DE89778A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung besteht in einer tragbaren Gaslampe, in welcher Calciumcarbid oder ähnliche
Stoffe durch Wasser zersetzt werden, wobei Acetylengas entsteht, welches unmittelbar aus
der Lampe in einem Brenner 0 zur Verbrennung gelangt.
Die Lampe besteht aus dem Behälter a, in welchen nach dem Oeffnen der Verschlufsschraube
d eine bestimmte Menge Wasser eingefüllt wird, so dafs das Rohr b11 in dasselbe
eintaucht. In den Patronenhalter r, welcher mit seiner Führungsstange c durch die auf der Verschlufsschraube
d angeordnete Stopfbüchse e nach aufsen hervorragt, wird eine gaserzeugende
Patrone eingesetzt, worauf der Behälter a durch Aufschrauben der Verschlufsschraube d
geschlossen wird.
Nachdem dies geschehen ist, wird die Führungsstange i, an deren unterem Ende mittels
der beiden Metallplatten g1 gn mit der dazwischenliegenden
Gummiplatte h ein Kolben angeordnet ist,, welcher sich in einem Cylinder
b1 auf- und niederbewegt, bis auf ihren
tiefsten Stand niedergedrückt.
Der Cylinder b! communicirt durch das
Rohr b11, welches in das Wasser des Behälters a
eintaucht, mit diesem. Wird nun durch das entwickelte Gas ein Druck auf das im Behälter
α befindliche Entwickelungswasser ausgeübt, so steigt dasselbe durch das Rohr b11
in den Cylinder b1 und treibt hier den Kolben g1 gn h mit der Führungsstange i in die Höhe.
Da die Kolbenführungsstange i vermittelst der Traverse f mit der Führungsstange c des
Patronenträgers r durch Feststellen der beiden Flügelschrauben f'fu fest verbunden ist, so
mufs die Führungsstange c des Patronenträgers r der Bewegung der Kolbenführungsstange i
folgen, wodurch die gaserzeugende Patrone aus dem Entwickelungswasser des Behälters α gehoben
wird und die Entwickelung von Gas aufhört. Die Anordnung des Kolbens g1 gI! h
in dem Cylinder bl ist deshalb nothwendig, weil der Querschnitt der Führungsstange c des
Patronenträgers einerseits zu klein ist, um durch den entstehenden, für den Betrieb der Lampen
nur ca. 100 mm betragenden Gasdruck den Patronenhalter r mit der gaserzeugenden Patrone
hochzuheben, und andererseits bei vergröfsertem Querschnitte der Stange c der
Reibungswiderstand in der Stopfbüchse ein so grofser werden würde, dafs die Gasspannung
im Behälter α eine unzulässige Höhe erreichen oder bei nicht genügender Dichtung der Stopfbüchse
Gas entweichen würde. Bei der Anordnung des Kolbens gl g11 h ist ein Entweichen
von Gasen ausgeschlossen, da hier bei nicht schliefsendem Kolben Wasser herausgetrieben
werden würde. Wenn beim Betriebe der Lampe durch den Verbrauch des Gases die vorhandene Gasspannung nachläfst, zieht
die an dem Verschlufsringe des Behälters a einerseits und an der Traversstange f andererseits
befestigte Zugfeder ρ die Traverse f mit den daran befestigten Kolben- und Patronenträgerführungsstangen
nieder, so dafs sowohl der Kolben g1 g11 h, sowie der Patronenhalter r
tiefer in den Cylinder b1 bezw. Behälter α eingeführt
werden, bis die gaserzeugende Patrone wieder mit dem Entwickelungswasser in Be-
rührung tritt und die Gasentwickelung von neuem beginnt, worauf sich der vorhin beschriebene
Vorgang wiederholt.
Wenn die Patrone so weit verbraucht ist, dafs sie den Wasserspiegel beim Niedergang
nicht mehr erreicht, so wird die Flügelschraube p der Traversstange f gelöst und
vermittelst der Führungsstange c die an dem Patronenträger r festsitzende Patrone so weit
hinuntergeschoben, dafs sie wieder in das Wasser eintaucht, worauf die Flügelschraube f1
wieder fest angezogen wird. Das im Behälter a entwickelte Gas steigt durch das Rohr k, den
Gasdruckregeier m und den Hahn η zum Brenner o.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Acetylen-Entwickler, gekennzeichnet durch solche Verbindung eines Patronenträgers (r) mit einem Kolben (g1 gn h), welcher in einem unterhalb des Flüssigkeitsspiegels mündenden Cylinder (bl) geführt ist, dafs der Patronenträger bei erhöhtem Gasdruck der Aufwärtsbewegung des Kolbens folgen mufs und die Patrone dem Einflufs des im Entwickler befindlichen Wassers thunlichst entzogen wird, während die Abwärtsbewegung des Kolbens und der Patrone eventuell durch eine Zugfeder (p) bei nachlassendem Gasdrucke bewirkt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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