-
Einrichtung an Filmkopiermaschinen zum selbsttätigen Uberblenden kinematographischer
Bildfolgen Die Erfindung betrifft eine Einrichtung an Filmkopiermaschinen zum selbsttätigen
Auf- und Abblenden kinematographischer Filmabschnitte. Die dadurch erzielbare Abkürzung
der Herstellungsdauer ist beträchtlich, so daß die Vorführkopien eher vorführbereit
sind, als es nach dem bisher geübten Handverfahren möglich war. Die Beschleunigung
der Vorführmöglichkeit ist beispielsweise bei Wochenschauaufnahmen von besonderer
Bedeutung.
-
Ein weiterer Vorteil des neuen Verfahrens besteht darin, daß die Herstellung
der überblendungsabschnitte in ein und, demselben Arbeitsgang beim Kopieren erfolgen
kann. Ein ein oder mehrmaliges Doubeln, wie es beim überblenden von Hand erforderlich
ist und das stets eine Verminderung der Bildqualität zur Folge hat, kommt hier in
Fortfall. Neben einem Zeitgewinn wird also durch das erfindungsgemäße Verfahren
auch eine Oualitätsverbesserung erreicht.
-
Den Überblendungsvorgang zu mechanisieren, z. B. durch zeitweilige
Kupplung der Kurbel einer Aufnahmekamera mit einer Verschlußblende, ist bereits
bekannt, doch mußte hierbei der Zeitpunkt des Einsatzes und Endes der Überblendung
von Hand gewählt werden. Beim Kopieren muß jedoch bei einer selbsttätigen Überblendung'
auch der richtige Einsatz automatisch erfolgen. Um in der Kopiermaschine ein selbsttätiges
Auf- oder Abblenden zu erzielen, d. h. den Kopierlichtstrom entsprechend zu regeln,
stehen zwei Möglichkeiten offen: Lichtregelung mittels einer Blende oder durch Beeinflussung
des Kopierlampenstromes
selbst. In beiden Fällen kann das Ab- und
Ansteigen :des Kopierlichtstromes durch entsprechendes Zu- und Abschalten von Vorwiderständen
erzielt werden, wobei noch in derRegel :die Bedingung erfüllt sein muß, daß das
Maximum der Abblendung mit dem Wechsel des Bildinhalts, also in der Regel mit dem
Erscheinen der Klebestelle im Kopierfenster zeitlich zusammenfällt. Ein solcher
Synchronismus kann beispielsweise durch Benutzung von Filmmarken als Kontaktgeber,
Randstanzen od. dgl. gesichert werden, während die Ausdehnung der Überblendung auf
eine beliebige Filmlänge besondere Vorkehrungen erfordert, die nachfolgend beschrieben
sind. Zur näherenErläuterung wird auf die schematische Darstellung in Abb. i und
2 verwiesen.
-
In Abb. i bezeichnet i die Kopierlampe, deren Lichtstärke durch den
abgestuften Widerstandssatz 2 regelbar ist. Die einzelnen Widerstandselemente stehen
mit je einer Kontaktfläche 3 in Verbindung, die auf einem zylindrischen. Körper
q. kollektorartig mit Zwischenlagen 15 isoliert angebracht sind. Wie aus der Abbildung
ersichtlich, stellen die Kontaktflächen 3 in ihrer Gesamtheit ein fächerartiges
Gebilde dar, das in Verbindung mit dem als Stromabnehmer dienenden Bürstensatz 6
die erfindungsgemäße Regelung der Überblendungsdauer ermöglicht. Gemäß der Darstellung
kann der Bürstensatz 6 mittels des Bürstenhalters i4., des Kurbelarms
13 und der Welle 5 um die Walze 4 in Umdrehung versetzt werden. Auf der Welle
5 sitzen isolierte Schleifringe 7, die über Verbindungsleitungen 16 mit je einer
Bürste 6 in Verb.indungg stehen. Der auf den Schleifringen 7 gleitende Bürstensatz
8 steht seinerseits mit einem Stufenschalter 9 in Verbindung, dessen Schalthebel
12 zur Stromquelle i i führt, an die über Leitung io noch die freie Klemme der Kopierlampe
i angeschlossen ist. Es ist nun ohne weiteres erkennbar, daß je nach örtlicher Lage
der Stromabnahme an der Walze q., d. h. je nach Einstellung des Schalthebels i2
bzw. Wahl einer bestimmten stromführenden Bürste 6 bei konstanter Rotation derselben
die Einschaltdauer der Widerstände 2 verschieden ausfallen wird, was gleichbedeutend
ist mit einer entsprechenden Regelung der Blendungsdauer bzw. der Länge des auf-
und abgeblendeten Filmabschnitts. Konstante Umlaufzeit der Bürsten 6 vorausgesetzt,
wird die kürzeste Blendungsdauer erzielt, wenn die Bürste 6d, und die längste, wenn
dieBürste -6b angeschlossen ist. Die dazwischenliegenden Werte etwa in den Grenzen
von 16 bis 6o Einzelbildern können beispielsweise in zwölf Stufen eingeteilt sein.
-
Der Widerstandssatz 2 wird zweckmäßig so gewählt, daß die Belichtungsstärke
sich linear ändert. Gegebenenfalls kann es sich als nützlich erweisen, die Einzelwiderstände
regelbar einzurichten, um beispielsweise eine Anpassung an die jeweils mit der betreffenden
Filmsorte gegebenen Schwärzungskurve zu ermöglichen oder einen beliebigen gewünschten
Verlauf der Überblendung zu erreichen.
-
Es ist an sich belanglos, ob die Bürsten 6 rotieren und die Kontaktwalze
4 ruht oder umgekehrt, ebenso kann an Stelle des Bürstensatzes 6 auch eine einzige
Bürste genügen, wenn diese in bezug auf die Walze q. axial verschiebbar ist. In
diesem Fall ersetzt die Axialverschiebung den Stufenschalter 9 und Schleifringe
8, unter direkter Verbindung der Einzelbürste mit der Stromquelle ii.
-
Wie schon angedeutet, kann die Regelung des Kopierlichtstromes für
die Zwecke der überblendung auch in der Weise erfolgen, daß an Stelle einer Lampenstromregelung
eine in den Lichtweg eingesetzte regelbare Blende elektromagnetisch beeinflußt wird,
wobei die in Abb. i dargestellte Einrichtung in den Stromkreis des betreffenden
Steuermagneten einzuschalten ist.
-
Es wurde ebenfalls schon darauf hingewiesen, daß zwischen dem zeitlichen
Ablauf der überblendung und .dem Lauf der zugehörigen Filmabschnitte eine gewisse
zeitliche Übereinstimmung zu wahren ist, und zwar in der Weise, daß die stärkste
Abblendung mit dem Wechsel des Bildinhalts, gewöhnlich mit dem Eintritt der Klebestelle
in das Kopierfenster, stets zusammenfallen muß. Eine für diesen Zweck geeignete
Ergänzung der Einrichtung nach Abb. i ist in Abb. 2 dargestellt. In dieser bezeichnet
q. den walzenförmigen Träger der fächerartig sich ausbreitenden Kontakte 3, mit
(der Einfachheit halber) einer einzigen stromführenden Bürste 6, die mittels der
Kurbel 13, 1q. und Welle 5 in Umlauf versetzt werden kann. Auf der Welle
5 sitzt noch eine Sperrscheibe 18 und eine elektromagnetisch einrückbare Kupplung
i9, die ebenso wie die Sperrklinke 2i unter dem Einfluß des Elektromagneten 22 durch
die Stromquelle 2o betätigt wird. Als Impulsgeber dient der Tasthebel 23 mit Schließkontakt
2q., dessen Wirkung durch die Randstanze 26 ausgelöst wird. Die Laufrichtung 27
des Filmbandes 25 kann wechseln je nach Rechts-oder Linksgang der Kopiermaschine.
In beiden Fällen muß der gleichbleibende Abstand- zwischen Abtaststelle 23 und Belichtungsstelle
des Films so eingestellt sein, daß bei der ;gegebenen Laufgeschwindigkeit des Films
25 und der Bürste 6 die Überblendung sich im richtigen Zeitintervall abspielt. Die
Dauer der Überblendung, d. h. die Länge des davon betroffenen Filmabschnitts selbst
ist in der angegebenen Weise regelbar und nur von der relativen Lage der Bürste
6 zu den Kontakten 3 abhängig.
-
Im weiteren Ausbau der .Erfindung kann auch das Einstellen der Überblendungsdauer
automatisch erfolgen, wodurch der gesamte Vorgang während des Kopierens vollautomatisch
vor sich geht. Statt den Schalter 9 von Hand zu bedienen, kann hierzu ein an sich
bekannter, synchron mit dem Film ablaufender Steuerstreifen, Lochstreifen usw.,
wie er für die Lichtschaltung verwendet wird, benutzt werden. Der Steuerstreifen
trägt die vorbereiteten Marken, die die jeweilige Einstellung des Schalters 9 in
irgendeiner bekannten Weise, z. B. durch elektrische Übertragungsmittel, besorgen.
Es ist hierbei möglich, die Bilderzahl innerhalb einer Überblendung während des
Abblendens verschieden vom Aufblenden zu wählen, z. B. 6o Bilder für die
Abblendung
und 2o Bilder für die Aufblendung. Der Steuerstreifen kann bei Synchronlauf auch
die Auslösemarken 26 tragen.
-
Zur Vollendung einer Ab- und Aufblendung darf die Stromabnehmerbürste
6 (Abb. 2) nur eine volle Umdrehung ausführen. Zu diesem Zweck ist die Sperrklinke
21 vorgesehen, die das Sperrad 18 nur für die Dauer einer Umdrehung freigibt. Bei
der in Abb.2 gewählten Schaltung wirkt auch die Magnetkupplung i9 nur während der
Dauer einer vollen Umdrehung der Achse 5. Ein- und Ausschaltung der betreffenden
Magnetwicklung i9 erfolgt beispielsweise mit Hilfe des Sperrklinkenansatzes 28 bzw.
durch das von diesem betätigte Kontaktpaar 2g. Dieses hält den Stromkreis der Magnetkupplung
i9 nur geschlossen, solange die Sperrklinke auf dem Umfang der Scheibe i8 aufliegt;
beim Einschnappen derselben in die entsprechende Aussparung dagegen öffnet sich
der Stromkreis bei 29, und die Bürste 6 nimmt wieder ihre Ausgangslage an.
-
Liegt die Aufgabe vor, von einem geschnittenen Negativ ohne dem Umweg
über Dup-Negative unmittelbar positive Vorführkopien mit Überblendungen herzustellen,
so kann diese ebenfalls mit der erfindungsgemäßen Einrichtung gelöst werden; es
ist dann nur nötig, das Kopierlicht in umgekehrter Richtung zu steuern, von normaler
Helligkeit auf eine maximale, die eine völlige Schwärzung der Kopie erzeugt. Um
die Kopierlampe nicht zu überlasten, wird zweckmäßig eine Zusatzlichtquelle vorgesehen,
die während des überblendens eingeschaltet und gesteuert wird. Das Licht dieser
Zusatzlampe kommt zweckmäßig auf dem Kopiefilm an einer Stelle zur Einwirkung, an
der es vom Negativ getrennt ist.