DE360679C - Verfahren zur Herstellung eines photographischen Tageslicht-Auskopierpapieres - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines photographischen Tageslicht-Auskopierpapieres

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  • Verfahren zur Herstellung eines photographischen Tageslicht-Auskopierpapieres. Die Herstellung matter Tageslicht-Auskopierpapiere. geschieht gegenwärtig in der `.leise, daß man Barytpapier auf einer Lösung eines oder mehrerer Alkalihalogenidf,- schwimtnen läßt und dann trocknet, worauf es zur Silberung bereit ist. Das Barytpapier wird,durch Überziehen von Rohpapier mit einer mit Barytweiß versetzten Bindemittellösung und darauffolgendes Trocknen erhalten.
  • Das bisherige Verfahren erfordert also, abgesehen von dem Silbern, zwei durch einen Trockenprozeß getrennte Verfahrensstufen.
  • Nach der vorliegenden Erfindung kann ein derartiges photographisches Papier, abgesehen vom Silbern, in einer Verfahrensstufe hergestellt werden, d. h. Grundieren und Emulsionieren bilden nur einen einzigen Vorgang. Man verfährt in der Weise, daß man der Lösung eines Bindemittels mindestens ein lösliches Erdalkalihalogenid und wenigstens ein lösliches Metallsulfat zusetzt. Es wird dann in einer einzigen Reaktion durch doppelte Umsetzung erstens die Ausfällung eines Erdalkalisulfats als Grundiermittel und zweitens eines in der Lösung entstehenden Alkalihalogenids bewirkt, wobei letzteres dann -das zur Erzeugung der lichtempfindlichen Substanz erforderliche Chlor liefert.
  • Durch Überziehen eines beliebigen Zeichenpapiers mit der so erhaltenen Mischung und nachfolgendes Trocknen erhält man ohne weiteres ein zur Silberung bereites, grundiertes Papier.
  • Da das Grundiermittel ausgefällt wird, anstatt wie bisher üblich mechanisch beigemengt, so wird die Verteilung desselben viel gleichmäßiger und feiner und damit das auf dem Papier kopierte Bild von höherer künstlerischer Wirkung.
  • Als bekannt ist dabei folgendes vorausgesetzt.
  • Bei der Herstellung von Bromsilbergelatinepapier" also von Gaslichtpapier, hat man zum Zwecke der Erzielung einer matten oder rauhen Oberfläche vorgeschlagen, der Emulsion gewisse Körper in Form eines feinen Pulvers zuzusetzen. Dabei bestand eine Ausführungsform des Verfahrens darin, den Körper durch Ausfällung aus Lösungen in der Emulsion selbst durch chemische Wechselzersetzung zu erzeugen.
  • Dieses Verfahren ist aber für Chlorsilbergelatinepapier nicht anwendbar, weil Chlorsilbergelatine einen so hohen Prozentsatz an Gelatine enthält, daß eine Mattierung nicht zu erreichen ist; ferner aber enthält Chlorsilbergelatinepapier stets Zitronensäure oder ähnliche Säuren und salpetersaures Silber, Verbindungen, die auf die Gelatine unter Bildung eines lackartigen Körpers einwirken, der sich nicht mattieren läßt.
  • Aber davon abgesehen, daß es sich bei diesem Verfahren um Mattierung, nicht um Grundierung handelt, verwirklicht das bekannte Verfahren nicht den Gedanken, die Herstellung einer Grundierung mit der Bildung der zur Silberung erforderlichen Schicht zu einer einzigen Verfahrenssufe zu vereinigen.
  • Daß man daran nicht gedacht hat,- ergibt sich schon aus dem Umstande, daß bei der chemischen Umsetzung Verbindungen benutzt werden, die nicht nur kein Chlorid für die nachträgliche Silberurig entstehen lassen, vielmehr sogar zum Teil der Bildung von Chlorsilber hindernd im Wege stehen.
  • Wenn bei dem bekannten Verfahren der Emulsion Chlormagnesium, Ammoniak und phosphorsaures Natron zwecks Bildung von Ammoniummagnesiumphosphat erzeugt wird, so bildet sich zwar als Nebenprodukt Natriumchlorid. Abgesehen davon aber, daß dieses selbstverständlich nicht zur Silberung benutzt wird, da es sich ja um die fertige Emulsion handelt, könnte man ebensogut auch von Magnesiumsulfat, Ammoniak und Phosphorsäure ausgehen, inwelchemFalle man natürlich überhaupt kein Chlorid erhält, trotzdem aber den gewünschten Zweck erreicht.
  • Die praktische Ausführung des neuen Verfahrens erfolgt zweckmäßig in der Weise, daß ein Bogen beliebigen Papiers, zweckmäßig Zeichenpapiers, mit einer Lösung bestrichen wird, die man durch ZusatzvonBariumchloridlösung und Natriumsulfatlösung zu einer Gelatinelösung oder einem anderen Bindemittel, z. B. Albumin, erhält. Zweckmäßig nimmt man etwa 8occm roprozentigeBariumchloridlösung, und 6o ccm to prozentige Natriumsulfatlösung, die man zu 6o ccm einer 5 prozentigen Gelatinelösung setzt. Es entsteht durch" doppelte Umsetzung zwischen Natriumsulfat und Bariumchlorid in der Gelatine Bariumsulfat als Grundiermittel und Natriumchlorid. Nach dem Trocknen wird wie üblich in ro prozentiger Silbernitratlösung etwa 3 Minuten lang gesilbert. Dann wird das Papier getrocknet und ist kopierfähig.
  • Das Natriumsulfat kann auch durch andere Sulfate, etwa durch Ammonium- oder Kalium-oder Magnesiumsulfat ersetztwerden, wodurch die Kopierfarbe geändert werden kann. Auch die Feinheit des ausgefällten Grundiermittels läßt sich durch entsprechende Wahl der Versuchsbedingungen je nach Wunsch ändern. Ebenso kann man an Stelle von Bariumchlorid auch andere Halogensalze von Erdalkalien benutzen:

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcIi: Verfahren zur Herstellung eines photographischen Tageslicht-Auskopierpapiers (Chlorsilbergelatinepapiers), dadurch gekennzeichnet, daß die Grundierung und die Bildung der zur Erzeugung der lichtempfindlichen Substanz erforderlichen Halogenverbindung in einer einzigen Reaktion durch doppelte Umsetzung von Halogensalzen der Erdalkalien und Sulfaten der Alkalien oder Schwermetalle, beispielsweise Natriumchlorid und Bariumsulfat, erfolgt.
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