DE89081C - - Google Patents

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DE89081C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42CBOOKBINDING
    • B42C7/00Manufacturing bookbinding cases or covers of books or loose-leaf binders
    • B42C7/007Reinforcing corners of covers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \<
KLASSE 11: Buchbinderei.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Maschine, mittels welcher die Ecken von Büchereinbanddecken, Mappen u. s. w. mit einem Metallbesatz versehen werden können. Das auf einer Rolle ■ in Form eines Metallbandes aufgerollte Besatzmaterial wird zunächst zwischen zwei Walzen mit Ausschnitten entsprechend der Eckenform versehen und zwecks besseren Anhaftens an der betreffenden Einbandbezw. Mappenecke stellenweise gerauht. Hierauf wird das so vorbereitete Besatzmaterial durch die erwähnten Walzen so weit unter eine mit Einzelstempeln versehene Presse geschoben, dafs der letzte zu einem Eckenbesatz bestimmte Theil des Besatzbandes gerade über die mit Besatz zu versehende Ecke einer Bucheinbanddecke, welche letztere auf dem Prefstisch aufliegt, zu liegen kommt. Beim Niedergang der Prefsstempel wird der letzte Theil des Besatzbandes abgeschnitten und die vorstehenden Theile des Besatzstückes nach abwärts gebogen, worauf diese abwärts gebogenen Besatztheile durch eine geeignete Vorrichtung auf die Rückseite der betreffenden Ecke umgebogen und fest an die Rückseite angeprefst werden, so dafs die gerauhten Stellen des Besatzmaterials in die Decken eindringen und dadurch ein gutes Anhaften des Besatzes sichern.
Auf beiliegender Zeichnung ist eine derartige Maschine durch die Fig. 1 bis 7 dargestellt.
Fig. 8 stellt das Besatzband für eine scharfe Ecke und Fig. 9 eine mit Besatz versehene scharfe Ecke auf Ober- und Unterseite dar.
An dem Schlitten a, welcher in verticaler Richtung verschiebbar am Maschinengestell b angeordnet ist und theilweise als Prefsstempel bezw. Prefsstempelführung dient, sind zwei Walzen c und d gelagert, von denen die eine c am Umfange mit prismatischen Erhöhungen c1 von dreieckigem Querschnitt und mit Stiften c2 versehen ist (Fig. 2 und 5), welche beim Rollen der Walzen auf einander in entsprechende, am Umfange der Walze d angebrachte Vertiefungen eingreifen. Die Walzen c und d haben den Zweck, das auf der Rolle e in Form eines Metallbandes befindliche Besatzmaterial beim Passiren zwischen den Walzen an dem einen Rande mit dreieckigen Ausschnitten zu versehen und behufs Erlangung einer rauhen Unterseite es stellenweise zu durchlochen und dann über die betreffende, mit einem Metallbesatz zu versehende Ecke zu bringen, wobei das Metallband sowohl vor als hinter den Walzen in den Führungen e1 und e2 geführt wird.
Die Drehung der Walze c erfolgt durch einen im Maschinengestell b geführten, mit einer Rolle f1 versehenen Schlitten g (Fig. 6), welcher bei entsprechender Drehung der Curvenscheibe h infolge Gleitens der Rolle fl in der Curve ι der Curvenscheibe eine in verticaler Richtung hin- und hergehende Bewegung erhält, wobei die Drehung der Curvenscheibe h um einen am Schlitten α befestigten Zapfen h1 durch die Stange i und den Handhebel k bewirkt werden kann.
Der Schlitten α dient ferner den beiden Prefsstempeln / und m als Führung (Fig. 4 und 5), welche Stempel den Zweck haben, die über die betreffenden Bucheinband- bezw.
Mappeneckenkanten überstehenden Theile des Besatzstückes (Fig. 8) nach abwärts zu biegen.
Der zwischen diesen Einzelstempeln / und m befindliche Theil a1 hat dreieckigen Querschnitt und dient als Hauptprefsstempel. Sobald das Besatzband mittels der Walzen c und d genügend weit über die mit Besatz zu versehende Ecke vorgeschoben worden ist, senkt sich beim Weiterdrehen der Curvenscheibe h mittels Handhebels k der Schlitten α sammt den Walzen c und d und den Führungen e1 und e2, und wird hierbei durch den Hauptstempel a1 der entsprechende Theil des Besatzstückes fest auf die betreffende Deckenecke geprefst, so dafs die durch die Lochung entstandenen Zacken in das Deckenmaterial eindringen.
Das Senken bezw. Hinunterpressen des Schlittens α erfolgt beim Weiterdrehen der Curvenscheibe h infolge Gleitens der am Maschinengestell b befestigten Rolle f'2 in der Curve 2 der Curvenscheibe h.
Befindet sich der Schlitten a in seiner tiefsten Stellung, in welcher Stellung er so lange verbleibt , bis die betreffende Ecke mit einem Metallbesatz versehen ist, so legt sich das Besatzband auf eine geeignet geformte Auflage n, woselbst es beim Abwärtsbewegen des Stempels in durch ein an ihm angebrachtes Messer n1 abgeschnitten wird, und zwar gerade in der Mitte des letzten dreieckigen Ausschnittes. Der abgetrennte Bandtheil hat hierbei genau die für einen Eckenbesatz erforderliche Gröfse. Mit dem Stempel m bewegt sich auch der Stempel / nach abwärts und bewirken hierbei beide Stempel ein Abwärtsbiegen der über die Eckenkanten der Decken vorstehenden Theile des Besatzstückes.
Das Abwärtsbewegen der Stempel / und m erfolgt durch das Weiterdrehen der Curvenscheibe h infolge Gleitens der Rollen fs undy4 in den Curven 3 und 4 der Curvenscheibe /;, wobei die Rolle f3 am Stempel / und die Rolle y4 am Stempel m drehbar befestigt ist.
In dem Tisch ο, auf welchem die mit Besatzecken zu versehende Bucheinband- bezw. Mappendecke gelegt wird, befindet sich ein horizontal verschiebbarer, unter Federdruck stehender, die eigentliche Ecke des Tisches bildender Theil o1, über dessen die Ecke bildenden Kanten die durch die Stempel / und m nach abwärts gebogenen Besatztheile hinunterreichen. Wird nun, nachdem die Stempel / und m das Abwärtsbiegen des Besatzmaterials über die in der Tischecke zusammenstofsenden Kanten des Theiles o1 besorgt haben, der Handhebel k weiter bewegt, so drückt ein am Handhebel angebrachter Vorsprung k1 auf den Arm ρ eines zweiarmigen Hebels ppl und hebt dadurch den auf dem Arm pl aufruhenden Umbieger q in die Höhe.
Der obere Theil dieses Umbiegers q ist mit einem dreieckigen Ausschnitt versehen, entsprechend der Eckenform des verschiebbaren Tischtheiles o1.
Beim Aufwärtsbewegen des Umbiegers q legen sich die Kanten des Ausschnittes an die über die Eckenkanten der Buchecke herabhängenden Besatztheile an und biegen diese letzteren beim Weiterbewegen des Handhebels k bezw. bei der Bewegung des Umbiegerobertheiles in der Pfeilrichtung (Fig. 2) unter gleichzeitiger Verschiebung des Tischtheiles o1 in derselben Richtung um die nun freiliegenden Seitenkanten der betreffenden Bucheinbandecke auf deren Rückseite um, wobei gleichzeitig durch den Obertheil des Umbiegers die umgebogenen Theile fest auf die Eckenrückseite geprefst werden.
Die Bewegung des Umbiegerobertheiles in der erwähnten Pfeilrichtung wird hierbei durch das Gleiten des entsprechend geformten Umbiegeruntertheiles längs der Führung r und der Rolle r1 bewirkt, während die entgegengesetzte Bewegung des Umbiegerobertheiles und die Abwärtsbewegung des Umbiegers q durch je eine entsprechend angebrachte Feder bewirkt wird.
Sobald die für die Eckrückseite bestimmten Besatztheile auf erstere aufgeprefst sind, läfst man den Handhebel k los und die Curvenscheibe h dreht sich infolge der Wirkung der Feder s in ihre Anfangsstellung zurück und bringt dadurch den Schlitten a, die beiden Stempel c und d und den Schlitten g in die Anfangslage zurück, worauf eine weitere Ecke mit Besatz versehen werden kann.
Bei Eckenbesatzmaschinen, welche speciell für scharfe Ecken bestimmt sind, ist es vortheilhaft, noch eine Vorrichtung anzubringen, welche das Besatzmaterial auch um die äufserste Spitze der Ecke umbiegt; es wird hierzu zweckmäfsig folgende Einrichtung angewendet.
An dem Schlitten α ist in einer in verticaler' Richtung verschiebbar angebrachten Platte t ein unter Federdruck stehender zweiarmiger Hebel uul angeordnet (Fig. 1, 3 und 4), dessen hakenförmiger Arm μ1, nachdem die über die mit Besatz zu versehende Ecke vorstehenden Besatztheile durch die Stempel / und m nach abwärts gebogen worden sind, hart an der Eckenspitze vorbeibewegt wird und dadurch den äufsersten, über die Eckenspitze vorstehenden Theil des Besatzmaterials um die Eckenspitze umbiegt. Die Bewegung des Hebels mm1 erfolgt hierbei beim Drehen der Curvenscheibe h infolge Gleitens einer an dieser angebrachten Erhöhung ν über den Arm u des Hebels u u1.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Maschine zur Befestigung von Metallschutzecken an Bucheinbanddecken, Mappen
    und dergl., dadurch gekennzeichnet, dafs das auf einer Rolle aufgewickelte Metallband von zwei durch ein Schaltwerk in Umdrehung versetzten Walzen (c und d) mit der Eckenform entsprechenden Ausschnitten versehen, zwecks besseren Anhaftens stellenweise gerauht und über die mit der Schutzecke zu versehende Bucheinbandecke geschoben wird, so dafs beim Niedergange der Prefsstempel (a1, m und I) zuerst durch den Stempel (a1) der mittlere Theil der Schutzecke fest auf den entsprechenden Theil der Einbandecke geprefst wird, dann durch die Stempel (m und I) die über die Kanten der betreffenden Einbandecke vorstehenden Theile der Schutzecke nach abwärts gebogen werden, nachdem zuvor durch ein mit dem Stempel (m) verbundenes Messer (n1) das für eine Schutzecke bestimmte Stück von dem Metallband abgetrennt worden ist, worauf die abwärts gebogenen Theile der Schutzecke durch einen Umbieger (q) auf die Rückseite der betreffenden Ecke umgebogen und fest angeprefst werden, wobei sowohl die Bethätigung des Walzenschaltwerkes, als auch diejenige der Einzelstempel und der Umbiegevorrichtung von einem einzigen Handhebel (k) aus erfolgt.
    Eine Ausführungsform der durch Anspruch ι geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet , dafs das Schaltwerk für die Walzen (c und d) der Schlitten (a) und die Stempel (I und m) durch eine mit mehreren Curven versehene Curvenscheibe (h) mit Hülfe eines Handhebels (k) bethätigt werden.
    Eine Ausführungsform der durch Anspruch 1 geschützten Maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs das Umbiegen der betreffenden Theile der Schutzecke auf die Rückseite der Bucheinbandecke durch einen entsprechend geformten, längs der Führung (r) und der Rolle (r1) aufwärts bewegbaren Umbieger (q) erfolgt, dessen Obertheil der Eckenform entsprechend ausgeschnitten ist, in Verbindung mit einem durch den Umbiegerobertheil verschiebbaren Tischtheil (o1), wobei die Bethätigung des Umbiegers durch den Handhebel (k) mit Hülfe eines an ihm befindlichen Vorspr.unges (k1) und den Hebel fpp1) bewirkt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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