DE899802C - Verfahren zur Herstellung von Phenol aus Benzol - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Phenol aus Benzol

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DE899802C
DE899802C DEB18339A DEB0018339A DE899802C DE 899802 C DE899802 C DE 899802C DE B18339 A DEB18339 A DE B18339A DE B0018339 A DEB0018339 A DE B0018339A DE 899802 C DE899802 C DE 899802C
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DE
Germany
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benzene
carbon dioxide
phenol
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parts
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Expired
Application number
DEB18339A
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English (en)
Inventor
Dr Werner Emte
Dr Otto Grosskinsky
Dr Walter Klempt
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Bergwerksverband GmbH
Original Assignee
Bergwerksverband GmbH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C37/00Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring
    • C07C37/58Preparation of compounds having hydroxy or O-metal groups bound to a carbon atom of a six-membered aromatic ring by oxidation reactions introducing directly hydroxy groups on a =CH-group belonging to a six-membered aromatic ring with the aid of molecular oxygen

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Phenol aus Benzol Bekanntlich setzt sich Benzol in der Gasphase mit Sauerstoff in Gegenwart oder Abwesenheit geeigneter Katalysatoren oder Promotoren zu Phenol um.-Als Katalysatoren werden in den üblichen geringen Mengen Stickoxyde, Salpetersäuredämpfe, Joddämpfe u. dgl. angewandt. Neben dem Phenol werden erhebliche Mengen an Nebenprodukten, wie Diphenyl, Diphenylenoxy d, organische Säuren und teerige Produkte, gebildet. Unter erhöhtem Druck wird die Bildung von Phenol gegenüber den Nebenprodukten begünstigt. Die Umsätze erfolgen mit reinem Sauerstoff oder Luft, wobei im ersteren Fall zur Vermeidung von Explosionen mit erheblichem Benzolüberschuß gearbeitet wird. Durchgesetztes Benzol wird von seinen Oxydationsprodukten befreit und erneut umgesetzt. Die höchsten Ausbeuten an Phenol liegen zwischen 3 und 6% pro Durchgang bei einer Totalausbeute von 3o bis q.00/0. In einzelnen Fällen werden Totalausbeuten von 50% und darüber angegeben; jedoch sind damit ganz geringe Ausbeuten pro Durchgang verbunden, so daß das Reaktionsgemisch unerträglich oft im Kreislauf durch den Reaktionsraum geführt werden muß.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zu hohen Ausbeuten pro Durchgang, aber auch zu höheren Totalausbeuten gelangt, wenn man das dampfförmige Benzol mit Sauerstoff oder solchen enthaltenden Gasen in Gegenwart von Kontrollgasen zur Reaktion bringt. Geeignete Gase enthalten neben Sauerstoff oder Luft z. B. Kohlendioxyd, Kohlenmonoxyd, Äthylenchlorid, Äthylchlorid, i, 2 Dichloräthylen für sich allein oder im Gemisch. In Gegenwart dieser Kontrollgase wird die Bildung von Phenol begünstigt und die Bildung von unerwünschten Nebenprodukten erheblich herabgesetzt.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß für den erfolgreichen Verlauf der Reaktion eine gute Abfuhr der Reaktionswärme wesentlich ist. Der Stickstoff der Luft vermag nicht für eine solche ausreichend Sorge zu tragen. Hierzu sind vielmehr Gase mit hoher spezifischer Wärme geeignet, in erster Linie Kohlendioxyd. Der Erfolg derartiger Maßnahmen, zur Abfuhr der schädlichen Wärme ist u. a. in einer Unterbindung der Crackung der Benzolmoleküle und der Polymerisation entstandener Zwischenprodukte zu sehen. Im ganzen wird dadurch die Ausbeute pro -Durchgang und die Totalausbeute gesteigert. Im übrigen läßt sich eine Erhöhung der Ausbeute pro Durchgang schon deshalb herbeiführen, weil die wirkungsvolle Wärmeabfuhr gestattet, die Konzentration -der reagierenden Stoffe im Gasgemisch zu erhöhen.
  • Beim üblichen Durchsatz des Benzol-Luft-Gemisches treten z. B. leicht am Eingang des Umsatzraumes Temperatursteigerungen auf. Sobald erfindungsgemäß Kohlendioxyd zugemischt ist, verläuft die Reaktion gleichmäßig. Überhitzungen im Reaktionsrohr unterbleiben, und die Gefahr, daß bereits gebildetes Phenol mit noch anwesendem Sauerstoff weiter reagiert, wird zurückgedrängt.
  • Bei Zumischung von Kohlenoxyd zum Gasgemisch tritt an sich gegenüber der Verwendung von Kohlendioxyd eine gewisse Umsatzerniedrigung ein; die Reaktion verläuft zwar sehr- gleichmäßig, doch liegt die Ausbeute pro Durchgang nur etwa in der üblichen Höhe. Indessen wird die Bildung der unerwünschten Nebenprodukte erheblich herabgesetzt, so daß eine wesentliche Steigerung der Totalausbeute erzielt wird.
  • Zur Vermeidung von Crackungen des Benzols oder gebildeten Phenols ist allgemein von Vorteil, bei möglichst tiefen Temperaturen zu arbeiten, was durch Erhöhung des Arbeitsdruckes möglich ist. Eine Ausführungsform des Verfahrens besteht daher darin, ebenfalls bei erhöhtem Druck zu arbeiten, womit eine weitere Verbesserung der Totalausbeute und auch der Ausbeute pro Durchgang erreicht wird.
  • Die Benzoloxydation kann kontinuierlich unter Anwendung eines Rückkreislaufes erfolgen. Ein Teil der Endgase kann nach Entfernung sämtlicher kondensierbarer Stoffe dem Umsetzungsgefäß wieder zugeleitet werden, wobei sich unter Umständen eine besondere Zumischung von Kohlenoxyd oder Kohlendioxyd erübrigt, da die Endgase stets einen gewissen Gehalt an diesen Gasen aufweisen.
  • Das Verfahren wird bei Anwesenheit der an sich bekannten gas- oder dampfförmigen, die Oxydation des Benzols zum Phenol beschleunigenden Katalysatoren, wie Salpetersäuredämpfe, Stickoxyde u. dgl., durchgeführt. Darüber hinaus sind Salpetersäureester besonders geeignet. Die Temperatur des Umsetzungsgefäßes darf zwischen 45o und 55o° variieren. Auch unterhalb 450 und oberhalb 55o° können gute Ausbeuten an Phenol bei Verwendung geeigneter Gasgemische erreicht werden. Das günstigste Temperaturgebiet liegt bei 5oo bis 52o°. Die Raumgeschwindigkeit des Gasgemisches kann zwischen Zoo und 7oo liegen, wobei unter Raumgeschwindigkeit die Volumenmenge des Reaktionsgases, gemessen bei 20'° und Atmosphärendruck, verstanden sei, die pro Stunde durch die Volumeneinheit des Reaktionsgefäßes hindurchgeht. Auch bei einer Raumgeschwindigkeit unterhalb Zoo und oberhalb 700 werden gute Ausbeuten erzielt. Die günstigste Raumgeschwindigkeit liegt zwischen 25o und 350.
  • Die Zusammensetzung des Gasgemisches kann in weiten Grenzen variieren. Besonders geeignete Gemische enthalten zwischen 40 und 5o Volumprozent Benzoldämpfe, 18 bis 25 Volumprozent Sauerstoff und 3.o bis 45 Volumprozent Kohlendioxyd, wobei das Kohlendioxyd ganz oder teilweise durch Kohlenoxyd ersetzt werden kann. Günstige Ergebnisse werden auch erzielt, wenn ein Gemisch gemäß der Reaktionsgleichung
    2 C6H6+02- 2 C6H50H
    zusammen mit dem Kontrollgas durch das Umsetzungsgefäß hindurchgeschickt wird: Bei Anwesenheit von Kohlensäure im Gemisch mit Benzoldampf und Sauerstoff werden durchschnittlich Ausbeuten von 7 bis 9 Gewichtsprozent Phenol pro Durchgang und 35 bis 4o Gewichtsprozent, bezogen auf verbrauchtes Benzol, erhalten. Bei Zumischung von Kohlenoxyd sinkt zwar die Ausbeute pro Durchgang etwa auf Werte zwischen 4 und 6 Gewichtsprozent. Die Totalausbeute beträgt dagegen mit Sicherheit 5o Gewichtsprozent und darüber. Beispiel i Benzol wird kontinuierlich in dosierter Menge einem Verdampfer zugeführt und .der Benzoldampf mit Kohlendioxyd und Sauerstoff derart gemischt, daß im Gasgemisch 44 Volumprozent Benzol, 35 Volumprozent Kohlendioxyd und 21 Volumprozent Sauerstoff enthalten sind. Das Gemisch, dem noch eine geringe Menge Salpetersäure zugesetzt ist, wird durch ein geheiztes Quarzrohr geleitet, das mittels Thermoregler auf einer Temperatur von 5oo° gehalten wird. Die das Reaktionsrohr verlassenden Gase werden in Kühlfallen ausgefroren, das unverbrauchte Benzol abdestilliert und im Kreislauf zum Verdampfer zurückgeführt. Aus dem Rückstand wird das Phenol mit io°/aiger Natronlauge ausgezogen und durch Säure in Freiheit gesetzt. Pro ioo Gewichtsteile durchgesetztes Benzol werden 8,6 Gewichtsteile Phenol erhalten. Auf ioo Gewichtsteile umgesetztes Benzol entfallen 36,5 Gewichtsteile Phenol, 2o Gewichtsteile Diphenyl und 35 Gewichtsteile Teer. Der Rest setzt sich im wesentlichen aus Kohlenoxyd, Kohlendioxyd und Wasser zusammen.
  • Beispiel e Durch das Reaktionsrohr wird gemäß Beispiel i ein aus etwa 4o Volumprozent Benzol, 41 Volumprozent Kohlenoxyd und i9 Volumprozent Sauerstoff sowie etwa o,oi Volumprozent Salpetersäuredampf zusammengesetztes Gasgemisch bei einer Reaktionstemperatur von 5io° hindurchgeleitet. Pro ioo Gewichtsteile durchgesetztes Benzol werden 6,o Gewichtsteile Phenol erhalten. Auf ioo Gewichtsteile des umgesetzten Benzolsentfallen5o,8Gewichtsteile Phenol. Die Menge an Diphenyl beträgt etwa 8 Gewichtsteile und die Teermenge 2i Gewichtsteile.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Phenol durch Behandlung von Benzol bei erhöhterTemperatur und gegebenenfalls unter erhöhtem Druck mit oxydierend wirkenden Gasen in Gegenwart geringer Mengen eines gas- oder dampfförmigen Katalysators, dadurch gekennzeichnet, daß man dem gasförmigen Reaktionsgemisch Kontrollgase, z. B. Kohlenoxyd oder Kohlendioxyd, zusetzt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man auf 2o bis 5o, vorzugsweise etwa 35 Volumenteile Benzoldampf 35 bis 4o Volumenteile Kohlenoxyd, Kohlendioxyd oder eines Gemisches von beiden verwendet.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Menge des oxydierend wirkenden Sauerstoffs der zur Oxydation von Benzol zu Phenol stöchiometrisch erforderlichen Menge anpaßt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reaktion kontinuierlich unter Anwendung eines Rückkreislaufes durchführt, wobei das unverbrauchte Benzol und ein Teil des Endgases in das Umsetzungsgefäß zurückgeleitet werden.
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