DE90139C - - Google Patents

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DE90139C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61LGUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
    • B61L23/00Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains
    • B61L23/08Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only
    • B61L23/10Control, warning or like safety means along the route or between vehicles or trains for controlling traffic in one direction only manually operated, e.g. block arrangements

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Vibration Prevention Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 20: Eisenbahnbetrieb.
MAX JÜDEL & CO. in BRAUNSCHWEIG.
äufeere Erschütterungen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Juli 1896 ab.
In einer Reihe von Eisenbahnsignalapparaten werden gewisse Bewegungsvorgänge durch elektromagnetische Kräfte vermittelt. So z. B. erfolgt in den Blockapparaten die Freigabe des Signales durch ein Wechselstrom-Echappement, dessen schwingende Bewegungen einem gezahnten Sector gestatten, der Schwerkraft oder einer Federbeeinflussung Folge zu leisten. Solche Apparate habön den Nachtheil, dafs die schwingende Bewegung des Echappementankers von aufsen durch böswillige oder unbeabsichtigte Erschütterungen des ganzen Gehäuses herbeigeführt und so eine unerlaubte Freigabe des Signales bewirkt werden kann.
Vorliegende Erfindung bietet ein Mittel, einer derartigen unerlaubten Selbstfreigabe nach Wunsch entweder vorzubeugen oder sie dem überwachenden Beamten kenntlich zu machen.
Es wird zu diesem Zwecke- ein schwerer Körper durch geeignete Unterstützungen in eine solche labile Gleichgewichtslage gebracht, dafs er- bei Eintritt einer starken Erschütterung, wie sie zum Bewegen des Echappementankers erforderlich ist, die Lage, in welcher sein Schwerpunkt soeben noch ' seine Unterstützung fand, verläfst und vermöge seines Eigengewichtes in eine neue Lage gelangt, in welcher er selbst einen Verschlufs des das Signal sperrenden Gliedes bewirkt oder dem überwachenden Beamten von dem Geschehenen Kenntnifs giebt.
In Fig. ι ist A die Verschlufsstange eines Blockapparates, B ein Gewichtstück, das an einem zweiarmigen Hebel C sitzt. Das Gelenk D einerseits und der Anschlag E andererseits stützen das Gewicht so, dafs sein Schwerpunkt nur um ein Geringes gegen den Stützpunkt D in der waagrechten Ebene verschoben ist. Bei eintretender Erschütterung überschreitet das Gewicht die Gleichgewichtslage und begiebt sich in die punktirte Stellung, in welcher es durch den Stift F aufgehalten wird. In dieser Stellung aber legt sich das andere Ende des zweiarmigen Hebels C vor einen an der Verschlufsstange A sitzenden Anschlag G und hindert auf diese Weise die letztere am Hochgehen.
In Fig. 2 ist eine andere Ausführungsform im Schnitt und in der Seitenansicht dargestellt, bei welcher eine Kugel B frei gelagert ist, und zwar zwischen drei Spitzen. Nach Eintritt der unerlaubten Erschütterung nimmt die Kugel die punktirte Lage ein, in welcher sie sich so zwischen den an der Verschlufs-' stange A sitzenden Anschlag G und den festen Anschlag H legt, dafs ein Hochgehen der Verschlufsstange verhindert ist.
Das sehr geringe Moment der Schwerkraft, welches in der Ruhelage in beiden Fällen die Kugel in ihrer Lage hält, kann durch eine leichte Feder unterstützt werden. Ebenso kann naturgemäfs die geschilderte Vorrichtung auch dann wirken, wenn an Stelle der das" Fallen der Kugel bewirkenden Schwerkraft eine Federkraft zur Verwendung kommt oder die Schwerkraft durch eine solche unterstützt wird.
Die durch die Kugel bewirkte Sperrung der Bewegungstheile innerhalb der ganzen Vorrichtung kann natürlich auch an anderer Stelle, z. B. am Zahnsector oder sonstwo erfolgen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Sicherheitsvorrichtung für Eisenbahnsignalapparate gegen willkürliches Freimachen durch äufsere Erschütterungen, gekennzeichnet durch einen im labilen Gleichgewicht nahe seiner Gleichgewichtsgrenzlage angebrachten Gewichtskörper, der bei unvorschriftsmä'fsiger Erschütterung der Schwerkraft oder einer Federkraft Folge leistet und so die unvorschriftsmäfsige Behandlung kenntlich macht oder durch eine von ihm bewirkte Sperrung eines Bewegungstheiles den Eintritt der Freigabe hindert.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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