DE888C - Backofenlampe - Google Patents

Backofenlampe

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    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21—LIGHTING
    • F21V—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21V37/00—Details of lighting devices employing combustion as light source, not otherwise provided for
    • F21V37/0004—Details of lighting devices employing combustion as light source, not otherwise provided for using liquid fuel
    • F21V37/0058—Reflectors, cover glasses, chimneys; Smoke-removing devices; Preheaters
    • F21V37/0062—Reflectors
    • F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21—LIGHTING
    • F21V—FUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21V7/00—Reflectors for light sources

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)

Description

1877.
Klasse 4.
ROBERT REISSMANN in ZAUKERODA bei DRESDEN^ Backofenlampe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. September 1877 ab.
: Das Licht einer Lampe durch einen sphärischen Hohlspiegel zu sammeln und dasselbe nach einer Richtung zu reflectiren, ist schon längst bekannt und angewendet worden; auch im Geschäft der Lampenbeleuchtung ist diese Erfindung seit der ersten Verwendung durch den berühmten Lampen-Techniker Argand 1786 zu Paris vielfach im Gebrauch, besonders dient sie zu der Beleuchtung eines Arbeitsplatzes; n-ur beim Backen hat eine mit dem parabolischen Spiegel ausgestattete Lampe noch keine Anwendung erhalten, obgleich ein jeder Bäcker zum Backen von Brod ununterbrochen Licht im Ofen selber bedarf, indem er den Fortschritt des Backens hier beobachten mufs. Dies findet seine Erklärung in der Gestalt des Backofenraumes.
Die Bäcker sind bisher auf den Gebrauch einer gewöhnlichen OeI- oder ' Petroleumlampe mit Flachdocht und Brennerkappe, aber ohne Zugglas und jeden Reflector beschränkt gewesen. Wie sehr eine solche Lampe bei ihrer Verwendung störend für die Aufmerksamkeit während der Arbeit und wie wenig sie ihre Aufgabe erfüllt, sieht man an der häufigen Anwendung von sogenannten »Lichtfeuern«, welche das Lampenlicht unterstützen oder ersetzen müssen.
Der Hauptgrund für die Nichtanwendung einer Lampe mit Zugglas und Reflector zur Beleuchtung des Innern des Backofens bildet aber die Construction des Backofenraumes.
Ein niedriges Gewölbe überdeckt diesen Raum, dessen Grundgestalt gewöhnlich der Eilinie entspricht; an einer Seite ist eine schmale, niedrige Oeffnung für das Einbringen der Backwaare angebracht, aufser derselben sind noch einige kleinere Oeffnungen für die sogenannten Lichtfeuer vorhanden; die Entfernung des Gewölbescheitels beträgt höchstens einen halben Meter, und die Höhe der Einbringeöffnung mifst gewöhnlich 12 cm bei einer Breite der Oeffnung von einigen 60 cm. Die Tiefe und Breite des Backofenraumes beträgt 2 bis 3 m.
Ein Raum von dieser Form soll nun durch die verhältnifsmäfsig kleine Oeffnung erleuchtet werden. Es liegt auf der Hand, dafs dies nur genügend mit Hülfe einer mit einem besonders geformten Reflector ausgerüsteten Lampe bewerkstelligt werden kann.
Von den im Lampenwesen bekannten sphärischen Spiegeln ist der parabolische, der hyperbolische und der nach der Oberfläche einer Kugel gekrümmte Hohlspiegel nicht zweckentsprechend. Durch sie wird nicht der ganze Ofenraum, sondern blos ein Theil desselben beleuchtet. Der Backende, welcher mit beiden Händen zugleich die vielen Brode in den Ofen hinein- und herauszubringen hat, kann bei seinem Geschäft nicht noch eine Lampe handhaben. Von elliptischen Spiegeln wird in der Praxis kaum ein ,Gebrauch gemacht, und im Lampenwesen sind sie gänzlich unbekannt geblieben. Ein nach der Oberfläche eines Ellipsoides gekrümmter Hohlspiegel würde, wie ein Versuch lehrt, die Aufgabe der gleichmäfsigen Beleuchtung des Innern des Ofens doch nicht vollkommen erfüllen, und daher mufs der Reflector eine von den bekannten Hohlspiegeln völlig abweichende Gestalt haben.
Die Reflexion des Lichtstrahls ist von der Beschaffenheit der Spiegeloberfläche abhängig; die Lichtstärke der regelmäfsig reflectirten Strahlen ist um so bedeutender, je besser die Oberfläche polirt ist. Man kann dem Reflector einer Backofenlampe diese nothwendige Eigenschaft geben, aber sie während ihrer Anwendung zu erhalten, findet seine Schwierigkeit und dies bildet die fernere Aufgabe für den Erfinder.
Wegen der Nähe des Backofens mufs die Lampe ohne Glascylinder angewendet werden, rufst deshalb an diesem Ort leicht und viel, deshalb würde ein Reflector ohne Zugglas bei der Lampe in kürzester Zeit jene Grundbedingung seiner Wirksamkeit durch Berufsung verlieren.
Der eigenthümlich gestaltete Spiegel ist daher mit einer Einrichtung zu verbinden, welche das Rufsen einer Backofenlampe verhindert oder dem Zerspringen eines Zugglases vorbeugt.
Aber das Geschäft des Backens bedarf auch des Lichtes vor dem Ofen und diese Backofenlampe soll auch dieser Aufgabe entsprechen.
Diese Bedingung hat auf die Gestalt des Reflectors einen ebensogrofsen Einflufs, wie der Grundrifs des Backofenraumes. Ein Hohlspiegel von bekannter Gestalt würde das Licht der Lampe umgeben und dasselbe in das Innere des Ofens reflectiren, aber dadurch den Raum vor dem Ofen dunkel lassen, und auch dem in
den Ofen hineinschauenden Bäcker würde dasselbe hinderlich sein.
Die neue Backofenlampe dagegen hat durch die eigenthümliche Gestalt ihres Reflectors diesen Mangel nicht, sondern erleuchtet den Backraum im Ofen und den Raum vor demselben, beseitigt die höchst mangelhafte Beleuchtung im Ofen durch offene Flammen und vermeidet auch das Blenden des Arbeiters durch dieselben.
Eine zweckentsprechende und sehr vollkommene Lampe, welche alle bis jetzt erläuterten Mangel vermeidet und die Ansprüche der Bäqker befriedigt, hat der Erfinder der vorliegenden Backofenlampe für Petroleum und Gas hergestellt.
Die Construction derselben gründet sich auf die langgezogene Gestalt einer Rundbrenrierflamme mit Zugglas, welche die Möglichkeit bietet, die Strahlen des einen Theils der leuchtenden Flamme in das Innere des Ofens durch einen eigenthümlich gestalteten Hohlspiegel zu refiectiren, während die Strahlen des anderen Theiles den Raum vor dem Ofen ungehindert erleuchten. Ferner beruht sie auf der Gestalt des hergestellten Hohlspiegels, welcher die Lichtbündel gleichmäfsig im Umfange des Backofenranms vertheilt, und schliefslich auf der Zugwirkung eines aufrecht stehenden erwärmten Rohres, wodurch die Anwendung eines Zugglases und damit der ganzen neuen Lampe beim Backofen ermöglicht wird.
Die Backofenlampe besteht im wesentlichen aus drei Theilen:
1. aus dem Zugrohr von schwarzem Blech A (Fig. i, 2, 3, 4, s).
2. aus dem Hohlspiegel von blankem Messingi? (Fig. ι bis 5).
3. aus der Zarge C mit den beiden Drahtstützen α α (Fig. 1, 2, 3, 4, 5) und aus anderen Theilen.
Die übrigen Theile sind die bekannten Gegenstände einer Petroleumlampe oder eines Gasrundbrenners, oder für das Wesen der neuen Backofenlampe von nebensächlicher Bedeutung.
Ueber . die Gallerie b eines Petroleum- oder eines Gas-Argandbrenners ist eine Zarge C aus Pontonblech 15 mm hoch übergeschoben (Fig. ι bis 3 und 4, 5); an derselben sind zwei 3 mm starke und 25 mm hohe Messingdrähte angelöthet, dieselben tragen den Hohlspiegel und das auf diesem befestigte Zugrohr.
Das Zugrohr A ist auf dem Hohlspiegel aufgenietet und ist nach der verschiedenen Höhe des Zugglases verschieden hoch, in der Zeichnung 165 mm und ebenso verschieden weit; für einen Gasbrenner 54 mm, für einen Petroleumrundbrenner 48 mm, an dem unteren Ende gemessen; nach oben verjüngt sich das Rohr etwas, es bleiben zwischen Zugglas und Zugrohr 3 bis 6 mm.
Der Hohlspiegel B (Fig. 1, 3, 4 und 5) bildet den Mantel eines abgestumpften Kegels, dessen Basis eine Korblinie mit einer grofsen Axe von 130 mm und einer kleinen Axe von 40 mm, und dessen Höhe 145 mm mifst.
90 mm über der Basis schliefst den abgestumpften Kegel c eine Calotte d eines Ellipsoids ab; 55 mm von der Basis in der Axe gemessen, befindet sich der Mittelpunkt eines kreisförmigen Ausschnitts ee in dem Kegelmantel. Der Durchmesser ist 10 bis 18 mm weiter als der Durchmesser des angewendeten Zugglases.
Fig. i, 2 und 3 stellen den Aufrifs, Grundrifs, Seiten- und Längsdurchschnitt einer neuen Backofenlampe für Petroleum, Fig. 4 und 5 Vorderansicht und Längsdurchschnitt einer solchen für Gas dar. Die Theile A, B, c, d, e e, C, a a sind die wesentlichen Gegenstände der Erfindung.
D in Fig. 1 und 3 und in Fig. 4 und 5 ist das Zugglas der Lampe.
E in Fig. 1 mit der Brennergallerie b ist eine Petroleumlampe mit der Einfüllöffnung f und der Oese g, mit welcher die Lampe am Backofen befestigt wird.
.F ist ein Schutzblech, wodurch der Oelbehälter gegen die strahlende Hitze des Backofens geschützt wird.
G, Fig. 4, 5, ist ein Argandbrenner, der auf eine Gasrohrleitung aufgeschraubt wird.
Soll die Lampe gebraucht werden, so wird sie mit der Oese g an eine mit dem Ofen verbundene Röhre gesteckt oder g auf eine Gasrohrleitung aufgeschraubt. Die Scheere oder die Rohrleitung ist beweglich; die Lampe wird nun dicht vor die Oeirhung des Ofens gebracht, bei der Petroleumlampe der Schutzschirm F dem Ofen zugekehrt. Wie erwähnt, ist die Zarge C über den Brenner geschoben, es läfst sich daher der Hohlspiegel auch nach jeder Richtung wenden. Befindet sich nun die Backofenlampe' neben dem Ofen, so wird das Zugrohr rasch auf jene Wärme erhitzt, welche einen lebhaften Luftstrom innerhalb derselben und um die Lampe herum erzeugt. Dieser übt eine Kühlung auf alle Theile der Lampe aus. Zur gröfseren Sicherheit für das Petroleum umgiebt der Erfinder manchmal das Bassin noch mit einem Mantel und verbindet den Zwischenraum mit dem Zugrohr, wodurch der Luftstrom auch das Bassin stark umströmt, aber diese Schutzvorrichtung ist nur bei schlechtem Lampenöl erforderlich.
Selbstredend wird die neue Backofenlampe unbrauchbar, wenn sie ohne Zugglas gebrannt wird, ein Zerspringen desselben kommt selten vor, weil die Kühlung durch das Zugrohr sehr wirksam ist. Die Petroleumflamme und die Gasflamme brennt in der neuen Backofenlampe ohne zu flackern ganz ruhig, und bei einer geringen Sorgfalt ohne Rufs oder Dunst zu verbreiten mit reiner heller Flamme, und das Licht wird so gleichmäfsig in das Innere eines Ofens geworfen und ausgebreitet, dafs dasselbe vollständig hell erleuchtet wird. Durch eine solche Beleuchtung wird das Herausziehen der Backwaare zur Besichtigung ;überflüssig. Das Backen erfordert daher weniger Arbeit und ermöglicht, das Geschäft tadellos zu besorgen.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
StidjtigfeitSetHäruttß eintä tyatcntä.
©ag bem Slemlpnermetffer Bobert Reissmann -'Sauieroba Bei SDregben auf eine SacEofenlambe i iBetite patent Wt. ^g.jft burc^ rec&tgiräftige (S . fReibung be§ PaieiuainTs »om 19. Ttai 188,1 ntd&ttg erfia'rt.
"" t, bert 22. ©eptemSer 1881..
DE888DA 1877-09-07 1877-09-07 Backofenlampe Expired - Lifetime DE888C (de)

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