DE890215C - Kontaktsystem - Google Patents

Kontaktsystem

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Publication number
DE890215C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
contact
arrangement according
contact piece
base
bar
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Expired
Application number
DES24267A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Duffing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES24267A priority Critical patent/DE890215C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE890215C publication Critical patent/DE890215C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • H—ELECTRICITY
    • H01—ELECTRIC ELEMENTS
    • H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H1/00—Contacts
    • H01H1/50—Means for increasing contact pressure, preventing vibration of contacts, holding contacts together after engagement, or biasing contacts to the open position

Landscapes

  • Electromagnets (AREA)

Description

  • Kontaktsystem Es sind Kontaktsysteme mit einem beweglichen Kontaktstück und einem feststehenden federnden Gegenkontaktstück bekannt. Bei derartigen Kontaktsystemen ist der Kontaktdruck proportional der Federung. Das hat den Nachteil, daß die Masse des Gegenkontaktstückes um so größer wird, je größer der Kontaktdruck bei angezogenem Anker gewünscht wird. Außerdem können hierbei leicht Prellungen auftreten.
  • Die Erfindung vermeidet diese Schwierigkeiten. Gemäß der Erfindung besteht das Gegenkontaktstück aus einem Balken, der tangential an einer Unterlage befestigt ist, und es ist mindestens einer der beiden Teile gekrümmt, so daß sich während der Kontaktgabe der Balken an die Unterlage anschmiegt. Dadurch kann man die Kontaktkraft ohne Vergrößerung der Balkenmasse beliebig steigern. Eine Grenze dieser Kraft ist lediglich durch die Festigkeit der Unterlage gegeben. Außerdem kann man z. B. durch entsprechende Bemessung der Arbeit, welche der Balken bei seiner Anschmiegung an die feste Unterlage aufnimmt, erreichen, daß praktisch keine Prellungen auftreten. Man muß dann die Arbeit, die zum vollständigen Anschmiegen des Kontaktstückes an die Unterlage notwendig ist, gleich oder größer machen als die kinetische Energie des beweglichen Kontaktstückes.
  • Es ist dabei nicht erforderlich, daß die Anschmiegung während des ganzen Teiles der Kontaktbewegung erfolgt, sondern es genügt, wenn auf der letzten Wegstrecke sich der Balken an die Unterlage anschmiegt. Vorteilhaft ist es aber, daß auf dem ganzen Kontaktweg eine solche Anschmiegung stattfindet. Dies kann man dadurch erreichen, daß die Krümmung entsprechend gewählt wird. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise die Krümmung des Balkens oder der Unterlage so wählen, daß vom Berührungspunkt beider die Krümmung stetig zunimmt. Man kann aber auch die Krümmung konstant lassen und dafür dem Balken eine solche Vorspannung geben, daß von der Kontaktgabe an eine stetige Anschmiegung erfolgt. Das hat den großen Vorteil, daß bereits bei der ersten Kontaktberührung eine so große Kontaktkraft vorhanden ist, daß schon bei Beginn der Kontaktberührung ein sicherer Kontakt gewährleistet ist und keine Prellung stattfindet.
  • Wenn man die Krümmung konstant -- läßt, also die Unterlage oder den Balken als Zylinderfläche ausbildet, erhält der Balken zweckmäßig ein konstantes Trägheitsmoment auf seiner Länge; d. h. er besitzt beispielsweise überall den gleichen Querschnitt. Um vom Beginn der Kontaktgabe eine stetig fortschreitende Anschmiegung des Kontaktstückes an die Unterlage zu erreichen, muß man die Vorspannung gleich zwei Drittel der gesamtmöglichen Durchbiegung ges $alkens machen.
  • Während bei den bekannten Kontaktsystemen der gesamte Strom über das gut leitende Gegenkontaktstück geführt werden muß, kann man bei der Anordnung nach der Erfindung die Unterlage auch aus gut leitendem Material machen, so daß nach der Anschmiegung der Strom nicht den ganzen Balken mehr durchlaufen muß, sondern von der Anschmiegungsstelle quer durch den Balken zum beweglichen Kontaktstück fließt; dadurch wird eine starke Erwärmung des Balkens vermieden, so daß er nicht mehr mit Rücksicht auf den Dauerstrom bemessen werden muß.
  • In der Zeichnung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt.
  • In Fig. i ist mit i das bewegliche Kontaktstück bezeichnet, das unten eine Auflage 2 aus gut leitendem Material, z. B. Silber, besitzt. Das Schaltstück wird von einem Elektromagneten 3 entgegen der Wirkung einer Feder 4 gehalten. Wird der Elektromagnet entregt, so wird durch die Kraft der Feder das Schaltstück nach unten bewegt. Die feststehenden Gegenkontaktstücke bestehen aus zwei Balken-5 und zwei Unterlagen 6. Die Unterlage ist kreisförmig gekrümmt, während der Balken, solange er von dem beweglichen Kontaktstück nicht. berührt wird, eben ist. Er besitzt gleichen Querschnitt auf seiner ganzen Länge. An seinem Ende ist jeder Balken 5 tangential an der Unterlage mit Hilfe einer Schraube 7 befestigt.
  • Wird der Elektromagnet entregt, so wird das bewegliche Schaltstück unter der Einwirkung der Feder 4 auf die Gegenschaltstücke 5 gedrückt. Nach einer bestimmten Durchbiegung wird sich der Balken an die Unterlage stetig anschmiegen, so daß der Punkt, in welchem der Balken die Unterlage mit Kraft berührt, vom Punkt A bis zum Punkt B sich während der Kontaktbewegung stetig verschiebt. Dadurch steigt die Gegenkraft und damit der Kontaktdruck stärker als proportional an. Die Unterlage 6 wird in ihren Abmessungen so gewählt, daß sie alle Beanspruchungen ohne nennenswerte Formänderung aushält. Macht man die Unterlage auch aus gut leitendem Material, so sieht man, daß nach vollendeter Kontaktbewegung der Strom vom beweglichen Kontaktstück i quer durch das feststehende Kontaktstück 5 über den Berührungspunkt B zur Unterlage 6 geht.
  • Wie bereits erwähnt, wird man die Durchbiegungsarbeit des Balkens 5 von der dargestellten Lage bis zur vollständigen Anschmiegung gleich oder größer wählen, als der kinetischen =Energie des beweglichen Kontaktstückes entspricht, so daß am Ende der Kontaktbewegung diese kinetische Energie vollständig in Formänderung des Kontaktstückes 5 umgewandelt ist, wenn der Berührungspunkt B erreicht ist.
  • Um auch bereits bei Beginn der Kontaktberührung einen sicheren Kontakt zu erhalten, kann man dem Balken eine Vorspannung geben. Dies ist in Fig. 2 dargestellt. Soweit die Teile mit denen der Fig. i übereinstimmen, sind die gleichen Bezugszeichen gewählt. Es sind noch Stellschrauben 8 vorgesehen, durch welche der Balken so weit vorgespannt wird, daß bei Beginn der Kontaktberührung bereits eine große Gegenkraft vorhanden ist. Auch hier wird man :die Bemessung so treffen, daß die Durchbiegungsarbeit, die von der dargestellten Lage bis zum vollständigen Anschmiegen des Kontaktstückes an die Unterlage 6 erforderlich ist, gleich oder größer ist als die kinetische Energie des beweglichen Kontaktstückes.
  • Statt die Unterlage mit einer Krümmung zu versehen, kann man sie auch eben ausführen und dafür den Balken krümmen, wie es in Fig. 3 dargestellt ist. Außerdem kann man, wenn erwünscht, noch dem Balken eine Vorspannung geben.
  • Unter Verbindung zwischen Balken und Unterlage ist nicht nur eine Schraubverbindung zu verstehen, sondern jegliche Verbindung zwischen beiden. Ein Ausführungsbeispiel für eine andere als eine Schraubverbindung zeigt Fig. 4. Hier liegt auf der Unterlage der ebene Balken 5 in der Mitte tangential auf. Es ist mit 9 ein fester Anschlag und mit 8 die Stellschraube bezeichnet, durch welche die Vorspannung eingestellt wird. Schraube und Anschlag dienen gleichzeitig zur Befestigung des Balkens auf der Unterlage.
  • Es ist auch möglich, beiden Teilen eine Krümmung zu geben.
  • Um zu vermeiden, daß am Ende der Kontaktbewegung ein Zurückprellen des Ankers eintritt, kann man die kinetische Energie des Ankers durch eine Dämpfungsvorrichtung aufzehren, so daß die Durchbiegung des Balkens nur durch die statische Kraft der Feder q. bewirkt wird. Die Dämpfüngsvorrichtung kann in einer Masse bestehen, auf welche die kinetische Energie des Ankers durch Stoß übertragen wird und die diese kinetische Energie z. B. durch Reibung vernichtet. Zu diesem Zweck kann man beispielsweise, wie in Fig. 5 dargestellt, eine Masse io, die durch eine Feder i2 gegen die Unterlage 6. gepreßt wird, vorsehen, die während der Kontaktbewegung die kinetische Energie des beweglichen Kontaktstückes i durch Reibung verzehrt. Die Durchbiegung des Balkens 5 erfolgt dann lediglich durch statische Kraft der Feder q.. Eine kleine Feder i i kann die Masse nach Entregung des Elektromagneten 3 wieder in die dargestellte Lage bringen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Kontaktsystem mit einem beweglichen Kontaktstück und einem Gegenkontaktstück, dadurch gekennzeichnet, daß das Gegenkontaktstück aus einemBallren besteht, der.tangential an einer Unterlage befestigt ist, und daß mindestens einer der beiden Teile gekrümmt ist, so daß sich bei der Kontaktgabe der Balken an die Unterlage anschmiegt.
  2. 2. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballren gleiches Trägheitsmoment längs seiner Länge besitzt und daß die Krümmung konstant ist.
  3. 3. Anordnung nach Anspruch a, dadurch gekennzeichnet, daß der Ballren gleichen Querschnitt längs seiner Länge besitzt. q..
  4. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Balken vorgespannt ist.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch q., dadurch gekennzeichnet, daß der Balken so weit vorgespannt ist, daß vom Beginn der Kontaktberührung an sich der Balken stetig an die Unterlage anschmiegt.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeit der elastischen Formänderung von der Ruhelage des Ballrens bis zur vollständigen Anschmiegung gleich oder größer ist als die kinetische Energie des beweglichen Schaltstückes.
  7. 7. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterlage aus gut leitendem Material besteht. B. Anordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die kinetische Energie des beweglichen Kontaktstückes mit Hilfe eines Stoßes auf eine Masse übertragen wird, die diese durch Reibung od. dgl. verzehrt.
DES24267A 1951-08-02 1951-08-03 Kontaktsystem Expired DE890215C (de)

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DES24267A DE890215C (de) 1951-08-02 1951-08-03 Kontaktsystem

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DE307760X 1951-08-02
DES24267A DE890215C (de) 1951-08-02 1951-08-03 Kontaktsystem

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DE890215C true DE890215C (de) 1953-09-17

Family

ID=25790339

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