DE895C - Maschinen zur Herstellung von Rüschen - Google Patents

Maschinen zur Herstellung von Rüschen

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04DTRIMMINGS; RIBBONS, TAPES OR BANDS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D04D5/00Fringes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

1877.
Klasse 25.
FR. KRÜGEL in LEIPZIG.
Maschine zur Herstellung von Rüschen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Juli 1877 ab.
Längste Dauer: 29. December 1889.
Die Herstellung von Rüschen und ähnlichen Garnirungen erfolgte bisher in der Weise, dafs der dazu nöthige Stoff— Tüll, Mull, Gaze etc. — nachdem derselbe entweder einfach mit der Hand oder mittelst sogenannter Kerb- oder Gophermaschinen in Falten oder Tollen gebracht war, umständlich durch Zusammennähen mit Nadel und Zwirn bezw. Anheften an ein gesteiftes Band oder an eine Schnur oder einen Streifen von Steiftüll oder sonst einen festen Stoff verbunden wurde, um dem ganzen den nöthigen Halt zu geben. Speciell in meiner Fabrik geschah dies auch in der Weise, dafs ein gewisses Quantum solchen gefältelten Stoffes bezw. eine solche Faltenreihe durch eine messerartige Platte oder flache Schiene auf Hochkant von oben einen Druck erhielt und gleichzeitig dadurch in der Längsrichtung des gefältelten Stoffes ein Knick oder eine Kerbe entstand. In diese wurde nunmehr eine Schnur oder ein Faden mit der Hand eingelegt und derselbe alsdann durch Niederwalzen, Zusammenwalzen, Zusammenplatten oder Zusammenpressen zwischen geraden Schienen, mit dem Stoffe haftend verbunden. Das ganze Verfahren geschah also absatzweise in verschiedenen Tempos und man erhielt dabei angemessene Abschnitte solcher Rüschen, nach Mafsgabe der Länge der dabei verwendeten Druckplatten und Bügelschienen, und es mufsten diese Abschnitte zur Erlangung gewünschter gröfserer Coupons stückweise aneinander gereiht oder gestofsen werden.
, Bei der neuen Methode nun erfolgt die Vereinigung des vorher gefältelten Stoffes zu einer festen Rüsche (<m anderer, eigenthümlicher Weise und'derart, dafs der in beiliegender Zeichnung mit St bezeichnete Stoff zunächst auf eine tischartige Fläche F zwischen zwei parallellaufende, endlose Schnüre Sch eingebracht wird, welche denselben eisernen, geheizten, rotirenden Trommeln zuführen. Die Schnüre laufen über entsprechende Rollen und über die Trommel T, so dafs sie durch die letztere mit gleicher Geschwindigkeit in Bewegung gesetzt werden. Abgezogen von dem Tische F wird der mittelst der Schnüre Sch gleichmäfsig zugeleitete Stoff durch eine von der Trommel mit fortgezogene Cordel oder einen Faden C, welcher oberhalb des gefältelten Stoffes über eine Rolle W geht und hier durch ein Gewicht G so gespannt wird, dafs derselbe bei Drehung der Trommel in der durch einen Pfeil angedeuteten Richtung, und bei seinem Herüberstreichen über den gefältelten Stoff bei χ denselben mit erfafst und auf die Trommel führt.
Die Trommel hat auf ihrer einen Hälfte einen kleineren Durchmesser, als auf der anderen; dieselbe erscheint abgetreppt, bildet also eine. Stufentrommel. Es ist nun auf dem Absatz von geringerem Durchmesser ein Ring R lose aufgepafst, dessen äufserer Durchmesser mit dem Durchmesser des gröfseren Absatzes übereinstimmt.
Dieser auf der Trommel etwas bewegliche Ring wird durch eine Rolle O, welche durch einen Stift oder anderweitige entsprechende Vorrichtung ersetzt werden kann, etwas von der Stirnfläche des Trommelabsatzes weggedrängt, so dafs dadurch eine offene Rinne i gebildet wird. Um die Weite dieser Rinne zu begrenzen, ■ kann eine Rolle P angebracht werden, welche von der anderen Seite gegen den Ring R wirkt. Am unteren Theil seines Umfanges wird der Ring durch eine Rolle V oder anderweitige entsprechende Vorrichtung fest gegen den Trommelabsatz gedrückt.
Dadurch, dafs der der Trommel T zugeführte gefältelte Stoff bei χ durch den mit Kleister oder einem anderen Bindemittel versehenen Faden C in die Rinne i hineingezogen wird, entsteht in demselben eine Längsfalte. Bei der Rotation der Trommel schliefst sich die Rinne allmälig, so dafs der Stoff in der Längsfalte kräftig mit dem Faden C zusammengedrückt wird und somit unter der Einwirkung der Trommelwärme eine innige Vereinigung beider entsteht.
Bei weiterer Drehung der Trommel nun, und jemehr das unten zusammengeprefste Product nach oben kommt, wo der Ring sich wieder von der Trommel mehr und mehr entfernt, wird dasselbe wieder frei und fällt als fertige Rüsche heraus. Es erhellt, dafs, so lange von oben das nöthige Material aufgebracht wird, die Maschine ohne Unterbrechung arbeitet.

Claims (1)

  1. Die Maschine selbst kann von Eisen oder anderem Metall hergestellt sein, und die Heizung der Trommel sowohl durch Gas (wie in beiliegender Zeichnung dargestellt), als durch heifse Luft, Dampf u. s. w. erfolgen. Im letzteren Falle müfste die Trommel nach beiden Seiten verschlossen und der Dampf etc. durch Anwendung einer Stopfbüchse, durch die Axe eingeführt werden.
    Die Vermittelung der Bewegung der treibenden Welle auf die Schnüre kann durch Riemscheiben, Zahnräder etc. erfolgen.
    Patent-Anspruch: Die Stufentrommel T in Combination mit dem losen Ring R und den Rollen O und V oder den Aequivalenten der letzteren bei der beschriebenen Maschine zur Herstellung von Rüschen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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DE895DA 1877-07-05 1877-07-05 Maschinen zur Herstellung von Rüschen Expired - Lifetime DE895C (de)

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