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Klemmvorrichtung zum Festhalten von Blättern Die Erfindung bezieht
sich auf eine Verbesserung der im Patent 841 910 vorgeschlagenem Klemmvorrichtung
zum Festhalten von Blättern mit einem unter Federwirkung gegen eineUnterlage gepreßten,
an dieser angelenkten, als Kniehebel ausgebildeten urid mit einem der Betätigung
dienenden, ebenfalls als Kniehebel ausgebildeten Fortsatz gelenkig verbundenen Hauptklemmbacken
und einem Hilfsklemmbacken, der selbsttätig so bewegt wird, daß er die bereits eingelegten
Blätter festhält, sobald, der Hauptbacken geöffnet ist, und sie losläß.t, sobald
der Hauptbacken geschlossen ist. Erfindungsgemäß wird dabei der Klemmdruck' durch
je eine an dem Hauptbacken und einem an dem Fortsatz vorgesehenen Sperrhebel angreifende
Zugfeder erzeugt, und der Hilfsbacken ist auf einem die Verbindung mit den Armen
des Fortsatzes herstellenden Bügel gelenkig gelagert und greift mit seinen kurzen
Enden: in Schlitze einer auf der Unterlage befestigten Führungsschiene.
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Die Zeichnung zeigt eine Ausführung einer erfindungsgemäß ausgebildeten
Klemmvorrichtung, uhd zwar Fig. 1 im Aufriß (Schließstellung), Fig.2 im Längsschnitt
(Schließstellung), Fig. 3 im Aufriß (Offenstellung), Fig. q. im Längsschnitt (Offenstellung),
Fig. 5 in Ansicht von hinten (Schließstellung), Fig.6 den Sperrhebel in Draufsicht,
Fig. 7 den Sperrhebel in Sperrstellung im Längsschnitt.
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Die waagerechte Unterlage i, die als Widerlager für den Hauptbacken
2 dient, trägt an ihren beiden Längskanten aufrecht stehende Stützarme 3, in denen
der Hauptbacken 2 mittels der Gelenke q. gelagert ist. Am Hauptbacken 2 ist als
Handhebel der Fortsatz
5 mit Hilfe der Gelenke 6 angelenkt. Die
Schließfeder 7 des Hauptbackens 2 greift einerseits an einem Haken des Steges 15'
der Führungsschiene 15, andererseits an dem Ansatz 18 des Hauptbackens 2 an.
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Die Rückzugfeder 8 des Fortsatzes 5 greift einerseits ebenfalls an
einem Haken des Steges 1511 der Führungsschiene 15 und andererseits am Greiferarm
17 des Sperhebels 16 an, welcher selbst in einem Schlitz des Fortsatzes 5 schwenkbar
gelagert und gestützt ist (Fig. 6 und 7). Der Fortsatz 5 besitzt. Arme
9, an deren umgebogenen Enden in Sch'litzen 911 der Bügel 14 geführt wird,
welcher selbst bei 4 drehbar gelagert ist. Der aus Draht gebogene Hilfsbacken 12
ist 'bei 141 drehbar gelagert, und' dessen kurze Enden io sind an den Führungsschlitzen
13 der U-förmigen Führungsschiene .i5 bei i511 und 15b geführt (Fig. 2 und 5).
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Die Wirkungsweise ist wie folgt: Im geschlossenen Zustand (Fig. 1,
2 und 5) wird der Hauptbacken 2 durch die Feder 7 auf die Unterlage i gedrückt.
Blätter, die zwischen der Backenkante i9 und der Unterlage i eingeklemmt sind, werden
unter Wirkung dieser Federkraft festgehalten. Drückt man nun auf den Fortsatz 5,
um die Klemmvorrichtung zu öffnen, so wird infolge der Gelenke 6 zunächst der Hauptbacken
2 nicht b-eeinflußt und verbleibt zunächst in Schließstellung; aber der Hilfsbacken
12, der in Schließstellung des Hauptbackens offen ist (Fig. 2), wird geschlossen,
und zwar auf folgende Weise.: Die am Ende mit Schlitzen 911 versehenen Arme 9 des
Fortsatzes 5 drücken den Bügel 14 und den daran gelagerten Hilfsbacken 12 in Richtung
zur Klemmkante i9 und verschieben; da die kurzen Enden io des Hilfsbackens i2 in
den Führungsschlitzen 13 gleiten., den Hilfsbacken 12 in dieser Richtung und klappen
ihn, sobald die kurzen Enden,ro gegen das Ende i i der Führungsschlitze 13 anschlagen,
herum, bis seine Klemmkante auf den Blätterstapel drückt. Da der Hilfsbacken 12
und die kurzen Enden io desselben nicht weitergleiten oder -schwenken können, ist
die Lagerung 14a zum festen Punkt geworden, der Bügel 14 liegt jetzt still, und
um diesen dreht sich nun der Fortsatz 5 bei den Schlitzen ga weiter, wobei er die
Gelenke 6 mitnimmt und so@ den Hauptbacken 2 öffnet. In Offenstellung hält also
der Hilfsbacken 12 den bereits. vorher eingelegten Blätterstapel fest; er hat die
bisherige Funktion des Hauptbackens 2 übernommen. Ein neues Blatt wird in das geöffnete
Maul der Klemmvorrichtung bis zum Anschlag 2o eingelegt, und zwar über den Hilfsbacken.
12. Wird nun der Fortsatz 5 losgelassen, so wiederholen sich in umgekehrter Reihenfolge
.die einzelnen Vorgänge, und zwar wird zunächst der Hauptbacken 2 geschlossen und
darauf durch die Feder 8 der Fortsatz 5 und der damit gekuppelte Hilfsbacken 12
in die vorher eingenommene Stellung zurückbewegt. Durch die besondere Formgebung
der Führungsschlitze 13 wird der Hilfsbacken 12 zuerst unter und dann hinter dem
eingelegten Blatt wieder hochklappen, und ebenso legt sich der Hilfsbacken 12 beim
Öffnen der Klemmvorrichtung erst kurz vor der Klemmkante i9 auf die eingelegten
Blätter. Beim Entfernen aller eingelegten Blätter wird gleichzeitig auf den Sperrhebel
16 und den Fortsatz 5 gedrückt. Dadurch greift der Greiferarm,ii7 des in einem Schlitz
im Fortsatz 5 gestützten und gelagerten Sperrhebels 16 (Fig. 6 und 7) unter den
Ansatz i8 des Hauptbackens 2 und hebt denselben sofort mit hoch, wodurch der Druck
auf die eingelegten Blätter aufgehoben wird, ohne daß vorher der Hilfsbügel 12 einen
Druck auf die Blätter ausüben kann. Wird kein Druck auf den Sperrhebel 16 ausgeübt,
so wird durch den Federzug der Feder 8, welche am unteren Greiferarm 17 des Sperrhebels
16 befestigt ist, ein Einschwenken des Greiferarmes unter den Ansatz 18 verhindert,
und die Klemm@vorrichtung wirkt, wie am Anfang geschildert. Zur Begrenzung der Öffnungsweite
der Klemmvorrichtung legen sich beim Öffnen derselben die Nasen 21 des Hauptbackens
2 gegen den Anschlag 22 der Stützarme 3 und verhindern damit ein weiteres Öffnen
der Klemmvorrichtung. In Verbindung mit der Daumenmulde 23 im Fortsatz 5 ist damit
ein sicheres Halten der Klemmvorrichtung gewährleistet.