DE892111C - Verfahren zur Herstellung von Zellstoff durch Auslaugen von Zellulosefasermaterial in einer verhaeltnismaessig reinen Magnesiumbisulfit-Kochfluessigkeit - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Zellstoff durch Auslaugen von Zellulosefasermaterial in einer verhaeltnismaessig reinen Magnesiumbisulfit-KochfluessigkeitInfo
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- DE892111C DE892111C DET430A DET0000430A DE892111C DE 892111 C DE892111 C DE 892111C DE T430 A DET430 A DE T430A DE T0000430 A DET0000430 A DE T0000430A DE 892111 C DE892111 C DE 892111C
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- D21C—PRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
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- D21C11/12—Combustion of pulp liquors
- D21C11/125—Decomposition of the pulp liquors in reducing atmosphere or in the absence of oxidants, i.e. gasification or pyrolysis
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Description
Die vorliegende Erfindung1 bezieht sidh auf die
Hersfclkmg von Zellstoff aus faserigem ZelMosemaiteriail,
durch das; sauire Sulfitveirfaihrem. Die
gewöhnlich veirwendiette Kochfiüssigkeit für das
S udfkror fahren, enthält ate wirksames Reagens im
wesentlichem ai.ni saiuires Suilfi* dies Calciums. Die
aiMigemeiime Praxis im der Suifitzellisitofffinidluisitirie
besteht diairin, diie Abilaiugie in Waisisieriäuife oidbr
Wasserbehälter aiUisiSitrömem zu laisisen, wobei dieses
Wasser reirsidhimutzt wird.
Wie seboo voirgeeiclhllagen wuaridle, ist es möglich.,
düe S'Uilfitaibilaiuge in einem: sich selbst aufrechiteihial-
tenidleni Verbirenraungsiprcizeß^ zai1 verbiriernnieni umdi dadurch
Wärme und Chemikalien zurückzugewinnen. Bei einer Suilfiitflüsisiigkeit auf Cailckiirnibaisis· koniniten
diie Ohemikailiien in Farm eimar trockenem Asche
zurückgewonnen weridien; es ist aber bisher kein,
wirtechaftiliohas Verfahren bekanat, die Cafcramverbiadiungen
im eicnie Form; zu überführen, diie iönre
Zuir'ückführuing in dem HersteMumgispirozeß des
Zellstoffs zuläßt.
Alis KodhflüsBiiigkeiii ist die Verwendung vom
anderen, siaiuireni Suilfitrvierbirudluogeim voirges'chüagem
woirdlem. Wenn Natriumisiulfitabliauige verbiranot
892 Ul
wird, wie vorstehend auseinandergesetzt, so kommen
die chemischen Riickstiänidle im Form eimer Schmelze
zturüdkgewommieini werden, die Natriumsulfat
(Na2 S O4) und Nafcriumsiuifid (Na2 S) enthält. Das
Sulfat ist zu Sulfid reduzderbar, so daß· dar in der
Flüssigkeit; enthaltene Schwefel im wesentlichen
"in Form von Sulfid zurückgeführt werden kann.
Es bleibt jedtadb die Aufgabe bestehen, Natriiiuimsulfid
in Natriumbisulfit (NaHSO3) umzuwandein,
jedoch ist bisher kein Verfahren entwickelt worden, diuirdhi diaia dies· wirtsichaftideh günstig'
durchgeführt werden kann.
Bisulfite aiua anderem Basen als Natrium oder
Calcium, w.ie z. B·. Strontium, Barium, Magnesium, Zink, halbem dSuirch ihre verhältnismäßig hohen
Kosten uindj/bder ihr seltenes· Vorkommen und!
durch die Tatsache, daß kein Verfahren .zui ihrer
Rückgewinnung besteht, ihre wirteichiaf>tiliche Heranziehung ausgeschlossen. Doilomit ist ebenfalls· als
Ausgangsstoff für Calcdumsiuilfitlaiuge verwendet'
warden, so daß neben Calcium Magnesium im verschiedenen
Prozentsätzen in der Koehflüssiigfceit z\\-
sätzlich vorhanden sein kann. Die Gegenwairt von
Magnesiumverbindungen ist älsi besonders günstig
anzusehen, wenn, die Ablauge in eimer Verdampfungsvorrichtung
konzentriert wird, da dieCailciiumverbindungen
dazu neigen, einen1 unlöslichem Rückstand zu biildeni, wäihrenid die Magnasiumverbindungen
löslicher sind. Reine Kochflüssigkeit mit Magniesiiuimisiuilfit al® Base ist bisher wiiftisclh&fitiMeh
nicht verwendet woirdien, und zwair auf Grutiid der
größeren Kasten bei Fehlen eines pnaiktis'ch duirchziuführenden
Verfabrena für die Rückgewinnung ihrer chemiischeni Bestandteile.
Das Haiuptmenkmad dar Erfindung besteh* aus
einem einfachen wirtsichafitildidhen Herstellungsverfahren
von Sulfitizelfetioff aus- faserigem Zelliulcisematerial1
mittels einer ■ Kochifliüsisdgkeit: aus reiner
Magnesiumbdsiulfitiliaiuige und inisbesionidlarie aiu& öineni
Kreisprozeß zur auisireidhenden Wiedargewinniung
von Wäime und zuir Wiedergewinniumig und Regeneration,·
von anonganis'dhen dhemisAen Biesitairudteilen
der Abliaiuige zwecks Zuirückfühir'ung in den
Prozeß.
In dter Zeichtniuinig ist eine Anordnung zuir Ausifühirung
das erfiniduingsgemäfjen Verfahrenisi dar-gestel'lit,
und zwair zeigt
Fug. ι eine sdhiematisdhe Anardnung* zur Diurdhführung
des· erfinduingisgemäßietii Kreiisprozesses,
Fig. 2 einen Schmitt durch· den zur Verwendung gelangenden Wiadiergewininiungsiapparat,
Fig. 3 einen Schnitt durch eine abgeänderte Attsfübriungsiform des Wdedergew'inniunglsoifenis,
Fig. 4 einen Schnitt nach· Linie 4-4 dbr Fig. 3,
Fig. 5 ein Diagramm, welches- die Löslichkeit
von Calcdumaxyd ini Maginesiuimsuilfitsaureti dlarstellit,
Caikium, Barium, S'tronitiiuim und Magnesiiuim
werden gewöhnlich als verwandte Metalle gruppiert. Es wird allgemein angenommen, dlaßi die Sulfiate
■solidher Metalle beim Erhitzen' im Gegenwart von
Kohle normal zu den entsprechenden Suilfideni bei
Freiwerden von. Kohlendioxid! reduziert werden.
Dies trifte für alte 'Elemente dieser ■ Gruppe mit
Ausnahme von Magüiesduanj ziu, dessen Suif aft unter
b'estirnrnten Bedingungen eine größere Neigung
besitzt, unimdttelbair zum Oxyd reduziert· ziu werden,
wobei aain S'chrwiafelgehak' in Foirm von S'chwefeldioxyid
frei winii, ohne merkldche Bdddbng von
Sulfit, und zwar gemäß der folgenden Gleichung:
2 MgSO4 +C = 2 MgO+ 2 SO2+ CO2.
Dias Magnesiumsulfat wird so z.u Magniesiumoxyd
unter Freiwerden von Schwefeldiocxyd und Kohlen1-dioxyd
lediuizdert. Das -Schwefelatom ist sowohil im
Sulfat als auch Sulfonat sechswertig, und die BiI-'dun|g;
von MgO tund SO2 aus jeder dieser Verbindungen!
erfordert eine Reduktion. In Hinsicht auf die Tatsache, daß enteprechend der Literatur
Schwierigkeiten bei der Durchführung der voxge-•nannifcen
Reaktion das MgSO4 auftreten, wenm die
Sulfatmeinge auir Kohle sich wesienitilddh von der in
der oibiigenj Gleichiung bezeichneten unterscheidet,
wurde erfinduingsgemäß gefunden!, daß diese Tenh
denz des Magmesdiumisiullfats und Maglnesiiumisiuifotnats,
zum Oxyd reduziert zu1 werden, uniteir
gewiisisian Bedünguingen bei der Herstellung von
Sulfitizölstoff b'eniut'zt werden kann; inisibasicmdbre
bei Veriwenidung von: reiner MagnesdiumbisiuifdtflüsBigkeit
kann sowohl 'der basische als auch dbr
schweflige Bestandteil! nahezu vollikommen auis dar
Ablauge in einer Form zurückgewonnen werden, die für einien wirtschaftlichem Kreiispirozeß- geeignet
ist.
Wiie in Fig. 1 dairgesifcellit, wind eine Kodhiflüssdgr
keit aus einem reinen Sulfit des Magnesiums, z. B. Magnesiumbisulfit, mit einem Überschuß von
Sclhiwefalldioxyd in dien Diruckkochar gefült. Sobald
der Kochpirozeß duirdhgeführt isit, wird die Ablauge
vom Zellstoff durch eine passende Wasichivor.richtung,
wie z. B·. rotierende Vakuumfilter, getirennit.
Die Ablauge mi:t ihrem Gehallt an Magnesiiuimligninstuilfionat
wird dann neutralisiert, wie noch beschrieben wird, und einem mehrfach· wirkenden
Verdampfer zugeführt, in dem, sie zu höheren Konzentrationen
verdampft wird, die jedoch noch ein Zerstäuben zuilaislsem. Solche Konzenibrationenrliegen
zwischen 45- big 7o°/oigen Lösiungeni.
Die so komzenfcriarte Abilauige kann taitsächldch zu
einer trockenen Asche unter sich selbst aufrechterhailitenidien
Verbrenmungslbedingungen verbirannt
werden, wobei ihre Wärme und chemischen Werte wirtschaftlich zurückgewonnen w'aridem. Die hergasitellte
Asche besteht ausi einer MisAung von Magnesiumoxyd (MgO) und Magnesiumcarbonat
(Mg C O3) und auis einer kleinen Menge unreduizierten
Magnesiumsulfats, die von der Reduktionswinkung abhängt.
Um Magnesiumoxyd jedoch in wirtschaftlicher
Foirm dm einem Kreiispirozeß verwenden zu; können,
muß es im wesentlichen in einer Form zurückgewannen werden, in der es mit Schwefelsäure gut
reagiert. Sobald Magnesiumverbindungen caldniiert
werden, können ziwei versAiedlena Arten dels Magnasdumioxyds
hergesttellt werden, und zwar
kauistis'dhjes Magnies iumoxydi und! gebranntes Magmesiuimoxydt,
was im wesentlichen von dem verwendeten Zeit- und Temperaturbedingungen abhängt.
Für kaustisches Magnesiumoxyd wird die Calcination gewöhnlich unter Temperaturen von
etwa 9820 durchgeführt. Ein vollkommen totgabramntes
Produkt wird! bei Teimperaitiuireni von
etwa i482°'erhalten. Das bei niederen Temperaturen erbailtemie Produkt ist in schwachem Saurem, wie
z. B. schwefliger Säure, leicht löslich und! diais bei
höhere« Temperaturen erhaltene Produkt ist im starken Säuren nur schwer löslich und ist fast,
wenn nicht ganz, im schwefliger Säure unlöslich. Bei Calciniatiionistemperatuiren über 982° varmindfort
sich die Löslichkeit das Rroduktas bis zui dem
Punkt, wo es vollkommen totgebrannit Üst. Sogar
bei'Temperaturen vom etwa 982 ° kamm dli« Löslichkeit
vermindert werden, wenn dias Magmeisiumoxyd
solch eimeir Temperatur zui lange ausgesetzt wird.
Je kleiner die Teilchengröße, turn so größer wird diese Verminderung in eimer gegebenem Zeit. Wenn
nicht die Zeit außerordentlich kurz ist, so wird bei
Temperatureni über 9820 die chemische Löslichkeit das Produktes' ernsthaft beeinträchtigt.
Ein hoher Prozentsatz der festen Bestandteile der Ablauge liegt im Form van KoMe vor, die während
der Wiediergiawinmiungsschritte herausgezogen! werdeni
muß, uim eine niachfolgendb Verunreinigung des
Zellstoffes zu vermeiden, sobald! d!ie gewoninene
Asche im dem Prozeß zurückgeführt wird!, und! uim
die Wärmewerte der Flüssigkeit voll· ausnützen zu können. Die Wiedergewinnung eines hohen
Prozentsatzes an Schwefel auist dler Ablauge ist
ebenfalls! wesentlich für eimen wirtschaftlichen!
Kreisprozeß;. Der zumachst als Schiwefeldiiotxyd
(SO2) frei werdende Schwefel- ist in Gegenwart
vom1 Sauerstoff verhältnismäßig wenig beständig
und1 versucht, andere Schwefelverbindungen einzugehen,
und zwar !solche wie SO3. Wenn auch dia©
Trioxyd im den gebildieteni Heizgasen dlurchi einen
Absorptionsturm zurückgewonnen werden kann, wird es Sulfate bilden, und daher wird die tote
Last im chemischen Kreislauf des Systems anwachsen.
4-5 Obgleich HoSz im wesentlichen ein. organisches
Material ist, ist es bekannt, daß es beträchtliche Mengen anorganischer Substanzen, insbesondere
Calcium-, Eisern-. Magnesiumverbindungen, Pottasche, enthält. Diese anorganischen Substanzen in der
Ablauge würfen miti diem in dbr Asche vorhandenen;
Magnesiumverbindungen! zurückgewonniem und1 wieder
für die Vorbereitung dler Kodhsäuire verwendet werdieni. Bei jedem Kreislauf würdie eine kleinere
Menge dieser Stoffe dem System zugeführt werden, so diaß deren Konzentration im Verhältnis zur
Magnesionikonzemtiraitiani diie Neigung hat, anzuwachsen.
Während dies Kochens wardteni im Kocher
Sulfate gebildet, und bei Vorhandensein von Calcium bildet sich Calciumsulfat. Calcium und anidare
Verunreinigungen! köninemi in dias Kreissystem ein;-treteni,
unid zwar als Verunreinigungen des vorbereiteten.1
Maignesiiuimoxydls, wenn kein reines Ma,-gnesiuimoxyd
verwendet wird, und das Wassers, das den Wasiahvorrichtiungen zugeführt wirdt, und
demzufolge im der Ablauge auftreten. Calciumsulfat ist in dier Ablauge besonders ungünstig, und
zwar während der Verdampfung, dia eis im dem Verdampfbrröhren.
eimern unlöslichem Niederschlag 'bildet, der eine aniwachsemde Verminderung dier
Vardampfungsikapazität verursacht, und! zwar in dem Maße, wie der Rohrbelag anwächst. Eine
beträchtliche Niederschlagsbildnug dieser Art tritt in dem Verdampfer» aini, wenn diasi Verhältnis von
Calcium z.u Magnesium in 'der zurückbleibenden! Flüssigkeit höher ist als 1:10, und salbst bei einem
solchen Verhältnis tritt die Niederschlagsbildung ziemlich schnell ein. Man hat auch gefumdem, diaß
das Vorhandiemsieini vom Calcium, und! anderen Verunreinigungen'
im der Ablauge, wenm dieselbe dem Wiedteirgiewinmungsoifen zugeführt wirdi, einen nachteiligeni
Einfluß: auf die Löslichkeit der im Ofen gewonnenem Asche hat.
Ein wirtschaftlicher Kreisprozeß bei dler Herstellung
vom Magniesiumsulfitzellisitofff erfordert daher
eine ausreichende Wiedergewinnung der Wärme- umdl ahemisichen! Werte aus dar Ablauige,
die Wiedergewinnung von Magnesiumverbindungen mit eimern hohem Prozentsatz Magmesiiumoxyd, eine
hohe Löslichkeit umd Befreiung von Kohle, ein fortgesetztes^ Entfernen vom Calciumverbindungen
und amdiaren anoirganiisichen Verumireiniguingeni umd
die Zurückgewimnung des Schwefels! ausi dam Heizgaisiein
im Form, vom Schwefeldkocyd. Es- wurde jedoch
gefumdlam, daß die im Wiedlergewininunig'sofem
erwünschtem Bedingungen zur Erreichung einiger der vorgenanntem Ziele nicht passemidi für die Erreichung
anderer Ziele sind. Zuim Beispiel· wird der höchste Redluktionisgrad eintreten, wenm eine hohe
Temperatur eine hochreduzierende Atmosphäre im Verbrennungsofen aufrechterhält. Jedoch sind
die hohen Temperaturen] nicht geeignet, ein hiochwirksiaimes
Magmesiuimoxydl zu erzielen, noch ist eine hachreduzieremdle Atmosphäre für die vollständige
Verbrennung dier Kohle geeignet. Ähnlich wird dier Prozenitsatz am SO2, der im SO3 umgewandelt
wird, anwachsen, sobald dler vorhandene Luftiüberschuß anwächst und die Temperatur sinkt.
Dia laomizemtirierte Magnesiumsiuilfitaiblauge kamm
unter sich selbst auf rachterhialtenidem Verbremniumgsbedlingungem
günstig verbrannt werdieni, umd die Wärme und chemischen Werte kommen im eimer1 gewünschten
Form dkitrch ein Verfahrem zuirückgewomnem:
werdem, das sich; aus- zwei Stufen eimer
VeraisiAumgsbehandilumg der Ablauge zusammemsietzt.
Die korazenitrierte Ablauge; kamm verascht
wardien! entwedler dundhi Entwässerung dlar Ablauge
zu eimern Verkohlunigsprodiulct unid Veirbrenniung
dar Kohle auf eimern Herd oder durch Verbrennung der im Suspension befindlichem1 Ablauge, wobei jed'e
Methode ihre besonderen Vorteile hat-.
Beim Verbrennungsprozeß in einem Aschenbett wird diie Abiauge zui einer Wiedergetwinnungsianl'agfe
geleitet, die eimen wassergekühlten Verbrennungsraum 10, einen Dampfkessel n, eimern Lufterhitzer
12, eine Staiubsammelkammer 13 und die üblichen lag
angetriebenen Ventilatoren, Pumpen, Kontroil-
einrichtungen und andere Hilfsmittel enthält. Die Verbrennungskammer besteht aus einem vertikalen
SAacht vom reAtwinkligem horizontalem Querschnitt und eimern HeizgasauBlaßstutzen 15 in der
Rückwandung16 unterhalb der Abdeckung17, Die
Verbrennungskammer wkd zuniäAst dumch ein
Hilfsfeuer vorerhitzt, und die konzentrierte Ablauge wird dann durch einie Zsnstäubendlüsie 18 zugeführt,
'diie in der Wandung19 montiert ist.
Die Ablauge wird 'im Form vom verhältnismäßig
großem Tropfen ausgespritzt, und die Düse ist um vertikale und horizontale Achsen sAwemkbar zum
Zweck, die Ablauge im wesentliAeni horizontal
quer dluirtih dien Oberteil· gegemi die Seilten)- und
Endwamdlungeni zu spritzen. Die Ablauge wird zum
größerem Teil während! ihres Duiridhganges entwäsisert
und' setzt siidh in leidht zäher BesAaffenheit
naAeiniander im Sdhidhteni auf dieni Wandungen ab>
und bildet so eine Masse eines wasserfreien Kohteprodukte
auf diesen. Dias getnoeküiete Verkohlungspnodukt
fällt von: Zeit zui Zeit im S'tiüidken auf dem
Rost, und infolge seiner leidhteni Entzündbarkeit
verbrennt es gut: darauf.
Die Verbrennungsluft wird vorerhitzt und der Verbrennungskammer1 im zwei versAiedleneni
Höhenikgem ziuigefülhrifc, wobei die Primiärluft durA
abwärts' gerichtete Düsen 20 mit verhältnismäßig geringer GesAfwindigkeit und die Sekundärluft
duirch Düsen 21 zugeführt wird. Die Zufuhr der Luft duirch jede Düsie ist regelbar. Die Gesamtltuftmenge,
die der Verbrennungskammer· zugeführt wird, ist nur in geringem Maße im Überschuß
gegenüber dem theoretischem Luftbedarf für die vollkommene Verbrennung der brennbaren OTganiisAeni
Bestandteile der Ablauge. Die zugeführte Luft "wind zwischen dem ersten! unid zweitem Düsen
so verteilt, daß· ungefähr 60 bis 8o°/o der Luft Primärluift und 'der Rest Sekundärluft ist, wodtairch
eine stark :redbzierendie hohe Luifttemperaitur in
dem unteirfem Teil dar Verbrennungskammer aiufrechteirhailteni
werden kanmi, in der siidh. eine Verbirenniungsunid
Reduiktiomszonie auisibildefc. DaisiVerkohlungspirodtdkt
veribrennt scfanel'l zui eimern
Aschemrücksitand im Foirm. vom leichten, trockenem,
ungasdntenteni Teildhiem, die die festem chemischen
Bestamdteile und geringe Menge univerbranniter
Koihi'e enthalten. Die Asche sammelt sich auf dem
Roisit am und isichichtet sich im dem Bett bis etwa zur'
Höhe der Düsen 20 auf. Die Asche oberhalb dieser Höhe wind -sofort durch die einitretenidem Luftu
etröime mach oibiem mitgeriseen' umdi .mit dem Gasen
zui dem Kammerauslaß gefÄirlt. Die Entaachung erfolgt
also restlos durch die Gasbewegung, wobei die Asiche ims wesentlichem kleine, leichte Aschenteilchem
und Floickem aufweist".
Diuirdh die Verwendung eimer wassergekühlten
Verbrennungskammer für die Verbrennungs- und Reduktiotiis'zcmie kann eine Temperatur vom etwa
112110 im ihr auifredhterhialten werdbm. Da die Magmasiiiumisalize
bei diesen Temperatuiren wadbr
■schmel'zbair moA flüchtig sind, werden chemische
Verluiste im der Verbrennungskammer duirch Rauch'-enitwi'ckliung
vermieden, umd die Asche auf dem Roisit isib tiriocfcen. Solche Verbrenniungsbedüngungen
tragen zoi eimer schnellem Reduktion des Magnesiitumisuilfatö
ζω Magmasiuimioxyd umd zum Freiwerdemdesi
Schiwefels· im Form voini.Schiwefeldioixyd
bei. Die aufrechterhaltene stark reduzierende Luft vermindert also auch die Umwandlung das frei gewordenen
Schwefeldi'oxyds zui Schwefeltrioixyd.
Die schnelle Verbiranniumg der Verkohlungsipradluikte
iauif dem Rost umd der sich ummittelbar anschließende Flug der Asche, verursacht durch
den aufsteigenden Gasstrom, begrenzt die Zeit, die die Asche in dieser Zorne dem hohen Temperaturbedingungen
ausgesetzt ist, und übt keinen wesentlichen Einfluß auf die Asche aus. Die hochreduzierende
Luft undi die gewöhnliche Gegenwart von,
kleimani Mengen umverbramntem Eohlenstofls; in; dm
Asoheniteikheni scheint ebenfalls einie hohe Realetiomsifäfaiglceit
der Asche aufrechtzuerhalten.
Die durch die Düsen 211 zugeführte Verbrenniungsluift
erzeugt eime zweite Venbrenniunigszonie im
dem Oberteil idler Verbreninungsfcammer, im der die
brennbaren flüchtigen Bestandteile, die am dem Wandungen aus dem darunterliegenden Verkohluragspir'odukrf!
destilliert wenden, und im der 'der univerbiraninte Kohlenstoff dar AsAe, der im den
aufsteigendem» Gasen schwebt, verbrannt wird. Die
wassergekühlte Wamdkotistruktioni im diasem Teil
erlaubt, eine Temperatur vom etwa 927° auifirechtzuarhalteru.
Unter diesem Bedingungeni wind die Reaktionsfähigkeit der anfallendem Asche beibehalten
und die Umw^amdlung vom Schwefeldictxyd
im Triotxyd'herabgesietzt.
Dia ascheführendemi Gase ströimeni dunA ein
Gitterrohr 25 idbrA dem Auslaß· 15 umd dem wasisjergelcühltem
Verbimdungskamal 26 im dem Dampfkessel 11. Der verwendete Kessel hat zwei untere,
im Abstand voneinander liegende Kammern 27, die dlurch Gruppen von Gemeratonröhren 28 mit eimer
gemeinsamen oberen Kammer 29 verbunden sind. Die Gase gelangen] maAeimandeir' mit den Gitternohnem
30, den Überhi'tzeirnohinen 31 und dam Rohrgruppeni
28 im Banührung. Die AsAe, die sieb im Kessel ausscheidet, ist trocken und leicht, sie klebt
niAt am dem Rohren umd fällt im einen Trichter 32.
Die Trichterteile 33 verhindern, daß die Gase die KesseloberfliäiAe uimistreiAem, und jeder TriAterteil
besitzt einen 'Siteöenbiaren Rohrauislaß' 35:. Die
ascheführenden Gase passieren dann den Lufterhitzer 12 und gelangen! zu einer Kammer 34, die
einem Enitladungsistutzen 35 besitzt.
Der größte Teil· der mitgenommenem AsAe wird im -einem StaubäbsAeider 13 durch ein Rohr 43 ausgasAiedeni,
während die gereinigtem Gasie nach aufwärts durch einen inneren Konus 44 und ein Rohr
45 zu dem Absorptionsturm 14 gelangen. Der Turm 14 enthält eine träge, poiröise, köirniige Masse
46 oder eine Reihe vom Sieben, so daß die Gase
sehr weitgehend! beim Auifwärtspassieren des Turms unterteilt werden und in Berührung mit
einer herabfließenden, schwefliges Gas absorbierendem Flüssigkeit gelangen.
Für die sAiwebemde - Verbrennung der Ablauge windi ein' Wiedergewinniungsofen verwendet, in
welchem die Verbrennung^- und Reduktionszone in
einer Kammer mit schwer schmelzbaren "Wandlungen! liegen und dia zweite "VerbrennungsZone
in einer getrenntem wassergekühltem Kammer Hegt,
so daß die gewünschtem Ofenbedingungen leiidhit
aufrechterhalten werden können. Die konzentrierte Ablauge windl beim Eintritt im die erste Verbremnungs-
und Reduiktionszone fein zerstäubt. Der verwendete
Ofen ist hinsichtlich dler Größe, Farm
ίο und dler hiitzeaibsorbieremdlen Oberfläche so bestimmt,
daß er eine nioirmafe Mittieltemperaituir ναι
etwa 982° im -der Verbrennung^- und Redluktionszome
mit einet1 normalen bestimmten Verbireniniungs1-geschwindigkeit
diar Sulfitablauge besitzt1. Die Veirbrennungslufi!
wird zwischen dien beiden Zonen so verteilt, 'daß· die gewünschte stark reduzierende Luft
in der ersten Zorne und die leicht oxydierende Luft in der zweiten Zonie vorhanden ist. Die feimverteilten
Flüsisigkeitistei'ldhieni, die den Verbirennungs!-
bedingungen! der ersten Zone ausgesetzt sind,
duiruhilaufem schnall die aufeinanderfolgenden
Stufen der Entwässerung, der Destillation und der Duirchgangsverbrennung, W1ObCi sie zu, einer
leichten Asche verbrennen, und zwar im wesentliehen in Farm von klieinetii 1 eichten Teilchen und
Flocken; die schwebend ini den Verbrenniungsgasen
geballten uinid' aus dem Ofen durch die Gaisibewegung
entfernt werden.
Der im der Asidhe enthaltene utnverbraonte
Kohlenstoff wind beim.' Durchgang1 duinch die zweite
Verbrennuingsizome verbrannt. Entsprechend! der
Verwendung einer wassergekühlten Kammer in dieser Zorne kann einte normale mittlere Temperatur
von etwa 1065 ° leicht aufrechterhalten werden, wodurch der Einfluß auf die Aschenreaktionsfähigkeit
und die Bildung vom Sdhwefaltrioxydl in dieser
Zone herabgesetzt wird. Die ascheführenden. Gase strömen nach Verlassen der zweiten Verbrennungsikammer
durch einen Hitze absorbierenden und einen Asche abscheidenden Apparat, wie im vorstehenden
besdhiriebani.
Wenn die Flüssigkeit "zu einer leichten, feinverteilten]
Asche im dem aufwärts strömenden Heizgasen in der Verbrenniunigiskammer verbrannt ist,
fällt wenig bzw. überhaupt keine AsAe auf den Boden der Kammer nieder, und im wesentlichen
fließt die gesamte Asche mit den Heizgasen! schnell ab. Alte Flüsisigkeitsteildhen werdem im wesentlichen,
während sie im der Verbrennungskammer
sich befinden, den gleichen Bedingungen unterwarfen, enitisipiredhenidl dem bestimmten Verfahren
und der gleichmäßigen Entfernung1 der Asche. Unter diesen Bedingungen ist die Zeit, während
der die Flüsisigkaitsteildhen und die sidh ergebende
Asche dien Verbreimungstamperatuiren ausgesetzt
sind, ßiehr kurz, unidl eim Totbiremnen wird vermieden.
Im Fig. 3 und 4 ist eim auf Erfahrungen! benuhemder
Wiedergewimnungsöfem dargestelilft, in dem das
beschriebene Verfahren zum Verbrennen der feinverteilten Magnesiumbisulfitablauge erfolgreich
durchgeführt; werdem kann. Der gezeigte Ofen besteht au® hiitzebeständigen Wandlern 60, 61 und 62,
deren umschlossener Raum in eine Reihe verbtimderiiar
Kaimimerm 63, 64, 65 und 66 durch eine
Brückeniwandlung 69, eine TeilungiSiwandbng1 6j und
einen oberem Bogem 68 unterteilt ist. Der Oberteil der Kammer 66 wird dfcurchi die Unterseite des horizontalen
Feiuerrobrkesisielsi 70 abgeschlossen!. Ein
Paar die Flüssigkeit zra Dampf zerstäubende Düsen 71 ist im" Oberteil· dar Wandung 601 angeordnet. Die
Primänluiftzufülhruimgem 72 in der Wanidl oberhalb
der Düsen 71 führem die Luft einer widerstaimdisfähdg'eni
Kappe 73 zu., die die Luft madh unten leitet
und den durch die Dösen· 71 duiroh die Stirnwand
60 zugefüfairten Strömen zerstäubter Flüssigkeit beimengt. Zusätzliche Primärluftziuifühirungen 74
sind auch im luinterem Teil dler Wanidbng 60 vorgesehen
und leiten den Primärluftstrom, über den luftgekühlten Boden 75. Sekundärloftzufüturungen
j6 erstrecken sich vor den Öffnungen y/, die im
Unterteil dar Zwischenwand 67 vorgesehent sind.
Diese Luftzuführunigiem 76 sind entigegengesetzfgeriehtet,
um eine intensive Dwchmischiung dar' Sekumdänluft
mit dem Gasen zu errieichen, die durch
die Öffnungen 77 strömen. Die Heizgase anis dler Kammer 66 überströmiem dem Aschienitriahter178 und
werden dann mach aufwärts gerichtet und' in die Kesselirohre 80 geleitet, die in einem Gaisiaustirittskamin
81 münden. go
In einem Feuerungsgang des' besdhiriebenen
Apparats wurde eine reine Magnesiumbisulfitablauge mit einer Konzentration von 3(2,6° Be bei 17° dien
Düsen 71 mit eimern Druide vom 1,12 kg/cm2 und
einer Temperatur von 77° zugeführt. Das Zerstäuibunigsmittel1
war ein gesättigter Dampf mit eimern Druck von 2,81 kg/cm2. Die Ablauge hatte
einen Festgehalt von 55% mit folgender Analyse: 45% Kohlenstoff, 4,5% Wasserstoff, 4% Schwefel,
13% Asche unid 33,5% Sauerstoff und Stickstoff (mit verändlarlichiem Verhältnis). Der Heizwert der
entwässerten Flüssigkeit betrug 4208 fecal. Die Ab^
lauge wurde den Düsen 71 in einer Menge von 1451 kg/Stdl. zugeführt. Die Verbrennungsluft
wurde den Primärluftdüsen 72 und 74 und den Sekundäriiuftzufuhirdlüsen
76 mit einer Temperaitur
vom 990 zugeführt, und1 die dem Ofen zugeleitete
Gesaimitluftmenge betrug zwischen 103 bis 116%
des theoretischen Luftbedarfs der Verbrennung. 70% der Luft wurde durch, die Düsen 72, 15%
durch die Düsen 74 und! 15% durch die Düsen 76
zugeführt. Im Ofen war ein geringer Unterdruck vorhanden.
Bei dar Behandlung wurde dlie Ablauge duirdh die
Düsen 71 in feinzerstäulbten Strömen nach, unten gerichtet und dim Schweben verbrannt, unidl zwar
während sie sich in einer U-förmigen Flamme dar
Kammer 63 und in der Kammer 64 befindet. Diese
Kammern bildlem die erste Verbrennungs- und Reduktionszone
dler Einheit, und die in ihnen herrsehendem Temperaturen waren die in Fig. 3 eimgezeichnetem.
Die durch, die Rohire 76 ziuigeführte
Luft bewirkte eine weitere Verbrennung von noch unverbranntem etwa vorhandenem Kohlenstoff in
den waisisergefcühiiteni Kammern 65 und 66. Die
Ofentemperaturen in der zweiten durch die
Kammern 65 und 66 gebildeten Verbrennungszone wuirdien in gewünschter Höbe durch eine verhältnismäßig
große wassergekühlte Oberfläche autfrechterhallten, und diese Temperaturen sind die in Filgi. 3
eingezeichneten. Die Dampfpiroduktion betrug1 im
Durchschnitt 2 kg je Kilogramm der verbrannten Ablauge. Die Abgase hatten folgende Durchschnittsanalyse:
17,7% CO2, 2,4%>
O, o,6% SO2. Die Durchschnittsizeit
dbs Durchgangs diudpdhi die Einheit
wurde mit 3 bis 4 Sekunden errechnet.
Die im dieni Ofenigaisieni schwebende Asche wurde
in einem Flieihkraftabscheider abgeschieden, und eine Analyse zeigte einie Reduktion von 93 bis
94,5%, eine Reaktionsfähigkeit; die etwa höher al« die des hiaMdldsübliichetii kaiuisitisidhen Magnesiumoxyds
ist, welches zur Herstellung der ursprünglichem Kochflüssigkeit dient, und einm Kohlenstoffgehalt
zwischen! ο tnnd 0,5%. Die Asche beflamidi
sich hauip'tsiächlich in Farm von leichten Teilchen·
und Flocken, die ein Gewicht von 0,046 bis
0,128 g/cm3 besitzen, welches anwächst, wenn die
Reaktionsfähigkeit abnimmt.
Die wiedergewonnene Asche wind! in ziwei Teile
geteilt. Ein Teil wird im die zuerst zuir Verdämpfung
gelangende Ablauge zurückgeführt, um deren Säuren zu neutralisieren. Durch diesen.
Schritt wird der Verlust von Schwefel' bei dar Verdampfung
vermieden, und die sonst notwendige
Verwandlung von gegen Säure beständigem Matariail
für den Verdampfer isit kaum noch erforderlich.
Der andiere Teil der Asche wirf mit "Wasser in
eine Mischung vor allem aus Magnesiiumotxyd und
suspendierten Verunreinigungen übergeführt. Diese Mischung wird oben in den Absorptionsturm
durch das Rohr 47 (Fig. 2) zugeführt und nach unten durch den Turm im Gegenstrom zu den
Gasen mit verhältnismäßig niedriger Temperatur aus dem Wiedlergewinnungsofeni geführt. Das· Ma,-gniesiiuimoxyd
in der Suspension« verbindet sich mit dem Schwefel dioxyd der Gase und bildet eine Lösung
von Magfaiesiuimsulfit. Die vorgenannte Verbindung
ist eiirae ailkalische Flüisisigkeiit, und ziwar1 mit einem
pjj-Wert von etwa 9,5. Sobald aber eine größer
wendende Menge vom S O2 gebunden wimd, fällt der
pH-Wert sehr schnell. Die Temperatur der den
Turm verlassenden Lösung beträgt etwa 74°.
Bs ist bekannt, daß die gesamte in Lösung befindlich«
und! gebundene SO2-Menge für die
günisitiigsite Wirkungsweise der für die Zellsitoffherstellung
verwendeten Kocher innerhalb gewisser Grenzen gehalten wenden muß1. Das Verhältnis
zwischen den pH-Werten und dem gesamten in
Lösung befindlichen SO2 der Kochsäuira kann annähernd
bestimmt wenden. Es wuirde gefunidjeni, daß
die pn-Weste sich z-u dem Zeitpunkt! 'schnell ändern,
zu .dem dais Magnesiuimocxydl vollständig1 in Lösung
gegangen ist, während sie sich anschließend nur vertiältaiismäßig1 wenig ändern. Es wunde weiter
gefunden, daß die Temperaturänderungen nur eine geringe Wirkung auf die pH-Werte ausüben, bis
hochkonzentrierte Säuren (pH"Warte unter 4,0·) erreicht
werden.
Die Löslichkeit von Galoiuimoxyd (CaO) in ainer
Flüsisigkeit, die Magnesiuimoocyd afe Basd'S und
schweflige Säure 'enthält undl i,i6°/o gebundenes
S O2, ist in der Kurve der Fig. 5 gezeigt. Die ausgezogene
Linie gibt den tbeoiretisch anrechneten
Kuirveniwert wieder, wäihnend! die gestrichelte Linie
die beobachteten Werte angibt. Diese Kurven zeigen, daß die Löslichkeit bis zui einem pjj-Wert
νοαι 5 isiehr gering ist undl dann !darunter naisch anwächst.
Es wuinde gfefundeni, daß ein hoher Gehalt
an gebiuindentem SO2 die Unlöislichkeit begünstigt
unter der Voraussetzung., daß der p^-Wert1 auf der
älkalisidheni Seite von 5 liegt. Es wuirde weiter gefuraiden,
daß Maigniesiuimisiuilfit ira Flüssigkeiten mit
hohem pH-Wort nicht stairk lösHich ist. Vensudhe
halben gezeigt, daß Magnesiumoxid! in Flüsisigkeiteti
mit einem p^-Wert unter φ vollständig lpelieh
ist, daß. jedoch die Löslichkeit oberhalb dieses Punktes geringer wird. Die' einzige Flüssigkeit, in
der Magnesiumsulfit bei Temperaturen über 540 ausgefällt wurde, war eine solche mit einem
pH-Wert von 8,8 mit einem Gesamt-S O2-Gehalt von
i,o8% undl 1,08% gebundenem SO2,
Eintspinedhenid! der Erfindbng wiird der p^-Wert
der Flüssigkeit im Absorptionsturm in den Grenzen gehallten, in deneni das Magnesiuimisuiltfit eine hohe
Löslichkeit besitzt, während das Calaiuimsiulfit und
andere anorganische Verunreinigungen verhältnismäßig unlöslich sind. -Ein vorteilhafter pH-Wert für
die im AJbs'Girptioinsituirm verwendlete FHüssigkeit
liegt zwischen 4 und! 7. Die obere Grenze ist durch die Löslichkeit der Magnesiumverbindungen und
die untere Grenze diuiroh die Löslichkeit der. Calciumverbindungen
bestimmt. Oberhalb dieser Grenze würde einiges Magnesiiumocxyd in Suspension
bleiben und aus der Flüssigkeit durch niachfolgende
Filterung hanauisgezoigen wenden. Unterhalb dieser Grenzen würden einige Verunreiniigungeni in der
Flüssigkeit in Lösung' gehen, urnid damit würde die
Konzentration der Verunreinigungen aniwaichisien.
Der pH-Wert der im Absoirptionsitarm verwendeten
Flüssigkeit wird vorzugsweise durch i°5
Steuerung des Betrages· dar wiedergewonnenen Asche geregelt, die dem Absorptionstanm zuigeführt
wird. Dies wird entweder dadurch anreicht, daßman einen besitimmten Pnoeentsatz Asche in der
zulaufenden Mischung aufrechterhält und die Menge dieser Mischung, die dem. Absoirptionsterm
zugeführt wind!, .regelt, oder dadurch, daß· man den
Proizentsatz Asche in dem Flüssigkeitsgemenge
ändert und die Zufuhr diesesi Gemengesi konstant
hält.
Unter diesen Bedingungen venbleilben im wesientliichen
alte Calcium- und anderen anonganischen Verunreiniiigungen in dem Flüsisigkeitsgerneinge, das
dem S O2-Absorptionstuirm zugeführt -wind^ in der
Flüssigkeit in Suispansiionen, und die Magnesiumverbindungen
gehen sehr schnell in Lösung. Es wunde gefunden, daß· die Löslichkeit von Calcium
in Flüssigkeiten mit Magnesium alls Base nicht 0,7 Teile CaO- auf 100 Teile MgO in irgendeiner
Flüssigkeit überschreitet, die gebundenes' SO2 in
Höhe von 0,75 bis 1,5 besitzt und bei dler das; Ver-
bältnis von Gesamt-S O2 au gebundenem S O2 bei
Temperaturen zwischen 66 bis 82P zwischen 1,1
bis 1,7s liegt. Es wurde ferner gefunden, daß Eisen- und Aluminiuiinoxyd in starkem Maße aitts
allen Flüssigkeiten mit dem vorgenannten Grenzwerten ausgefällt werfen.
Die · Flüssigkeit mit diam angewachsenen
Schwefelgehailt wirf dem Boden dies· AbsorptitinB-turms
durch ein Rohr 48 (Fig. 2) entnommen, während! die reinen Gaisie durch einen Ventilator 49
einer Schoirnsteinreihe zugeführt werfen. Die in
der Flüssigkeit in Suspension befindlichen Verunreinigungen,
welche dien S Og-Albsorptioinisitiuann
verlassen, werden ini einem geeigneten Filter im
wirksamer Weise entfernt, dluirdh das die Flüissigkeit
beim Verlassen des Absorptionsturms fließt. Ebenso werfen irgendwelche Kohlenstoffteilchen
oider andere in der Flüssigkeit befindliche feste Bestandteile entfernt.
Die gereinigte Flüssigkeit wirf einem; Sammelrauim
zugeführt und gelangt von dia aus je nach Bedarf zu dem Kocihsäiuiretanki. Magnesiuimotxydveir'luisite
im System werfen dadurch ausgeglichen, daß man Magnesiumsulfat der Flüssigkeit vor dem
Brennen zusetzt, oder dadurch, daß miani Magnesiumcarboimat
oder -oxydl mit der Asche zuführt. Wenn Sulfat zu diesem Zweck verwendet wirf, so·
wirf hiierfluirdhi auch das Schwefelgleichgewicht
aufrechterhalten. Dais Verbrennen eines kleinen Schwefelbetrages isit jedoch gewölhnlicihi erforderlich,
um das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, und dlas erhaltene Schwefeldiocxyd wirf einem
Absßirptiomistuirm zugeführt, bevor die Sulfitflüssigkeit
dem Kochs<äuretank zugeführt1 wirf. Die erzeugte Sulfitflüssigkeit wirf duirdh die Einfülhirung
von Schwefeldioxyd verstärkt, das im Kocher frei gemacht und zurückgewonnen wirf. Die Kodhsäuire
ist dann fertig, um in einen neuen Kreislauf einzutreten.
Die Verwendung einer Magnesiumbase bedangt
keine Änderung des gewöhnlichen Sulfitkochverfahrens.
Bei der Herstellung einer Tonne Suilfitzellstoffs wird aus dem Holz mindestens die
gleiche Zellstoffmenge gewonnen. Gleichzeitig1 verbleiben
90 kg Schwefel mit 1361kg der Base, wenn
man1 Caloiuimcarboniat zugrunde legt, in der Lösung,
während sie normal verlorengehen. Durch das beschriebene Verfahren wirf ein hoher Prozeniteatz
sowohl des Schwefels als auch' der Base unmittelbar
für dia Wiederverwendung im ZellstafMiersitellungsiverfahreni
zurückgewonnen. Die Verbrennung der arganisidhen Bestandteile der zurückbleibenden
Flüssigkeit bat eine Dampferzeugung zur Folge, die wesentlich größer ist als das ZeIl-Stoffherstellungsverfahren
und die einzelne Zurüictogfewinnungssichritte
erfordern. M-an hat gfe^-
funden, daß der auf Magnesiumibasiis hergestellte
Zellstoff gleich und in einiger Hinisiicht besser ist
als SulfiteellstotB: auf Calciumibasis, und zwar bei
Herstellung auis den gleichen Hölzern. Mit Rücksicht
auf das« gleiche Verhältniisi das GesaimtschwefeldiioKyds
zum gebunidenen Schwefeldioxyd in der Kocbnüsisiigkeit hat der Zellstoff aiuf Magnesiumbasiis
eine etwas bessere Farbe und erfordert geringere Mengen an1 Bleichmitteln. Dieses! Verfahren
bietet wesentliche wirtschaftliche Vorteile und enthält zusätzlich eine vollkommene Lösung
des Problems der Verwendung der Sulfitalblauge.
Claims (6)
1. Verfahren zur Herstellung von Zellstoff durch Auslaugen von Zellulosefasermateriail in
einer verhältnismäßig reimen Magnesiucm.-bisiuilfit-Kochflüstsiigkeiit,
dädarch gekennzeichnet, daß die Ablauge entwässert wirf, die
brennbaren organischem Bestandteile in einer
Verbirenoungsizone unter sich selbst aufrechterhaltenden
Bedingungen verbrannt werden und der trockene Aschenrückstanid, der einien hohen
Prozentsatz an kaustischem Magniesiurnoxyd
enitäiiält, im wesentlichen vollständig in den gasförmigen
Verbrennungsp'rodukteni sAwebend, in solch kurzer Zeit aus der Verbrenniungszone
entfernt wirf:, daß die Verweilzeit der' Asche in der Verbirennuings'zonie nichit zu einem: Totbifennen
des Magnesiuimoxydsi in der Asche führt, worauf das Magnesiumoxyd mit Schwefeldioxyd
enthaltenden Gasen wieder zu Kochsiäure verarbeitet unidl im Kreislauf wiederholt
zui neuen Kochungen gebraucht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dlaß' die Ablauge konzentriert und in feinrvertailter Farm in die Verbirenmungszone
gespirüht wird und hier sAwebend bei einer Temperatur verbrannt wird, die unter1 der
Schmelzitamperat'uir der nicht brennbaren Bestandteile
der Flüssigkeit liegt.
3. Verfahren nach' Anspruch 1 und! 2, dadurch gekennzeichnet, daß die konzentrierte Ablauge
in einen Wiedergewinnungtsofem gesprüht und,
darin suspendiert, unter einer Temperatur von 9820 verbrannt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dlaß. die brennbaren organischen Bestandteile der Ablauge suspendiert in einer
Zone verbrannt werden, von dar der gewonnene trockene Asitfhenrücfcstand kontinuierlich scfawe- no
bend durch eine zweite Verbrenniungszone geleitet wird, wobei die Zufuhr der Verbrennungsluft
so auf die beiden Zonen verteilt wird, daß in der ersten Zone eine reduzierende und in der
zweiten Zone eine leicht oxydierende Atmo-Sphäre aufrechterhalltem wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß· Calciumverbindungen und
andere Verunreinigungen 'des Asichenrückstandes
dadurch entfernt werdeni, daß eine die
Asdhenrüdcsitände enthaltende alkalische Flüssigkeit
im1 Kontakt mit Schwafeldioxyd enthaltendetii
Gasen durch eine Gasabsioirptiomskammer bei einem pH-Wert der Flüssigkeit
geleitet wirf, bed dem die Magnesduimverbinr
düngen dar Flüssigkeit hodhlöslieh und! die
Calciumverbindungen verfaäiltMiislmäßig1 tunlöstidti
sind, so daß dlie ualöisiidhen! Bestandteile beim
Verlassen >der Kammer amis 'der Flüssigkeit
ausgeschieden wenden können.
6. Verfahren nach Anspruch ι bis 5.,dlaidurdh
giekennizeiclhiniet, daß der pß-Wea* dler1 in die
Gaisiabsioirptiorokammer einitretemdettii Fliüiseigfceit
in Übereinstimmung miit dem pH-Wert der die
Kammer verlassenden Flüiasigkeit liegt 'und <Jaü
er für die in dar Kammer befindliche Filiissdgkeit
zwischen 4 und 7 beträgt.
Amgezogenie Dmdflsdhirifiüeini:
Deuitsdhe Patentis>cbrift Nn 302 472;
britische Paitientsdhiriffc Nr. 2872 vom Jahre 1891;
USA.-Pa.tienftisicibrifiten Nr. 1605929, 12116638;
Journal für praktische Gfaemiie, nieoe Folge,
Bd. 100, Jahrg. 1919/1920, S. 116 und 117.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
© 5443 9.53
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US186938A US2285876A (en) | 1938-01-26 | 1938-01-26 | Waste sulphite liquor recovery |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE892111C true DE892111C (de) | 1953-10-05 |
Family
ID=32965210
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DET430A Expired DE892111C (de) | 1938-01-26 | 1939-01-27 | Verfahren zur Herstellung von Zellstoff durch Auslaugen von Zellulosefasermaterial in einer verhaeltnismaessig reinen Magnesiumbisulfit-Kochfluessigkeit |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (2) | US2285876A (de) |
| DE (1) | DE892111C (de) |
Cited By (2)
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1939
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| US2285876A (en) | 1942-06-09 |
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