DE90567C - - Google Patents

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KAISERLICHES
PATENTAM
Wenn man Bromsilber-Gelatine-Papier für photographische Zwecke zur Erreichung besonderer künstlerischer Wirkungen oder zu anderen Zwecken eine matte oder rauhe, nicht glänzende Oberfläche geben wollte, so beschränkte, man sich bisher darauf, als Unterlage für die Schicht möglichst rauhes Papier zu verwenden und die Schicht möglichst dünn herzustellen. Auf diese Weise war indessen niemals der für viele Zwecke erwünschte Grad von Mattheit der Oberfläche zu erreichen.
Nach dem vorliegenden Verfahren wird eine Schicht von beliebiger Dicke hergestellt, deren Oberfläche jeden wünschenswerthen Grad von Mattheit erhalten kann.
Das Verfahren besteht darin, dafs im wesentlichen chemisch indifferente, mindestens einen anorganischen Bestandtheil enthaltende feste Körper in fein vertheiltem Zustande der Emulsion einverleibt werden.
Das Verfahren kann auf verschiedene Weise ausgeübt werden, welche sich indessen alle als für den Sachverständigen naheliegende Wege zu demselben Ziel darstellen. Sie werden deshalb im Nachstehenden nur beispielsweise aufgeführt.
Man mahlt Körper, wie Flufsspath, FeIdspath, Schwerspath, Quarz, Glas, Porzellan oder dergl., zu einem feinen Pulver und mengt dies der Emulsion in irgend einem Stadium ihrer Herstellung bei.
Anstatt die genannten Körper zu mahlen, kann man sie geeigneten Falles auch auf chemischem Wege in pulverförmigem Zustande darstellen, indem man sie aus Lösungen oder Verbindungen ausfällt. Man stellt beispielsweise eine Chlorcalciumlösung her und setzt derselben oxalsaures Ammoniak zu. Den erhaltenen Niederschlag, welcher aus oxalsaurem-Kalk in sehr fein vertheiltem Zustande besteht, verrührt man alsdann mit der Emulsion.
Endlich kann man auch die betreffenden Körper in gelöster Form in die Emulsion einführen und in ihr selbst durch chemische Wechselzersetzung ausfällen.
Setzt man beispielsweise der Emulsion Chlormagnesium, Ammoniak und- phosphorsaures Natron zu, so bildet sich ein Niederschlag von phosphorsaurer Ammoniakmagnesia.
Es wird als selbstverständlich betrachtet, dafs man zur Ausübung des beschriebenen Verfahrens vorzugsweise solche Körper wählen wird, welche sowohl gegen die Gelatine, wie gegen die darin emulgirte Silberverbindung indifferent sind. Es giebt aber eine Reihe von ; Körpern, welche zwar nicht vollkommen indifferent gegen die Silberverbindungen sind, aber nur'einen geringen und für das Ergebnifs gänzlich oder nahezu unwesentlichen Einflufs auf das Verfahren derselben ausüben. Solche Körper werden daher als in den Rahmen der Erfindung fallend angesehen.
Das beschriebene Verfahren ist für Chlorsilber-Gelatine-Papier nicht anwendbar.
Der Grund hierfür ist in dem Umstand zu suchen, dafs Chlorsilber-Gelatine einen so
hohen Procentsatz an Gelatine enthält, dafs durch das vorgeschlagene Mittel ein Mattiren der Schichten nicht zu erreichen ist; ferner mufs jedes handelsfähige Chlorsilber-Gelatine-Papier, Citronensäure oder ähnliche Säuren und §alpetersaures Silber enthalten; diese beiden Substanzen wirken nun so auf die Gelatine ein, dafs ein lackartiger Körper entsteht, der sich auf keine Weise mattiren läfst.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung vom Bromsilber-Gelatine-Papier für photographische Zwecke mit matter Oberfläche, darin bestehend, dafs man der Emulsion in einem beliebigen Stadium ihrer Herstellung chemisch völlig oder nahezu indifferente, mindestens einen anorganischen Bestandtheil enthaltende, in Wasser unlösliche Körper in fein vertheiltem Zustande einverleibt.
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