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Ölpumpe für hohe Drehzahl Die Erfindung betrifft eine vorteilhafte
Ausführung einer Ölpumpe für hohe Drehzahl. Letztere kann beispielsweise dadurch
bedingt sein, daß die Ölpumpe neben einer Hauptwelle mit hoher Drehzahl raumsparend
untergebracht und von ihr über ein Zahnräderpaar angetrieben werden soll, wobei
das Übersetzungsverhältnis aus räumlichen Gründen in engen Grenzen festgelegt ist.
Die Verwendung einer bekannten Zahnradölpumpe kann bei hoher Drehzahl nachteilig
sein, weil sie Schaumbildung und erhebliches Geräusch verursachen würde. Außerdem
müßte eine derartige Ölpumpe, damit die in der Zeiteinheit geförderte Ölmenge nicht
zu groß ist, sehr klein und dementsprechend empfindlich sein. Die genannten Nachteile
können erfindungsgemäß dadurch vermieden werden, daß die Ölpumpe einen in einem
Hohlzylinder umlaufenden Kolben mit flachgängigem Fördergewinde hat, dessen Durchmessec
klein gegenüber seiner Länge ist. Wird eine derartige Ölpumpe mit einem Stirnradantrieb
versehen, so ist dadurch ihre räumlich besonders günstige Unterbringung in zur antreibenden
Hauptwelle achsparalleler Lage gegeben.
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In der Zeichnung ist in Fig. i ein Kontaktumformer mit Synchronmotorantrieb
als Beispiel dargestellt, wieso eine sehr hoheDrehzahl der Ölpumpe durch die Bauart
und Betriebsweise des Hauptgerätes bedingt sein kann. Fig.2 zeigt in vergrößertem
Maßstabe ein Ausführungsbeispiel einer dafür geeigneten Ölpumpe.
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Eine Antriebswelle i i mit einem exzentrischen Teil 12 ist mittels
eines pendelsteifen Doppelkugellagers 13, dessen äußerer Ring von einem durch eine
Ringscheibe 14 abgedeckten Tragkörper 15 gehalten wird, in einem Gehäuse 16 gelagert,
das zu diesem Zweck mit einem bundartigen Innenring i7
versehen
-ist3 an dem der Tragkörper 15 befestigt werden kann. Das Kugellager 13 ist so gebaut,
daß die Auflagekraft der Kugeln eine parallel zur Drehachse gerichtete Komponente
aufweist, und verhindert auf diese Weise ein Pendeln der Antriebswelle um ihre lotrechte
Lage. Der Exzenter 12 läuft in einem Kugellager 18, dessen Außenring den Zwischenstößeln
ig eine hin und her gehende Bewegung erteilt. Die Stößel ig. gleiten dabei in Führungskörpern
2o, welche in gleichmäßigen Abständen am Umfang des Gehäuses 16 verteilt sind und
an denen sich auch die ruhenden Kontaktstücke 2i und die beweglichen Kontaktstücke
22 befinden, die von eingespannten Blattfedern getragen werden-. Dadurch wird nicht
nur eine Vereinigung aller Teile, die zur Erzielung vorgeschriebener Kontaktzeiten
einer gegenseitigen Einstellung bedürfen, zu> einer Baueinheit erreicht, sondern
auch gegenüber einer bekannten Ausführungsform, .bei der die Einspannmittel für
die Kontaktfeder am Gehäuse selbst angebracht sind, der weitere Vorteil erzielt,
daß das Gehäuse von den dazu erforderlichen Gewindebohrungen frei ist, die öldicht
sein müßten. Über dem Exzenter 12 ist ein Gegengewicht 23 zur Auswuchtung der Welle
angebracht. Dem gleichen Zweck kann eine Aussparung 24 dienen, die in der Exzenterwelle
i i unter dem Lager 13 angebracht ist. Dieser Teil der Ekzenterwelle erhält vorteilhaft
einen möglichst großen Durchmesser, weil sich das dazu passende Kugellager 13 Pendelungen
der Welle um so stärker widersetzt, je länger der Hebelarm ist, an welchem die zur
Wellenachse parallel gerichtete Komponente der Auflagekraft der Kugeln angreift.
- _ Damit das Gehäuse 16 als Öltopf zur Aufnahme eines Ölvorrats geeignet ist, muß
die Durchtrittsstelle der Exzenterwelle i i besonders ausgebildet sein. Zu diesem
Zweck ist ein vom Boden des Öltopfes bis über den vorgesehenen höchsten Ölspiegel
hinausragender Stulp 25 vorgesehen. Die Exzenterwelle i i ist da, wo sie durch den
Hals des Stulpes 25 hindurchtritt, mit einem glockenförmigen Überwurf 26 versehen,
der mit dem Stulphals einen öldichten Abschluß bildet. Oberhalb davon ist ein Stirnrad
27 angeordnet, das mit der Welle i i aus einem Stück bestehen kann und über ein
kleineres Stirnrad 28 eine im öltopf untergebrachte Ölpumpe 29, antreibt. Die Ölpumpe
ist am Tragkörper 15 befestigt und kann mit diesem und dem gesamten Innengetriebe
zusammen nach Entfernung der Führungskörper 2o aus dem- Öltopf herausgenommen werden.
Zu diesem Zweck ist der Innenring 17 des Öltopfes mit einer entsprechenden Aussparung
versehen. An der Ölpumpe 29 befindet sich das Steigrohr 30. Das an seiner Spitze
austretende Öl wird gegen ein glockenförmiges Schauglas 31 gespritzt, das
in einem abnehmbaren Gehäusedeckel 32 eingekittet ist und die Beobachtung des Ölumlaufs
während des Betriebes ermöglicht. Ein normaler Synchronantriebsmotor 33 ist mittels
eines Führungsringes 34, der eine Verstellung der Winkellage des Motorständers zwecks
Einstellung der Phasenlage der Kontaktzeichen gestattet, unter dem Gehäuse 16 befestigt.
Seine Welle ist mit der Exzenterwelle durch eine elastische Steckkupplung 35 gekuppelt,
welche im Stulp 2g untergebracht ist. Die Grundplatte des Gehäuses 16 ist verbreitert
und mit Füßen 36 aus elastischem Werkstoff versehen. Durch eine Blechhaube Ü werden
auch die außerhalb des Gehäuses 16 befindlichen Kontakteinrichtungen geschützt und
zugleich die Geräusche gedämpft.
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Der Durchmesser des Stirnrades 27 ist, damit die Zähne dieses Rades
ohne besondere Schwierigkeiten bearbeitet werden können, größer als die übrigen
Teile der Exzenterwelle i i, insbesondere also größer als-der Außendurchmesser des
Ölspritzringes am unteren Rande des glockenförmigen Überwurfs 26. Zwecks Vermeidung
zusätzlichen Raumbedarfes kann der Durchmesser des Stirnrades 28 nur etwa halb so
groß sein wie derjenige des Stirnrades-27. Hieraus ergibt sich ein Übersetzungsverhältnis
von i : 2 und somit für die Ölpumpe eine Drehzahl von 6ooo U/min, wenn der Antriebsmotor
32 ein zweipoliger Synchronmotor mit 300o U/min ist.
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Gemäß Fig.2 besteht die Ölpumpe aus einem Hohlzylinder-38 _mit einem
oberen Befestigungsflansch 39. An dem Flansch sind Laschen 40 und 41 angesetzt,
von denen die eine zur Aufnahme eines Befestigungsbolzens mit Gewinde versehen ist;
die andere kann über das Ölsteigrohr 42 geschoben werden, das z. B. mit dem Lagerkörper
der Hauptwelle z i verschweißt sein und zur Befestigung der Ölpumpe mittels einer
Mutter 43 dienen kann. In dem Hohlzylinder befindet sich ein umlaufender Kolben
44, der. mit enger Laufpassung (saugend) eingesetzt ist. Dieser ist mit einem flachgängigen
Fördergewinde, vorteilhaft mit trapezförmigem Profil, versehen, am unteren Ende
konisch verjüngt und am oberen Ende halsartig abgesetzt, so daß dort ein ölsammelraum
frei bleibt, von dem aus die Öldruckleitung in Gestallt einer Bohrung innerhalb
des Zylinderflansches 39 zum Steigrohr 42 abzweigt. Der blinde Teil dieser Bohrung
ist mit einem Stopfen 45 verschlossen, ebenso das untere Ende des Steigrohres 42
mit einem Stopfen 46. Über dem Kolbenhals befinden sich ein Bund 47 und ein Wellenstumpf
48, der das Zahnrad 28 trägt. Das untere Ende des Pumpenzylinders 38 wird durch
ein Sieb 49 abgeschlossen.