DE89371C - - Google Patents

Info

Publication number
DE89371C
DE89371C DENDAT89371D DE89371DA DE89371C DE 89371 C DE89371 C DE 89371C DE NDAT89371 D DENDAT89371 D DE NDAT89371D DE 89371D A DE89371D A DE 89371DA DE 89371 C DE89371 C DE 89371C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
weight
ring
frame
spring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT89371D
Other languages
English (en)
Publication of DE89371C publication Critical patent/DE89371C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62CVEHICLES DRAWN BY ANIMALS
    • B62C11/00Safeguarding appliances not otherwise provided for, e.g. for readily releasing unmanageable draught animals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
durch den Kutscher.
Vorliegende Erfindung betrifft Vorrichtungen, welche das Durchgehen der Pferde verhindern sollen, nachdem der Kutscher den Wagen verlassen hat.
Der Gegenstand ist auf beiliegender Zeichnung durch die Fig. 1 bis 12 zur Anschauung gebracht, wobei Fig. 1 die Vorrichtung in Seitenansicht und Fig. 2 im Grundrifs von unten gesehen zeigt.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie a - α der Fig. i, Fig. 4 ein Schnitt nach Linie c-c der Fig. 3, während die Fig. 5 bis 12 Einzelheiten darstellen.
Die ganze Vorrichtung ist an dem Theil 1 des Wagens angebracht, und zwar ist auf der Zeichnung Fig. 1 rechts ein drehbarer Winkelhebel 3, 4 zwischen zwei an der Platte 1 befestigten Backen 5 gelagert. Dieser doppelarmige Hebel trägt an dem einen freien Ende ein Trittbrett 2, welches mittelst der Feder 7 stets in seiner höchsten Lage gehalten wird. Eine unter der Wagenbüchse angeordnete Platte 10 ist mit zwei abwärts gerichteten Ansätzen 12 (Fig. ι und 2) versehen, an deren Enden durch eine Flansche 18 das cylindrische Gehäuse 20 befestigt ist. Dieses Gehäuse hat in der Längsrichtung zwei Schlitze 21 (Fig. 9), während sich am unteren Ende ein kleiner, oben konisch angebohrter Zapfen 23 (Fig. i) befindet. Das Gehäuse 20 dient zur Aufnahme einer Spindel 25, deren Schraubengänge 26 unten bei 27 in senkrechter Richtung verlaufen (Fig. 3). Ferner ist diese Spindel, wie Fig. 7 zeigt, noch mit zwei Einkerbungen 28 und einer Bohrung 29 in axialer Richtung versehen. Ein doppelter Zahntriebling 30, 3OX (Fig. 5 und 6) ist auf der Welle 31 aufgekeilt und mit Zähnen 32 am gröfseren und 32X am kleineren Theilkreis ausgestattet. Bei 33 ist aufserdem eine Sperrklinke 34 in der Weise angeordnet, dafs sie durch eine Feder 35 stets in einer abwärts geneigten Stellung gehalten wird (Fig. 3 und 6). Die beiden Stege 15 ' und 16 (Fig. 5) eines Bügels. 13 sind mit Innen- bezw. Aufsenverzahnung versehen, in welche die Trieblinge 30, 3OX mit den Zähnen 32 bezw. 32X eingreifen. Die Spindel 25 (Fig. 11) ist in das cylindrische Gehäuse 20 so eingesetzt, dafs der Zapfen 23 in die Bohrung 29 hineinragt und das konische Ende der Welle 31 aufnimmt, so dafs diese sich im Lager 24 zu drehen vermag. Beim Drehen der Spindel 25 greift der Daumen 34 in die jeweilige Einkerbung 28, wodurch der Triebling 30, 3OX und somit auch das Gestell 54 ebenfalls entsprechend gedreht wird. Geben nun die Zähne des Trieblings 30, 30x den Steg 15 frei, so greifen die Zähne desTheiles 3ox des Trieblings in den Steg 16 ein und bewegen hierbei das Gestell 54 nach links. Auf diese Weise wird das Gestell 54 gezwungen, mit der Spindel 25 einen vollen Ausschlag nach links und rechts zu machen. Die Drehbewegung der Spindel 25 wird durch einen Ring 39 hervorgerufen, welcher mit zwei Führungen 40, die in den Schlitzen 21 des Ge-
häuses 20 gleiten, versehen ist. Im Innern des Ringes sind aufserdem zwei kleine Zapfen 41, um welche sich zwei kleine Frictionsrollen 42 drehen, angeordnet, und zwar derart, dafs sich die Rollen 42 in den Schraubengängen der Spindel auf- und abbewegen können. Aufsen am Ringe wird dieser durch zwei kleine Zapfen 43 mit dem gabelförmig ausgebildeten Ende 46 des Winkelhebels 3, 4 so verbunden, dafs diese in den am letzteren vorgesehenen Schlitzen bewegbar sind. Durch Herabdrücken des Fufstrittes 2 wird der Ring 39 nach oben bewegt. Sowie jedoch der Tritt 2 freigegeben wird, drückt die Feder 7 denselben in seine alte Lage zurück, wodurch der Ring 39 nach unten fällt und auf der Scheibe 47 ein Widerlager findet. Die Gestellplatte 10 trägt, wie auf der Zeichnung durch Fig. 3 rechts angedeutet, noch ein halbcylindrisches Federgehäuse 52. In diesem Gehäuse sind mittelst eines Bolzens 65 eine Platte 61 mit einem nabenförmigen senkrechten Ansatz 62, eine Hülse 60, um die sich eine schraubenförmige Torsionsfeder 66 windet, und die Platte 10 derart verbunden, dafs die Feder 66 auf der Platte 61 und oben am Gestell 54 ein festes Widerlager hat und mit diesen beiden verbunden ist. Hierdurch ist die Feder stets bestrebt, das Gestell 54 in der Richtung des Pfeiles e (Fig. 2) zu drehen, also die Bremsung der Vorrichtung aufzuheben. Der nabenförmige Ansatz 62 der Platte 61 ist vierkantig, um mittelst eines Schlüssels der Scheibe 61 die richtige Lage zur Feder geben und dann mittelst eines Bolzens 72 in dieser Lage festhalten zu können. Wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen, ist das Gestell 54 mit zwei ' Einkerbungen 58 versehen. In diese greift abwechselnd ein an der Platte 10 bei 76 drehbar angeordneter, senkrechter doppelarmiger Hebel 51 ein. Unter dem Drehpunkt 76 desselben ist eine Verlängerung 80 eingelenkt, welche im rechten Winkel zur Bewegungsrichtung des Hebels 51 schwingt. Die Verlängerung ist unten mit schrägen Flächen 85 und 86 versehen. Eine Feder 79 (Fig. 4), welche mit ihrem unteren Ende gegen die Seite der Verlängerung 80 drückt, bewirkt, dafs dieselbe im Ruhezustande mit dem Hebel 51 in einer geraden Linie gehalten wird. An dem einen Arm der Gabel 46 ist ein zahnförmiger Ansatz 87 vorgesehen, und zwar hat dieser zwei schräge Flächen 88 und 89 (Fig. 1 und 2), welche beim Aufwärtsbewegen der Gabel 46 und somit des Ringes 39 auf die entsprechenden Flächen der Verlängerung 80 zu liegen kommen. Das Gestell 54 ist am Ende mit einem Arm 90 versehen, an welchem in einem Gelenkstück eine Führungsrolle 93 untergebracht ist. Ueber diese Rolle ist ein Seil oder eine Kette 97 gelegt, welche bei 96 befestigt ist und bei 95, über eine Rolle laufend, an seinem Ende ein Bremsgewicht 98 trägt.
Besteigt der Kutscher seinen Wagen, so drückt er den Fufstritt 2 nach unten, wodurch der Ring 39 aufwärts bewegt wird. Hierbei gelangt die schräge Fläche 88 auf die entsprechende Fläche der Verlängerung 80, auf: welche sie den Druck überträgt und den. Hebel 51 aus der Einkerbung 58 heraushebt, der hiermit das Gestell 54 freigiebt. Zu gleicher Zeit ist mit dem Anheben des Ringes 39 die Spindel 25 vermittelst der Rollen 42 entsprechend gedreht, und zwar wird hierbei auch das Gestell 54 durch das Eingreifen des mit dem Triebling 30, 30x verbundenen Daumens 34 in eine Einkerbung 28 in Drehung versetzt. Diese Drehung wird durch das Eingreifen der Zähne des Trieblings 30, 3OX in diejenigen des Steges erreicht, wobei durch Drehung des ersteren auch das Gestell 54 mit in die Richtung des Pfeiles e bewegt wird,, so dafs in diesem Falle das Bremsgewicht angehoben wird. Sowie jedoch der Fufstritt vom Drucke befreit wird, drückt die Feder 7 den Winkelhebel und den Ring 39 in ihre arbeitsbereite Lage zurück. Hierbei wird durch das Herabgleiten der Gabel 46 die Verlängerung 80 durch die Berührung mit den schrägen Flächen 86 und 89 seitwärts bewegt, so dafs keine Bewegung des Hebels 51 erfolgen kann. Durch das Senken des Ringes 39 erfolgt eine Drehung der Spindel 25 nach rückwärts, so dafs der Daumen 34 mit der entgegengesetzten Einkerbung 28 zum Eingriff kommt. Verläfst nun der Kutscher seinen Wagen wieder, so dreht der Daumen 34 vermöge seines Eingriffes den Triebling 30, 30x entgegengesetzt, wobei seine Zähne in den Steg 16 eingreifen und das Gestell 54 in die der ersteren entgegengesetzte Lage bringen. Das Bremsgewicht fällt wieder herab und hindert das Pferd am Vorwärtsgange dadurch, dafs die Gebifsstange des letzteren mittelst eines Riemens 100 mit dem Gewicht verbunden ist. Das Herabfallen des Gewichtes 98 hat zugleich ein Zusammendrücken der Feder 66 hervorgerufen, so dafs dieselbe bestrebt ist, das Gewicht beim Aufsteigen des Kutschers auf den Wagen wieder anzuheben. Das in der Fig. 1 der Zeichnung punktirt angedeutete Gewicht 98 zeigt die Stellung, welche es einnimmt, wenn das Pferd am Ziehen verhindert wird und dann das Seil 97 entlastet ist.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Vorrichtung zum Verhüten des Anziehens der Pferde nach dem Verlassen des Wagens durch den Kutscher mittelst eines mit der Gebifsstange verbundenen Gewichtes (98), dadurch gekennzeichnet, dafs
    vom Trittbrett (2) aus durch Hebelübersetzung (3, 4) und Reibungsrollen (42) eine mit steilem Gewinde versehene Spindel (25) in Drehung versetzt wird, deren Bewegung durch eine Klinke (34) und Trieblinge (30, 30x) auf einen rahmenförmig ausgebildeten einarmigen Hebel (54) übertragen wird, um das an seinem Ende mittelst Seil oder Kette (97) befestigte Gewicht (98) zu heben oder zu senken.
    Eine Ausführungsform der unter 1. 'geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Feststellung des einarmigen Hebels (54) der eine Arm eines zweiarmigen Hebels (51) dient, in dessen anderen Arm ein sperrklinkenartig ausgebildetes Stück (80) eingelenkt ist, um beim Aufwärtsbewegen des mit den Reibungsrollen (42) in Verbindung stehenden Ringes (39) den Hebel (51) auszulösen, dagegen beim Sinken des Ringes den Hebel (51) nicht zu beeinflussen.
    Eine Ausführungsform der unter 1. geschützten Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dafs durch Senken des Gewichtes (98) eine Feder (66) gespannt wird, zum Zweck, die aufgespeicherte Kraft zum Heben des Gewichtes zu verwenden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT89371D Active DE89371C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE89371C true DE89371C (de)

Family

ID=361191

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT89371D Active DE89371C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE89371C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2638441C2 (de) Handetikettiergerät
DE2841357C2 (de) Handbandschleifmaschine
DE3428572C2 (de)
DE10205278A1 (de) Freigabemechanismus für Triggerschalter
DE89371C (de)
DE891268C (de) Kraftangetriebene Papierwagenaufzugsvorrichtung fuer Schreibmaschinen u. dgl.
DE901485C (de) Stahlabhebevorrichtung bei Drehbaenken
DE3017969C2 (de) Einrichtung zur Parallelführung der Spanntrommel eines Senkrechtsförderers
DE724275C (de) Handbandsaege
DE2138801C2 (de) Zündvorrichtung für Gasbrenner
DE239358C (de)
DE2352100B2 (de) Mähdrescher mit verschwenkbarem Abfüllrohr und mit beim Abfüllvorgang einschaltbarer Förderschnecke
DE179348C (de)
DE481960C (de) Fallhammer
DE156294C (de)
DE3630458A1 (de) Seilwinde, insbesondere fuer eine betaetigung mittels handkurbel
DE282686C (de)
DE455039C (de) Vorrichtung zum Drehen der Zahnraederwelle fuer die Zahnstangen der Druckwalzen an Saegegattern
DE290619C (de)
DE287723C (de)
DE1531339C (de) Winde
DE728912C (de) Ausruecksteuerung fuer Kurbel- oder Exzenterpressen mit Schiebebolzenkupplung
DE234138C (de)
DE112476C (de)
DE1436698B2 (de) Rückschrittschaltvorrichtung an Proportionalschrittschaltvorrichtungen für den Papierwagen einer Schreibmaschine