DE899589C - Selbsttaetige Regeleinrichtung fuer den Bremsdruck von Druckmittelbremsanlagen von Flugzeugraedern - Google Patents

Selbsttaetige Regeleinrichtung fuer den Bremsdruck von Druckmittelbremsanlagen von Flugzeugraedern

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DE899589C
DE899589C DED12838A DED0012838A DE899589C DE 899589 C DE899589 C DE 899589C DE D12838 A DED12838 A DE D12838A DE D0012838 A DED0012838 A DE D0012838A DE 899589 C DE899589 C DE 899589C
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DE
Germany
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drum
flywheel
control device
housing
brake
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DED12838A
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English (en)
Inventor
Henry William Trevaskis
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Dunlop Rubber Co Ltd
Original Assignee
Dunlop Rubber Co Ltd
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Publication date
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C25/00Alighting gear
    • B64C25/32Alighting gear characterised by elements which contact the ground or similar surface 
    • B64C25/42Arrangement or adaptation of brakes
    • B64C25/44Actuating mechanisms
    • B64C25/46Brake regulators for preventing skidding or aircraft somersaulting
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T8/00Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
    • B60T8/32Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration
    • B60T8/72Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration responsive to a difference between a speed condition, e.g. deceleration, and a fixed reference
    • B60T8/74Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to a speed condition, e.g. acceleration or deceleration responsive to a difference between a speed condition, e.g. deceleration, and a fixed reference sensing a rate of change of velocity

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  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Selbsttätige Regeleinrichtung für den Bremsdruck von Druckmittelbremsanlagen von Flugzeugrädern Zum Verkürzen des Ausrollweges von mit einem Fahrgestell versehenen Flugzeugen bei der Landung sind die Räder mit .durch ein Druckmittel anlegb aren Bremsen versehen. Die Betätigung der Bremsen erfolgt dabei unmittelbar nach dem Aufsetzen des Flugzeuges auf dem Boden durch einen von dem Flugzeugführer von Hand auslösbaren Stellgriff, mit welchem der Zufluß des Druckmittels zu den Bremszylindern freigegeben wird. Die dabei entfaltete Bremskraft richtet sich nach der Größe :des Freigabeweges des Stellgriffes, und der Flugzeugführer muß daher der Bedienung der Bremsen je nach den Landebedingungen eine erhebliche Aufmerksamkeit widmen, um ein Blockieren der Räder, ein Überschlagen des Flugzeuges oder ein Überrollen der Landegrenze zu vermeiden. Es ergibt sich dabei für jedes Flugzeug ein bestimmter liöclistzulässger Bremsdruck, bei dem die Räder noch nicht blockiert werden. Dieser Druck liegt jedoch nicht eindeutig fest, sondern richtet sich nach der Zuladung !des Flugzeuges, der absoluten Landegeschwindigkeit und der Beschaffenheit der Landebahn.
  • Beim Landevorgang muß jedoch der Flugzeugführer sein Augenmerk noch auf eine Reihe anderer Vorgänge richten und kann sich nicht ausschließlich auf :die Überwachung !des Bremsvor-Banges einstellen. Die Erfindung befaßt sich mit dem Problem, dem Flugzeugführer die Überwachung des Bremsvorganges nach dessen Auslösung abzunehmen und dessen Ablauf selbsttätig so zu regeln, wie es die jeweiligen Landebedingungen erfordern.
  • Hiernach betrifft die Erfindung eine selbsttätige Regeleinrichtung für .den Bremsdruck von Druckmittelbremsanlagen von Flugzeugrädern, bei welcher der bei der Betätigung-.der Bremse sich in der Druckmittelzuleitung zu den Bremszylindern einstellende Bremsdruck erfindungsgemäß von einem von :dem Flugzeugrad bei ,dessen Abrollumlauf mitgenommenen und gegenüber dem diese Mitnahme veranlassenden Glied in .dessen Umlaufrichtung begrenzt verdreh#baren Schwungkörper igesteuert ist, dessen Relativbewegung zu ,dem mitnehmenden Glied, ,die sich bei zu schnellem Abbremsen -des Rades einstellt, ein in der Bremsmittelzuleitung angeordnetes Druckregelventil steuert.
  • Der Schwungkörper ist dabei zweckmäßig begrenzt verdrehbar von einem mit einem umlaufenden Teil des Rades gekuppelten Gehäuse aufgenommen, durch eine Feder in einer Grundstellung zu dem Gehäuse gehalten, während das Gehäuse einen mit ihm verdre'hbaren Stirnnocken aufnimmt und diesem an .dem Schwungkörper ein in Achsrichtung verschiebbarer Gegennocken zugeordnet ist, der über Lenker das Druckregelventil steuert.
  • Durch diese Ausbildung wird erreicht, daß der Bremsdruck nach der Freigabe durch den Flugzeugführer selbsttätig in Abhängigkeit von der Umlaufgeschwindigkeit der auf dem Boden abrollenden Räder eingeregelt wird.
  • Die neue Ausbildung ist nachstehend an Hand :der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt Fig. i eine teilweise aufgebrochene Seitenansicht, Fig. 2 einen. Querschnitt nach der Linse A-A der Fig. i, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie B-B der Fig. i, Fig. 4 eine Rückansicht nach Abnahme des Abschlußdeckels und Fig.5 und 6 zwei Innenansichten nach den Linien C-C bzw. E .der Fig. 2.
  • Eine von einem nicht drehbaren Teil .des Fahrgestells aufgenommene Grundplatte i trägt zwei senkrecht zu ihr gerichtete Lagerarme 2, 3, zwischen denen ein hohler Zylinderkörper 4 drehbar gelagert ist. Der Zylinderkörper 4 besteht aus einer Stirnwand 4a mit von dieser ausgehendem Mantel 4b und einer auf diesen abnehmbar aufgesetzten Stirnwand 4a.
  • Die Stirnwand 4a hat eine gleichmäßig nach innen und außen vorstehende Nabe 5 mit beiderseits aufgezogenen Lagerbüchsen 6. Die Nabe 5 ist an rder Innenseite mit einer Mitteneindrehung 7 versehen. Die äußere Lagerbüchse 6 bildet den Innenring eines Kugellagers 8, dessen Außenring 9 in den benachbarten Lagerarm 2 .eingesetzt ist.
  • Die andere Stirnwand 4c des Zylinderkörpers 4 ist mit einer Mittenbohrung mit Ringflansch io versehen, der ebenfalls gleichmäßig nach innen und außen vorsteht. Der Ringflansch io trägt ebenfalls eine innere und eine äußere Lagerbüchse ii, von denen die äußere Büchse (den Innenring eines Kugellagers 12 bildet, dessen Außenring ,i3 in den Lagerarm 3 eingesetzt ist. Dichtungsringe 14 zwischen den Lagerarmen 2, 3 und den Stirnflächen 4a, 4c verhindern das Eindringen von Schmutz od.,dgl. in (die Kugellager 8, 12. Auf dem Mäntel 4b des Zylinderkörpers 4 ist ein mit zwei Umfangsstollen versehener Gummimantel 15 aufgezogen, der an der :Innenfläche der Felge ,des zugeordneten Rades anliegt. Der Zylinderkörper 4 wird somit von dem umlaufenden Rad angetrieben.
  • In dem Gehäuse 4 ist eine aus zwei gleichachsig zueinander liegenden Mänteln 16; a7 gebildete Trommel gelagert, wobei die beiden Mäntel 16, 17 durch zwei diametral einander gegenüberliegende Bogenstücke iß (Fig. 5) miteinander verbunden sind. Die beiden Mäntel 16, 17 sind zweckmäßig aus je zwei Teilringen zusammengesetzt, von .denen jeder die Hälfte .der Gesamtlänge umfaßt mit den entsprechenden Teilstücken der Verbindungsteile 18. Der Zusammenhalt erfolgt durch zwischen den Teilstücken der Verbindungsteile r8 angreifende Führungsstifte 2o und Schraubbolzen i9.
  • Der Innenmantel 17 .der Trommel ist auf den inneren Lagerbüchsen 6, i i der Flansche 5, 1o drehbar gelagert und mit zwei einander gegenüberliegenden, in Achsrichtung verlaufenden Schlitzen 21 versehen.
  • Der Außenmantel 16 ist in .der Mitte mit einer Umfangsnut 22 versehen, an .die sich beiderseits zwei Randabsetzungen 23 zur Aufnahme von Lagerkugeln 24 anschließen.
  • In dem zwischen dem Außenmantel 16 und dem Gehäusemantel verbleibenden Ringraum ist ein Schwungring 25 von erheblichem Gewicht untergebracht, .der mit einer Innenrippe 26 in die Nut 22 eingreift, ohne jedoch an deren Wandung anzuliegen, und die Lagerkugeln 24, auf denen der Schwungring 25 läuft, in ihrer Stellung hält.
  • Die der Gehäusewand 4a benachbarte Stirnfläche des Schwungringes 25 ist bis auf einen Rand am Umfang abgesetzt, und in dem verbleibenden Rand sind eine Reihe von achsparallel gerichteten Sacklöchern 27 vorgesehen, die die Innenwand des Randes durchbrechen (Fig.6). In die Absetzung ist eine Spiralfeder 28 eingelegt, .deren Außenende zu einem Auge eingerollt und in eines der Sacklöcher 27 eingesteckt ist. In gleicher Weise ist der Außenmantel der Trommel 16 gegenüber der Gehäusewand 4a mit einer Reihe von den Trommelmantel .durchbrechenden Sacklöchern 29 (Fig. 6) versehen, von idenen eines das zu einem Auge eingerollte Innenende der Spiralfeder 28 aufnimmt.
  • Der Schwungring hat eine dünne Speiche 30 von rechteckigem Querschnitt (Fig. 2), die in der Ebene des Bundringes 26 liegt und zwischen ,den beiden Bogenstücken 18 idie Trommel i@6, 17 .durchsetzt, wobei die Bogenstücke i8,den Winkelweg zwischen der Trommel 16, 17 und dem Schwungring 25 begrenzen. Die Speiche 3o ist nahe der Mitte mit zwei in gleichem Abstand von dieser angeordneten Löchern 3 i versehen, die auf der Langachse der Speiche 30 liegen.
  • Die Innentrommel 17 nimmt verschiebbar ein Noc'kenglied 32 auf, fdas mit diametral gegenüberliegenden Nasen 33 in .den vorgenannten Schlitzen 21 der Trommel 17 ;geführt ist. Das Glied 32 nimmt somit an -der Drehung der Trommel 17 teil. Es ist zwischen der Speiche 3o und der Nabe 5 des Gehäuses angeordnet, wobei es sich auf einer in der Aussparung 7 der Nabe 5 eingelegten Kugel 34 abstützt. Die der Speiche 30 zugekehrte Stirnfläche des Gliedes 32 ist V-förmig eingeschnitten und auf zwei in die Löcher 3 z der Speiche 3o eingelegten Kugeln 35 abgestützt. Die Kugeln 35 ruhen auf der anderen Seite der Speiche 30 auf einer von der Innentrommel @z7 verschiebbar aufgenommenen Scheibe 36.
  • IndemRingraum zwischen den beildenTrommeln 16, 17 ist auf der der Gehäusewand 4a 'benachbarten Seite eine Kupplungseinrichtung untergebracht. Diese Einrichtung besteht aus Halbringen 37, 38 (Fig. 6), die sich zu einem Ring ergänzen. Die beiden Halbringe 37, 38 sind so bemessen, daß zwischen ihnen und den beiden Trommeln 16, 17 ein Spalt verbleibt. Jeder der Teile 37, 38 ist an der Außenseite an den einander gegenüberliegenden Enden mit einer Nase 37a, 38a versehen, die im Reibungsschluß an der Innenwand der Trommel 16 anliegen.
  • Der Halbring 38 ist an dem der Nase 38" gegenüberliegenden Ende mit einer Querbohrung 39 versehen und mit dieser auf einen Bolzen 4o der Gehäusewand 4a aufgesteckt. Die der Querbohrung 39 benachbarte Stirnfläche des Halbringes 38 trägt eine Schraubenfeder 4, die in einem von der gegenüberliegenden Stirnfläche .des Halbringes 37 ausgehenden Sackloch 4a geführt ist.
  • Das Gegenende des Halbringes 37 ist mit einer Absetzung versehen, in die sich eine Keilnase 38a des Armes 38 einlegt. Die Feder 42 hält die von ihr beeinflußten Enden der Halbringe 37, 38 im Abstand voneinander, wodurch: gleichzeitig die Nasen 37a, 38" im Reibungsscbluß an der Trommel 16 gehalten werden.
  • Die Anordnung dieser Kupplungseinrichtung ist so getroffen, daß die Verdrehung ges Gehäuses und der Kupplungseinrichtung gegenüber der Trommel durch das Flugzeugrad in der einen Richtung, etwa in der Vorlaufrichtung, zu einer erheblichen Verkeilung der Halbringe auf ,der Trommel führt, währenddurch eine Verdrehung in entgegengesetzter Richtung das Anpreßmoment wesentlich geringer ist. Die Kupplun.gs'halbrin.ge 37, 38 sind noch mit Schmiernäpfen 43 zur Abgabe von Schmiermittel an die Innenfläche der Trommel 17 versehen.
  • Der Lagerarm 3 ist bei rechteckiger Form wesentlich stärker gEhalten als der Arm 2 und auf der Außenseite mit einer schlitzartigen Aussparung 44 (Fig. 4) versehen, von deren Grund eine gleichachsi@g mit ,dem Gehäuse 4 liegende Bohrung ausgeht. In dieser Bohrung ist ein Stift 45 geführt, der sich mit einer Kugelspitze 46 .gegen die Scheibe 36 legt. Der Stift 45 ist durch eine ihn umgebende Schraubenfeder 47, die sich auf dem Lagerarm 3 und einem Bundring 48 des Stiftes 45 abstützt, an der Scheibe 36 gehalten.
  • Der Stift 45 ragt mit dem Gegenende etwas über die Außenebene des Lagerarmes 3 und ist im Bereich der Aussparung 44 des Lagerarmes 3 mit einer Abflachung versehen. An dieser Abflachung ist ein Kurbelarm 5o angelenkt, der auf einer Stellspindel 49 sitzt. Die Spindel 49 ist in dem Lagerarm 3 verdrehbar gelagert und trägt einen zweiten Kurbelarm 5!z, der entgegengesetzt dem Kurbelarm 50 gerichtet ist und die gleiche Länge wie dieser hat.
  • Neben der Schlitzaussparung 44 ist der Lagerarm 3 mit einem zweiten Schlitz 52 versehen, dessen Langachse derjenigen der Aussparung 44 parallel liegt. Die Spindel 49 führt von der Schlitzaussparung 44 zu der Aussparung 52, wobei der eine Kurbelarm 5o in der Aussparung 44 und der andere Kurbelarm 5 r in der Aussparung 52 liegt. Die die Spindel 49 aufnehmende Bohrung ist dabei durch eine Ringscheibe 53 abgedichtet, so daß kein Druckmittel von der einen Schlitzaussparung zur anderen übertreten kann.
  • Auf der Außenseite des Lagerarmes 3 sitzt ein Ventilgehäuse 54 (Fig. 3), das die beiden Schlitze 44, 52 ,abdeckt, wobei ein Dichtungsring 54a, der sich um die Schlitzaussparung 52 legt, diese flüssigkeitsdicht absperrt. Das Gehäuse 54 ist auf .der Innenseite mit einem Sackloch 55 zur Führung des Stiftes 45 versehen. Eine Druckmittelbohrung 56 in -dem Ventilgehäuse 54 steht mit dem einen Ende mit dem Schlitz 52 und mit dem anideren Ende mit zwei Anschlußdüsen 57 in Verbindung, die an das Flüssigkeitssystem der Druckmittelibremse des Flugzeugrades angeschlossen sind.
  • In der Aussparung 5a ist ein Steuerhebel 58 untergebracht, der an idem einen Ende mit einem Gabelschlitz zur Führung eines Kurbelzapfens 59 des Armes 511 versehen ist. Das andere Ende des Steuerhebels 58 ist mit einem Rohrschieber 6o gekuppelt, der in einer Büchse 61 ,des Ventilgehäuses 54 geführt ist. Der Rohrschieber 6o ist mit einer Reihe radialer Durchbrechungen 62 versehen, die in einer bestimmten Stellung .des Schiebers 6o über Radiabbohrungen 63 der Büchse 61 mit einer Ringnut 64 in Verbindung stehen. Die Ringnut 64 ist durch eine Bohrung 64a an eine Düse 65 für den Eimaß eines -Druckmittels angeschlossen. Zwischen dem Einlaß 65 und der Bohrung 64a ist ein Filter 66 angeordnet, um den Zutritt von Verunreinigungen zu dem Ventil 6o, 61 zu verhüten.
  • Das Auslaßventil ist von einem Stopfen 67 aufgenommen, .der mit einem Gewindekopf in eine Bohrung des Teiles 54 eingeschraubt ist und sich mit einem zylindrischen Fortsatz in eine zu der Kammer 52 führende Bohrung erstreckt. Der Fortsatz ist aus einem Teil seiner Länge mit einer Eindrefiung 68 versehen, von deren ,dem Schraubkopf benachbarten Ende mehrere Radialbohrungen #69 durch den Fortsatz geführt sind. Von der der Kammer 52 benachbarten Stirnseite her ist der Fortsatz mit einem axial gerichteten Sackloch 70 versehen, das am Grunde durch eine Bohrung 71 an ,die Querbohrungen 69 angeschlossen ist. In dem Sackloch 70 ist der Ventilkörper 72 verschiebbar geführt, der an dem vorderen Ende mit einem Kegel zum Abschluß der Bohrung 7izi versehen ist. Der Ventilkörper 72 ist an dem Steuerhebel 58 angelenkt und greift an diesem unter der Gabel 59 etwa im ersten Drittel an. Für den Vorbeigang des Druckmittels ist der Ventilkörper mit Längsrillen versehen.
  • Eine nicht dargestellte Leitung verbindet die Eindrehung 68 mit dem Ablaßstutzen 73. Der Steuerhebel 58 ist durch eine Blattfeder 74 belastet, die nahe dem Einlaßventil an ihm befestigt ist und sich in der Höhe des Auslaßventils an der Wandung ,der Aussparung 52 abstützt. Diese Feder bewirkt, daß das Auslaßventil vor dem Öffnen des Einlaßventils geschlossen und nach dessen Schließen geöffnet wird.
  • Bei stehendem Flugzeugrad befinden sich ;das Schwungradgehäuse, Idas Schwungrad und die Trommel ebenfalls in der Ruhelage, in welcher das Schwungrad von der Spiralfeder in solcher Stellung zu oder Trommel gehalten ist, daß seine Speiche an den Bogenteilen anliegt. Dabei liegen die .beiden von der Speiche aufgenommenen Kugeln im Grunde -des V-förmigen Einschnitts .der Nockenscheibe, und der Steuerstift 45 ist unter der Wirkung der Feder 47 .so weit nach rechts verschoben (Fig. 2), daß über die Spindel 49 der Steuerhebel 58 das Auslaßventil schließt und das Einlaßventil geöffnet hält.
  • Sobald mit demAufsetzen auf dieLandebahn adas Flugzeugrad sich auf seiner Achse dreht, wird auch das mit ihm gekuppelte Gehäuse in Umlaufbewegung versetzt. Durch den Mitnehmerzapfen 4o .des Gehäuses nehmen auch die beiden Halbringe 37, 38 und :damit die Trommel an der Umlaufbewegung teil, wobei die ausgeübte Zugkraft ausreicht, um eine sofortige Mitnahme der Trommel zu erreichen. Dabei verbleibt lediglich so- viel Schlupf, um den beim Anlaufen auftretenden Stoß abzufangen, damit Beschädigungen an der Speiche des Schwungrades und der damit verbundenen Teile verhütet werden. Die Speiche ades Schwungrades ist durch die Schwungkraft und die Wirkung der Feder 28 an den Teilen 18 gehalten, und es tritt keine Änderung in der gegenseitigen Lage von Schwungrad und Trommel 16,17 ein. Die an der Innentrommel geführte Nockenscheibe 32 läuft mit der Trommel um, und die .beiden Kugeln 35 in der Speiche des Schwungrades bleiben am Grund der V-förmigen Aussparung. Der Stellbolzen 45 .erfahrt somit keine Verschiebung, und demzufolge bleibt auch das Einlaßventil 6o, 61 offen, während das Auslaßventil 7I, 72 geschlossen bleibt. Somit laufen alle von idem Gehäuse 4 aufgenommenen Teile mit Ausnahme des Stellbolzens 45 mit dem Gehäuse mit gleicher Geschwindigkeit um.
  • Mit dem Aufsetzen der Räder auf die Landebahn werden von .dem Flugzeugführer auch die Bremsenbetätigt, d. h. das die Bremsbacken beeinflussende Druckmittel wird zur Einwirkung freigegeben. Mit ,dem Anlegen der Bremsen wird die Umlaufgeschwindigkeit des Rades und damit auch diejenige des Gehäuses 4 vermindert. Da die Halbringe 37, 38 mit @demGehäuse 4 verbunden sind, nimmt deren Umlaufgeschwindigkeit mit derjenigen .des Gehäuses ab. Damit verringert sich auch die Zugkraft der Halbringe 37, 38 gegenüber der Trommel, so daß auch die Trommel langsam an Umlaufgeschwindigkeit verliert.
  • Wenn das Flugzeugrad jedoch heftig abgebremst oder etwa ,durch die Bremsbacken blockiert wird, behält das Schwungrad auf Grund seines Beharrungsvermögens entgegen der Wirkung der Feder 28 die größere Umlaufgeschwindigkeit gegenüber dem Gehäuse und der Trommel bei. Es wird somit gegenüber diesen Teilen verdreht. Da die Nockenscheibe 32 mit der Trommel gekuppelt ist, laufen die von der Speiche des Schwungrades mitgenommenen Kugeln 35 an der Wandung der V-förmigen Aussparung hoch und werden dabei in den sie aufnehmenden Löchern der Speiche nach links (Fig. 2) verschoben. Sie verschieben hierbei die Stützscheibe 36 und den Stellbolzen 45 entgegen der Wirkung der Feder 47.
  • Diese Verschiebebewegung führt zu einer Verstellung .der Spindel 49 und damit ades Steuerhebels 58, der unter Abschluß des Einlaßventils 6o, 61 das Auslaßventil 74 72 öffnet: Hierdurch wird selbsttätig .der Flüssigkeitsdruck auf die Bremsbacken weggenommen, so daß ein Blockierendes Rades nicht eintreten kann. Durch die wieder einsetzende Beschleunigung des Rades und des Steuergehäuses und unter der Wirkung der Spiralfeder nimmt das Schwungrad wieder die Grundstellung zu edier Trommel ein, in welcher die Ktlgeln35 amGrund derV-förmigenAussparung liegen. Der Stehstift 45 geht somit unter der Wirkung der Feder 47 in die Ausgangslage zurück, in welcher derSteuerhebel 58,denAuslaß absperrt und den Einlaß freigibt, so daß also das Druckmittel wieder auf die Bremsen einwirken kann.
  • Dieses Wechselspiel von Abbremsen: und Freigabe der Räder wiederholt sich so lange, als ein Festbremsen -der Räder einzutreten droht, und erfolgt in so schneller Folge, daß es von dem Flugzeugführer oder den Passagieren nicht bemerkt wird. Das Gehäuse läuft bei den üblichen Landegesc'hwindigkeiten mit etwa 3500 bis 40oo U%min um, und da die Verstellbewegung zwischen dem Schwungrad und der Trommel zum Öffnen oder Schließen ödes Auslaßventil.s kleiner ist als eine halbe Umdrehung, erfolgt also die Ventilbetätigung im Bruchteil einer Sekunde.
  • Vielfach ergibt sich beim Landen eines Flugzeuges ein sogenanntes .Springen, d. h. das bereits auf dem Boden aufgesetzte Flugzeug hebt sich noch ein oder mehrere Male kurz vom Boden ab, bevor es auf der Landebahn ausläuft. Wenn beim ersten Aufsetzen des Flugzeuges auf den Boden mit dem beginnenden Umlauf der Räder der Flugzeugführer die Bremsen angelegt hat und das Flugzeug sich nochmals vom Boden afb!hebt, werden. die nicht belasteten Räder durch die Bremse blockiert und rutschen beim erneuten Aufsetzen auf dem Boden, wenn der Flugzeugführer nicht während des Sprunges die Bremsen löst.
  • Bei Anwendung der neuen Einrichtung ist der Flugzeugführer diesem wechselnden Anlegen und Lösen der Bremsen enthoben. Wenn bei einem Sprung des Flugzeuges durch die angelegten Bremsen die Räder blockiert werden, bleibt auch das Gehäuse 4 mit den Halbringen stehen, während das Schwungrad durch sein Beharrungsvermögen seine Umlaufbewegung fortsetzt und durch die Relativbewegung zu der Trommel den Einlaß der Bremsflüssigkeit absperrt und den Auslaß öffnet, so daß ,der Bremsdruck weggenommen wird. Da die Räder in diesem Zeitpunkt zufolge des Sprunges des Flugzeuges keine Bodenberührung haben, nimmt das Schwungrad bei seinerRelativbewegung zu dem Gehäuse und derTrommel diese beiAnlage seiner Speiche an den Bogenstücken der Trommel entgegen der Reibung der Halbringe mit, so daß .der Auslaß weiter geöffnet bleibt, bis,die Reibungskraft der Halbringe an der Trommel größer ist als die Schwungkraft des Schwungrades, so daß also durch den Rückgang des Schwungrades in .die Grundstellung zu der Trommel der Auslaß wieder geschlossen und der Einlaß freigegeben wird. Bis zum Eintritt dieses Vorganges hat aber das Flugzeug d en Sprung vollendet und rollt wieder auf der Landebahn.
  • Die neue Einrichtung kann also nach zwei Überlegungen benutzt werden. Sofern das Flugzeug beim Landen auf dem kürzesten Weg zum Stillstand gebracht werden soll, ohne dabei die Reifen und das Fahrgestell zu gefährden, wird mit dem Aufsetzen auf den Boden die Bremse auf den höchsten Bremsdruck eingestellt, worauf die Vorrichtung den wirksamen Bremsdruck während des Auslaufes des Flugzeuges steuert. Der wirksame Bremsdruck wird von der neuen Steuereinrichtung bestimmt und nimmt selbsttätig mit wachsender Belastung,der Räder zu, ohne jedoch diese zu schnell abzubremsen, wobei mit abnehmender Rollgeschwindigkeit des. Flugzeuges der wirksame Bremsdruck langsam zunimmt.
  • Sofern der Rollweg nicht beschränkt ist, genügt es, wenn der Flu'gzeugfü'hrer den Bremsdruck nur zu etwa ein Drittel des Höchstwertes freigibt. Dann ist .die neue Einrichtung nur im erstenTeil des Rollweges wirksam und verhindert hierbei ein Blockieren der Räder, wobei jedoch (beim 'Überfahren von Ölflecken oder vereisten Stellen der Landebahn durch Vermindern des Bremsdruckes ein Rutschen der Räder verhütet wird.
  • Zweckmäßig wird jedem Flugzeugrad ein besonderer Steuerapparat zugeordnet, so @daß die Abbremsung .der Räder unabhängig voneinander erfolgt.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Selbsttätige Regeleinrichtung für den Bremsdruck von Druckmittelbremsanlagen von Flugzeugrädern, dadurch gekennzeichnet, daß der bei der Betätigung der Bremse sich in der Druckmittelzuleitung zu -den Bremszylindern einstellende Bremsdruck von einem von dem Flugzeugrad bei dessen Abrollumlauf mitgenommenen und gegenüber dem die Mitnahme veranlassenden Glied (4) in dessen Umlaufrichtung begrenzt verdrehbaren Schwungkörper (25) gesteuert ist, dessen Relativbewegung zu dem mitnehmenden Glied ein in der Brenismittelleitung angeordnetes Druckregelventil (6o, 72) steuert.
  2. 2. Regeleinrichtung nach Anspruch i, ,dadurch gekennzeichnet, daß der Schwungkörper begrenzt verdrehbar von einem mit einem umlaufenden Teil des Rades gekuppelten Gehäuse (4) aufgenommen, durch eine Feder (28) in einer Grundstellung zu dem Gehäuse gehalten ist, das Gehäuse einen mit ihm verdrehb-aren Stirnnocken (32) aufnimmt, diesem Stirnnocken an dem Schwungkörper (25) ein in Achsrichtung verschiebbarer Gegennocken (35) zugeordnet ist und dieser über Lenker (45, 49, 58) das Druckregelventil (6o, 72) steuert.
  3. 3. Regeleinrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, *daß .der Schwungkörper (25) auf einer mit dem Gehäuse (4) gekuppelten Trommel (i6, 17) ,geführt, :die Feder zwischen der Trommel und dem SchwungkÖrper angeordnet und der Schwungkörper ,durch die Feder (28) mit einer Speiche (30) an einem ihr in Umlaufrichtung vorausgehenden Endanschlag@(i8) der Trommel gehalten ist, dessen Gegenfläche den Schwenkweg des Schwungkörpers zu der Trommel begrenzt.
  4. 4. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch ge'kennzeic'hnet, daß die Trommel (i6, ir7) über zwei Klemmbacken (37, 38), die durch Wirkung einer Feder (4i) im Reibungsschluß am Innenmantel der Trommel gehalten sind, von dem Gehäuse (4) mitnehmbar sind und. wenigstens eine der Backen (38) zur Mitnahme durch das Gehäuse mit diesem gekuppelt ist.
  5. 5. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis: 4, ,dadurch gekennzeichnet, daß der Stirnnocken (32) mit einem inneren Mantel der Trommel (17) gekuppelt und der Gegennocken von zwei in Bohrungenr,der Speiche (30) .des Schwungkörpers (25) geführten Kugeln (35) gebildet ist, .diese auf der Gegenseite der Speiche von einer im inneren Mantel der Trommel axial verschiebbaren Kappe (36) abgestützt und diese von einem federbelasteten, axial verschiebbar gelagerten Steuerstift (45), der mit einem Stellglied (58) ,des Steuerventils (60, 72) gekuppelt ist, in der Anlagestellung an den Kugeln gehalten ist.
  6. 6. Regeleinrichtung nach Anspruch i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil von einer Kammer (52) gebildet ist, die an den Druckmittelzufluß (64a), die Leitung (56) zu -den Bremszylindern und den Ablaß (68) angeschlossen ist, wobei die Zuflußbohrung (64) und die Ablaßbohru.ng durch zwei wechselsinnig ,durch einen Steuerbalken (58) verstellbare Absperrkörper (6o, 72) beherrscht sind und der Steuerbalken über eine Stellspindel (49) mit dem Steuerstift gekuppelt ist.
  7. 7. Regeleinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Steuerbalken (58) nur mit .den beiden Absperrkörpern (6o, 72) und einem Kurbelzapfen (59) der Stellspindel (49) gekuppelt und durch eine Feder (74) derart an der Wandung,der Kammer (3e) abgestützt ist, daß er je nach .der Verstellrichtung en Auslaß (68) vor der Freigabe des Druckmitteleinlasses (64a) schließt bzw. jenen erst freigibt, wennderEinlaß (68) abgeschlossen ist. B. Regeleinrichtung nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Absperrkörper für,den Druckmittelzufiuß als Ringschieber (6o) mit Radialbohrungen (6a) und der Absperrkörper für den Ausl,aß (7i) als mit einer Nadel--spitze und Längsrillen versehener Kolbenzylinder (7a) ausgebildet sind.
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DED12838A Expired DE899589C (de) 1952-07-27 1952-07-27 Selbsttaetige Regeleinrichtung fuer den Bremsdruck von Druckmittelbremsanlagen von Flugzeugraedern

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1020872B (de) * 1954-04-13 1957-12-12 Goodyear Tire & Rubber Bremsregelvorrichtung fuer die Landeraeder von Flugzeugen

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DE1020872B (de) * 1954-04-13 1957-12-12 Goodyear Tire & Rubber Bremsregelvorrichtung fuer die Landeraeder von Flugzeugen

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