DE89387C - - Google Patents

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DE89387C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D27/00Woven pile fabrics
    • D03D27/12Woven pile fabrics wherein pile tufts are inserted during weaving

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Of Fabric (AREA)
  • Woven Fabrics (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Herstellung von Smyrna-Teppichen und Smyrna-Teppich-Imitationen kommen bisher allgemein zwei Verfahren zur Anwendung. Das eine geschieht unter Benutzung eines Smyrna-Stuhles durch Knüpfen der Florfäden um die Kette und Festschlagen der Florfäden nach dem Einführen eines oder mehrerer Schufsfäden.
Das andere Verfahren wird unter Verwendung eines fertigen Grundgewebes (Canevas) ausgeübt, indem die Florfaden durch Festbinden, (seltener Ankleben) und Anknüpfen am Grundgewebe befestigt werden.
Das erstere Verfahren leidet an den Uebelständen eines unverhältnifsmäfsig hohen Verbrauchs an Florfadenmaterial und einer durch die Knoten bedingten schiefen Lage der Flordecke, wodurch die Klarheit des Musters (nach kurzem Gebrauch der Teppiche) beeinträchtigt wird. Aufserdem ist ein schnelles und gleichmäfsiges Knüpfen nur von ganz zuverlässigen Arbeitern zu erwarten. Diese Uebelstände begründen den hohen Preis echter Smyrna-Teppiche.
Das zweite Verfahren ist infolge der Schwierigkeit des Einführens der Florfäden für gewerbliche Zwecke nur in geringem Mafse verwendbar und auch nur für kleinere Teppiche und Kissen ausführbar. Die Erzeugung einer festen Waare wird durch die nothwendige enge Bindung des Grundgewebes, welche dem Einführen der Florfäden ganz besonderen Widerstand entgegensetzt, verhindert.
Diese Uebelstände werden durch ein einfaches Mittel beim vorliegenden Verfahren beseitigt. Das Wesentliche desselben besteht darin, dafs die Florfäden mittelst Hindurchführens eines Nähfadens durch das Material des Florfadens einerseits und des Kettenfadens andererseits befestigt werden.
Die beiliegende Zeichnung veranschaulicht das neue Verfahren in zwei Ausführungen.
-. Zur Ausführung dieses Verfahrens wird die Kette α wie bisher auf einen Smyrna-Stuhl aufgebäumt und durch mehrere Schufsfäden verfestigt.
Nach Fig. 1 werden nunmehr die Florfäden b um die Kettenfäden α gelegt und es wird mit Hülfe einer geeigneten Nadel oder maschinellen Einrichtung ein Nähfaden e (der aus beliebigem Material sein kann) durch das Material beider Fäden geführt. Nachdem eine Reihe Florfäden auf diese Weise angebracht ist, werden ein oder mehrere Schufsfäden c durchgeschlagen und die Lage wird sodann mit einer Schlaggabel oder in sonst geeigneter Weise festgeschlagen. Hierbei wird die. Kette nicht in Mitleidenschaft gezogen, weil der Florfaden nicht wie bei dem früheren Verfahren um die Kette geknüpft, sondern um dieselbe gelegt ist, und der Nähfaden e leicht zwischen den Fasern der Kette niedergleitet.
Da der Nähfaden einen durchgehenden Schufs verkörpert, so ist ein Lösen einzelner Florfaden ausgeschlossen.
Fig. 2 zeigt eine Abänderung, bei welcher der Florfaden b auf die Kette α aufgenäht ist.
So erhält man ein glattes Grundgewebe, an welchem die Florfaden auf der Kehrseite nicht sichtbar sind und daher auch nicht abgenutzt werden können.

Claims (1)

  1. Pa tent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Smyrna-Teppich-Imitation, darin bestehend, dafs die Florfaden während des Webens des Gründgewebes an den Kettenfäden mittelst Hindurchführens eines Nähfadens durch das Material beider Fäden befestigt und nach dem Einführen weiterer Schufsfäden festgeschlagen werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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