DE89538C - - Google Patents

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DE89538C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N1/00Linoleum, e.g. linoxyn, polymerised or oxidised resin

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)
  • Pretreatment Of Seeds And Plants (AREA)
  • Nonmetallic Welding Materials (AREA)
  • Disintegrating Or Milling (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Der als Linoleum bekannte Fufsbodenbelag besteht bekanntlich ,im Wesentlichen aus zerkleinertem , durch geeignete Bindemittel in Zusammenhang gebrachten Kork. Man hat nun bereits versucht, den Kork durch andere Materialien, z.B. Haare, Faserstoffe und auch abgefallene Blätter zu ersetzen (vergl. Amerikanisches Patent Nr. 524021). Abgefallene Blätter (Laubblätter) nun eignen sich, da sie schon theilweise verfault und daher morsch sind, nur wenig für den angeregten Zweck. Dagegen erscheinen Nadelholznadeln sehr geeignet, den Grundstoff für Fufsbodenbelag zu bilden. Sie haben vor den Laubblättern den Vorzug, dafs sie eine grobfaserige Beschaffenheit zeigen und im zerkleinerten Zustande eine kernige Masse bilden. Aufserdem überdeckt ihr würziger Geruch den lästigen Leinölgeruch, welcher sonst dem fertigen Erzeugnifs anhaftet.
Diese günstigen Eigenschaften der Nadeln treten um so mehr hervor, je frischer sie zur Verwendung kommen, aber auch selbst längere Zeit abgefallene Nadeln sind noch brauchbar. Die Nadeln müssen indessen, um besonders vortheilhaft als Grundstoff für Fufsbodenbelag und dergl. benutzt werden zu können, gemäfs dieser Erfindung geeignet behandelt werden.
Die neue Behandlungsweise besteht darin, die gereinigten Nadeln durch Hitze, z. B. unter Anwendung von Wasserdampf, aufzulockern und durch Säuren bezw. Laugen zu bleichen. Hierdurch werden nicht nur die Fasern der Nadeln gelockert, sondern auch die sie einhüllenden Holz- und Protoplasmazellen gesprengt, deren Inhalt ausgelaugt und weggeschwemmt.
Die so vorbehandelten Nadeln werden dann im zerkleinerten Zustande, ähnlich dem Korkmehl, mit oxydirten trocknenden Oelen, Harzöl, Terpentin, Harzen, Kalk, OeI- oder Fettdestillationsrückständen und Farbstoffen gemengt und auf Stoffunterlagen nach Art der Korkteppichherstellung aufgetragen.
Wenn sich auch für die vorgenannten Stoffe ein für alle Fälle gültiges Mischungsverhältnifs nicht festsetzen läfst, so kann man als Norm folgendes Verhältnifs annehmen:
35 bis 55 Theile zerkleinerte Nadelholznadeln,
20 bis 30 Theile oxydirtes OeI, welches durch mit Kalk verseiftes Harzöl oder Stearinpech oder Oeldestillationsrückstände ergänzt oder ersetzt sein kann,
ϊο bis ι 5 Theile Harze,
3 bis 5 Theile Terpentin,
5 bis 10 Theile Farbstoffe.
Die Vorbehandlung der Nadeln mittelst überhitzten Wasserdampfes von geringer Spannung kann in einer Kammer geschehen. Die Nadeln werden fleifsig umgerührt, damit der Wasserdampf überall auf die Nadelmasse einwirkt. Der aus der Kammer entweichende Dampf kann wiederholt in sie zurückgeführt werden, damit die den Nadeln theilweise entzogenen aromatischen Stoffe ihnen wieder zugeführt werden.,
Zur Bleichung bezw. Aufhellung der in den Nadeln enthaltenen Farbstoffe können Säuren, wie Salzsäure, schweflige Säure, welche die
organischen Eisenverbindungen zerstören, während des Aufschliefsungs-Processes in die Kammer eingeleitet werden. Auch erscheinen hierfür basische Stoffe, wie Natronlauge, Kalkwasser, Kalkmilch, geeignet.
Um dem Fufsbodenbelag einen erhöhten hygienischen Werth zu geben, kann der zur Aufschliefsung verwendete Dampf mit aromatischen Stoffen versetzt werden, indem man ihn durch einen Raum führt, welcher JMadelholztheile, wie Wurzelstöcke, Rinden und Knospen von Nadelbäumen, enthält.
Das beschriebene Aufschliefsen und Bleichen der Nadeln kann vor oder nach dem Zerkleinern geschehen. Dann findet das Mischen mit den öl- und farbstoff haltigen Zusätzen und das Auftragen der Mischung auf Stoffunterlagen statt.
Das gewonnene Erzeugnifs..' wird vorläufig wohl nur als Fufsbodenbelag verwendet werden, doch sollen andere mögliche Verwendungszwecke nicht ausgeschlossen sein.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Fufsbodenbelag und dergl. aus Nadelholznadeln, dadurch gekennzeichnet, dafs letztere vor ihrer Mischuug mit öl-, fett- und farbstoffhaltigen Zusätzen und vor dem Auftragen dieser Mischung auf Stoffunterlagen zerkleinert oder unzerkleinert durch Hitze, vorzugsweise überhitzten Wasserdampf, und durch Säuren bezw. Laugen aufgelockert und gebleicht werden, zum Zwecke, ihre Holz- und Protoplasmazellen zu sprengen, deren Inhalt auszulaugen und wegzuschwemmen.
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