DE119005C - - Google Patents

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DE119005C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22BSLAUGHTERING
    • A22B3/00Slaughtering or stunning
    • A22B3/08Slaughtering or stunning for poultry or fish, e.g. slaughtering pliers, slaughtering shears
    • A22B3/086Stunning devices specially adapted for poultry

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Mit der durch die Patentschrift 55156 bekannt gewordenen, für Grofsvieh bestimmten Schlachtmaschine hat die vorliegende, insbesondere für Geflügel bestimmte Schlachtvorrichtung das nach Auslösen einer Sperrung unter Federspannung selbstthätig wirksame Schlachtmesser gemein. Sie unterscheidet sich aber von der älteren Maschine dadurch, dafs die Auslösung des Messers durch das Thier selbst erfolgt. Zu diesem Zweck ist das Messer vor der Oeffnung eines dunklen Kastens, und in der Oeffnung ein Gitter angebracht, welches bei einem leichten Anstofs die Sperrung des Messers auslöst. Wird das Thier in den Kasten gebracht, so strebt es natürlich der Oeffnung zu, um der dunklen Haft zu entrinnen. Dabei stöfst es mit dem Kopf an das Gitter und löst das Messer aus, so dafs es auf den Hals des Thieres fällt.
Die Zeichnung stellt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dar. Fig. 1 ist eine Innenansicht der Vorderwand α des Kastens mit der daran angebrachten Vorrichtung, Fig. 2 ein waagrechter Schnitt durch die Vorderwand nach der Schnittlinie A-B der Fig. 1 mit Ansicht der Vorrichtung von oben, Fig. 3 ein senkrechter Schnitt nach Linie C-D der Fig. 1, Fig. 4 eine Ansicht der Kurbel zum Spannen des Messers; Fig. 5 zeigt die Lage der Vorrichtung innerhalb des Kastens.
Die Vorrichtung ist an der Innenseite der Vorderwand a des Kastens angebracht, dessen Rückwand mit einer Thür zum Einbringen des Schlachtthieres versehen ist. In der Wand a befindet sich die Oeffnung b, oberhalb derselben das Lagergestell der Vorrichtung.
Das. Messer c sitzt an dem einen Arm des mit der Achse d drehbaren Messerhebels, dessen zweiter Arm e bei gespanntem Messer (wie es in Fig. ι angenommen ist) durch die Klinke f festgehalten wird (Fig. 1 und 2). Hierbei stützt sich der waagrechte Arm g der Klinke gegen den Arm h, der durch die Nase i (Fig. ι und 3) gehalten wird. Nase i sitzt an dem bei k drehbaren Hebel /, welcher das vor der Oeffnung b liegende Gitter m trägt. Drückt das Thier das Gitter nach aufsen, so dreht die Feder η (Fig. 1) den dadurch frei gewordenen Arm h in die punktirte Stellung (Fig. 1), wodurch der Arm g der Klinke f niedergedrückt und die letztere vom Messerhebelarm e freigemacht wird. In diesem Augenblick schnellt das Messer unter der Spannung der starken, an der Achse d angreifenden Feder 0 in der Pfeilrichtung herum. Das Messer schneidet dann beim Vorbeigehen an der Oeffnung dem Thiere den Kopf ab, wobei ein Gestellbalken ρ (Fig. 2) als Widerlager wirkt. Der Gestellbalken kann auch mit einem festliegenden Messer versehen sein, das im Verein mit dem beweglichen eine Scheere bildet.
Zum Spannen des Messers wird zunächst durch den Daumen q (Fig. 1) auf der Achse des Handgriffes r (Fig. 2) der Arm h in die ursprüngliche Stellung gehoben und dadurch dem Arm g soviel Spielraum gegeben, dafs die Feder s die Klinke/ in den Umlaufsbereich des Messerhebelarmes e bringen kann. Nun wird durch die auf das Vierkant der Achse d gesteckte Kurbel t der Messerhebel der Pfeilrichtung entgegengesetzt Y2 Mal

Claims (2)

  1. herumgedreht, bis Klinke f über der Nase des Armes e einschnappt. Beim Emporgehen des Armes h springt auch Nase ζ unter dem Drucke der auf den Hebel / wirkenden Feder u (Fig. 3) wieder ein. Soll zum Spannen des Messers statt der Kurbel t ein Handgriff oder Knebel (wie r, Fig. 2) dienen, welcher auf der Messerachse d fest angebracht werden kann und nicht, so wie die mit dem Messer herumschlagende Kurbel, die Hände gefährdet, so ist zweckmäfsig.eine Sperrung anzubringen, welche das Messer inmitten des Spannungsweges feststellt, da eine halbe Drehung eines solchen Knebels unter dem kräftigen Widerstand der Feder 0 ohne Griffwechsel recht unbequem wäre. Eine solche Sperrung besteht aus der auf der Achse d festsitzenden Fallenscheibe w (Fig. 1) und dem Klinkenhebel v. Der Eingriff des Armes h in das gegabelte Ende des Hebels ν gewährt beim Spannen des Messers genügenden Spielraum, um die Nase des Hebels nach der ersten Vierteldrehung des Messers unter dem Druck einer Feder vor der Nase der Scheibe w eingreifen bezw. die Nase bei der zweiten Vierteldrehung zurückgehen zu lassen, entfernt aber beim Niedergehen des Armes h in die punktirte Stellung (nach ausgelöster Messersperrung) den Klinkenhebel ν aus der Umlaufsbahn der Scheibe w (s. die ebenfalls einpunktirte Stellung des Hebels v).
    Diese Sperrvorrichtung kann aber auch durch eine andere, das drehbare Messer durch ein in Führungen gehendes Messer ersetzt werden.
    Patent-AnsρRüche:
    ι . Geflügel-Schlachtvorrichtung mit einem nach Auslösung einer Sperrung unter Federspannung selbsttätig wirksamen Schlachtmesser, dadurch gekennzeichnet, dafs das Messer vor einer Oeffnung (b) eines das Thier aufnehmenden Kastens angeordnet ist und eine das Messer zurückhaltende Hebelverbindung (f g h i) mittelst eines hinter der Oeffnung angebrachten Gitters (m) in der Weise ausgelöst wird, dafs das der Oeffnung zustrebende Thier selbst das Gitter zurückdrängt, wobei das an der Oeffnung vorbeigehende Messer den Kopf des Thieres abtrennt.
  2. 2. Geflügel - Schlachtvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs bei gesperrter Lage des Messers ein das Gitter (m) tragender Hebel (I) mit einer N Nase (i) einen Hebel (h) untergreift, welcher, nach Zurückziehen der Nase (i) infolge Aufstofsens des Gitters, unter Einwirkung einer Feder (n) eine Klinke (gf) aus ihrer das Messer sperrenden Lage schlägt, so dafs letzteres in Thätigkeit tritt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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