DE64906C - Verfahren zur Herstellung von Decken, Teppichen und ähnlichen Gegenständen durch Handarbeit - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Decken, Teppichen und ähnlichen Gegenständen durch HandarbeitInfo
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- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 86: Weberei.
Die Vorzüglichkeit der orientalischen Teppiche
hat mehrfach zu Versuchen geführt, sie billiger herzustellen. Die Einführung des Webstuhles
an Stelle der Handarbeit hat die feine Musterung und Haltbarkeit der Teppiche beeinträchtigt.
Die gebräuchlichen Methoden, die geflochtenen oder geknüpften orientalischen Teppiche mit
der Hand herzustellen, sind wieder nicht billig genug. Die geflochtenen erfordern zu viel
Stoff, weil der musterbildende Schufs durch die ganze Breite des Zeuges geht. Die geknüpften
werden durch so mühsame Handarbeit hergestellt, da jede einzelne Flormasche durch Schleifenknüpfstickerei eingelegt werden
mufs, dafs der Preis derselben zu hoch ist.
Die vorliegende Erfindung besteht nun in einem Verfahren, den das Muster und den
Plüsch des Teppichs bildenden Faden in das Grundgewebe einzulegen. Man zieht ihn nach
demselben mit der Hand parallel der Kette oder dem Einschlag in das Grundgewebe · ein,
führt ihn dann schräg zu Kette und Einschlag in diagonaler Richtung über dasselbe, so dafs
er über mehrere Ketten- und Einschlagfäden frei hinweggeht und dem Gewebe glatt anliegt,
und zieht ihn darauf parallel seiner ersten Richtung wieder in das Grundgewebe ein.
Die beiliegende Zeichnung stellt einen solchen in das Grundgewebe eingelegten Musterfaden A B
dar.
Das Grundgewebe kann Canevas der verschiedensten Art sein. Der Musterfaden. kann
ein Fadenbündel oder Einzelfaden sein und aus billigem Stoff bestehen. Auf diese Weise
ist die so ungemein zeitraubende Schleifenknüpfstickerei, welche die orientalischen Teppiche
so theuer macht, vermieden. Die aufgefaserten Enden A und B, welche auf derselben Seite
des Canevas aufliegen, bilden den Plüsch, und die Fä'den brauchen nur die Länge zu haben,
mit der sie durch ihre Farbe im Teppich wirken sollen. Durch die diagonale Führung
des Musterfadens in seiner Mitte schräg zu den Ketten- und Einschlagfäden des Canevas
ist eine vollkommen sichere Befestigung desselben erreicht. Irgend welcher Zug an einem
der Enden A oder B preist die unter dem schrägen Mitteltheil liegenden Fäden des Grundgewebes
nur enger zusammen, vermag aber den Musterfaden nicht aus dem Canevas zu ziehen.
Das Verfahren eignet sich sowohl für die Herstellung von Decken jeder Art durch Handarbeit,
als auch von Bettdecken und Reisedecken mit zweiseitiger oder einseitiger Musterung,
als auch für diejenige von reich gemusterten Teppichen. Die hier beschriebene Art der Befestigung
des Musterfadens verleiht den Fabrikaten grofse Dauerfestigkeit, ermöglicht sehr
feine Zeichnung in den Mustern und macht sie wohlfeil wegen der durch sie erreichten Zeit-
und Materialersparnifs.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Verfahren zur Herstellung von Decken, Teppichen und ähnlichen Gegenständen, bei welchem Bündel von ungezwirntem Faden während des Webens in das Grundgewebe von Hand derart eingelegt werden, dafs der Mitteltheil der Bündel schräg über mehrere Ketten- und Einschlagfäden geführt, die Enden mit mehreren Einschlag- oder Kettenfäden verflochten sind und florbildend aus dem Grundgewebe heraustreten.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE64906C true DE64906C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT64906D Expired - Lifetime DE64906C (de) | Verfahren zur Herstellung von Decken, Teppichen und ähnlichen Gegenständen durch Handarbeit |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE64906C (de) |
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