DE9062C - - Google Patents

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DE9062C
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Germany
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retorts
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B1/00—Retorts
    • C10B1/02—Stationary retorts
    • C10B1/06—Horizontal retorts

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

Die ausgezeichneten Resultate, welche bei Anwendung von feuerfesten Steinen gewöhnlichen Formats beim Bau von Koksöfen und Hochöfen erzielt sind, ermuthigten dazu, dieselben auch zum Bau von Gasretorten anzuwenden. Die feuerfesten Steine gröfseren Formats, vor allem aber die Gasretorten, deren Fabrikation zwar eine aufserordentliche Vollkommenheit erlangt hat, reifsen schon beim Anheizen durch die Verschiedenheit der Ausdehnung in der Wärme, weil bei der Art der Feuerung die Wärmevertheilung bei der grofsen Oberflächenausdehnung eine gleichmäfsige nicht sein kann. Die gemauerten Retorten, welche man bisher dargestellt, hatten immer noch diese Mängel, indem man theils zu grofse Steinformate verwendete, welche mehr oder minder die Mängel der Retorten aus gröfseren Stücken oder aus einem Stück hatten, oder aber, indem man Steine mit festen Verbindungen durch Feder und Nuth anwendete. Durch diese bisherige Art der Herstellung der gemauerten Retorten bekundete sich immer das Bestreben, einen möglichst grofsen Zusammenhang in das Ganze zu bringen. Die einzelnen Stücke einer zusammengesetzten Retorte, bezw. Steine mit Feder und Nuth, können nicht so genau geformt, getrocknet und gebrannt, auch nicht so genau auf einander gearbeitet werden, dafs nicht an einzelnen Stellen derselben dichtere Zusammenfügung, also gröfsere Spannung entsteht, als an anderen Stellen des Ganzen. Die Folge davon ist immer eine verschiedene Inanspruchnahme der einzelnen Theile einer aus grofsen Stücken oder aus mit Feder und Nuth versehenen feuerfesten Steinen hergestellten Retorte.
Um alle Vortheile der gemauerten Retorten zu erreichen, mufs man sich ganz unabhängig von dem Gedanken an eine Retorte aus einem Stück machen und es wagen, die Retorten aus kleinen Steinen ohne Feder und Nuth zu mauern, und zwar aus Steinen, welche in ihrem Inhalt dem Normalformat entsprechen oder auch kleiner sind.
Diese Steine bekommen, weil sie geringen Inhalt haben, beim Formen, Trocknen und Brennen ganz gleichmäfsige Textur und Wärmeleitungsfähigkeit, und setzt man diese, wie gezeichnet, hochkantig, stumpf, d. h. ohne Feder und Nuth, vor einander, und stützt je zwei Lagen Steine durch eine Strebemauer a, ebenfalls aus hochkantigen Steinen gewöhnlichen Formats, unter einander und gegen das Ofenmauerwerk ab, so erhält man ein einfaches, stabiles und billiges Gittermauerwerk von grofser Dauerhaftigkeit, wie die damit angestellten Proben gezeigt haben.
Die Strebemauern α bilden für die Querfugen eine Art Muffe, während die Längsfugen der Steine bei der gezeichneten Construction sich selbst bei sehr rascher Abkühlung des Ganzen erfahrungsmäfsig nur wenig ausdehnen können. Wenn sich bei der ersten Aufserbetriebsetzung die Fugen in geringem Mafse öffnen sollten, so sind sie nach Wiederinbetriebsetzen in kürzester Zeit wieder mit Graphit gedichtet.
Man fängt mit dem Aufbau der Retorten im hinteren Theile des Ofens an, indem man einen Theil von zwei bis drei Steinlängen von unten bis oben aufmauert, und fährt so fort bis zum vorderen Theil des Ofens.
Die Gittermauern α bilden natürliche Zugkanäle b; durch die Schieber c ist man in der Lage, die Wärmevertheilung in den einzelnen Zugkanälen des vorderen und hinteren Theils des Ofens gleichmäfsig zu erhalten, indem man die Stellung der Schieber, nach Herausnahme der Steine d, mit einem kleinen eisernen Haken regulirt. An Orten, wo die Oefen mit den Längswänden aneinanderstofsen, bringt man die Schieber c oben in den Gewölben der Oefen an.
In den Schornsteinkanälen e sind, wie gewöhnlich, Schieber/zur allgemeinen Regulirung des Zuges angebracht.
Fig. ι stellt einen Ofen mit ovalen Retorten von 43 cm lichter Breite und 35 cm lichter Höhe, Fig. 2 einen Ofen mit O -förmigen Retorten von 52,5 cm lichter Breite und 36,5 cm lichter Höhe dar.
Es lassen sich natürlich alle vorkommenden Formen auf diese Weise ausführen.
Patent-Anspruch:
Die Herstellung'von gemauerten Gasretorten aus hochkantig feuerfesten Steinen gewöhnlichen Formats, deren Querfugen durch Zwischenmauern gestützt sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

Claims (1)

1879.
Klasse 26.
F. W. LU^RMANN m OSNABRÜCK.
Neuerungen in der Herstellung von gemauerten Gasretorten aus feuerfesten Steinen
gewöhnlichen Formats.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1879 ab.
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