DE894592C - Verfahren zum Bleichen von Wachsen und Fetten - Google Patents
Verfahren zum Bleichen von Wachsen und FettenInfo
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- C11B—PRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
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Description
- Verfahren zum Bleichen von Wachsen und Fetten Bei der oxydativen Bleichung von Wachsen und Fetten mittels Stoffen, die elektrolytisch regeneriert werden, beispielsweise einer Mischung von Chromtrioxyd und Schwefelsäure, haben sich dadurch Schwierigkeiten ergeben, daß man gezwungen war, die Wirkung der höheren Oxydationsstufe auf die zu bleichende Substanz vollständig auszunutzen. Nicht ausgenutzte Reste der sauerstoffabgebenden Substanz gingen andernfalls dadurch verloren, claß diese bei der elektrolytischen Regenerierung an die Kathoden gelangten und hier reduziert wurden. Naturgemäß ist aber die Reaktionsgeschwindigkeit einer Lösung, die nur wenige Zehntelprozent an sauerstoffabgebender Substanz enthält, recht 'klein, so daß der Bleichungsprozeß aus diesem Grunde eine lange Zeit in Anspruch nimmt. :Das als Ausgleich für diesen Zeitverlust geübte Verfahren, die 131eichung mit verhältnismäßig konzentrierten Lösungen, z. B. einer an Chromtrioxyd zehnprozentigen Lösung, zu .beginnen, bringt zeitlich zwar einigen Ausgleich, hat aber den Nachteil, daß so konzentrierte Lösungen einen oft unerwünscht heftigen Einfluß auf die zu bleichende Substanz ausüben, so daß nicht nur eine Bleichung, sondern ein mehr oder weniger weitgehender Abbau eintritt.
- Es wurde nun gefunden, daß man diese Schwierigkeiten vermeiden und Wachse oder Fette in technisch vorteilhafter Weise bleichen kann, wenn man sie mit im Kreislauf geführten Lösungen von Chromtrioxyd und Schwefelsäure in der Weise behandelt, daß diese jeweils nur einen Teil ihrer Oxydationswirkung auf' das Bleichgut ausüben und ihr Oxydationswert in einer in den Kreislauf eingeschalteten elektrolytischen Zelle wieder regeneriert wird.
- Man kann dabei mit Vorteil elektrolytische Zellen mit Wolfram- oder Molybdänkathoden verwenden oder die Elektrolyse in Gegenwart geringer Mengen von Wolfram- oder Molybdänsäure im Kathodenraum ausführen. Auf jeden Fall stimmt man die Dimensionen der elektrolytischen Zelle, die Stromstärke, die Mengen an Chromverbindungen und die Kreislaufgeschwindigkeit vorteilhaft so aufeinander ab, daß jeweils nur ein Teil der Clirom--(III)-ionenzuChromtrioxyd oxydiert wird.
- Man verwendet z. B. eine io0/aige wäßrige Lösung von Chrom-(III)-sulfat, die noch etwa 4o% Schwefelsäure enthält, oxydiert diese in der ele'ktrolytischen Zelle auf einen Gehalt von etwa 2% Chromtrioxyd und pumpt sie derart durch das mit dem Bleichhut beschickte Gefäß, daß sie mit einem Gehalt von etwa i % Chromtrioxyd wieder in die elektrolytische Zelle zurückfließt, .wo sie wieder auf etwa 2%-Cliromtrioxydgehalt gebracht wird.
- Durch diese Arbeitsweise erreicht man einerseits, daß stets ein genügend rasch reagierendes nxvdationsmittel auf das Wachs oder Fett einwirkt, ohne daß dabei Konzentrationen an Oxydationsmittel zur Anwendung kommen, die neben einer .bleichenden auch eine vorwiegend abbauende Wirkung ausüben, und daß andererseits für eine rascheelektrolytischeRegenerierung stets genügend Tonen der niederwertigen Stufe iin Etektrolyseur vorhanden sind. Auf diese Weise «erden die 1.\'achse und Fette weitaus rascher und schonender gebleicht als nach den bisher üblichen Verfahren. lfan benötigt im allgemeinen nur einen Bruchteil der sonst üblichen Zeit, um ein Wachs von gleicher Helligkeit zu erzielen, und erhält Produkte, die in ihrer chemischen Konstitution von den Aus-lan,saofTen weniger verschieden sind.
- Beispiel In einer elektrolytischen Zelle mit Wolframlcathoden wird durch eine wäßrige Lösung, die 10% Cr, (S O4)3 und 4o% H, S O4 enthält, so lange Strom geleitet, bis die Konzentration an Cr03 2°/o beträgt. Diese Lösung wird im Kreislauf durch ein auf i io' geheiztes Rührgefäß gepumpt, das mit ioo kg Rohmontanwachs beschickt ist, wobei der Zu- und Ablauf der wäßrigen Lii- in@g so geregelt wird, daß die austretende Lösung rr t einem Gehalt von etwa i % Cr 03 wieder in den 'lektrolv seur zurückfließt, wo sie wieder auf et"a 2% Cr03 gebracht wird, um dann kontinuierlich wieder in das Reaktionsgefäß geleitet zu werden Führt man auf diese Weise innerhalb von 4 Sunden dem Wachs den Oxydationswert von i 5o k - Cr 03 zu, so erhält man ein sehr helles Produkt - .it der geringen Säurezahl von rio. demgegenüber : ar nach dem bisherigen Verfahren eine Zeitdauer von 20 Stunden erforderlich, um ein Produkt vom gleichen Bleichungsgrad zu erhalten, das aber infolge der langen Einwirkungsdauer ui.d der höheren Anfangskonzentration des Chromtrioxyds einen stärkeren Abbau erfahren hatte, was sich in der Zunahme der Säurezahl auf i5o und einer geringeren Härte des Produktes auswirkte.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Bleichen von Wachsen und Fetten durch Behandeln mit oxydierend wirkenden wäßrigen Lösungen, insbesondere von Chromtrioxyd und Schwefelsäure, und elektrolytischer Regenerierung dieser Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man .die oxydierende Lösung im Kreislauf durch das mit dem Bleichgut beschickte Gefäß und durch eine elektrolytische Zelle derart umpumpt, daß jeweils im Bleichgefäß nur ein Teil der Oxydationswirkung ausgenutzt und in der elektrolytischen Zelle nur ein entsprechender Teil der Oxydationswirkung regeneriert wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE894592C true DE894592C (de) | 1953-10-26 |
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| DEB15019A Expired DE894592C (de) | 1951-05-17 | 1951-05-17 | Verfahren zum Bleichen von Wachsen und Fetten |
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1951
- 1951-05-17 DE DEB15019A patent/DE894592C/de not_active Expired
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