DE910651C - Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten

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DE910651C
DE910651C DED4434D DED0004434D DE910651C DE 910651 C DE910651 C DE 910651C DE D4434 D DED4434 D DE D4434D DE D0004434 D DED0004434 D DE D0004434D DE 910651 C DE910651 C DE 910651C
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Dr Winfried Hentrich
Dr Erik Schirm
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Dehydag Deutsche Hydrierwerke GmbH
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DEHYDAG GmbH
Dehydag Deutsche Hydrierwerke GmbH
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  • Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten Es wurde gefunden, daB man zu technisch wertvollen Kondensationsprodukten gelangt, wenn man heterocyclische Verbindungen mit wenigstens zwei -C(Halogen) = N-Gruppen stufenweise in beliebiger Reihenfolge einerseits mit wenigstens einer Verbindung, die neben mindestens einer O H-, S H-, N H2 oder N H R-Gruppe, wobei R einen beliebigen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, einen oder mehrere lipophile Reste enthält, und andererseits mit wenigstens einer Verbindung, die neben mindestens einer OH-, SH-, N H, oder N H R-Gruppe einen oder mehrere hydrophile Reste enthält, in Gegenwart von Lösungsmitteln und säurebindenden Mitteln, kondensiert.
  • Die bei diesem Verfahren als Ausgangsmaterialien verwendeten heterocyclischen Verbindungen mit wenigstens zwei - C(Halogen) = N-Gruppen sind in erster Linie die Halogenide des r, 3, 5-Triazins, d. h. die Cyanurhalogenide, ferner Halogenide der Diazine, wie des Pyrimidins und Pyrazins, sowie Halogenide des Chinazolins, des Chinoxalins und des Phthalazins.
  • Als Verbindungen, die neben wenigstens einer OH-, S H-, N H,- oder N H R-Gruppe einen oder mehrere lipophile Reste enthalten, sind in erster Linie höhermolekulare primäre oder sekundäre Amine, Mercaptane oder Alkohole mit einem wenigstens 6 Kohlenstoffatome enthaltenden, gerad- oder verzweigtkettigen aliphatischen, cycloaliphatischen oder fettaromatischen Kohlenwasserstoffrest zu nennen. Die Amino-, Mercapto- bzw. Hydroxylgruppe kann sich auch in einem aromatischen Rest befinden, der seinerseits z. B. durch einen oder mehrere Alkyl- oder Cycloalkyl-Gruppen substituiert ist, wobei der Substituent direkt oder durch Vermittlung von Heteroatomen oder Heteroatomgruppen in den aromatischen Rest eingeführt sein kann. Ganz allgemein können die Kohlenwasserstoffreste dieser Amine, Mercapto-und Hydroxylverbindungen, Heteroatome und Heteroatomgruppen, wie Sauerstoff, Schwefel, Stickstoff, Halogen-, Sulfon-, Carbonyl-, Ester-, Carbonamid-, Sulfonamid- oder Alkoxygruppen, enthalten. Als für die Kondensation geeignete, einen oder mehrere lipophile Reste enthaltende Verbindungen sind beispielsweise zu nennen: Octylamin, Dodecylamin, N-Dodecyl-N-methyl-amin, N-Dodecyl-N-oxäthylamitfi Octädeceriylamin, 2-Amino-n-octan, DiisobutylaViitil"A'ff«exylamin, Dodecylmercaptan, Montari3xI@e,rcaptarf@sowie entsprechende Alkohole, wie Octylalkohol oder i, iz-Dioxyoctadekan. Als cycloaliphatische Amine, Mercaptane und Alkohole seien genannt: Cyclohexylamin, durch höhere Alkylreste im Kern substituierte Cyclohexylamine, Dekahydronaphthylamin, Cyclohexylmercaptane, Naphthenylmercaptane sowie die entsprechenden Alkohole, wie Cyclohexanol, durch höhere Alkylreste im Kern substituierte Cyclohexanole, Tetrahydromenaphthylalkohol, Dekahydronaphthole. Weiterhin sind Mischtypen dieser Reihen, insbesondere auch solche Verbindungen, die aromatische Kohlenwasserstoffreste enthalten, verwendbar, wie z. B. Benzylamin, Menaphthylamin, Tetrahydromenaphthylamin, p-Dodecylanilin, p-(Tetramethyl-butyl)-anilin, a-Amino-4.-isooctylphenol, 4%Aminophenol-n-octyläther,3LAminoi-lauroyl-benzol, Benzylmercaptan, Menaphthylmercaptan sowie die entsprechenden Hydroxylverbindungen, z. B. durch längere, gerade oder verzweigte Alkylreste im Kern substituierte Phenole, Naphthole.
  • Als Verbindungen, die neben wenigstens einer OH-Gruppe usw. einen oder mehrere hydrophile Reste enthalten, kommen in Betracht, z. B. primäre oder sekundäre aliphatische, cycloaliphatische, aromatische oder fettaromatische Amino-, Mercapto- oder Oxysulfosäuren bzw. Amino-, Mercapto- oder Oxycarbonsäuren, ferner Aminoalkylschwefelsäureester, Aminocycloalkylschwefelsäureester, Mercaptoalkylschwefelsäureester, Amino- oder Mercapto-mono- und -polyalkohole bzw. Amino- oder Mercaptoäther- und -polyätheralkohole, Polyalkohole, Diamine mit einer primären und einer tertiären Aminogruppe, Amino-oder Mercaptoverbindungen, die quaternäre Ammoniumgruppen oder Betaingruppen enthalten. Als hydrophile Reste enthaltende Verbindungen sind beispielsweise zu nennen: Aminoäthansulfonsäure, Alkylaminoäthansulfosäuren, Aminoäthylschwefelsäureester, Amino-benzol- und -naphthalinmono- bzw. -polysulfonsäuren, Aminocarbonsäuren aus Eiweißabbauprodukten, wie z. B. Lysalbinsäure, Aminophenylessigsäure, Aminokresoxyessigsäure, Mercaptoäthansulfosäure, ß-Aminoäthylalkohol, Glucamin, Polyglykol, Polyglycerin, 4-Amino-dimethylanilin, m-Aminophenyltrimethyl-ammoniumchlorid. Die Kohlenwasserstoffreste der Verbindungen mit hydrophilen Resten können auch Heteroatome und Heteroatomgruppen enthalten. Die Umsetzung zwischen den heteroeyclischen Verbindungen mit wenigstens zwei - C(Halogen = N-Gruppen und reaktionsfähigen lipophile bzw. hydrophile Reste enthaltenden Verbindungen erfolgt in an sich bekannter Weise in Gegenwart geeigneter Lösungsmittel, insbesondere auch im wäßrigen Medium, und bei Anwesenheit von säurebindendem Mitteln, wie z. B. Natriumacetat, Alkali- oder Erdalkaliformiaten, -carbonaten, -oxyden oder -hydroxyden, Calciumcarbonat, Pyridin. Die Umsetzung verläuft in den meisten Fällen quantitativ, die Aufarbeitung der Teilkondensationsprodukte sowie der Endkondensationsprodukte erfolgt unter Anwendung technisch üblicher Methoden.
  • Sofern die erfindungsgemäß verwendeten Verbindungen mit lipophilen oder hydrophilen Resten Heteroatome oder Heteroatomgruppen, wie O, S, N, N R, S02, C O O, C O N H, S OZ N H (R = Wasserstoff oder ein beliebiger Kohlenwasserstoffrest) enthalten, kann die Einführung dieser Verbindungen in die heterocyclischen Verbindungen mit wenigstens zwei - C(Halogen) = N-Gruppen auch in Stufen erfolgen, indem man an Stelle dieser Verbindungen nacheinander Teilverbindungen einführt, welche bei Aufspaltung an den Heteroatomen bzw. Heteroatomgruppen entstehen. Bei dieser Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens kann man in der Weise vorgehen, daß man die halogenhaltigen heterocyclischen Verbindungen zunächst mit solchen Verbindungen kondensiert, die neben Amino-, Mercapto- oder Hydroxylgruppen oder auch in solche überführbare Gruppen, wie hTitrogruppen, z. B. Acylaminogruppen öder Estergruppen enthalten, in die man dann, erforderlichenfalls nach vorheriger Freilegung. bzw. Bildung der reaktionsfähigen Gruppe, die lipophilen bzw. hydrophilen Reste einführt.
  • Hydrophile Reste kann man ferner in der Art stufenweise aufbauen, daß man in die halogenhaltigen heterocyclischen Verbindungen zunächst aromatische Reste enthaltende Verbindungen, wie z. B. aromatische Amine oder Phenole, einführt und diese Reste durch nachträgliche Sulfonierung wasserlöslich macht, oder daß man zunächst eingeführte Aminogruppen in wasserlöslich machende quaternäre Ammoniumgruppen überführt oder Amino- bzw. Oxygruppen nachträglich mit i, 2-Alkylenoxyden, wie z. B. Äthylenoxyd, behandelt oder Oxygruppen nachträglich mit anorganischen oder organischen mehrbasischen Säuren, wie z. B. Schwefelsäure verestert.
  • Beispielsweise kann man zum Aufbau eines lipophilen oder hydrophilen Restes zunächst die Kondensation mit einem Aminoalkohol durchführen und im Anschluß daran an der freien Hydroxylgruppe eine Veresterung mit einem höhermolekularen Carbonsäure- insbesondere Fettsäurehalogenid vornehmen, oder man kann an der Hydroxylgruppe zur Herstellung eines hydrophilen Restes Äthylenoxyd anlagern oder mit einer zweibasischen anorganischen Säure, wie z. B. Schwefelsäure, verestern. Man kann auch zunächst ein Alkylen-oder Arylendiamin einführen, dessen eine Aminogruppe acyliert ist und kann, nach Abspaltung der Acylgruppe, an der freien Aminogruppe einen höhermolekularen Carbonsäure-, insbesondere Fettsäurerest einführen oder die Aminogruppe nach bekannten Methoden in einen wasserlöslichmachenden quaternären Ammoniumrest überführen. An Stelle eines Diamins kann man hier auch in erster Stufe z. B. 3- oder 4-Nitranilin verwenden, nach der Kondensation die Nitrogruppe zur Aminogruppe reduzieren und diese wie oben weiter behandeln. Ein weiterer Weg zur stufenweisen Einführung lipophiler Reste besteht darin, daß man die halogenhaltigen heterocyclischen Verbindungen zunächst mit Aminocarbonsäuren kondensiert und im Kondensationsprodukt die freie Carboxylgruppe anschließend mit einem höhermolekularen Alkohol, insbesondere Fettalkohol, verestert oder mit einem höhermolekularen Alkylamin amidiert.
  • Man kann die erfindungsgemäße Kondensation auch in der Weise durchführen, daß man zwei oder mehrere Moleküle der heterocyclischen Verbindungen mit wenigstens zwei - C(Halogen) = N-Gruppen beispielsweise über Alkylen- oder Arylendi- oder -polyamine miteinander verkettet und in das erhaltene Kondensationsprodukt lipophile bzw. hydrophile Gruppen einführt bzw. auch umgekehrt verfährt, indem man zunächst die Einführung der lipophilen und/oder hydrophilen Reste vornimmt und anschließend mit weiteren halogenhaltigen heterocyclischen Verbindungen verkettet.
  • Sofern man bei dem vorliegenden Kondensationsverfahren nicht sämtliche Halogenatome der heterocyclischen Verbindungen mit wenigstens zwei -C(Halogen) = N-Gruppen mit lipophilen bzw. hydrophilen Verbindungen zur Umsetzung bringen will, kann man, wie z. B. im Cyanurchlorid, ein Halogenatom auch unverändert lassen oder kann es in an sich bekannter Weise durch Umsetzung mit Alkalien, wie z. B. Soda, Ammoniak bzw. dessen organischen Substitutionsprodukten oder Schwefelalkalien, in eine Hydroxyl-, Amino- bzw. substituierte Amino- oder Mercaptogruppe überführen. Ferner kann man über dieses Halogenatom auch unter Anwendung eines geeigneten Zwischengliedes, wie z. B. von Di- oder Polyaminen, ein oder mehrere weitere Cyanurhalogenidmoleküle einführen.
  • Die gemäß vorliegendem Verfahren erhaltenen Kondensationsprodukte zeichnen sich dadurch aus, daß sie oberflächenaktive Eigenschaften bei ausgesprochen kolloidalem Charakter besitzen. Infolge dieser Eigenschaften können sie z. B. zur Schaumerzeugung, zum Emulgieren, Dispergieren, Benetzen, Imprägnieren, Peptisieren, Stabilisieren, Egalisieren, Verteilen und lösen in den verschiedenartigsten Industrien, auch im Gemisch mit anderen oberflächenaktiven Stoffen und mit bekannten Waschmittelzusätzen, Lösungsmitteln, Streckungsmitteln u. dgl. verwendet werden. Die Produkte zeigen zum Teil Gerbeigenschaften und können in der Gerbindustrie verwendet werden.
  • Beispiel i 173 Gewichtsteile wasserfreie Sulfanilsäure und q.o Gewichtsteile Natriumhydroxyd werden zusammen in 8oo Gewichtsteilen Wasser gelöst. Diese Lösung fügt man zu einer in bekannter Weise hergestellten feinverteilten Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in 5ooo Gewichtsteilen Eiswasser. Man rührt so lange, bis das Cyanurchlorid völlig in Lösung gegangen ist, erwärmt sodann auf Raumtemperatur, fügt allmählich eine bei Raumtemperatur gesättigte Lösung von 197 Gewichtsteilen N-Methyldodecylamin in Alkohol unter gutem Rühren hinzu, hierauf 168 Gewichtsteile Natriumbicarbonat, und rührt weiter, bis das Methyldodecylamin verschwunden ist. Dann fügt man Zoo Gewichtsteile 25o/oiges Ammoniakwasser hinzu und erwärmt kurze Zeit zum Sieden, worauf die Kondensation vollendet ist. Das erhaltene Kondensationsprodukt von der Konstitutionsformel wird durch Zusatz von Kochsalz abgeschieden, filtriert und getrocknet und stellt in dieser Form ein amorphes graues Pulver dar, welches eine stark schäumende, kolloidale wäßrige Lösung ergibt und hervorragende Kapillaraktivität zeigt.
  • Beispiel 2 Zu einer wie im Beispiel i hergestellten feinverteilten Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in 2ooo Gewichtsteilen Eiswasser fügt man eine konzentrierte wäßrige Lösung von 297 Gewichtsteilen des Dinatriumsalzes der Anilin-2, 5-disulfonsäure und nach der Auflösung der Suspension bei 2o° unterheftigem Rühren allmählich eine konzentrierte alkoholische Lösung von 37o Gewichtsteilen n-Dodecylamin und hierauf 4.5o Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat. Die Umsetzung wird durch Erwärmen auf dem Wasserbad unter Rückfiuß beendet. Der Alkohol wird abdestilliert, worauf die Abscheidung des Kondensationsproduktes in filtrierbarer Form durch Sättigen mit Kochsalz befördert wird. Das Kondensationsprodukt stellt nach dem Trocknen ein amorphes, sich fettig anfühlendes Pulver dar, das in heißem Wasser leicht unter starker Schaumbildung kolloidal löslich ist.
  • Beispiel 3 Zu einer feinverteilten Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in iooo Gewichtsteilen Eiswasser werden 163 Gewichtsteile ß-aminoäthylschwefelsaures Natrium hinzugefügt. Nach kurzem Rühren werden weiterhin 93 Gewichtsteile Anilin und nach dessen Auflösung 3oo Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat zugegeben. Die Temperatur wird jetzt auf 2o° gesteigert und 1/, Stunde hierbei gehalten, worauf man i Grammäquivalent des technischen Gemisches der Monoamine Ca bis C14 hinzufügt, welches durch Umsetzung des technischen Gemisches der normalen Alkylchloride C$ bis C14 mit überschüssigem alkoholischen Ammoniak im Autoklav und darauffolgende Abtrennung der nebenher gebildeten sekundären Amine erhalten wird. Man erwärmt die Mischung unter kräftigem Rühren auf dem Wasserbad, wobei man durch vorsichtige Zugabe von Soda lackmusneutrale Reaktion aufrechterhält. Sobald die Mischung nicht mehr zum Sauerwerden neigt, wird durch weitere Zugabe von Soda schwach lackmusalkalische Reaktion hergestellt und das erhaltene Reaktionsprodukt durch Aussahen und Filtrieren isoliert und getrocknet. Man erhält ein graues Pulver, welches kolloidale, schäumende, kapillaraktive wäßrige Lösungen ergibt. Die Konstitutionsformel des Produktes ist: In analoger Weise kann man das Kondensationsprodukt aus je i Mol Cyanurchlorid, Methyltaurin, Anilin und primären Aminen C$ bis C14 aufbauen sowie das analoge Kondensationsprodukt aus i Mol 2, 4-Dichlor-chinazolin, i Mol Methyltaurin und i Mol primären Aminen C8 bis C14.
  • Beispiel 4 Zu einer wie in den vorigen Beispielen hergestellten feinverteilten Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in iooo Gewichtsteilen Eiswasser fügt man eine Lösung von i5o Gewichtsteilen Aminoessigsäure in 6oo Gewichtsteilen Wasser und hierauf vorsichtig festes Natriumbicarbonat, bis lackmusneutrale Reaktion erreicht und eine klare Lösung entstanden ist. Hierauf läßt man die Temperatur auf 2o' steigen, gibt 267 Gewichtsteile Oleylamin hinzu sowie 15o Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat und vollendet die Umsetzung durch Erwärmen auf dem Wasserbad unter energischem Rühren. Nunmehr macht man mit Soda deutlich lackmusalkalisch, gibt erforderlichenfalls zur besseren Abscheidung des Kondensationsproduktes Kochsalz hinzu, filtriert das Kondensationsprodukt ab und trocknet. An Stelle der- Aminoessigsäure kann man auch äquivalente Mengen von Methylaminoessigsäure oder Iminodiessigsäure verwenden.
  • Beispiel 5 Zu einer feinverteilten Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in 5ooo Gewichtsteilen Wasser fügt man eine konzentrierte wäßrige Lösung von 297 Gewichtsteilen des Dinatriumsalzes der Anilin-2, 4-disulfonsäure und rührt bei Raumtemperatur bis zur völligen Lösung des Cyanurchlorids. Dann werden 136 Gewichtsteile m-Aminoformanilid und 3oo Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat hinzugefügt, und es wird mit dem Rühren bei Raumtemperatur fortgefahren, bis eine Probe das Verschwinden des Aminoformanilids anzeigt. Nunmehr werden 8oo Gewichtsteile 3o°,!oige Natronlauge hinzugefügt, und es wird kurz auf dem Wasserbad erwärmt, bis die Formylgruppe abgespalten und das dritte Chloratom des Cyanurchlorids durch Hydroxyl ersetzt ist. Dann kühlt man in Eis, fügt i5o Gewichtsteile Natriumacetat hinzu, läßt langsam eine Lösung von 30o Gewichtsteilen Ölsäurechlorid in der dreifachen Menge Aceton hinzulaufen und vollendet nach erfolgter Umsetzung die Abscheidung des Reaktionsproduktes durch Zugabe von Kochsalz. Das filtrierte und getrocknete Reaktionsprodukt ist ein amorphes, in Wasser unter Schäumen lösliches Pulver von kapillaraktiven und ausgesprochen kolloidalen Eigenschaften. Beispiel 6 Man stellt zunächst wie im Beispiel i das primäre Kondensationsprodukt aus =85 Gewichtsteilen Cyanurchlorid und 173 Gewichtsteilen Sulfanilsäure her. Zu der auf Raumtemperatur gehaltenen, stark mineralsauren wäßrigen Lösung dieses Produktes fügt man allmählich unter kräftigem Rühren eine konzentrierte warme Lösung von 138 Gewichtsteilen m-Nitranilin in Methanol und hierauf 30o Gewichtsteile kristallisiertes N atriumacetat. Man rührt bei Raumtemperatur, bis das zuerst fein verteilt ausgeschiedene m-Nitranilin in Lösung gegangen ist, fügt dann i5o Gewichtsteile p-tert.-Butylanilin und weiter 30o Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat hinzu und kocht die Mischung, bis auch das Butylanilin in Lösung gegangen ist. Die so erhaltene Lösung wird allmählich unter Rühren in eine kochende Mischung aus Zoo Gewichtsteilen Gußeisenspänen, 75o Gewichtsteilen Wasser und 5o Gewichtsteilen Eisessig eingetragen. Nach vollendeter Reduktion wird die Mischung stark sodaalkalisch gemacht, sodann wird unter gründlichem Nachwaschen des Eisenniederschlages mit heißem Wasser heiß filtriert, worauf das Reduktionsprodukt aus dem Filtrat ausgesalzen wird. Der filtrierte Niederschlag wird noch feucht mit der fünffachen Menge Wasser unter Zusatz von etwas Kalilauge angerührt und im Autoklav nach und nach bei ioo bis i2o° mit 66o Gewichtsteilen Äthylenoxyd versetzt, bis sich die Beendigung der Äthylenoxydanlagerung durch Druckabfall anzeigt. Das erhaltene Reaktionsprodukt wird in üblicher Weise aufgearbeitet und getrocknet.
  • Beispiel 7 242 Gewichtsteile 2-Phenoxy-4, 6-dichlor-i, 3, 5-triazin werden unter Vermeidung von Erwärmung in der erforderlichen :Menge Alkohol gelöst. Zu der Lösung fügt man allmählich unter Kühlung 5oo Gewichtsteile Cyclohexylamin und erwärmt schließlich zum Sieden des Alkohols, worauf die Umsetzung sich rasch vollendet. Nach Zugabe von 27o Gewichtsteilen 3o°/oiger Natronlauge wird der Alkohol und das überschüssige Cyclohexylamin mit Wasserdampf abgeblasen, der Rückstand filtriert, getrocknet und mit der etwa 7- bis iofachen Menge konzentrierter Schwefelsäure auf dem Wasserbad erwärmt, bis eine Probe sich in verdünnter warmer Sodalösung klar löst. Dann wird die abgekühlte Sulfonierungsschmelze auf Eis gegossen und das Sulfonierungsprodukt in üblicher `''eise abgeschieden. An Stelle des Cyclohexylamins kann man auch im hydroaromatischen Rest durch Alkylreste C6 bis C" substituierte Cyclohexylamine verwenden.
  • Beispiel 8 Zu einer feinverteilten Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in Sooo Gewichtsteilen Eiswasser fügt man eine konzentrierte wäßrige Lösung von 164 Gewichtsteilen des Mononatriumsalzes der ß-Mercaptoäthansulfonsäure und hierauf allmählich bei o bis 5° eine Lösung von i06 Gewichtsteilen kalzinierter Soda in iooo Gewichtsteilen Wasser. Nach vollendeter Umsetzung wird bei 2o bis 25° eine schwach erwärmte, möglichst konzentrierte alkoholische Lösung von 241 Gewichtsteilen Cetylamin eingetragen und nach dem Verschwinden des freien Amins das erhaltene Kondensationsprodukt filtriert. Das Kondensationsprodukt wird sodann ohne Zwischentrocknung in eine auf dem Wasserbad hergestellte Schmelze vom 16o Gewichtsteilen Schwefel und 1200 Gewichtsteilen kristallisiertem Schwefelnatrium eingetragen und einige Zeit bei Wasserbadtemperatur gerührt. Hierauf wird mit Wasser verdünnt, mit Kochsalz gefällt und der erhaltene Niederschlag durch nochmaliges Lösen in heißem Wasser, Ansäuern und Aussalzen gereinigt und sodann getrocknet. Das erhaltene Kondensationsprodukt hat nachstehende Konstitutionsformel: Beispiel 9 185 Gewichtsteile Cyanurchlorid werden bei Raumtemperatur in der erforderlichen Menge Toluol gelöst. Zu dieser Lösung fügt man allmählich bei 15 bis 2o° eine konzentrierte Lösung von 61 Gewichtsteilen ß-Aminoäthylalkohol in Toluol und hierauf 7o Gewichtsteile wasserfreies Kaliumcarbonat. Nach halbstündigem Rühren bei Raumtemperatur werden allmählich 2 Mole eines technischen Gemisches der Alkylamine C6 bis C18 (erhalten durch katalytische Hochdruckreduktion der Kokosölfettsäuren zu den entsprechenden Alkoholen, Veresterung derselben mit Salzsäure, Umsetzung des Gemisches der erhaltenen Alkylchloride C8 bis C18 mit Ammoniak) in Toluollösung hinzugesetzt und danach i50 Gewichtsteile wasserfreies Kaliumcarbonat zugegeben. Man rührt noch i Stunde bei Raumtemperatur und erhitzt dann unter energischem Rühren so lange auf dem Wasserbad, bis alles Chlor des Cyanurchlorids umgesetzt ist. Dann wird das Reaktionsgemisch in einen Autoklav übergeführt und bei etwa ioo bis iro° in Gegenwart von 0,504 Kaliumäthylat mit 88o Gewichtsteilen Äthylenoxyd behandelt. Nach Beendigung der Äthylenoxydanlagerung destilliert man das Toluol ab, löst den Rückstand in viel heißem Wasser, filtriert, salzt das Filtrat aus und arbeitet den gewonnenen Niederschlag in üblicher Weise auf. Beispiel io Zu einer feinverteilten Suspension von i85 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in iooo Gewichtsteilen Eiswasser fügt man allmählich eine konzentrierte wäßrige Lösung von 347 Gewichtsteilen des -Dinatriumsalzes der i-Naphthylamin-3, 6-disulfonsäure, wobei die Temperatur bei -f-5 bis io° gehalten wird. Nach erfolgter Lösung des Cyanurchlorids werden 122 Gewichtsteile ß-Aminoäthylalkohol hinzugefügt und nach einigem Rühren bei Raumtemperatur vorsichtig io°,loige Sodalösung, bis bleibend lackmusneutrale Reaktion erreicht ist; dann erwärmt man auf dem Wasserbad unter weiterer vorsichtiger Zugabe von Sodalösung, bis auch in der Wärme die lackmusneutrale Reaktion bestehenbleibt. Nunmehr kühlt man auf +5° ab, gibt i60 Gewichtsteile Pyridin hinzu und tropft bei +5' 437 Gewichtsteile Laurinsäurechlorid ein. Nach Beendigung der Reaktion wird das erhaltene Kondensationsprodukt, welches in der Hauptsache aus einer Verbindung der Formel besteht, in üblicher Weise aufgearbeitet. Beispiel ii Zu einer feinverteilten Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in iooo Gewichtsteilen Eiswasser fügt man allmählich bei + 5 bis io° eine konzentrierte wäßrige Lösung von 325 Gewichtsteilen des Mononatriumsalzes der 2-Naphthylamin-6, 8-disulfonsäure und 4o Gewichtsteilen Natriumhydroxyd. Hierauf läßt man die Temperatur auf 2o° steigen, tropft eine konzentrierte alkoholische Lösung von 205 Gewichtsteilen p-Octylanilin ein und gibt 3oo Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat hinzu. Nachdem das Octylanilin völlig in Lösung gegangen ist, werden 3oo Geuzchtsteile 25°!oiges Ammoniakwasser zugegeben, und die Mischung wird bis zur Vollendung der Umsetzung auf dem Wasserbad erwärmt. Die Aufarbeitung der Reaktionsmischung erfolgt wie in früheren Beispielen durch Aussaizen, Filtrieren und Trocknen des Kondensationsproduktes. An Stelle des p-Octylanilins kann man auch den 4-Aminophenyl-n-octyläther verwenden.
  • Beispiel i2 163 Gewichtsteile 4-Methyl-2, 6-dichlorpyrimidin werden in der doppelten Menge Aceton gelöst, und die Lösung wird unter energischem Rühren in iooo Gewichtsteilen kaltes Wasser gegossen. Zu der so erhaltenen feinverteilten Suspension fügt man eine konzentrierte wäßrige Lösung von 45o Gewichtsteilen des Trinatriumsalzes der i-Naphthylamin-3, 6, 8-trisulfonsäure und rührt bei Raumtemperatur bis zur völligen Auflösung der Suspension. Dann fügt man 345 Gewichtsteile N-Octadecylanilin hinzu sowie 30o Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat und erwärmt unter weiterem energischem Rühren auf 9o bis ioo°, bis das Octadecylanilin verschwunden ist. Hierauf salzt man das gebildete Kondensationsprodukt heiß aus, filtriert und trocknet.
  • Beispiel 13 Zu einer feinverteilten Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in 2ooo Gewichtsteilen Wasser fügt man bei io° 28o Gewichtsteile N-Methyltaurin und hierauf 3oo Gewichtsteile kristallisiertes N atriumacetat. Dann läßt man die Temperatur auf 2o° steigen, fügt nochmals 3oo Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat hinzu und rührt i Stunde bei 2o bis 25°. Hierauf wird eine warme alkoholische Lösung von 29o Gewichtsteilen Monolauroyl-i, 4-phenylendiamin eingerührt und dann unter vorsichtiger Zugabe von fester Soda, so daß ständig schwach lackmussaure Reaktion herrscht, die Temperatur allmählich bis zum Sieden gesteigert. Man rührt in der Siedehitze nach, bis die Umsetzung vollendet ist, sättigt mit Kochsalz und arbeitet das abgeschiedene Kondensationsprodukt in üblicher Weise auf.
  • Bei dieser Kondensation kann man an Stelle des Monolauroyl-i, 4-phenylendiamins auch eine äquivalente Menge Oleylamin oder eines Gemisches der Alkylamine C$ bis C14 verwenden; auch kann man die Kondensation so ausführen, daß man auf i Mol Cvanurchlorid, i Mol Methyltaurin, 1 Mol Oleylamin und i Mol eines Gemisches aus Alkylaminen Ca bis C14 anwendet.
  • Beispiel 14 Zu einer feinverteilten Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in 2ooo Gewichtsteilen Eiswasser fügt man 373 Gewichtsteile m-Aminophenyl-trimethyl-ammoniumchlorid, worauf die Suspension sich sehr rasch völlig löst. Man rührt 1/4 Stunde bei 20°, fügt 30o Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat hinzu, hierauf 353 Gewichtsteile Di-n-dodecylamin und erhitzt unter energischem Rühren zum Sieden der Reaktionsmischung. Währenddessen fügt man vorsichtig 15°/oige Sodalösung hinzu, bis zum Schluß bleibend lackmusneutrale Reaktion erzielt ist. Durch Aussalzen, Filtrieren und Trocknen wird das Kondensationsprodukt der Formel in fester Form erhalten. Das Produkt gibt seifenartige wäßrige Lösungen.
  • Beispiel 15 Zu einer eiskalten alkoholischen Lösung von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid fügt man bei o bis 5° allmählich 116 Gewichtsteile asymmetrischen Diäthyläthylendiamin und nach halbstündigem Nachrühren eine konzentrierte alkoholische Lösung von 185 Gewichtsteilen n-Dodecylamin. Man steigert die Temperatur auf 2o°, fügt 82 Gewichtsteile feingepulvertes wasserfreies Natriumacetat hinzu und rührt weiter, bis kein freies Dodecylamin mehr vorhanden ist. Dann kühlt man wiederum auf -i -5° ab, fügt allmählich unter gutem Rühren eine Lösung von 4o Gewichtsteilen Natriumhydroxyd in 8oo Gewichtsteilen Alkohol hinzu, saugt vom gebildeten Kochsalz und vom größten Teil des Natriumacetats ab und erwärmt das Filtrat mit 126,5 Gewichtsteilen Benzylchlorid unter Rückfluß auf dem Wasserbad, bis die Anlagerung des Benzylchlorids in kurzer Zeit. vollendet ist. Nach dem Abdestillieren des Alkohols hinterbleibt das Kondensationsprodukt der Formel als amorphe, in Wasser unter Schäumen leicht lösliche Substanz. Die Verbindung ist durch hohes Desinfektionsvermögen ausgezeichnet.
  • Beispiel 16 Eine konzentrierte Lösung von Zoo Gewichtsteilen 2, 4-Dichlorchinazolin in Aceton wird unter heftigem Rühren in iooo Gewichtsteile Eiswasser gegossen. Hierzu fügt man 297 Gewichtsteile des Dinatriumsalzes der Anilin-2, 5-disulfonsäure in konzentrierter wäßriger Lösung und rührt bei 2o°, bis sich der Niederschlag klar gelöst hat. Dann werden 258 Gewichtsteile n-Octylamin hinzugefügt, worauf man auf dem Wasserbad erwärmt, bis die Reaktion beendet ist. Die Abtrennung des überschüssigen Octylamins und die weitere Aufarbeitung erfolgt in üblicher Weise. Beispiel 17 194 Gewichtsteile 2-Äthoxy-4, 6-dichlor-i, 3, 5-triazin werden in möglichst wenig Aceton gelöst; dann wird die Lösung unter Rühren in iooo Gewichtsteile Wasser von Raumtemperatur gegossen. Hierzu fügt man 169 Gewichtsteile N-Ocyäthyltaurin und i5o Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat und, nachdem alles klar in Lösung gegangen ist, 211 Gewichtsteile sek.-Octylcyclohexylamin und weitere 15o Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat und erwärmt auf dem Wasserbad bis zur Beendigung der Umsetzung. Das erhaltene Kondensationsprodukt wird wie in den vorhergehenden Beispielen isoliert.
  • Beispiel 18 Zunächst wird wie im Beispiel i das Kondensationsprodukt aus i Mol (i85 Gewichtsteilen) Cyanurchlorid, I :N'101 (i73 Gewichtsteilen) Sulfanilsäure und i 3M1 (i85 Gewichtsteilen) n-Dodecylamin hergestellt. Nachdem das Dodecylamin gebunden ist, werden 54 Gewichtsteile n-Phenylendiamin, gelöst in Zoo Gewichtsteilen Wasser, und danach i50 Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat hinzugefügt. Hierauf wird die Mischung bis zur Beendigung der Umsetzung auf dem Wasserbad erwärmt. Die Aufarbeitung erfolgt in üblicher Weise. Das Kondensationsprodukt hat die Konstitutionsformel: N \ @# //N\, Na 0 S-# >- NH-C/ C-\TH = - NH-C C-NH \S0 Na I i -1 N N N C12 H25 ' N H N H - C12 H25 Beispiel ig Gereinigtes Eieralbumin, Casein oder auch Chromlederabfälle werden in bekannter Weise durch Kochen mit starker Salzsäure völlig hydrolysiert, danach wird die überschüssige Säure durch mäßiges Erwärmen unter stark vermindertem Druck größtenteils entfernt. Das als Rückstand verbliebene Gemisch von Aminosäuren wird in Wasser aufgenommen, die Lösung wird lackmusneutral eingestellt und erforderlichenfalls filtriert. Von dem Filtrat wird ein Teil entnommen, der (laut Analyse) i Grammäquivalent N H2 enthält und zu einer wie üblich hergestellten eiskalten wäßrigen Suspension von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid gegeben. Durch vorsichtigen Zusatz von Natriumbicarbonat unter Eiskühlung wird eben eine klare Lösung hergestellt. Die restlichen beiden Chloratome des Cyanurchlorids werden schrittweise nach der im Beispiel i gegebenen Vorschrift durch den n-Dodecylamino- und durch den Aminorest ersetzt, worauf das erhaltene Kondensationsprodukt isoliert wird.
  • Beispiel 2o 179 Gewichtsteile 2-Methylamina-4, 6-dichlor-i, 3, 5-triazin werden durch Lösen in möglichst wenig Aceton oder Alkohol und Einrühren der Lösung in iooo Gewichtsteile Wasser in eine feinverteilte Suspension übergeführt. Hierzu fügt man bei 2o bis 25° eine konzentrierte wäßrige Lösung von 181 Gewichtsteilen Glukamin und i50 Gewichtsteilen kristallisiertem Natriumacetat und rührt bis zur Auflösung des Niederschlages. Sodann werden 185 Gewichtsteile n-Dodecylamin und nochmals 15o Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat zugegeben.. Die Mischung wird bei Wasserbadtemperatur bis zum Verschwinden des Dodecylamins gerührt und dann wie zuvor aufgearbeitet. An das so erhältliche Produkt kann man zur weiteren Steigerung der Wasserlöslichkeit noch Äthylenoxyd anlagern.
  • Beispiel 21 Zu einer auf o° abgekühlten Lösung von 185 Gewichtsteilen Cyanurchlorid in der erforderlichen Menge Äther fügt man allmählich bei nicht über +- 5° eine ätherische Lösung von 370 Gewichtsteilen n-Dodecylamin. '.Ulan rührt kurze Zeit bei o bis 5° nach, läßt dann die Temperatur auf 2o° steigen, saugt vom ausgeschiedenen Dodecylamin-Chlorhydrat ab und verdampft das Filtrat zur Trockne. Das so in nahezu quantitativer Ausbeute erhaltene rohe 2-Dodecylamino-4, 6-dichlor-i, 3, 5-triazin wird mit überschüssigem io°/oigem alkoholischem Ammoniak 2 Stunden auf ioo° erhitzt. Dann destilliert man Ammoniak und Alkohol ab und wäscht das zurückbleibende 2-Dodecylamino-4, 6-diamino-i, 3, 5-triazin mit heißem Wasser salzfrei. Nach dem Trocknen wird das Produkt unter Erwärmen in einem Autoklav in i5oo Gewichtsteilen Toluol gelöst, 5 Gewichtsteile Natriumäthylat werden hinzugefügt und unter Rühren und Erwärmen auf ioo bis iao° 88o Gewichtsteile Äthylenoxyd eingeleitet. Man setzt das Rühren und Erwärmen fort, bis der Druckabfall die Beendigung der Kondensation anzeigt. Dann wird das Toluol abdestilliert, der Rückstand in Wasser gelöst, die Lösung neutralisiert, filtriert und das Filtrat mit Kochsalz gefällt. Das in Form eines amorphen Niederschlages erhaltene Kondensationsprodukt wird filtriert und getrocknet.
  • Beispiel'-22 Man verfährt zunächst genau wie im vorhergehenden Beispiel. Das nach dem Verdampfen des Äthers zurückbleibende 2-Dodecylamino-4, 6-dichlor-i, 3, 5-triazin wird mit 6ooo Gewichtsteilen 2()/oiger Natronlauge erwärmt, bis alles Chlor abgespalten ist, dann neutralisiert man mit Salzsäure, filtriert das 2-Dodecylamino-.4, 6-dioxy-i, 3, 5-triazin und trocknet es. Nunmehr wird das Produkt in der im vorhergehenden Beispiel beschriebenen Weise mit Äthylenoxyd behandelt, nur mit dem Unterschied, daß man hier iioo Gewichtsteile Äthylenoxyd anwendet. Das erhaltene Kondensationsprodukt wird in üblicher Weise aufgearbeitet.
  • Beispiel 23 139 Gewichtsteile m--Nitrophenol werden mit 2ooo Gewichtsteilen Toluol und 5 Gewichtsteilen Kaliumäthylat in einem Autoklav auf ioo° erhitzt; dann werden 132o Gewichtsteile Äthylenoxyd bei ioo bis =2o° in dem Maße, wie die Reaktion fortschreitet, unter Druck eingeleitet. Nachdem durch den Druckabfall die Vollendung der Reaktion erkennbar geworden ist, wird das Toluol abdestilliert, der Rückstand in Wasser aufgenommen und die wäßrige Lösung in üblicher Weise mit Eisen und wenig Essigsäure reduziert. Die sodaalkalisch gemachte und vom Eisen filtrierte Lösung, die nunmehr einen Polyglykoläther des m-Aminophenols der allgemeinen Formel enthält, wird mit Salzsäure genau lacknusneutral gestellt und zu einer in üblicher Weise aus i85 Gewichtsteilen Cyanurchlorid und 5oo Gewichtsteilen Wasser hergestellten feinverteilten Suspension bei 5 bis io° allmählich hinzugegeben. Nachdem das Cyanurchlorid in Lösung gegangen ist, läßt man unter Steigerung der Temperatur auf 2o° eine konzentrierte alkoholische Lösung von37o Gewichtsteilen n-Dodecylamin hinzulaufen, setzt 6oo Gewichtsteile kristallisiertes Natriumacetat hinzu und steigert nach halbstündigem Rühren bei 2o° die Temperatur auf go bis ioo°. Bei dieser Temperatur rührt man, bis das gesamte Dodecylamin verschwunden ist, salzt das gebildete Kondensationsprodukt aus, filtriert und trocknet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten, dadurch gekennzeichnet, daß man heterocyclische Verbindungen mit wenigstens zwei -C(Halogen) = N-Gruppen, insbesondere Cyanurhalogenide, stufenweise in beliebiger Reihenfolge einerseits mit wenigstens einer Verbindung, die neben mindestens einer OH-, SH-, N H,- oder N H R-Gruppe, in der R einen beliebigen Kohlenwasserstoffrest bedeutet, einen oder mehrere lipophile Reste enthält, und andererseits mit wenigstens einer Verbindung, die neben mindestens einer OH-, SH-, N H,7 oder N H R-Gruppe einen oder mehrere hydrophile Reste enthält, in Gegenwart von Lösungsmitteln und säurebindenden Mitteln, kondensiert.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die heterocyclischen Verbindungen mit wenigstens zwei -C(Halogen) =N-Gruppen mit solchen lipophile bzw. hydrophile Reste enthaltenden Verbindungen kondensiert, welche Heteroatome oder Heteroatomgruppen, wie 0, S, N, N R, SO" C O O, C O N H, S O, N H, enthalten, wobei R Wasserstoff oder einen beliebigen Kohlenwasserstoffrest bedeutet.
  3. 3. Verfahren gemäß Aanspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die heterocyclischen Verbindungen mit wenigstens zwei -C(Halogen)=N-Gruppen statt mit den lipophile bzw. hydrophile Reste enthaltenden Verbindungen nacheinander mit den Teilverbindungen kondensiert, welche bei Aufspaltung an den Heteroatomen oder Heteroatomgruppen 'dieser Verbindungen entstehen.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1125226B (de) * 1956-06-15 1962-03-08 Philips Nv Insektenbekaempfungsmittel
DE1245385B (de) * 1962-08-28 1967-07-27 Olin Mathieson Verfahren zur Herstellung von Oxyalkylierungsprodukten von Di- oder Triamino-1, 3, 5-triazinen

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