DE91038C - - Google Patents

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 57: Photographie.
Bei der Herstellung von photographischen Kopien hat bisher die Verwendung des Albumin-Papiers die allgemeinste Verbreitung gehabt. Erst in neuerer Zeit sind dem genannten Papiere im Celloidin- und im Chlorsilber-Gelatineoder Aristo-Papier ernstliche Concurrenten erwachsen. Das Aristo-Papier hat in der leichten Verletzlichkeit seiner Schicht im nassen Zustande einen grofsen Uebelstand, den das Celloidin-Papier nicht hat. Bei der Concurrenz mit dem Albumin-Papier kommt also nur das Celloidin-Papier in Betracht. Das Albumin-Papier überragt allerdings das Celloidin - Papier in der Durchsichtigkeit und der Kraft der Tiefen, dagegen überragt das Celloidin-Papier das Albumin-Papier bedeutend in der Empfindlichkeit, indem es kaum die halbe Zeit zum Kopiren erfordert und nicht vergilbt. Das Albumin-Papier verdirbt dagegen bei sehr schlechtem Licht schon im Kopirrahmen und giebt unter Umständen gar kein Bild.
Es mufste daher als ein erstrebenswerthes Ziel betrachtet werden, dem Albumin-Papier dieselbe Empfindlichkeit zu geben wie dem Celloidin-Papier, und diese Aufgabe löst die nachfolgend beschriebene Erfindung.
Es wurde durch Versuche festgestellt, dafs, wenn man dem Albumin beim Salzen ein bestimmtes Quantum eines neutralen löslichen Sauerstoffsalzes, das mit Silber einen unlöslichen oder schwer löslichen Niederschlag giebt und gleicherweise eine minimale Menge eines löslichen Bromids zusetzt, damit ein Albumin-Papier hergestellt werden kann, das die Empfindlichkeit des Celloidin-Papiers erreicht, wenn nicht übertrifft. Als Sauerstoffsalze für den oben genannten Zweck sind verwendbar: Borate, Phosphate, Wolframiate , Oxalate , Tartrate, Citrate, Succinate u. s. w., mit einem Wort, alle im Wasser löslichen Sauerstoffsalze, die mit Silbernitrat einen Niederschlag geben.
Mit saurem Silberbade sensibilisirt, erhält man damit ein Dauerpapier, das die Schnelligkeit des Celloidin-Papiers mit den schönen Tiefen des Albumin-Papiers vereinigt.
Der Zusatz von Citraten zum Albumin wurde bereits empfohlen, ebenso ein Zusatz von Bromiden, jedes für sich allein (vgl. die Notiz von Stolze in Photographische Mittheilungen Bd. 20, S. 12, bezw. Eder, Handbuch der Photographie Bd. IV, S. 28). Da jedes einzelne aber keine befriedigenden Resultate ergab, so führten sich diese Zusätze nicht in die Technik ein. Dagegen ist der Zusatz von Sauerstoffsalzen und Bromiden zum Chlorid in bestimmtem. Verhältnifs neu und nur auf diese Weise ist ein schnell arbeitendes Product zu erreichen, das den Ansprüchen der Technik an die Qualität des Bildes genügt.
Die Ausübung des Verfahrens geschieht in folgender Weise:
Gegohrenes Eiweifs wird mit 2 bis 4 pCt. eines löslichen Chlorids, z. B. mit Chlorammonium, gesalzen. Diesem Chlorid wird ein neutralreagirendes Sauerstoffsalz, dessen Säure mit Silber ein schwer lösliches oder unlösliches Salz bildet, z. B. ein Citrat, in solcher Menge zugesetzt, dafs sich beim Sensibilisiren 4/5 des Silbers als Haloidsalz und 1J5 als Sauerstoffsalz ausscheidet. Ferner wird auf je 26 Aequivalente Chlorid 1 Aequivalent Bromid oder mehr zugesetzt.
Mit diesem gesalzenen Eiweifs, dem noch in bekannter Weise Farbstoffe zugesetzt werden können, wird photographisch reines Papier in bekannter Weise präparirt und nachher mit einem Silberbade, das mit einer Säure, ζ. Β Citronensäure, angesäuert ist, sensibilisirt.
Das so hergestellte Papier ist mehrere Monate unzersetzt haltbar und kopirt etwa doppelt so rasch wie die besten gewöhnlichen Albumin-Papiere des Handels.
Die kleine Menge Bromid wirkt hier ähnlich wie ein Ferment. Reines Bromid würde ein ungemein empfindliches Papier liefern, das aber keine Tiefen giebt, da das frei werdende Brom eine weitere Zersetzung des Bromsilbers hindert und so nach dem Ankopiren ein graues Bild giebt, das auf keine Weise Kraft erhält. Bei dem beschriebenen Papier aber wird das frei werdende Brom sofort von dem Ueberschufs der anderen Silbersalze absorbirt, indem sich ein neues Quantum Bromsilber bildet, das nun wieder durch seine hohe Empfindlichkeit die Lichtwirkung einleitet, während die Kraft in den Tiefen durch das Chlorsilber erzeugt wird. Das beschriebene Papier läfst sich nach dem Zustande der darin enthaltenen Silberverbindung als Chlorbromsauerstoff- Albumin - Papier bezeichnen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung eines haltbaren und schnell kopirenden Albumin-Papiers, gekennzeichnet dadurch, dafs dem Papier beim Albuminisiren neben dem Chlorid ein Gehalt an Bromid und einem neutralen Salz einer anorganischen oder organischen Säure, wie z. B. Citronensäure, gegeben wird, um beim Silbern des Papiers Gemenge von.Chlorid und Bromid mit Sauerstoffsalz des Silbers in unlöslicher Form und inniger Berührung zu bilden.
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