DE904580C - Verfahren zum Auswaschen von Schwefelwasserstoff aus Kohlendestillationsgasen - Google Patents

Verfahren zum Auswaschen von Schwefelwasserstoff aus Kohlendestillationsgasen

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DE904580C
DE904580C DEO444D DEO0000444D DE904580C DE 904580 C DE904580 C DE 904580C DE O444 D DEO444 D DE O444D DE O0000444 D DEO0000444 D DE O0000444D DE 904580 C DE904580 C DE 904580C
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DE
Germany
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scrubbing
ammonia
hydrogen sulfide
water
washing
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Expired
Application number
DEO444D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Fritz Leithe
Dr Walter Oppelt
Dr Hubert Schmitt
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Dr C Otto and Co GmbH
Original Assignee
Dr C Otto and Co GmbH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids

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  • Combustion & Propulsion (AREA)
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  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Verfahren zum Auswaschen von Schwefelwasserstoff aus Kohlendestillationsgasen Den- Gegenstand des Patents 89t 128 bildet ein Verfahren zum Auswaschen von Schwefelwasserstoff aus Kohlendestdllationsgasen mittels Ammoniak-Wassers in mehreren Stufen, wobei die Konzentration des; Ammoniaks im: Wasser in der ersten Stufe so hoch ist, daß Ammoniak ins Gas geht, in den nachfolgenden Stufen aber wieder Ammoniak ausgewaschen wird. Dabei wird die Wäsche mit Wasser mittlerer Konzentration (2 bis 80/9 NH3) begonnen, in den folgenden Stufen sinkt die Ammoniakkonzentration des Wassers; Eingangs- und Ausgangsgas haben im wesentlichen den gleichen Ammoniakgehalt, es soll nämlich nur soviel Ammoniak insgesamt bei der Wäsche aus dem Gas aufgenommen werden, als bei der Regenerierung der vereinigten Abläufe alleer Waschstufen, die lediglich durch Erwärmung des Wassers. erfolgt, verlorengeht. Die Wäsche wird dabei so vorgenommen, daß der Schwefelwasserstoff selektiv im Verhältnis zu der gewöhnlich in größerer Menge im Gas enthaltenen Kohlensäure ausgewaschen wird., d. h. bei einer Sch:wefelwas-serstoffauswaschung von 75 biss 9o% soll die Kohlensäure nur zu etwa i o bis 3011/o ausgewaschen werden:.
  • Es ist bereits! bekannt, daß das Auswaschen der Kohlensäure längere Zeit erfordert, weil zunächst erst eine Hydratation der Kohlensäure im Waschwasser erfolgen muß, ehe sie vom Ammoniak gebunden wird. Man hat daher die Berührungszeit zwischen Gas und Waschflüssigkeit bzw. die Aufenthaltszeit der Waschflüssigkeit im Wascher möglichst kurz gewählt, um vorwiegend Schwefelwasserstoff auszuwaschen.
  • Es war demgegenüber überraschend, daß bei der Anwendung des Verfahrens nach dem Hauptpatent festgestellt wurde, daß ein mehrmaliges Umpumpen der Waschflüssigkeit in; der, im Gasweg gerechnet, ersten Waschstufe die Waschwirkung bezüglich des Schwefelwasserstoffs erheblich erhöhte, ohne die Selektivität der Schwefelwasserstoffauswaschung ungünstig zu beeinflussen. In den, letzten Waschstufen jedoch ergab eine Kreislaufführung der Waschflüssigkeit eine geringere Selektivität der Schwefelwasserstoffaus@waschung. Das Verfahren nach dem Hauptpatent soll also gemäß der Erfindung so durchgeführt werden., daß in der ersten Stufe die Waschflüssigkeit im Kreislauf geführt wird. Dabei kann die mittlere Aufenthaltszeit der Flüssigkeit in der ersten Stufe durch entsprochen,-des Umpumpen auf den fünf- bis zehnfachen, Betrag für einfachen Flüssigkeitsdurchgang gesteigert werden.
  • Wenn der Schwefehvasserstoffwäsche eine Ammoniakans!waschung mittels Wasser folgt, so soll gemäß der weiteren Erfindung bei dieser die Waschflüssigkeit wieder umgepumpt werden. Dadurch gibt man der vom Wasser gelösten Kohlensäure Zeit zur Hydratbil,dung, und diese fördert in bekannter Weise die Aufnahme des! Ammoniaks aus dem Gas. Es folgen also dann, im. Gasweg gerechnet, zunächst eine Stufe mit Kreislaufführung der Waschflüssigkeit und höchster Ammoniakkonzentration, alsdann, eine oder mehrere Stufen ohne Kreislaufführung mit geringerer Ammoniakkonzenrtration, schließ@Lich eine oder mehrere Stufen zum Auswaschen des Ammoniaks, bei. denen das Wasser im Kreislauf geführt wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zum Auswaschen von Schwefelwaseerstoff aus Kohlendestillationsgasen mittels Ammoniakwassers sinkender Konzentration in mehreren Stufen, wobei die Wäsche, mit Wasser mittlerer Konzentration (2 bis 8°/0 NH3) begonnen wird und Eingangs- und Aulsgangsgas den im wesentlichen gleichen Ammon,iakgehalt haben, nach Patent 891 I28, dadurch gekennzeichnet, daß in der, im Gasweg gerechnet, ersten Stufe die Waschflüssigkeit im Kreislauf geführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, bei dem der Schwefeaivasisersto@ff- eine Ammon.iakwäsche folgt, dadurch gekennzeichnet, da.ß bei dieser die Waschflüssigkeit zwecks hoher CO.-Aufnahme im Kreislauf geführt wird.
DEO444D 1943-03-16 1943-03-16 Verfahren zum Auswaschen von Schwefelwasserstoff aus Kohlendestillationsgasen Expired DE904580C (de)

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