die mittels des Stiftes
87 an dem aufwärts gehenden Arm 88 des Ankers 84 angelenkt ist, und aus der drehbar
gelagerten Stoppklinke 49, deren nach unten gerichtete Platte 89 in eine Nut 9o
am oberen linken Ende der Kupplungsklinke 86 eingreift. Die Zugfeder 92, die am
rechten Ende der Klinke 86 einerseits und an einem der Abstandsbolzen 17 andererseits
befestigt ist, zieht die Kupplungsklinke ständig nach rechts und verdreht dadurch
ebenfalls den Anker 84 im Uhrzeigersinne in seine abgefallene Stellung. An den Platinen
15 und 16 ist eine Anschlagstange 93 befestigt, die mit dem hakenförmigen Kurventeil
94 an der Klinke 86 zusammenarbeitet, um deren Bewegung nach rechts zu begrenzen.
Sie dient gleichzeitig als Anschlag für die Nase 95 der Stoppklinke 49, um deren
Drehbewegung zu begrenzen. Die Zugfeder 96, die am linken En-de der Kupplungsklinke
86 befestigt ist und an einer Stange 66 angehängt ist, zieht die Klinke nach oben
gegen die Anschlagstange 93.
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Der Vorgang der Korrektur -der Zeitanzeige läßt sich am leichtesten
durch die Betrachtung der Fig. i, 4 und 1o bis 13 verstehen. In der Fig. i sind
die Teile in der Lage gezeichnet, die sie normalerweise zwischen den Zeitkorrekturen
einnehmen. Aus Fig. i
ist zu sehen, daß die Nebenuhr io :Minuten
und 5 Sekunden vor 2 Uhr zeigt. Es sei angenommen, daß ein Zeitsignal oder Impuls
von einer nicht gezeigten Hauptuhr an den Magneten 83 gelangt. Es sei ferner angenommen,
daß die Übertragung diese Impulses kurz vor der Stellung »neunundfünfzigste Minute«
Normalzeit beginnt, z. B. i oder 2 Sekunden vorher, und daß der Impuls genau zur
Stellung »neunundfünfzigste Minute« Normalzeit endet, und ferner, daß die Nebenuhr
in bezug auf' die Normalzeit um den in Fig. i gezeigten Betrag, nämlich io Minuten
und 5 Sekunden nachgeht. Durch den Impuls wird der Magnet 83 erregt und zieht seinen
Anker 8,4 an, und dieser bewegt die Teile des Auslösemechanismus von der in Fig.
i gezeigten Lage in ihre gespannte Lage, die in Fig. io dargestellt ist. Wenn der
Anker 84 angezogen wird, bewegt er sich entgegen dem Uhrzeigersinne und verschiebt
damit die Kupplungsklinke 86 nach links entgegen dem Zug der Feder 92. Dadurch gelangt
die Nut 9o unter das untere Ende der Platte 89, und während dieser Bewegung wird
das linke Ende der Kupplungsklinke gleichzeitig durch den Zug der Feder 96 aufwärts
bewegt. Diese Bewegung wird durch die Kurvenfläche 97 an der Klinke 86, die gegen
die Anschlagstange 93 läuft, gesteuert. Am Ende der Bewegung greift die Platte 89
in die Nut 9o ein. Das Zeitsignal endet mit dem Ende der neunundfünfzigsten Minute
der Hauptuhr, und dadurch wird der Magnet 83 in diesem Augenblick aberregt, und
die Feder 92 kann dann den Auslösemechanismus betätigen und dadurch die Zeitkorrekturscheibe
freigeben. Dieser Auslösevorgang kann am besten an Hand der Fig. i i verstanden
werden, die die Teile in der Lage zeigt, die sie in dem Augenblick einnehmen, da
die Scheibe 46 ausgelöst wird. Wenn der Magnet 83 aberregt wird, zieht die Feder
92 die Kupplungsklinke 86 nach rechts. Da die Platte 89 in die Nut 9o eingreift,
wird sie mit nach rechts genommen und damit die Stoppklinke 49 entgegen dem Uhrzeigersinne
verdreht, bis ihr oberes hakenförmiges Ende 48 die Klinke 52 freigibt, so daß diese
unter dem Druck der Feder 86 in die Zähne des Sperrades 7o eingreift. Da die Feder
92 die Kupplungsklinke 86 weiter nach rechts zieht, gleitet die Kurvenfläche 97
an der Stange 93 und drückt dadurch die Klinke 86 nach unten, bis die Platte 89
außer Eingriff mit der Nut 9o kommt. Sobald dies geschehen ist, bringt die Feder
64 die Stoppklinke 49 in ihre in den Fig. i, io und 13 gezeichnete Normalstellung
zurück. Während die Stoppklinke 49 in dieser Weise zurückgestellt wird, hat sich
die Scheibe 46 schon etwas gedreht und damit ist die Nase 51 der Klinke 52 aus dem
Bereich des Hakens 48 gekommen, so daß dieser erst dann wieder mit ihr in Eingriff
kommen kann, wenn die Scheibe 46 eine Umdrehung vollendet hat. Ist dies geschehen,
so wird durch die Stoppklinke 49 die Klinke 52 außer Eingriff mit dem Sperrad 7o
gebracht und gleichzeitig die Scheibe 46 am Ende ihrer Umdrehung gestoppt. Fig.
13 zeigt die Lage der Teile am Ende einer Umdrehung der Zeitkorrekturscheibe. Da
nach Fig. i die Nebenuhr io Minuten und 5 Sekunden vor 2 Uhr zeigt, und da angenommen
worden ist, daß die Normalzeit im Augenblick der Auslösung der Scheibe 46 59 Minuten
nach der vollen Stunde ist, muß die ZeitkorrekturscheibP während ihrer Umdrehung,
die eine Minute dauert, welches die sechzigste Minute der Normalzeit ist, die Nebenuhr
auf 2 Uhr stellen und sie für ihren weiteren Gang genau am Ende der sechzigsten
:Minute freigeben mit dem Ergebnis, daß die von der Nebenuhr angezeigte Zeit dann
mit der Normalzeit übereinstimmt.
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Die Stoppklinken 72 und 73 werden im Augenblick, da die Scheibe 46
zu laufen beginnt, in ihre Sperrstellung gebracht. Da ferner die Scheibe 46 mit
der Geschwindigkeit des Sekundenrades 22 rotiert, braucht sie eine Minute, um eine
Umdrehung zu machen. Wenn also die Nebenuhr in der in Fig. i gezeichneten Stellung
steht, und wenn die Scheibe46 beim Beginn der sechzigsten Minute zu rotieren beginnt,
bewegt sich die Klinke 72 sofort in ihre Sperrstellung und verriegelt den Anschlag
29 und damit den Sekundenzeiger 12, wenn dieser die volle Minute anzeigt. Die Stoppklinke
73 gelangt ebenfalls sofort in ihre Sperrstellung. Da die Scheibe 46 mit der Geschwindigkeit
des Sekundenrades 22 umläuft, bewegt sich der an ihr befestigte Anschlag 67 im Zeigersinne
um einen Winkelbetrag, der um ein weniges größer ist als es 5o Sekunden entspricht,
bevor er auf den Rand 41 der Blattfeder 38 schlägt, die an dem Minutenrad 36 befestigt
ist. In Fig. 12 sind die Teile in der Lage gezeichnet, die sie einnehmen, wenn der
Anschlag 67 die Blattfeder 38 berührt. Der Anschlag 67 nimmt dann über die Feder
38 das Minutenrad 36 mit und dreht es im Uhrzeigersinne mit derselben Geschwindigkeit
wie das Sekundenrad 22 während des Restes der sechzigsten Minute. Der Minutenzeiger
13 wird entsprechend mitgedreht. Am Ende der Umdrehung der Scheibe 46 schlägt die
Nase 51 der Klinke 52 gegen das hakenförmige Ende 48 der Stoppklinke 49, wodurch
die Scheibe 46 vom Sekundenrad 22 abgekuppelt und gleichzeitig verriegelt wird.
Gleichzeitig fällt das keilförmige Ende 57 des Hebels 55 in die Nut 58 ein, und
dadurch werden die Stoppklinken 72 und 73 in ihre Ruhelage zurückgeschwenkt und
geben damit den Anschlag 29 und den Anschlag 37 frei. Die Konstruktion ist so, daß
dies genau am Ende der sechzigsten Minute geschieht, so daß die Zeiger 12 und 13
genau die richtige Zeit zeigen, worauf sie wieder zu wandern beginnen. In Fig. 13
sind die Teile in der Lage gezeichnet, die sie einnehmen, wenn die Scheibe 46 gestoppt
wird und die Anschläge 29 und 37 freigegeben werden.
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Im vorstehenden ist die Zeitkorrektur beschrieben, wie sie abläuft,
wenn die Nebenuhr in bezug auf die Normalzeit nachgeht. Wenn die Nebenuhr bei der
neunundfünfzigsten Minute richtig geht, nehmen die Teile im Augenblick der Auslösung
der Scheibe 46 folgende Lage ein: Das Ende 41 der Feder 38 steht gerade um den Abstand
eine Zeitminute hinter der vorderen Fläche
des Anschlags 67. Der
Anschlag 67 dreht sich mit der Scheibe 46 um eine Umdrehung und währenddem ist das
Ende4i der Feder 38 gerade um i Minute vorgegangen. Am Ende der Umdrehung, wenn
die Scheibe 46 wieder stillgesetzt wird, d. h. am Ende der sechzigsten Minute, berührt
der Anschlag 67 das Federende 41. Ebenso steht der Anschlag 29 kurz vor der Klinke
72 in ihrer Sperrstellung, und zwar um einen Winkelbetrag entfernt, den er in i
Sekunde zurücklegt, und die vordere Fläche des Anschlags 37 steht kurz vor .der
Klinke 73 in ihrer Sperrstellung, und zwar um einen Betrag, den er in i Minute zurücklegt.
Die Konstruktion ist so, daß die Klinken 72 und 73 ihre Sperrstellung einnehmen,
wenn die Scheibe 46 etwas mehr als i Sekunde gelaufen ist. Infolgedessen kommt die
Klinke 72, wenn die Nebenuhr richtig geht, gerade in dem Augenblick in ihre Sperrstellung,
wenn der Anschlag 29 unter der Klinke 72 steht, und die Klinke 72 verläßt ihre Sperrstellung
und gibt damit den Anschlag 29 genau zur vollen Minute frei. Wenn die Klinke 73
in ihre Sperrstellung geht, steht der Anschlag 37 kurz vor der Klinke 73, und zwar
um den Betrag, den er in etwa 59 Sekunden zurücklegt, und die Klinke 73 verläßt
ihre Sperrstellung, um den Minutenanschlag freizugeben, genau zur vollen Stunde.
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Falls die Uhr um weniger als i Minute beim Eintreffendes Synchronisiersignals
vorgeht, kommt die Stoppklinke 73 in ihre Sperrstellung und hält den Anschlag 37
auf, wenn dieser die Stellung »volle Stunde« erreicht hat; sie gibt ihn und damit
das Minutenrad 36 wieder frei, wenn die Normalzeit die volle Stunde erreicht hat.
Der Fehler durch Frequenzabweichung im Vorgehen wird in gut überwachten Netzen während
i Stunde den Betrag von i Minute nicht übersteigen, so daß die Korrekturmöglichkeit
für i Minute Vorgehen ausreicht.