DE908613C - Verfahren zur Herstellung von in ª‡-Stellung durch Guanidin substituierten Fettsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von in ª‡-Stellung durch Guanidin substituierten Fettsaeuren

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Publication number
DE908613C
DE908613C DEI5332A DEI0005332A DE908613C DE 908613 C DE908613 C DE 908613C DE I5332 A DEI5332 A DE I5332A DE I0005332 A DEI0005332 A DE I0005332A DE 908613 C DE908613 C DE 908613C
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DE
Germany
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guanidine
acid
mixture
glycocyamine
fatty acids
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Expired
Application number
DEI5332A
Other languages
English (en)
Inventor
Rose M Kwapich
Bruno Vassel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
International Minerals and Chemical Corp
Original Assignee
International Minerals and Chemical Corp
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C277/00Preparation of guanidine or its derivatives, i.e. compounds containing the group, the singly-bound nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups
    • C07C277/08Preparation of guanidine or its derivatives, i.e. compounds containing the group, the singly-bound nitrogen atoms not being part of nitro or nitroso groups of substituted guanidines

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von in a-Stellung durch Guanidin substituierten Fettsäuren Die Erfindung betrifft die Herstellung von in a-Stellung durch Guanidin substituierten Fettsäuren, wie Glykocyamin.
  • Es sind mehrere Verfahren bekannt, nach denen in a-Stellung durch Guanidin substituierte Fettsäuren hergestellt werden können. So ist Glykocyamin z. B. durch Erhitzen von Guanidincarbonat mit Glycin auf Temperaturen hergestellt worden, bei denen Wasser und Kohlendioxyd abgetrieben werden. Oder man hat Glykocyamin durch Umsetzung von Glycin mit Cyanamid in Gegenwart von Ammoniak hergestellt. Nach einem anderen Verfahren wird Glykocyamin durch Umsetzung von freiem Guanidin mit Halogenessigsäure oder -ester hergestellt. Die erste Umsetzung ergibt schlechte Ausbeuten an Glykocyamin, die im allgemeinen zwischen 25 und 40 °/o liegen. Die Höchstausbeuten, die für das zweite Verfahren angegeben werden, betragen 6o bis 65 %. Die Ausbeuten für die dritte Umsetzung sind mit etwa 6o °/o angegeben worden. Bei dem dritten Verfahren besteht die Schwierigkeit, das freie Guanidin in fast wasserfreier Form zu erhalten, da die freie Base in wäßriger Lösung ganz unbeständig ist, im Gegensatz zu ihren Salzen, z. B. dem Guanidinhydrochlorid, das leicht erhältlich ist und sich in wäßriger Lösung nicht zersetzt.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß man ein Gemisch von einem Guanidinsalz und einem Alkalihydroxyd in flüssigem Medium mit einer a-Halogenfettsäure zwischen etwa o und 6o' un lsetzt und die in a-Stellung durch Guanidin substituierte Fettsäure aus dem Umsetzungsgemisch isoliert. Zweckmäßig führt man das Reaktionsgemisch bei der genannten Temperatur, bis die Umsetzung praktisch beendet ist.
  • Bei der praktischen Durchführung werden Plätzchen von Natrium- oder Kaliumhydroxyd, besonders von letzterem, in ein flüssiges Medium gegeben, das ein Guanidinsalz, z. B. Guanidinhydrochlorid, -sulfat oder -nitrat, enthält. Die erhaltene Mischung wird etwa 1J2 bis 1l/2 Stunden bei etwa 5 bis 30', vorzugsweise etwa 15 bis 25', gerührt. Dann wird eine a-Halogenfettsäure, z. B. Chloressigsäure, zu der kalten Mischung gegeben und deren Temperatur während des Halogenfettsäurezusatzes auf etwa 5 bis 3o', vorzugsweise 2o bis 25', gehalten. Die Mischung wird bei Temperaturen zwischen etwa o und 6o', vorzugsweise etwa 35 und 40', gerührt, bis die Umsetzung praktisch beendet ist, d. h. etwa 6 bis i2 Stunden. Das Glykocyamin wird aus den Umsetzungsprodukten gewonnen.
  • Die Umsetzung kann in jedem flüssigen Medium ausgeführt werden. Die Ausbeuten an in a-Stellung durch Guanidin substituierter Fettsäure können jedoch erhöht werden, wenn die Umsetzung in einem flüssigen Medium durchgeführt wird, in dem das benutzte Alkalihydroxyd praktisch unlöslich ist. Wenn die Umsetzung z. B. in Wasser ausgeführt wird, in dem das Alkalihydroxyd löslich ist, sind die Ausbeuten an Glykocyamin niedriger, als wenn die Umsetzung in Aceton, Äther, Methylenchlorid oder anderen flüssigen Medien durchgeführt wird, in denen das Alkalihydroxyd praktisch unlöslich ist, wenn nicht ein ÜberschuB an Alkalihydroxyd angewendet wird.
  • Bei der praktischen Durchführung wird als Lösungsmittel vorzugsweise Aceton, Äther oder Methylenchlorid angewendet. Das Glykocyamin und das Salz des Alkalihydroxyds, die die festen Bestandteile der Umsetzungsprodukte darstellen, können voneinander getrennt werden, indem man die Festkörper mit einer Flüssigkeit auszieht, in der der eine Bestandteil praktisch löslich und der andere praktisch unlöslich ist. Wenn z. B. Kaliumhydroxyd angewendet wird, was besonders der Fall ist, wenn man Guanidinhydrochlorid benutzt, bestehen die festen Bestandteile der Umsetzungsprodukte aus Glykocyamin und Kaliumchlorid. Gibt man zu der Mischung Wasser, 5oo/oiges Methanol oder ähnliche Lösungsmittel, dann löst sich Kaliumchlorid auf, und der aus der Lösung abgetrennte Rest ist reines Glykocyamin.
  • Alle a-Halogenfettsäuren sind für die Zwecke der vorliegenden Erfindung verwendbar. Zum Beispiel können Chloressigsäure, a-Chlorpropionsäure, a-Bromessigsäure u. dgl. verwendet werden.
  • Nach dem neuen Verfahren können z. B. Glykocyamin, a-Guanidinopropionsäure oder a-Guanidino-. n-buttersäure hergestellt werden. Diese Verbindungen werden allein oder zusammen mit anderen Verbindungen als Arzneimittel verwendet.
  • Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele erläutert. Diese stellen aber keine Begrenzung der Erfindung dar. Beispiel I 47,7 g Guanidinhydröchlorid werden mit 56 g KOH-Plätzchen in 40o ccm Aceton i Stunde lang bei 20' gerührt. 47,25 g feste Chloressigsäure werden zu der Acetonmischung gegeben, wobei die Temperatur auf 25' gehalten wird. Dann wird das Reaktionsgemisch 8 Stunden bei einer Temperatur zwischen 35 und 40' gerührt. Die Reaktionsprodukte werden filtriert und 350 ccm 5oo/oiges Methanol zu dem Filterkuchen gegeben. Das Kaliumchlorid löst sich in dem Methanol auf, und reines Glykocyamin wird in 6oo/oiger Ausbeute gewonnen.
  • Beispiel Il 61g Guanidinnitrat werden mit 409 NaOH in 400 ccm Methylenchlorid i Stunde bei 2o' gerührt. Dann werden 47,25 g feste Chloressigsäure zu der Methylenchloridmischung hinzugegeben, wobei die Temperatur auf 25' gehalten wird. Die Umsetzungsmischung wird 8 Stunden bei Rückflußtemperatur (4o bis 43') gerührt. Die Umsetzungsprodukte werden filtriert und einmal mit 150 ccm und dann mit ioo ccm Wasser bei Raumtemperatur gewaschen. Das reine Glykocyamin wird in 6oo/oiger Ausbeute gewonnen. Beispiel III 45 g Guanidincarbonat werden in 400 ccm Äther suspendiert. Hierzu werden langsam unter Rühren 24,5 g Schwefelsäure (d = 1,84) gegeben. Das Rühren wird fortgesetzt, bis die Kohlensäureentwicklung aufhört. Dann werden 4o g NaOH-Plätzchen langsam hinzugefügt, wobei die Temperatur auf 2o' gehalten und das Rühren i Stunde fortgesetzt wird. Dann werden 47,25 g feste Chloressigsäure zu der ätherischen Lösung gegeben; die Temperatur wird 8 Stunden auf Rückfluß (35') gehalten. Die Umsetzungsprodukte werden filtriert, und der Filterkuchen wird einmal mit Zoo ccm, dann mit 150 ccm Wasser gewaschen, um die Salze zu entfernen. Reines Glykoc@amin wird in 65o/oiger Ausbeute gewonnen.
  • Beispiel IV Etwa 45 g Guanidincarbonat werden zu 400 ccm Wasser gegeben, dann werden langsam unter Rühren 400 g Salzsäure (d = 1,1878) zugefügt. Das Rühren wird fortgesetzt, bis die Kohlensäureentwicklung aufhört. Dann werden 40 g NaOH-Plätzchen langsam zu der Mischung gegeben. Die erhaltene Mischung wird bei 2o' i Stunde gerührt. Zu der sich ergebenden Lösung werden 47,27 g feste Chloressigsäure zugesetzt, wobei die Temperatur auf 25' gehalten wird. Das erhaltene Umsetzungsgemisch wird dann 8 Stunden bei 35 bis 40' gerührt. Die Umsetzungsprodukte werden filtriert und das feste Glykocyamin mit Wasser gewaschen. Reines Glykocyamin wird in 5oo/oiger Ausbeute gewonnen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von in a-Stellung durch Guanidin substituierten Fettsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gemisch aus einem Guanidinsalz und einem Alkalihydroxyd in einem flüssigen Medium mit einer a-Halogenfettsäure bei einer Temperatur zwischen etwa o und 6o° umgesetzt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Suspension des Alkalihydroxyds und des Guanidinsalzes in einem flüssigen Medium hergestellt wird, in welchem das Hydroxyd praktisch unlöslich ist, z. B. in Äther, Aceton oder Methylenchlorid, und daß die a-Halogenfettsäure zu dieser Mischung bei einer Temperatur zwischen etwa o und 6o° gegeben wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß als flüssiges Medium Wasser verwendet wird. 4.. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Guanidinsalz Guanidinhydrochlorid, -nitrat oder -sulfat und als a-Halogenfettsäure Chloressigsäure verwendet wird.
DEI5332A 1950-12-20 1951-12-21 Verfahren zur Herstellung von in ª‡-Stellung durch Guanidin substituierten Fettsaeuren Expired DE908613C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1034619B (de) * 1952-04-07 1958-07-24 Int Minerals & Chem Corp Verfahren zur Herstellung von durch Guanidin substituierten Fettsaeuren
DE4220068A1 (de) * 1992-05-26 1993-12-23 Chemie Linz Deutschland Guanidinoverbindung, Verfahren zur Herstellung und Verwendung

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