DE1757503C3 - Vorrichtung zum Stopfen von Zigarettenpapierhülsen mit Tabak - Google Patents
Vorrichtung zum Stopfen von Zigarettenpapierhülsen mit TabakInfo
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Description
40
Die Neuerung betrifft eine Vorrichtung zum Stopfen von Zigarettenpapierhülsen mit Tabak, bei der durch
einen Bedienungshebel eine unmittelbar oder mittelbar etwa über Zwischenhebel auf eine Preßplatte wirkende
Kurvenscheibe und ein Tabakausstoßschieber betätigt wird, sowie mit einer vom Bedienungshebel zeitweise
betätigten Klemmvorrichtung für die auf einen Rohransatz aufgeschobene Zigarettenhülse.
Bei einer bekannten derartigen Stopfvorrichtung (DT-AS 11 28 348) weist der durch einen Schlitz aus
dem Gehäuse der Vorrichtung nach außen tretende Bedienungshebel eine abgewinkelte, schlitzförmige Aussparung
auf, die bei der Schwenkbewegung des Bedienungshebels über die Diagonale des Gehäuses hinweg
sich teils innerhalb, teils außerhalb des Gehäuses befindet. Diese Aussparung dient dazu, um einen am Tabakausstoßschieber
angebrachten Stift mitzunehmen. Da diese Aussparung während der Schwenkbewegung des
Bedienungshebels weitgehend in die Aussparung des Gehäuses der Stopfvorrichtung einschwenkt, besteht
die Gefahr, daß sich der Benutzer des Gerätes verletzt oder einklemmt. Auch besteht die Gefahr, daß Gegenstände,
beispielsweise Kleidungsteile, eingeklemmt werden, was zu Beschädigungen an diesen Gegenständen
und an der Vorrichtung führen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Stopfvorrichtung zu schaffen, deren Bedienungshebel einschließlich der
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Glieder zur Bewegungsübertragung auf Preßpiaue und
Tabakausstoßschieber so ausgebildet sind, daß eine Klemm- und Verietzungsgefahr weitgehend ausgeschlossen
ist.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch, daß dem Tabakausstoßschieber ein.
Schlepphebel vorgeschaltet ist und daß sowohl dessen Anschlagfläche als auch der Gegenanschlag des Bedienungshebels
im gesamten Schwenkbereich der beiden Hebel innerhalb des Gehäuses der Vorrichtung liegen.
Ein Vorteil einer erfindungsgemäßen Stopfvorrichtung liegt darin, daß der aus dem Gehäuse herausragende
Teil des Bedienungshebels in jeder der möglichen Hebellagen glatt und frei von jeglichen Einschnitten
ist. Ein als Gegenanschlag dienender Anschlagstift an dem Betätigungshebel befindet sich in jeder möglichen
Lage des Bedienungshebels innerhalb des Gehäuses und betätigt den ebenfalls stets innerhalb des Gehäuses
befindlichen Schlepphebel. Es ragen keine möglicherweise eine Scherwirkung ausübenden Hebelteile
nach außen, und es ist wegen der Glattfächigkeit und des Fehlens von Einschnitten sowohl die Gefahr des
Einklemmens von Kleidungsstücken als auch eine Verletzungsgefahr wirksam ausgeschaltet.
Die Lage der Drehachsen von Schlepphebel und Bedienungshebel kann innerhalb gewisser Grenzen frei
gewählt werden. Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung fallen die Drehachsen von
Schlepphebel und Bedienungshebel zusammen. Das hat den Vorteil eines einfachen und robusten und dabei
preisgünstig herstellbaren Aufbaus.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Schlepphebel über eine Langlochverbindung mit
dem Tabakausstoßschieber gekoppelt. Diese Art der Bewegungsübertragung von dem Bedienungshebel
über den Schlepphebel auf den Tabakausstoßschieber ergibt in einfachster Weise den gewünschten Bewegungszusammenhang
zwischen Bedienungshebel und Tabakausstoßschieber. Dabei ist bevorzugt das Langloch
im Schlepphebel angeordnet.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist am Schlepphebel ein Anschlag für seine
zwangläufige Rückbewegung vorgesehen. Dabei weist bevorzugt der Schlepphebel mit dem Anschlag
die Form eines Winkelstückes auf. Die zwangläufige, formschlüssige Rückbewegung des Schlepphebels ergibt
in vorteilhafter Weise eine Unabhängigkeit von der Kraft von Rückstellfedern.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt
F i g. 1 eine Stopfvorrichtung gemäß der Erfindung in perspektivischer Ansicht,
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-Il der F i g. 1,
F i g. 3 eine Draufsicht auf die verschiedenen Hebel der Vorrichtung,
F i g. 4 einen Zwischenhebel, und
F i g. 5 eine andere Ausführungsform eines Zwischenhebels.
Die Vorrichtung umfaßt einen Gehäuseunterteil 1 und einen auf diesen aufsteckbaren Gehäuseoberteil 2.
Der Gehäuseunterteil 1 ist mit einer schlitzförmigen Ausnehmung 3 versehen, die von einem um eine Welle
4 schwenkbaren Bedienungshebel 5 durchgriffen wird (vgl. auch F i g. 2). Dieser trägt an seinem aus der Ausnehmung
3 herausragenden, freien Ende eine drehbewegliche Handhabe 6 Mit der Welle 4 und mit dem
Bedienungshebel 5 ist ein Kurvenstück 7 fest verbunden (vgl. auch F i g. 3). Das Kurvenstück 7 hat eine
Nase 8 und ein Bogenstück 9, mit denen es mit einem Zwischenhebel 10 zusammenarbeitet, der auf eine
rechteckige Preßplatle 11 einwirkt. Die Preßplatte ist mit einem Stift 12 versehen, in den der Zwischenhebel
10 mit einem Langloch 13 eingehängt ist. Ein vorderer Druckbogen des Zwischenhebels trägt die Bezugszahl
14; er liegt an der Preßplatte 11 an. Das Kurvenstück 7, der Zwischenhebel 10 und die Preßplatte 11 liegen in
einer gemeinsamen Ebene in dem Gehäuse 1,2.
Auf der Welle 4 ist noch ein weiterer Hebel gelagert, der als Schlepphebel 15 bezeichnet werden soll. Er liegt
über dem Bedienungshebel 5 und ist wie dieser in der Ausnehmung 3 beweglich. Der Bedienungshebel 5 trägt
einen Anschlagstift 16 (F i g. 3), der mit einer Anschlagfläche 15' an dem Schlepphebel 15 zusammenarbeitet.
Der Schlepphebel 15 ist an seinem freien Ende mit einem Langloch 17 versehen, in das ein Stift 18 eines
Tabakausstoßschiebers 19 eingreift, der rechtwinkelig zu der Tabakpreßplatte 11 im Gehäuse 1, 2 beweglich
ist. Diese Verbindung kann jedoch auch durch einen Zusatzhebel hergestellt werden, wie er in der deutschen
Patentschrift 11 82 122 beschrieben ist.
Mit dem Schlepphebel 15 ist im Bereich der Welle 4 ein Ansatz 20 fest verbunden, der mit einem Spiel von
etwa 30° in eine Ausnehmung 21 des mit dem Bedienungshebel 5 gekoppelten Kurvenstückes 7 eingreift.
Durch den Ansatz 20 hat der Schlepphebel 15 die Form eines Winkelhebels.
Der Zwischenhebel 10 kann entweder ein einfacher Hebel sein und einseitig an eine Feder 21 angehängt
sein, wie die F i g. 3 und 5 zeigen, er kann aber auch als Gabelhebel ausgebildet werden, wie er mit der Bezugszahl 23 in der F i g. 4 dargestellt ist. Die Verwendung
eines Gabelhebels 23 hat den Vorteil, daß die Hin- und Herbewegung des Hebels 23 zwangläufig erfolgt. Ein
Verbindungssteg 24 liegt zwischen den beiden Gabelenden des Hebels 23 und dient zu deren Versteifung. In
Ausstoßrichtung des Tabakausstoßschiebers 19 ist ein Rohrstutzen 25 angeordnet, der mit einer in der F i g. 3
angedeuteten, aber sonst nicht näher dargestellten Klemm- und Freigabevorrichtung versehen ist, mit der
eine Zigarettenhülse an der Vorrichtung festgehalten oder während des Endhubes des Bedienungshebels 5
von dieser freigegeben wird.
Wie in der F i g. 3 angedeutet, kann der Schlepphebel 20 auch durch eine Feder 40 rückgeführt werden, die an
einer Gehäuseausnehmung 2' angeordnet ist und an dem Hebelansatz 20 im Bereich des Stiftes 20' angreift.
Die beschriebene Stopfvorrichtung wirkt wie folgt: Nach dem Einbringen einer gewissen Tabakmenge und
dem Aufstecken einer Zigarettenpapierhülse auf den Rohrstutzen 25 wird der Bedienungshebel 5 betätigt.
Über die Nase 8 des Kurvenstückes 7 und über den Zwischenhebel 10 wird die Tabakpreßplatte 11 zur
Verdichtung der für eine Zigarette bestimmten Menge Tabak nach rechts bewegt (F i g. 3). Dabei schwenkt
der Bedienungshebel 5 im Uhrzeigersinn um die Welle 4 und sein Anschlagstift 16 erreicht den Schlepphebel
15. Obwohl der Anschlagstift 16 dabei einen Bogen um die Welle 4 beschreibt, ist seine Anordnung auf dem
Bedienungshebel 5 doch so getroffen, daß er nicht aus dem Gehäuse 1,2 heraustritt. Beim Weiterbewegen des
Bedienungshebels 5 nimmt der Schlepphebel 15 an der Bewegung teil, der den Tabakausstoßschieber 19 in
Richtung auf den Rohrstutzen 25 drückt. Nun wird die Zigarettenpapierhülse gefüllt und kann gegen Hubende
des Bedienungshebels 5 durch eine dann betätigte, nicht dargesteiite Freigabeeinrichtung von der Stopfvorrichtung
abgenommen werden.
Die Rückbewegung des Bedienungshebels 5 läßt die Preßplatte 11 und den Zwischenhebel 10 unter der
Kraft der Feder 21 bis in ihre Ausgangsstellung folgen. Der S';!ilepphebel 15 und der über das Langloch 17 mit
ihm verbundene Tabakausstoßschieber 19 werden erst zurückbewegt, wenn der Bedienungshebel 5 etwa einen
Winkelweg von 30° zurückgelegt hat und auf der anderen Seite der Ausnehmung 21 anstößt. Dann jedoch erfolgt
ihre Rückbewegung zwangläufig.
Sollen auch die Preßplatte 11 und der Zwischenhebel
zwangläufig in ihre Ausgangsstellung zurückfinden, dann muß ein als Gabel ausgebildeter Zwischenhebel
23 verwendet werden, wie er in der F i g. 4 dargestellt ist. Dieser Zwischenhebel ist einerseits über das Langloch
13 mit der Preßplatte 11 und andererseits über das Gabelstück mit der Rückseite des Kurvenstückes 7 gekuppelt,
das am Bedienungshebel 5 befestigt ist.
Die meisten beweglichen Teile der Vorrichtung, wie Zwischcnhebel 10, 23, Kurvenstück 7 und Schlepphebel
15 sind aus Kunststoff gefertigt, so daß sie ohne weiteres
trocken laufen können.
Der aus der Stopfvorrichtung herausstehende Teil des Bedienungshebels 5 ist glatt und ohne Einschnitte.
Das ändert sich auch nicht beim Schwenkhub des Hebels. Sein Anschlagstift 16 bleibt immer innerhalb des
Gehäuses 1, 2 und betätigt dort den ebenfalls verdeckt angeordneten Schlepphebel. Es gibt weder am Bedienungshebel
5 noch am Schlepphebel vorstehende Kanten oder Scherwirkung ausübende Hebelteile, die Kleidungsstücke
einklemmen oder Finger verletzen könnten.
Auf diese Weise ist eine Stopfvorrichtung geschaffen, deren Bedienung ungefährlich und sicher ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Stopfen von Zigarettenpapierhülsen mit Tabak, bei der durch einen Bedienungshebel
eine über Zwischenhebel auf eine Pretplatte wirkende Kurvenscheibe und ein Tabakausstoßschieber
betätigt wird, sowie mit einer vom Bedienungshebel zeitweise betätigten Klemmvorrichtung
für die auf einem Rohransatz aufgeschobene Zigarettenhülse, dadurch gekennzeichnet,
daß dem Tabakausstoßschieber (19) ein Schlepphebel (15) vorgeschaltet ist und daß sowohl dessen
Anschlagfläche (15') als auch der Gegenanschlag (Anschlagstift 16) des Bedienungshebels (5) auf dem
gesamten Schwenkbereich der beiden Hebel (5, 15) innerhalb des Gehäuses (1, 2) der Vorrichtung liegen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse des Schlepphebels (15)
mit der des Bedienungshebels (5) zusammenfällt (Welle 4).
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlepphebel
(15) über eine Langlochverbindung (17, 18) mit dem Tabakausstoßschieber (19) gekoppelt ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Langloch (17) im
Schlepphebel (15) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß am Schlepphebel (15)
ein Anschlag (Ansatz 20) für seine zwangläufige Rückbewegung vorgesehen ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet,
daß der Schlepphebel (15) mit dem Anschlag (Ansatz 20) die Form eines Winkelstückes
hat.
Priority Applications (6)
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| DE19681757503 DE1757503C3 (de) | 1968-05-16 | Vorrichtung zum Stopfen von Zigarettenpapierhülsen mit Tabak |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1757503A1 DE1757503A1 (de) | 1971-04-22 |
| DE1757503B2 DE1757503B2 (de) | 1975-08-14 |
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