DE890643C - Verfahren zur Herstellung von Pinakon - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von PinakonInfo
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- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07B—GENERAL METHODS OF ORGANIC CHEMISTRY; APPARATUS THEREFOR
- C07B61/00—Other general methods
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B3/00—Electrolytic production of organic compounds
- C25B3/20—Processes
- C25B3/25—Reduction
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
Es ist bekannt, daß die Reduktion von Aceton mit Alkaliamalgam sowohl zu Pinakon als auch zu Isopropylalkohol
führt, wobei letzterer im allgemeinen die Hauptmenge des Endproduktes darstellt. Es besteht
daher zunächst das Problem, die Reduktion so zu leiten, daß Pinakon als wesentliches Reduktionsprodukt entsteht, zumal Pinakon ein wichtiges
Zwischenprodukt für organische Synthesen darstellt. Es besteht ferner das Problem, die Reduktion möglichst
wirtschaftlich, d. h. mit einer guten Wasserstoffausbeute zu führen und möglichst so zu gestalten,
daß sie auch kontinuierlich durchgeführt werden kann. Bei den bekannten Verfahren konnten diese Forderungen
nicht in technisch befriedigender Weise gleichzeitig erfüllt werden.
Es wurde nun gefunden, daß die gestellte Aufgabe in einfacher Weise dadurch gelöst werden kann, daß
man die Reduktion in einer Zersetzerzelle für Alkaliamalgam der Chloralkalielektrolyse durchführt, wobei
das Amalgam aus einer Amalgamzelle üblicher Art geliefert und der Strom so geführt wird, daß das
Amalgam in der Zersetzerzelle Anode und in der Amalgamzelle Kathode ist. Die beschriebene Schaltung
von Amalgamzelle und Zersetzerzelle ist bereits in dem sogenannten Castner-Kellner-Verfahren
für die Erzeugung von Natronlauge angewandt worden. Bei vorliegender Arbeitsweise befindet sich nun in der
Zersetzerzelle zusätzlich das zu reduzierende Aceton. Im übrigen kann hinsichtlich der Einzelheiten auf das
bekannte Castner-Kellner-Verfahren sowie auf die
ähnlich arbeitende Solvay-Zelle verwiesen werden.
Beispielsweise muß man auch bei der Arbeitsweise gemäß Erfindung dafür Sorge tragen, daß der in der
Amalgamzelle normalerweise auftretende Stromverlust in der Zersetzerzelle durch einen Widerstand ausgeglichen
wird, der der Zersetzerzelle parallel geschaltet ist. Das grundsätzlich Neue des Verfahrens gemäß
Erfindung gegenüber dem Castner-Kellner-Verfahren besteht mithin darin, daß der bei der Zersetzung des
ίο Amalgams entstehende Wasserstoff nicht als solcher
entweicht, sondern unmittelbar zur Reduktion einer chemischen Verbindung ausgenutzt wird. Als besonderer
technischer Effekt ist noch zu erwähnen, daß die Reduktion von Aceton in der beschriebenen Anordnung
vorwiegend zum Pinakon führt.
Als Kathode in der Zersetzerzelle kann beispielsweise Graphit angewandt werden.
Die beschriebene Arbeitsweise kann in einfacher Weise kontinuierlich gestaltet werden, indem man das
Quecksilber zwischen der Zersetzerzelle und der Amalgamzelle zirkulieren läßt und durch die Zersetzerzelle
kontinuierlich eine wäßrige Acetonlösung hindurchführt.
In die beschriebene Zersetzerzelle, in der das Amalgam
einer Kathode aus Graphit gegenübersteht, wird ein Gemisch von 1 Teil Aceton, 3 Teilen Wasser und
0,1 Teil Ätznatron eingefüllt. Das Amalgam befindet sich im Kreislauf zwischen Zersetzerzelle und Amalgamzelle.
Sobald die Natronlauge das spezifische Gewicht von 1,15 bis 1,20 erreicht hat, wird abgebrochen,
die Acetonschicht von der Natronlauge abgetrennt und das Pinakon durch Destillation gewonnen. Auf
ι Teil Pinakon erhält man nur 0,26 Teile Isopropylalkohol
als Nebenprodukt. Die Wasserstoffausbeute beträgt 80 %.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH:Verfahren zur Herstellung von Pinakon durch Reduktion einer wäßrigen Acetonlösung, dadurch gekennzeichnet, daß die Reduktion in einer Alkaliamalgamzersetzerzelle der Chloralkalielektrolyse nach dem sogenannten Quecksilberverfahren unter Durchleiten eines elektrischen Stromes, wobei das Alkaliamalgam Anode ist, durchgeführt wird.1 5427 9.53
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE890643C true DE890643C (de) | 1953-08-13 |
Family
ID=580790
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT890643D Expired DE890643C (de) | Verfahren zur Herstellung von Pinakon |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE890643C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4163865A (en) * | 1977-04-22 | 1979-08-07 | Bayer Aktiengesellschaft | Process for the preparation of pinacols |
-
0
- DE DENDAT890643D patent/DE890643C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4163865A (en) * | 1977-04-22 | 1979-08-07 | Bayer Aktiengesellschaft | Process for the preparation of pinacols |
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