DE894301C - Verfahren zum Gerben - Google Patents

Verfahren zum Gerben

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DE894301C
DE894301C DEB16500A DEB0016500A DE894301C DE 894301 C DE894301 C DE 894301C DE B16500 A DEB16500 A DE B16500A DE B0016500 A DEB0016500 A DE B0016500A DE 894301 C DE894301 C DE 894301C
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DE
Germany
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tanning
halogen compounds
salts
halogen
leather
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Expired
Application number
DEB16500A
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Dr Hoelscher
Eugen Dr Immendoerfer
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BASF SE
Original Assignee
BASF SE
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/26Chemical tanning by organic agents using other organic substances, containing halogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Gerben Es ist bekannt, hochwertige Leder dadurch zu gewinnen, daß man Hautblößen mit Halogeniden höhermolekularer Carbon- oder Sulfonsäuren oder mit anderen organischen Halogenverbindungen, in denen das Halogen durch nahestehende, insbesondere benachbarte Doppelbindungen oder durch negative Substituenten, insbesondere Carbonylgruppen, beweglich gemacht ist, in Gegenwart von säurebindenden Stoffen behandelt.
  • Eingehende Untersuchungen haben ergeben, daß man hierbei mit besonderem Vorteil solche Halogenverbindungen der erwähnten Art verwenden kann, die mit gerbenden Metallsalzen, z. B. Salzen von Chrom, Aluminium oder Eisen, Komplexe zu bilden vermögen, und daß man besonders echte Gerbungen. erhält, wenn man die Blößen vor- oder nachher mit Salzen komplexbildender Metalle behandelt. Es kommen insbesondere solche Halogenverbindungen in Betracht, die neben dem beweglichen Halogenatom noch polare Gruppen, wie Carboxyl-, Sulfo-,- Amino- oder Hydroxylgruppen (auch phenolische Hydroxylgruppen) aufweisen. Derartige Halogenverbindungen sind nicht nur befähigt, besonders echte Kombinationsgerbun.gen mit Metallgerbstoffen zu ergeben, sondern liefern auch Leder von besonders günstigen Eigenschaften. BeisprieI i Geäscherte und gebeizte, eventuell mit i1/0 3oo/aigen Formaldehyds vorgegerbte Rehblöße wird mit ioo/o (auf das Blößengewicht bezogen) des Phthalsäuresulfochlorids (erhalten aus P'hthalsäureanhydrid unfd Chlorsulfonsäure und anschließende Behandlung mit Thionylchlorid) unter Zusatz oder Nachsatz von 2,5 % calc. Soda 3 bis 4 Stunden im Warmluftfaß behandelt. Über Nacht wird warm getrocknet, sodann. äusgewaschen und mit einer 33%igen basischen Chromsalzlösung, enthaltend 1:,5"/o . Chromoxyd, auf das Blößengewicht berechnet, nachgegerbt. Danach wird wie üblich entsäuert, gefärbt und ohne weitere Fettung oder nach schwacher Lickerung zugerichtet. Man .erhält ein nappaartiges Leder von ausgezeichneter Färbbarkeit und sehr gutem vollem Griff.
  • Beispiel 2 Man arbeitet wie in Beispiel i und gerbt statt mit Chromsalzen mit Hilfe von Kaliumalaun oder Aluminiumsulfat oder auch mit bis zu 65% biasischem Aluminiumchlorid (31/o A120, auf das Blößengewicht berechnet) nach. Man erhält ein ähnliches, aber stärker wasserabstoßendes Leder.
  • Beispiel 3 Man gerbt wie in Beispiel i vor und verwendet zur Ausgerbung eine Gerblösung mit etwa 7'/o Fe S 04 - 7 H2 O. Nach i Stunde setzt man o,5 0/0 Natriumchlorat nach und walkt 3 Stunden weiter. Es wird ein ebenfalls weiches, aber etwas festeres Leder als nach Beispiel i erhalten.
  • Beispiel Man "gerbt wie in Beispiel i beschrieben, verwendet aber an Stelle von io% P'hthalsäuresulfochlorid etwa T20/a Naphthalsäuresulfochlorid und verfährt sodann. wie in Beispiel i bis 3 beschrieben. Man erhält ähnliche, jedoch noch etwas vollere Leder.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: . Verfahren zum Gerben mit Halogeniden höhermolekularer Carbon- oder Sulfonsäuren oder mit anderen organischen Halogenverbindungen, in denen das Halogen durch Doppelbindungen oder negative Substituenten beweglich gemacht ist, in Gegenwart von säurebindenden Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man solche Halogenverbindungen der erwähnten Art verwendet, die mit gerbenden Metallsalzen Komplexe zu bilden vermögen, und die Blöße vor oder nach der Gerbung mit Salzen von komplexbildenden Metallen behandelt.
DEB16500A 1951-08-29 1951-08-29 Verfahren zum Gerben Expired DE894301C (de)

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