DE90369C - - Google Patents

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DE90369C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/04Sulfur dyes from amino compounds of the benzene, naphthalene or anthracene series

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift Nr. 85330 ist ein Verfahren zur Darstellung von grünlichschwarzen und bläulichschwarzen Farbstoffen beschrieben, das darin besteht, Schwefel mit oder ohne Zusatz von Alkalien auf aromatische Oxyamido- und Diamidoverbindungen mit bestimmten chemischen Eigenschaften einwirken zu lassen.
Dieselben Farbstoffe oder solche mit sehr naheliegenden Eigenschaften erhält man, indem man das p-Amidophenol durch Nitrosophenol ersetzt und an Stelle der Diamido- oder Oxyamido-Derivate der Benzolreihe die Diamido- oder Oxyamido-Derivate der Naphtalinreihe bezw. Verbindungen nimmt, welche fähig sind, durch Reduction diese Verbindungen zu erzeugen.
Die so erhaltenen neuen Farbstoffe sind, ebenso wie diejenigen des Haupt-Patentes, in Säuren unlöslich und in Schwefelnatrium mit flaschengrüner Farbe löslich. Sie färben ungeheizte vegetabilische Fasern in grünlichschwarzen Tönen, welche, durch Eisenchlorid oder Kaliumdichromat fixirt, schwärz oder bläulichschwarz werden.
Beispiel I. Man erhitzt in einem eisernen Gefäfs 400 kg Schwefelnatrium bei 1300 bis zum Schmelzen und setzt sodann nach und nach 100 kg Nitrosophenol zu. Sobald die Reduction vollständig ist, erhöht man die Temperatur auf 150 bis 17 5 ° und fügt unter kräftigem Umrühren 75 kg Schwefel zu. Die Masse wird teigig und die Operation ist beendet, sobald die Masse beinahe getrocknet ist. Der erhaltene Farbstoff ist identisch mit dem nach dem Haupt-Patent aus p-Amidophenol dargestellten.
Beispiel II. Man erhitzt in einem eisernen Gefäfs 100 kg a2 - Amido - A1-naphtol, 75 kg Schwefel und 300 kg krystallisirtes Schwefelnatrium auf 150 bis 1750. Wie im Beispiel I. wird der Schwefel erst zuletzt zugesetzt, und die Operatiort' ist beendet, sobald die Aus-, trocknung fast vollständig ist. Der erhaltene Farbstoff färbt ungeheizte Fasern in Tönen, die denjenigen der Farbstoffe des Haupt-Patentes sehr nahe kommen.
Man erhält dieselben Ergebnisse, wenn man das Amidonaphtol durch Nitronaphtol, a-Nitrosoa-naphtol oder die ρ-Azoverbindungen des α-Naphtols ersetzt.
Beispiel III. Man erhitzt in einem eisernen Gefäfs 100 kg ttj a2-Naphtylendiamin und 100 kg Schwefel auf eine Temperatur von 145 bis 155°, wobei man die Masse kräftig umrührt, bis sie vollständig trocken ist. Der so erhaltene Farbstoff ist in Wasser unlöslich; um ihn zum Färben zu benutzen, mufs man ihm 1 bis 2 Theile Schwefelnatrium zusetzen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. -Ausfuhrungsform des durch Anspruch 1 des Haupt-Patentes Nr. 85330 geschützten Verfahrens, darin bestehend, dafs man Schwefel
    in Gegenwart oder Abwesenheit von Alkalien einwirken läfst auf Nitrosophenol, ßj-Nitroso-ctj-naphtol, a2-Amido- (bezw. Nitroso- oder Nitro-) ctj-naphtol, Ct1-AmIdO-(bezw. Nitroso- oder Nitro-) ßx - naphtol oder jene Azokörper, welche bei der Reduction die genannten Oxyamidokörper liefern.
  2. 2. Ausführungsform des durch Anspruch ι des Haupt-Patentes Nr. 85330 geschützten Verfahrens, darin bestehend, dafs man Schwefel in Gegenwart oder Abwesenheit von Alkalien einwirken läfst auf Ct1 a2-Naphtylendiamin, O1 ßj-Naphtylendiamin oder jene Azoverbindungen, welche bei der Reduction die genannten Diamine liefern.
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