DE896854C - Verfahren zum Klimatisieren von dicht mit Lebewesen belegten Raeumen, insbesondere Staellen - Google Patents

Verfahren zum Klimatisieren von dicht mit Lebewesen belegten Raeumen, insbesondere Staellen

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DE896854C
DE896854C DEF1896A DEF0001896A DE896854C DE 896854 C DE896854 C DE 896854C DE F1896 A DEF1896 A DE F1896A DE F0001896 A DEF0001896 A DE F0001896A DE 896854 C DE896854 C DE 896854C
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DE
Germany
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air
heat
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DEF1896A
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Franklin Dipl-Ing Froehlich
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F24HEATING; RANGES; VENTILATING
    • F24FAIR-CONDITIONING; AIR-HUMIDIFICATION; VENTILATION; USE OF AIR CURRENTS FOR SCREENING
    • F24F3/00Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems
    • F24F3/12Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems characterised by the treatment of the air otherwise than by heating and cooling
    • F24F3/14Air-conditioning systems in which conditioned primary air is supplied from one or more central stations to distributing units in the rooms or spaces where it may receive secondary treatment; Apparatus specially designed for such systems characterised by the treatment of the air otherwise than by heating and cooling by humidification; by dehumidification

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Housing For Livestock And Birds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Klimatisieren von dicht mit Lebewesen belegten Räumen, insbesondere Ställen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Klimatisieren von dicht mit Lebewesen belegten Räumen, insbesondere Ställen, mit ausschließlicher Frischluftzufuhr.
  • Die Erfindung geht von folgenden Überlegungen aus: Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, daß Stallungen, insbesondere für Nutztiere, in unseren Klimata im Winter unter Feuchtigkeitseinwirkung stehen. Diese Feuchtigkeit ist für die Tiere gesundheitsschädlich. Auch die baulichen Teile des Stalles leiden unter dem Feuchtigkeitseinfluß und zerfallen vorzeitig.
  • Zur Entfeuchtung der Ställe und gleichzeitiger Luftversorgung der Tiere wurden fast 'durchweg Lüftungen vorgeschlagen, .die auf dem Prinzip .des thermischen Auftriebs der Warmluft des Stalles gegenüber der kälteren Außenluft beruhen, also den natürlichen Kaminzug zur Entfernung der verbrauchten warmen und zum Nachsangen einer entsprechenden Menge von im Winter kalter Frischluft ausnutzen.
  • Da aber der Kaminzug vom Wetter abhängig und eine gleichmäßige Luftversorgung nicht möglich ist, wurden auch Stallüfter mit künstlicher Luftversorgung durch Ventilatoren vorgeschlagen und ausgeführt.
  • Auf Grund biologischer Daten und thermischer Gesetzmäßigkeiten ergibt sich, daß alle Lüftungen, welche .die warme Stalluft ausblasen und bei Außentemperaturen in der Nähe des Gefrierpunktes oder bei tieferen Temperaturen frische, kalte Luft als Spülmittel unmittelbar in den Stall nachsangen, unter Berücksichtigung der anderen, klimabestimmenden Faktoren im Stall selbst ein Klima erzeugen, dessen relative Luftfeuchtigkeit in der Nahe der Sättigungsgrenze oder sogar darüber liegt. Eingehendejm Rahmen der Vorarbeiten für die Erfindung gemachte Messungen bestätigen dies. Unter günstigsten Voraussetzungen kann mit derartigen Lüftungen eine relative Luftfeuchtigkeit von etwa 951/o erwartet werden, sofern die Temperatur im Stall gleichzeitig übefhaupt noch in normalen Grenzen gehalten wird. Eine geringere Luftfeuchtigkeit ist unter diesen Voraussetzungenbei solchen Lüftungen keinesfalls zu erreichen. Ahnliches gilt auch für Räume, welche von dichten Menschenmassen besetzt sind.
  • Der Vermutung folgend, daß es sich bei der festgestellten Stallfeuchtigkeit um ein Wärmedefizit des ganzen thermischen Zyklus-handle, hat man vor einiger Zeit versucht, durch Rückgewinnung der Wärme aus der Abluft und deren Verwendung zur Vorwärmung der nachströmenden frischen Kaltluft mittels Wärmetausches eine Besserung zu erzielen. Es hat sich aber gezeigt, daß auch dieser Vorschlag allein kein zuverlässiges Mittel zur Vermeidung-der Stallfeuchtigkeit bildet.
  • Gemäß der Erfindung ist zur sicheren Erzielung einer trockenenStalluft vorgesehen, daß derFrisohluftdurchsatz so bemessen wird, daß unter Berücksichtigung der je Zeiteinheit von der Raumbelegschaft an den Raum abgegebenen Wärme und Feuchte einerseits und bei Einstellung des Wärme-und Feuchtediffusionsdurchgangs durch die Raumwände, sowie bei Einschaltung eines an sich bekannten Abluft-Frischluft-Wärmeaustauschers andererseits, das Frischluft-Raumluft-Gemisch - bei normalen Raumtemperaturen diejenige Grenze der relativen Feuchte nicht überschreitet, die mit Rücksicht auf biologische Forderungen gesetzt ist, z. B. bei Ställen etwa 75 % relative Feuchte.
  • Dieses mit Wärmeaustauscher arbeitende Verfahren wird bei mit Menschen belegten Räumen selbstverständlich nur .zusätzlich zu den üblichen Klimatisierungsanlagen verwendet wenden, da die von einem Menschen abgegebene Wärme undFeuchtigkeit, bezogen auf die ihm pro Kopf zur Verfügung gestellte Luftmenge, nicht voll ausreicht, um eine ausschließliche Verwendung des neuen Verfahrens zu ermöglichen.
  • Die Klimatisierung wird gemäß der Erfindung zweckmäßig nach der vektoriellen Darstellung im Mollierschen I-x-Diagramm überwacht, und zwar in der Weise, daß der Vektor, der sich ergibt aus dem Mischungsverhältnis Frischluft Raumluft einerseits und der Frisehluftaufwärmung durch die Abluft andererseits, ins vektorielle Gleichgewicht gebracht wird mit Vektoren, die sich ergeben aus der auf die in der Zeiteinheit durchgesetzte Luftmenge (Luftdurchsatz) entfallenden Wärme- und Feuchteabgabe der Belegschaft und dem auf den Luftdurchsatz bezogenen Wärme- und Feuchtediffusionsdurchgang durch die Wände.
  • Für die Durchführung der Erfindung ist es also wichtig: r. die Wandisolierung des Stalles den ungünstigsten atmosphärischen Verhältnissen entsprechend zu bemessen, um den Wärme- und Feuchtigkeitsdurchsatz abzugrenzen; z. den Wärmeaustauscher entsprechend. dem maximal nötigen Luftbedarf zu bemessen; er bringt bei einer gegebenen Außen- und Innentemperaturdifferenz entsprechend den gerade vorliegenden Witterungsverhältnissen bei ausreichender Bemessung praktisch jeweils die gleiche Temperatursteigerung der Frischluft, wenn auch die Luftdurchsatzmenge gerade etwas kleiner sein möge; dies rührt im wesentlichen daher, daß im allgemeinen immer die Frischluftmenge nahezu gleich der Abluftmenge ist, so daß z. B. bei kleinerer Abluftmenge und damit kleinerer Gesamtabluftwärme .auch die entsprechend kleinere Frischluftmenge-mit dieser kleineren Abluftwärme praktisch ebenso stark aufgeheizt wird, wie vorher bei größerem Durchsatz; 3. daß die Durchsatzmenge richtig geregelt wird, indem sie je nach den jeweils gegebenen Witterungsbedingungen so eingestellt wird, daß das oben definierte vektorielle Gleichgewicht in der betreffenden Klimazone gegeben ist.
  • Das Verfahren der Verwendung der vektoriellen Darstellung im Mollier-Diagramm ist in der Regel nur anwendbar bei einem Außenluftzustand, der geringere Absolutfeuchte als die Raumluft aufweist. Bei Ställen wird daher für .die Sommerzeit mit höherer Außenlufttemperatur und -feuchte die Anlage als Belüftung verwendet. Es ist aber denkbar, durch Kühlung der angesaugten Frischluft auch im Sommer eine Klimatisierung durchzuführen.
  • Die Erfindung macht sich .die bei Tieren mit konstanter Bluttemperatur gemachten Erfahrungen zunutze, die zeigen, daß nicht nur die Bluttemperaturen von der Maus bis zum Pferd oder Elefanten etwa das gleiche Niveau haben, d. h. alle zwischen etwa 36 und q.2° C liegen, sondern daß auch die Wärme- und Wasserdampfabgabe durch Lunge und Haut solcher Tiere unter einander weitgehend gleichenden Verhältnissen vorgeht.
  • Im Mollier-Diagramm dargestellt verläuft die Wärme- und Wasserdampfabgabe für bestimmte Tiergruppen ziemlich einheitlich in einer im übrigen meßbaren Richtung Ilx im Bereich von etwa goo kcal/kg, wenigstens so lange, wie das Tier in Ruhe ist und in seinen spezifisch normalen, d. h. von Natur aus günstigsten Klimazonen unserer Gegend lebt. Dieser Umstand ist für die Bemessung von Stallüftungen von ausschlaggebender Wichtigkeit, denn in einem Stall muß .die biologische Tiermasse als oft einzige Heiz- und Befeuchtungsquelle des Stallklimas betrachtet werden. Aber auch bei mit Menschen belegten Räumen kann die Heiz- und Befeuchtungsquelle der biologischen Masse durchaus beachtlich und verwertbar sein.
  • In der Zeichnung ist ein Mollier- oder I-x-Diagramm für eine als Beispiel angenommene Meereshöhe dargestellt. Die Zahlen auf der Abszisse x geben ungefähr den absoluten Wassergehalt des Gemisches in Kilogramm pro (r plus x) kg, jene der Ordinate die Temperatur in Einheiten von 5° C und die schräg von links oben nach rechts unten verlaufenden Parallelen mit ihren Zahlen .die Wärmeinhalte in kcal (i plus x) kg an; s bedeutet die Sättigungslinie für den betreffenden Barometerstand.
  • In dieser Zeichnung stellt S weiterhin das für eine bestimmte Tierart gewünschte Stallklima dar. Dieses Klima ist als Punkt dargestellt; in der Praxis kann sie als eine Zone um S herum betrachtet werden. In dem im Diagramm eingezeichneten Beispiel sei die .durch Messung ermittelte mittlere Wärme- und Wass,erdampfabgabe der sich im Stall aufhaltenden Tiere durch Lunge und Haut in Richtung Ilx etwa goo kcal/kg. Diese Richtung wird im Diagramm durch die strichpunktierte Linie 0-R ungefähr angedeutet. Dieser Vektor ist mit T (Tiere) bezeichnet. Die Größe des in der so definierten Richtung verlaufenden Vektors T ist durch Messung ebenso bestimmbar und hängt außerdem ab vom stündlich zirkulierenden Luftquantum. Die in Größe und Richtung nunmehr bestimmte Klimakraft T sucht im Beispiel das Stallklima in der Richtung Ilx = goo zu verändern.
  • Der Wärmeverlust durch die baulichen Teile des Stalles wird in analoger Weise durch einen Vektor, der ebenfalls von S ausgeht und senkrecht nach unten gerichtet ist, dargestellt. SeineGröße ist nicht nur vom Luftquantum, sondern auch von den Wärmedurchgangswerten der Bauteile und von den Umgebungstemperaturen usw. abhängig. Dieser Wärmeverlustvektor ist mit W bezeichnet.
  • Je nach Verlauf der Kondensation im Wärmetauscher und nach seiner Konstruktion verläuft der mit L bezeichnete Luftvektor mehr oder weniger schräg nach links unten. Er stellt, von S ausgehend, dieVeränderungstendenz der vorgewärmten Frischluft gegenüber der Abluft dar.
  • Im Klimagleichgewichtszustand von S sind die Vektoren T, W und L im vektoriellenGleichgewicht, d. h. erst aus der Angabe der Größe und der Richtung von T ist es möglich, Richtung und Größe der für die Erreichung des gewünschten Klimas nötigen Vektoren W und L zu bestimmen. Aus W und L können dann alle einschlägigen technischen Daten einer Stallüftung mit Wärmeaustausch, wie sie für deren konstruktive Durchbildung benötigt werden, gewonnen werden.
  • Durch sinngemäße Übertragung bzw. Ergänzung ist das Verfahren auch anwendbar für Räume, deren Bauteile nicht nur wärme-, sondern auch wasserdampfdurchlässig (porös) sind und auch für solche, die zusätzlich geheizt oder gekühlt sind. Zusätzlich zu den .drei Vektoren T, L, W treten dann noch die entsprechenden weiteren, den Regeln der Klimatechnik sinngemäß folgenden Richtgrößen hinzu, die dann alle zusammen wieder in vektorielles Gleichgewicht zubringen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Klimatisieren von dicht mit Lebewesen belegten Räumen, insbesondere Ställen, mit ausschließlicher Frischluftzufuhr, dadurch gekennzeichnet, daß der Frischluftdurchsatz so bemessen wird, daß, unter Berücksichtigung der je Zeiteinheit von der kaumbelegschaft an den Raum abgegebenen Wärme und Feuchte einerseits und bei Einstellung des Wärme- und Feuchtediffusionsdurchgangs durch die Raumwände sowie bei Einschaltung eines an sich bekannten Abluft-Frisc'hluft-Wärmeaustauschers andererseits, das Frisc'hluft-Raumluft-Gemisch bei normalen Raumtemperaturen diejenige Grenze der relativen Feuchte nicht überschreitet, die mit Rücksicht auf biologische Forderungen gesetzt ist, z. B. hei Ställen etwa 75'10 relative Feuchte. z. Verfahren zum Überwachen der Klimatisierung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Überwachung des Vorgangs nach der vektoriellen Darstellung im Mollierschen I-x-Diagramm so erfolgt, daß der Vektor (L), der sich ergibt aus dem Mischungsverhältnis Frischluft-Raumluft einerseits und der Frischluftaufwärmung durch die Abluft andererseits ins vektorielle Gleichgewicht gebracht wird mit Vektoren, die sich ergeben aus der auf die in derZeiteiriheit durchgesetzte Luftmenge (Luftdurchsatz) entfallenden WärmeundFeuchteabgabe derBelegschaft (T) und dem auf den Luftdurchsatz bezogenen Wärme-und Feuchtediffusions-durchgang durch. die Wände (W). Angezogene Druckschriften: »Klimatechnik«, K. R. R y b k a, München/Berlin 1938, Verlag R. Oldenbourg, S. 2.4, Abs. i; »Die Trockentechnik«, H. Hirsch, Berlin 1927, Verlag Julius Springer, S. 38, Zeile 3 bis 6.
DEF1896A 1950-05-17 1950-06-25 Verfahren zum Klimatisieren von dicht mit Lebewesen belegten Raeumen, insbesondere Staellen Expired DE896854C (de)

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