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Prüfröhrchen für Gasspürapparate In dein bekannten Präfröhrchen für
Gasspürapparate sind Schichten von Reaktions- oder Anreicherungsmassen angeordnet.
Die Art der Befestigung dieser Füllung der Prüfröhrchen ist bis-ZD ZD t' her im
wesentlichen von dem Material abhängig ti gewesen, aus dem das Präfröhrchen. besteht.
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Für den Fall, daß die Röhrchen aus einer Kunststoffmasse bestehen,
hat man die, Röhrchen mit besonderen Befestigungsmitteln ausgerüstet, die mit dem
Röhrchen ein Stück bilden und die zur Befestigung der meist aus gasdurchlässigen
Scheiben bestehenden Haltperungsplättchen dienten. Es ist auch bekannt, die Halterungsscheiben
mit den aus Kunststoff bestehenden Röhrchen zu verkleben oder, soweit die Haltevorrichtungen
auch aus theirmoplastischem Stoff bestehen, diese zu ve#rschweißen. Diesei bekannten
Befestigungsarten sind jedoch nachteilig. Sollen in den Prüfröhrchen mit diesem
aus einem Stück bestehende Befestigungsmittel oder Halterungsplättchen angeordnet
werden, so fordert dies bei der Herstellung verhältnismäßig komplizierte Formen.
Werden dagegen die Halterungsplättchen eingeklebt, so sind hierfür Klebemittel notwendig,
die unter Umständen mit, den in den Reaktionsmassen von vornherein vorhandenen oder
diesen zuzugebenden Reaktionsmitteln störende Reaktionen ergeben.
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Bestehen die Röhrchen aus Glas, so sind die Schwierigkeiten der Befestigungs-
und Halterungsmittel für die Füllmassen noch größer als im oben geschilderten Fall.
Die Anordnung von mit den Glasröhrchen aus einem Stück bestehenden, im Innern befindlichen
Befestigungstnitteln ist nicht durchführbar. Man hat deshalb vorgeschlagen, den
Glasröhrchen eine schwach konische, Form zu geben,
so daß die"in
dasi Glasröhrehen auf der Seite des größeren Querschnitts eingeschobene Halterungsplatte
in der Verjüngung des Konus gehalten wird. Darauf wurde die Füllmassei eingefüllt
und die begrenzende Halterungsplatte in dem Glasiröhrchen unter Vermittlung einer
Glaswolleschicht odereines Glaswolleringes mit einem Kitt eingeklebt. Diese Verfahrensweise
ist umständlich, sie setzt einmal gleichartige, innen konisch gebildete Glasröhrchen
voraus, andererseits aus dem Grund, weil eine besondere Kittsubstanz verwendet werden
muß. Außerdem ist diese Befestigungsart gegen* mechanische Beanspruchung bei längerer
M, t nicht widerstandsfähig genug.
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Es ist weiterhin vorgeschlagen, die Halterungsscheiben auf
einein dem Glasröhrchen eingelassene Einschnürung aufzulegen. Diese, Befestigungsart
hat den Nachteil, daß in der Einschnürungsstelle des Glasröhrchensi stets Spannungen
vorhanden sind, die derartige Glas-röhrchen vornehmlich an dieser Stelle bei mechanischer
Beanspruchung zerbrechen lassen.
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Die aus Glas bestehenden Prüfröhrchen haben weiterhin den Nachteil,
daß die Anordnung von in der Achse des, Röhrchens liegenden Zapfen schon bei der
Herstellung nicht möglich ist. Derartige in der Achse des Präfröhrchens liezende
Za13fen
| sind aber erwünscht, um die Gase, nach Möglich- |
| koi.'t an der Innenwand des Prüfröhrche |
| zu lassen, so daß die-Ite-a-'k-tio-n---##ornehmlich
an |
| ,#ri-esen am besten erkennbaren Stellen erfolizt. |
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Nachteile der bekannten Prüfröhrchen
zu beseitigen, und betrifft ein Prüfröhrchen für Gasspürapparate, bei- dem die Reaktiigns-
oder Anreicherungsmasse zwischen zwei gasdurchlässigen Scheiben untergebracht ist#
und besteht darin, daß diese Scheiben durch eine durch die Scheiben geführte, vorzugsweise
in der Längsachse des Präfröhrchens laufende ankeir- oder nietartige Verbindung
zusammengehalten werden. Hierbei können die gasdurchlässigen Scheiben aus einem
beliebigen, geeigneten Material bestehen, wenn sie nur die not-,vendige Steifigkeit
haben. Die Gasdurchlässigkoit kann durch Schlitze oder Löcher in der Scheibe oder
auch durch Aussparungen oder Einkerbungen an ihrem Umfang bewirkt werden oder auch
durch die Struktur des verwendeten Materials bedingt sein. Die erfindungsgemäße
Bauart hat den Vorteil, daß irgendwelche Befestigungsmittel am Prüfröhrchen für
das Befestigen der Halterungsscheiben für die- Reaktionsmasse und die Verwendung
irgendwelcher Kitte nicht notwendig sind. Die Feistlegung der Füllmasse erfolgt
bei der Erfindung in denkbar einfachster Art und Weise, nämlich dadurch, daß die
zwischen den durch den ankeirartigen Bolzen verbundenen Scheiben zusammengedrückte
Füllmasse infolge ihrer Reibung an der Innenwand des Röhrchens festgelegt wird.
Die, Halterung der Füllmasse ist also durch diese selbst bedingt, demzufolge entfällt
die Notwendigkeit, den Durchmesser der Halterungsscheiben und den Durch-,messer
der lichten Weite der Röhrchen so genau aufeinander abzustimmen, wie es für die
Befestigung der Masse mit Hilfe dieser Halterungsscheiben beispielsweise durch Kleben
oder Schweißen erfolgt ist. Ein weiterer VortEill der erfindungsgemäßen Bauform
besteht darin, daß das durch das Prüf röhrchen strömende Gas, weitgehend gezwungen
wird, an den Innenwandungen des Röhrchens entlang zu streichen, weil die Mitte des,
Röhrchens durch den ankerartigen. Bolzen ausgefüllt ist. Die erfindungsgemäße Befestigungsart
der Füllmasse kann sowohl bei aus Glas als auch aus Kunststoff bestehenden Röhrchen
Verwendung finden. Der ankerartige Bolzen kann aus jedem beliebigen Material bestehen.
Er kann in den beiden Halterungsscheiben durch Verschraubung, Verkeilung, Veirschweißung,
Vernietung od. dgl. verbunden werden. Besteht die ankerartige Verbindung aus einem
aus thermoplastischem Stoff bestehenden Bolzen, so wird in diesem Fall die Füllung
des Röhrchens beispielsweise derart vorgenommen, daß der an einem Ende mit einer
Verdickung versehene Ankerbolzen durch eine in der Mittej eingelassene Bohrung einer
aus einem Glassieb bestehenden Halterungsscheibe hindurchgeführt wird, wobei die
Glasscheibe, durch die Verdickung an dem Bolzen festgehalten wird. Dann wird dieser
mit dgr Glasscheibe versehene Bolzen in das, Prüfröhrchen bis zu einer bestimmten
Höhe eingeschoben, die Füllmasse nachgefüllt, eine zweite mit einem entsprechenden
Loch versehene Halterungsscheibe aufgedrückt und nunmehr das Ende des Bolzens mit
Hilfe eines erhitzten Werkzeuges niekopfartig auf- die Scheibe aufgedrückti und
dabei; die Füllmasse gleichzeitig zusammengepreßt.
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Besonders einfach gestaltet sich die FeTtigung der Prüfröhrchen, wenn
nicht nur der ankerartige, Bolzen, sondezn auch die Halteirungsscheiben für die
F.üllmassen aus einem thermoplastischen Stoff bestehen. Die Verbindung zwischen
dem Bolzen und den Halterungsscheiben kann in diesem Fall in einfachster Weise-,
durch Verschweißen mit Häfe eines erhitzten Werkzetiges. erfolgen.
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Bei diesex Ausführungsform können fernerhin zwischen der Füllmasse
und den sie haltenden Scheiben Faservliese angeordnet sein, die., vorzugsweise aus
Glaswolle bestehen oder Glaswolle enthalten. Beil dieser Bauform wird die Füllmasse
federnd gehalten und gleichzeitig eine unmittelbare Einwirkung der Reaktions, oder
Anreiche#rungsmasse auf die Halterungsscheiben verhindert. Für die Fertigung der
Prüfröhrchen kann es weiterhin zweckmäßig sein, den ankerartigen Bolzen und die
an einem seiner Enden angeordnete Scheibe aus einem Stück zu bilden. In diesem Fall
ist bei. der Herstellung der Prüfröhrchen nur noch die andere Scheibe, die auf die
Füllmasse aufgedrückt wird, zu befestigen.
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Bei einer besonderen Art von Prüfröhrchen, bei denen diese zumindest
an einem Ende verschlossen oder mit einem nach innen gerichteten Flansch versehen
sind, kann die an einem Ende des Bolzens sitzende, mit diesem fest verbundene Scheibe
mit Stützen versehen sein, die auf dem Boden bzw. auf
dem Flansch
des Prüfröhrchens aufliegen. Durch diese Anordnung wird die Füllmasse gegen Verschiebungen
in beiden Rithtungen des Prüfröhrchens gesichert. Diesesi ist besonders zweckmäßig,
da in einigen Ausführungsformen der Prüf röhrchen Flüssigkeiten enthaltende Glasampullen
untergebracht sind, die während oder nach dem Prüfvorgang mit einem in das Prüfröhrchen
einzustoßenden Dorn gebrochen werden. Die Stützein an der einen Halterungsscheibe
der Füllmasse nehmen dann gegebenenfalls den durch den Dorn auf diese ausgeübten
Druck auf.
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Abb. i und :2 zeigen einen Schnitt durch die Prüfröhrehen der erfindungsgemäßen
Bauform; Abb. 3 zeigt ein£, Aufsicht in Richtung des Pfeiles A,
Abb.
4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles B des in Abb. i im Schnitt gezeichneten Prüfröhrchens;
Abb. 5 zeigt einen Schnitt des in Abb. 2 dargestellten Röhrchens entlang
der Ebene A-B, und Abb. 6 zeigt einen Schnitt des gleichen Prüfröhrchens
entlang der Ebene C-D.
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Das Röhrchen wird folgendermaßen gefüllt: In dem Glasröhrchen i ist
der mit der am Ende durchbrochenen, aus thermoplastischem Stoff bestehenden Scheibe
2 fest verbundene, ebenfalls aus thermoplastischem Stoff bestehende Bolzen
3 eingeführt. Der Bolzen 3 hat die in gestrichelter Form gezeichnete
Gest#alt. Darauf wird auf die Scheibe eine luftdurchlässige, aus Glasfaserstoff
bestehende Scheibe- 4 aufgelegt, und hierauf wird die Füllmasse 5 eingefüllt.
Über diese wird dann eine weitere luftdurchlässige, aus Glasfaservlies bestehende
Scheibe 4 und auf diese eine mit seitlichen Aussparungen versehene, aus thermoplastischem
Stoff bestehende Halterungsscheibe, 6
gelegt. Nunmehr wird mit einem erwärmt-en
WeTk-7eug das vorstehende, gestrichelt gezeichnete Ende des Bolzens 3 heruntergeschmolzen,
mit der Scheibe 6 gegebenenfalls verschmolzen und dabei gleichzeitig die
Füllmasse 5 durch den auf die Scheibe 6 ausgeübten Druck zusammengepreßt.
Bei diesem Vorgang wird die Scheibe,:2 gegen Verrutschen durch ein nicht gezeichnetes,
Widerlager gehalten. Das Ende des Bolzens wird zweckmäßig züi -einem nietartigen
Kopf verformt.
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In Abb. i besteht die Füllmasse aus zwei. Schichten, die durch eine
aus Glasfaservlies bestehende Zwischenschicht 7 unterteilt ist. Weiterhin
ist! bei dieser Ansführungsform das Prüfröhrchen am Ende 9 verschlossen.
Die untere Scheibe:2, die mit dem Bolzen 3 aus einem Stück besteht, ruht
mit den an ihr angeordneten Stützen 8 auf dem Boden des Glasröhrchens.