DE892709C - Verfahren zum Herstellen von stereoskopischen Trickbildern - Google Patents

Verfahren zum Herstellen von stereoskopischen Trickbildern

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DE892709C
DE892709C DEZ2290D DEZ0002290D DE892709C DE 892709 C DE892709 C DE 892709C DE Z2290 D DEZ2290 D DE Z2290D DE Z0002290 D DEZ0002290 D DE Z0002290D DE 892709 C DE892709 C DE 892709C
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DEZ2290D
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English (en)
Inventor
Otto Dr Vierling
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Zeiss Ikon AG
Original Assignee
Zeiss Ikon AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE892709C publication Critical patent/DE892709C/de
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B35/00Stereoscopic photography

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Stereoscopic And Panoramic Photography (AREA)

Description

  • Verfahren zum Herstellen von stereoskonischP" Trickhilripr" Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von stereoskopischen Trickbildern, insbesondere Trickfilmen. Bekannt ist die Herstellung stereoskopischer Trickaufnahmen unter Verwendung einer Hintergrundprojektion.
  • Die Erfindung besteht in einem Verfahren zum Herstellen von stereoskopischen Trickbildern, insbesondere Trickfilmen, die beispielsweise einen Bewegungsvorgang wiedergeben sollen, durch trickmäßige Bearbeitung stereoskopisch aufgenommener räumlicher Vorlagen und ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Grundaufnahme und eine als Leitphoto dienende Aufnahme des wiederzugebenden Bewegungsvorganges in seiner Endphase unter Verwendung einer zweiäugigen Kamera mit veränderlicher Konvergenzeinstellung und gegebenenfalls veränderlicher Basis hergestellt und aus diesen beiden Aufnahmen das endgültige Trickbild zusammengestellt wird.
  • In einer eigenen Vorarbeit ist auch schon ein Verfahren zum Herstellen von stereoskopischen Trickaufnahmen vorgeschlagen worden, das gekennzeichnet ist durch die Vereinigung von mehreren Bildern, durch optisches Kopieren mit Hilfe einer einäugigen Kamera als Kopiergerät unter Abstimmung der Stereoteilbildanordnung auf die Wiedergabeverhältnisse. Eine andere Vorarbeit befaßt sich mit einem Verfahren, bei dem als Leitaufnahme von einem unbewegten Objekt zwei Stereoteilbilder mit einer einäugigen Kamera unmittelbar nacheinander aufgenommen, dann Teile des Objektes von diesen Teilbildern zeichnerisch auf Celluloidfolien übertragen und bei der endgültigen Aufnahme diese Filmbilder mit einer einäugigen Kamera unter Abstimmung des Konvergenzpunktes mit dem Bild des Hauptteiles kombiniert werden. In diesem älteren Vorschlag wird die Verwendung einer zweiäugigen Kamera zum Herstellen der Grund- und der Leitaufnahme verworfen mit der Begründung, daß bei einer zweiäugigen Kamera die Aufnahme immer nur in einer bestimmten Entfernung von der Basis aus gemacht werden könne.
  • Der ältere Vorschlag übersieht, daß grundsätzlich dieLeit-unddieGrundaufnahme auch mit einer zweiäugigen Kamera hergestellt werden können, wenn nur unter Anwendung eines ausreichend großen Aufnahmebildformates nachträglich noch für die Abstimmung des Konvergenzpunktes gesorgt wird. Es handelt sich dabei allerdings um ein recht umständliches und handwerksmäßiges Vorgehen.
  • Die Erfindung besteht demgegenüber darin, die Grund- und Leitaufnahmen unter Anwendung einer zweiäugigen Kamera durchzuführen, bei der die jeweils erforderliche Einstellung der Strahlenkonvergenz durch geeignete Ausbildung der Kamera selbst oder Verwendung von entsprechenden optischen Mitteln herbeigeführt wird. Das Wesen der Erfindung liegt somit in der Anwendung einer zweiäugigen Kamera mit veränderlicher Konvergenzeinstellurig und, um eine besondere Vielseitigkeit des Verfahrens zu erreichen, gegebenenfalls in der zusätzlichen Anwendung einer veränderlichen Aufnahmebasis.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren bietet gegenüber dem älteren Vorschlag erhebliche Vorteile. Es unterliegt in seiner Anwendung keiner Bindung an unbewegte Aufnahmevorlagen, vielmehr können, auch von bewegten Objekten Leit- und Grundaufnahmen hergestellt werden. Auch die feste gegenseitige Zuordnung der stereoskopischen Teilbilder bei Anwendung der zweiäugigen Kamera mit variabler Konvergenz ist als besonderer Vorteil anzusprechen.
  • Im einzelnen kann das Verfahren nach der Erfindung in der Kombination folgender Schritte bestehen: i. Herstellung einer Grundaufnahme des Anfangszustandes des wiederzugebenden Vorganges (Negativ i) und einer als Leitphoto dienenden Aufnahme des Endzustandes des wiederzugebenden Vorganges (Negativ 2) unter Verwendung einer zweiäugigen Kamera mit veränderlicher Konvergenzeinstellung und gegebenenfalls veränderlicher Basis; 2. Vergrößerung der Leitaufnahme z. B. auf Papier urnd Herauszeichnen von einander folgenden Phasen des wiederzugebenden Vorganges aus der Leitaufnahme z. B. auf Papier; 3. Photographische Aufnahme der herausgezeichneten Phasen der Leitaufnahme mit einer einäugigen oder zweiäugigen Kamera (Negativ 3) unter Abstimmung auf die Grundaufnahme (Negativ 1); q.. Zusammenkopieren von Negativ i und Negativ 3 zu einem stereoskopischen Positiv.
  • Die trickmäßige Bearbeitung der L.eit- und Grundaufnahmen entsprechend diesen Verfahrensschritten ist von der Flachbildphotographie her bekannt. Im einzelnen ist die Erfindung nochmals an Hand eines Beispiels erläutert.
  • Es soll gezeigt werden, wie Lichtstrahlen auf ein Prisma auftreffen und beim Eintritt in das Prisma sowie beim Austritt aus demselben gebrochen werden. Die direkte Aufnahme einer modellmäßigen Darstellung des Vorganges, insbesondere der fortschreitenden Bewegung der Lichtstrahlen, des Durchdringens usw. des Prismas ist sehr schwierig, weil es sich z. B. kaum vermeiden läßt, daß die durch Fadendargestellten Strahlen im ModellprismaSpiegelungen, hervorrufen oder aber Schatten werfen, welche bei der Wiedergabe störend in Erscheinurig treten.
  • Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird zum Vermeiden dieser Nachteile zunächst eine stereoskopische Grundaufnahme vom Modellprisma ohne Lichtstrahlen (Negativ i) und danach eine Aufnahme vom Modellprisma mit eingezogenen modellmäßigen Lichtstrahlen in Form von Fäden, den Endzustand des aufzunehmenden Vorganges darstellend, angefertigt (Negativ 2). Diese Aufnahme des Endzustandes des Vorganges ist das Leitphoto, Dieses wird z. B. auf Papier vergrößert, so daß die beiden vergrößerten stereoskopischen Teilbilder wie im endgültigen Film zueinander angeordnet liegen. Einander folgende Phasen der beiden vergrößerten Teilbilder werden alsdann von dem Leitphoto auf Papier in irgendeiner bekannten Weise herausgezeichnet. Gemäß dem nächsten Verfahrensschritt werden die beiden stereoskopischen Teilbilder mit den herausgezeichneten Phasen der Leitaufnahme unter Verwendung einer einäugigen oder zweiäugigen Kamera photographisch aufgenommen und ergeben das Negativ 3. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß die auf dem Negativmaterial abgebildeten Teilbilder bezüglich ihrer Abmessungen und ihrer Lage zueinander an die Teilbilder der Grundaufnahme (Negativ i) angepaßt sind. Schließlich wird das Negativ i und das Negativ 3 in bekannter Weise zu einem stereoskopischen Positiv zusammenkopiert.
  • Die Bearbeitung der Zeichnungen nach der Leitaufnahme und das Zusammenkopieren mit der Grundaufnahme werden so oft wiederholt, bis der wiederzugebende Vorgang vollständig ist.
  • Es liegt im Sinne der Erfindung, Konvergenzänderungen auf verschiedene an sich bekannte Weise vorzunehmen. So kann z. B. ein Satz von Ablenkkeilen bzw. Ablenkkeilpaaren verschiedener Ablenkung zur stufenweisen Änderung der bestehenden Konvergenz der zweiäugigen Kamera vorgesehen werden. In diesem Fall wird jeweils der erforderliche Ablenkkeil bzw. das entsprechende Keilpaar in den Aufnahmestrahlengang eingeschaltet. Eine kontinuierliche Veränderung der Konvergenz der Aufnahmestrahlengänge wird ermöglicht durch eine ebenfalls bekannte, der eigentlichen Kamera zuschaltbare Vorrichtung, die Drehkeile, Schwenkseile od. dgl. optische Mittel als ablenkende Medien enthält. Schließlich kann auch die optische Einrichtung der Kamera selbst sö aufgebaut sein, daß sie nach ebenfalls bekannten Methoden, beispielsweise durch Veränderung des seitlichen Abstandes der Aufnahmeobjektive oder durch Verschwenken von die Basis bildenden Spiegelflächen, eine kontinuierliche oder stufenweise Änderung der Konvergenzverhältnisse gestattet.
  • Zusätzlich zur Konvergenzänderung ist in gewissen Fällen auch die Veränderung der Größe der Aufnahmebasis erwünscht. Auch hierfür können bekannte Methoden und Hilfsmittel benutzt werden, z. B. die Ausbildung der optischen Systemausrüstung der zweiäugigen Kamera nach Art eines Scherenfernrohres. In diesem Fall kann mit der Veränderung der Basis eine Konvergenzänderung verbunden sein.
  • Das Verfahren ist nicht auf die Herstellung von gezeichneten Trickbildern beschränkt, sondern umfaßt auch andere bekannte Trickverfahren, z. B. solche, bei denen nach der Leitaufnahme Vorlagen ausgeschnitten und aufgelegt oder aufgeklebt werden.
  • Es liegt ebenso im Sinne der Erfindung, auch folgende Verfahrensschritte miteinander zu kombinieren: i. Herstellung einer oder mehrerer Grundaufnahmen des Anfangszustandes des wiederzugebenden Vorganges und einer oder mehrerer als Leitphoto dienenden Aufnahmen des Endzustandes des wiederzugebenden Vorganges unter Verwendung einer zweiäugigen Kamera mit veränderlicher Konvergenzeinstellung und gegebenenfalls veränderlicher Basis; 2. Herstellung einer Vergrößerung der Grundaufnahme und einer Vergrößerung der Leitaufnahme z. B. auf Papier; 3. Herauszeichnen von einander folgenden Phasen des wiederzugebenden Vorganges aus der Leitaufnahme auf transparentes Material, z. B. Celluloidfolien; q.. Übereinanderlegen der vergrößerten Grundaufnahme mit jeweils einer der auf Transparentfolie gezeichneten Phasen der Leitaufnahme und photographische Aufnahme der übereinanderliegenden Bilder mit einer einäugigen oder zweiäugigen Kamera in der bezüglich Lage und Maßstab für die Wiedergabe richtigen Anordnung der stereoskopischen Teilbilder.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Herstellen von stereoskopischen Trickbildern, insbesondere Trickfilmen, die beispielsweise einen Bewegungsvorgang wiedergeben sollen, durch trickmäßige Bearbeitung stereoskopisch aufgenommener räumlicher Vorlagen, dadurch gekennzeichnet, daß eine Grundaufnahme und eine als Leitphoto dienende Aufnahme des wiederzugebenden Bewegungsvorganges in seiner Endphase unter Verwendung einer zweiäugigen Kamera mit veränderlicher Konvergenzeinstellung und gegebenenfalls veränderlicher Basis hergestellt und aus diesen beiden Aufnahmen das endgültige Trickbild- zusammengestellt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Verfahrensschritte: i. Herstellung einer oder mehrerer Grundaufnahmen (Negativ i) und einer oder mehrerer als Leitphotos dienenden Aufnahmen des wiederzugebenden Vorganges (Negativ 2) unter Verwendung einer zweiäugigen Kamera mit veränderlicher Konvergenzeinstellung und gegebenenfalls veränderlicher Basis; 2. Vergrößerung der Leitaufnahme z. B. auf Papier und Herauszeichnen von einander folgenden Phasen des wiederzugebenden Vorganges aus den Leitaufnahmen z. B: auf Papier; 3. Photographische Aufnahme der herausgezeichneten Phasen der Leitaufnahmen (Negativ 3) unter Abstimmung auf die Grundaufnahmen (Negativ i) q.. Zusammenkopieren von Negativ i und Negativ 3 zu einem stereoskopischen Positiv.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Kombination folgender Verfahrensschritte: i. Herstellung einer oder mehrerer Grundaufnahmen und einer oder mehrerer als Leitphotos dienenden Aufnahmen des wiederzugebenden Vorganges unter Verwendung einer zweiäugigen Kamera mit veränderlicher Konvergenzeinstellung und gegebenenfalls veränderlicher Basis; 2. Herstellung einer Vergrößerung der Grundaufnahmen und einer Vergrößerung der Leitaufnahmen z. B. auf Papier; 3. Herauszeichnen von einander folgenden Phasen des wiederzugebenden Vorganges aus den Leitaufnahmen auf transparentes Material, z. B. Celluloidfolien; q.. Übereinanderlegen der vergrößerten Grundaufnahmen mit jeweils einer der auf Transparentfolie gezeichneten Phasen der Leitaufnahmen und photographische Aufnahme der übereinanderliegenden Bilder in der bezüglich Lage und Maßstab für die Wiedergabe richtigen Anordnung der stereoskopischen Teilbilder.
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