DE8806439U1 - Verzahnungsmodell zur Darstellung der kinematischen Zusammenhänge an Evolventenstirnrädern geeignet zur Overheadprojektion - Google Patents
Verzahnungsmodell zur Darstellung der kinematischen Zusammenhänge an Evolventenstirnrädern geeignet zur OverheadprojektionInfo
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Description
&Iacgr; : ·: iT"s"OO
Beschreibung
Prof. Dr,-Ing. Horst Langer
Verzahnungsmodell zur Darstellung der kinematischen Zusammen- . hän^e an Evolventenstirnrädern geeignet zur OverheadprojektionV
Für die Ausbildung von Schülern und Studenten im Thema "Grundlagen
der Verzahnungskinematik" sind anschauliche Hilfsmittel unerläßlich. Das Zusammenspiel mehrerer bewegter Teile läßt
sich mit Wandtafeln oder Zeichnungen nur unbefriedigend darstellen. Gute, didaktisch durchdachte, bewegliche Modelle sind
erforderlich und werden vom Lernenden gerne angenommen. Insbesondere
bei größeren Höhrerzahlen wird heute zunehmend der Tageslichtprcjektor (Overhead-Projektor) verwendet; so bietet
es sich an, auch das bewegliche Funktionsmodell aus transparenten Werkstoffen (Glas, Kunstf-las) zu gestalten, um so den vorzuführenden
Verzahnungseingriff großflächig an die Wand projizieren zu können.
Bisher verwendete Verzahnungsmodelle beschränken sich darauf, jeweils eine Zahnpaarung zu verwenden, wobei die beiden Zahnräder
oder Zahnradsegmente sich um ihre Mittelpunkte dreien. Dabei ergeben sich folgende Machteile:
Innerhalb eines Modelles liegt eine feste Paarung vor, dadurch lassen sich Unterschiede, die sich durch Verändern typischer
Parameter (z. E. Zähnezahlen, Achsabstand, Unterschritt, Profilverschiebung)
bilden, nicht direkt feststellen, weil sie nur durch Zeigen eines weiteren Modelles sichtbar v/erden, wobei
didaktisch der Zusammenhang verloren geht. Beim Abwälzen drehen sich beide Flanken relativ zum Untergrund
und gleiten relativ gegeneinander, da dem Auge ein fester Bezugspunkt
fehlt, ist es unmöglich, nur Ale Gleitbewegung der Flanken gegeneinander zu beobachten, um Aussagen über Wälzen,
Gleiten und Gleitgeschwindigkeitsvertealung auf den Flanken zu
machen.
Auch die Entstehung von Unterschnitt und die dsdurch veränderte
Profilüberdeckung als Funktion der Zähnezahlen wird bisher nicht im Zusenmenhang sichtbar.
Der Erfindung lient die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu vermeiden,
dadurch, daß mit nur einem Modell eile kinematischen Zusammenhänge
durch schrittweise Veränderung jeweils nur eines Parameters gezeigt werden können; die sich einstellenden Veränderungen
am Zahneingriff lassen sich erkennen und den Parametern zuordnen, so daß Ursache und Wirkung klar vor Auge stehen.
Erreicht wird das durch ein flexibles, systematisch aufgebautes Verzahnungsrnodell, bei dem alle Teile genauestens aufeinander
abgestimmt sind, so daß sie beliebig miteinander gepaart werden können. Zur Frojektion mit Cverhead«Frojel:toren werden alle Elemente
vorzugsweise aus glasklarem oder farbig-transparentem Kunststoff hergestellt. Die darzustellenden Zusammenhänge werden
auf einer mit Bohrungen zun Stecken oder Bohrungen als Drehmittelpunkte versehenen Grundplatte aufgebaut, deren mittlerer Bereich,
in dem die Zahneinrjriffe stattfinden, etwa der Größe der
Lichtdurchtrittsflache tier Overhead-trojektors entspricht.
Als Besugselenent wird des im Folgenden als Hauptzehnradsegment
(2) bezeichnete Zahnrad verwendet. Da es für die Derstellunjr des
Eingriffes zweier Flar.ken nicht erforderlich ist, vollständige
Zahnräder heranzuziehen, erscheint es aus &Rgr;&idiagr;&egr;&idiagr;&zgr;- und Kostengründen
zweckmäßig, nur Zahnradsegraente von etv/a 90° zu verwenden.
Nacheinander können dann Zehnradsegmente (3) mit verschiedenen
Zähnezahlen mit dem Hauptzahnradsegment (2) in Eingriff gebracht
werden, wenn sie in den Bohrungen gelagert werden, die ihrem erforderlichen Achsabstand entsprechen.
Vorzugsweise werden dabei Zahnradsegmente (3) mit Zähnezahlen
verwendet, die den typischen Flankenformfallen entsprechen:
(3a) nicht unterschnittene Normalverzahnung, (3b) Grenzzähnezahl, (3c) Zähnesahl kleiner als Grenzzähnezahl (Unterschnitt), (*d)
Zähnezahl wie bei (3c), aber mit positiver Profilverschiebung
zur Beseitigung des Unterschnittes. Die sich durch Auswechseln eines Zahnradsegmentes (3) einstellenden Veränderungen wie
Flankenforn und Gleitgeschwindigkeit sind auf diese Weise eindeutig der ZähneZahlveränderung zuzuordnen.
Um die Bewegung der Flanken zueinander beobachten zu können,
kann das Eauptzahnradsegment (2) relativ zur Grundplatte festgelegt
werden; zweckmäßigerweise geschieht das mit Steckboizen
in zwei zur Deckung zu bringenden Bohrungen im Heuptzahnradsegnent
und in der Grundplatte.
Bei stillstehendem Hauptzahnradsegment kann jetzt das Zahnradsegraent
(3) um das Hauptzahnradsegraent gewälzt werden, v/obei
sein Mittelpunkt eine Kreisbahn beschreibt; mit der ruhenden Hauptzahnradflanke als Bezug kann dann das beobachtende Auge
eindeutig Flankenberührung mit Gleiten und Walzen bestimmen, die Gleitgeschwindigkeitsverteilung über den Zahnflanken abschätzen
und zwischen ziehendem und schiebendem Gleiten unterscheiden.
Diese .beiden Funktionen Drehen um die Zahnradmittelpunkte und
Umwälzen (wie Planeten- und Sonnenrad) können also bei jeder der realisierten Zähnezahlpaarungen jederzeit gewählt werden.
Zur Beurteilung der Gleitgeschwindigkeitsverteilunc sind feste
Bezugspunkte auf den Flanken erforderlich; diese werden mit
Strichmerkierungen, die am Rande der Zahnkörper senkrecht zu den Flanken angebracht werden, geschaffen, Anspruch £, Figur
Der erfindungsgernäße Gedanke beinhaltet nicht die Strichmarkierung
an sich, sondern die räumliche Zuordnung, die die Ableitung der Gleitceschv.'indigkeit aus der Differenz der Strichteilungsabstände
auf Hauptsahnrad (2) und Zahnsegment (3) ermöglicht, wenn zugeordnete Flankenpunkte in Eingriff kommen;
diese Bedingung wird sichtbar erfüllt, dadurch, daß ein zugeordnetes Flankenpunktpaar - Strichpaar - über die auf die Grundplatte
eingezeichnete Eingriffslinie zu liegen kommt. Die sichtbar werdende Differenz der Strichteilungen ist also ein Maß für
die Relativgeschwindigkeit der Flanken in dem von Strich zu Strich zurückgelegten Intervall.
Durch Austausch der ZahnradSegmente (3) mit unterschiedlichen
Zähnezahlen, die alle mit der Strichtellung versehen sind, wird
die Veränderung der Geschwindifekeitsverteilung als Funktion der Zähnezahl sichtbar.
Zar Zahnflankenherstellung wird bei Evolventenverzahnungen das
Herstellzahnstangenprofil herangezogen. Im Siime des erfinderischen
Gedankens, die Zahneingriffskinematik in Zusammenhang
deutlich zu machen in einfachen aufeinander aufbauenden Schritten, soll die Entstehung der Flankenforn sichtbar werden durch
Paarung eines Zahnradsegiaentes (3) mit einem Herstellungssahn-Stangenmodell
(9)· Dieses wird zusammen mit einer Führungsschiene ausgetauscht gegen das Hauptzahnradsegment (2).
Jedes der ausgeführten Zahnradsesraente (3) kann mit dem Zahnstangenprofil
(9) abwälzen, wobei die Entstehung der jeweiligen Zahnflanke simmuliert wird und Zahnflankenform uno Unterschnittentstehung
sichtbar werden. Wird das Zahnradsegraent (3) nicht mit einem Steckbolzen als Drehgelenk verwendet, so kann auch
hierbei mit ruhendem Zahnstangenprofil (9) die Abwälzbewegung sichtbar werden, wobei der Zahnsegmentmittelpunkt eine Bahn-Gerade
beschreibt. Bei positiver Profilverschiebung wird die erforderliche Werkzeugabrückung sichtbar durch Verschieben dar
Führungsleiste in eine weitere Steckposition und der vergrößerte Ächsabstand, wenn das profilverschobene Zahnradsegment mit dem
Kauptrad kämmen soll, durch die weiter entfernte Lage des Drehmittelpunktes.
Sin Ausführunrsbeispiel der Erfindung ist nachfolgend anhand der Zeichnung beschrieben. Darin zeigt
Fig. 1 die Grundplatte (1) bestückt mit dem Kauptzahnradsegment (2) und einem von mehreren möglichen Gegenzahnradsegmenten
(3);
Fig. 2 die Grundplatte mit den Aufnahmebohrunsen für die Zahnradsegmente
und die Anlageschiene (10);
Fig. 3 zwei zugeordnete Zahnradsegmente im Schnitt und in der
Draufsicht;
Fig. 4- zv;ei im Eingriff befindliche Zahnflanken mit aer speziellen
Stricheinteilung im Zusammenhang mit der Eingriffsgeraden (16);
[ Fig. 5 die Grundplatte bestückt mit dem Zahnstangenprofil (9)
j en der Führungsschiene (10) anliegend im Eingriff mit einem beliebigen Gegenzahnsegment (3);
! Fig. 6 die Führungsschiene (10) und das Zahnstangenprofil (9)
j einzeln mit den fest angebrachten Steckzapfen (13);
Fig. 7 Grundplatte (1) mit Kauptzahnradsegment (2) das mittels
Steckzapfen (6) gegenüber der Grundplatte festgelegt ist, so daß das Zahnradsegment (3) nur geführt durch die Zahnflanken das
Hauptrad umwälzen kann, wobei sein Mittelpunkt den angedeuteten Kreisbogen (K) beschreibt.
Auf die Grundplatte (1) wird das Hauptzahnradsegment (2) mit
Zapfen (4) in Bohrung (5) gesteckt; nacheinander können dan Zahnrad segment ü i.3) init verschiedenen Zähnezahlen mit deir. Hauptzahnrad
in Eingriff gebracht werden, wenn sie mit Hilfe des Steckbolzens (6) in der jeweils zugehörenden Bohrung (8) gelagert
werden; das Ausführungsbeispiel realisiert die Zähne-Wahlen:
17 für das Hauptrad (2), 17 für das Zahnradsegment (3a), Vv für das Grenzzähnezahlrad (3b), 8 für das Rad mit Unterschnitt
(3c), 8 für das mit positiver Profilverschiebung korrigierte Rad (3d). Um die Bewegung der Flanken gegeneinander beobachten
zu können, wird das Kauptrad (2) relativ zur Grundplatte (1) festgelegt; dos geschieht durch Umstecken des Bolzens (6),
der bisher als Drehleger für das Zahnsegment (3) gedient hat, in die zur Deckung zu bringenden Bohrungen (7) im Hauptrad (2)
unc (7a) in der Grundplatte (1); bei stillstehendem Hauptrad (2)
kann jetzt das Zahnradsegment (3) das Hauptrad umwälzen, wobei sein Mittelpunkt eine Kreisbahn beschreibt, s. Fi^. 7.
Mit den Strichmarkierungen (14) (konstanter Abstand) und (15)
(ungleiche Abstände) s. Fig. 4 werden die zur Beurteilung der Gleitgeschwindigkeitsverteilung erforderlichen Bezugspunkte geschaffen.
(16) stellt die Eingriffsgerade dar, über der sich
jeweils zwei zugeordnete Strichmarkierungen treffen.
Nach Anspruch 3 kann das Hauptzahnrad (2) gegen ein Zahi.stangenprcfil
(9)> das an der Führungsschiene (10) gleiten kann, ausgetauscht werden, s. Fig. 5. Jedes der verwirklichten Zahnradsegmente
(3a) (3b) (3c) (3d) kann mit dem Zahnstangenprofil (9) abwälzen. Wird hieroei der als Drehgelenk dienende Steckbolzei*
(6) entfernt, so kann bei ruhendem Zahnstangenprofil (9) das Zahnradsegment (3) abwälzen. Beim Zahnradsegment (3d) mit positiver
Profilverschiebung wird die erforderliche Werkzeugabrückung durch Umstecken der Führungsleiste (10) von der Pe; <11)
in Pos. (12) verwirklicht.
Claims (2)
- SchutzansprücheI.Verzahnungsmodell zur Darstellung der kinematischen Zusammen-^ hänge an Evolventenstirnrädern geeignet zur Overheadprojektion, dadurch gekennzeichnet,daß auf einer Grundplatte ein Hauptzahnradsegment mit einem in seiner Mitte angeordnetem Zapfen in der Grundplattenbohrung drehbar gelagert ist und bei dem nacheinander Zahnradsegmente(3) mit unterschiedlichen Zähnezahlen mit einem Steckzapfen in dazu jeweils passende Bohrungen in der Grundplatte aufgelegt werden können.·
- 2. Verzahnungsmodell nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet.daß ein Steckzapfen durch eine Bohrung im Hauptzahnradsegment und gleichzeitig durch eine Bohrung in der Grundplatte gesteckt, die Drehbeweglichkeit des Hauptzahnradsegmentes verhindert und gleichzeitig der als Drehgelenk dienende Steckzapfen am ZahnradsegmentO) entfernt werden kann.3· Verzahnungsaodell nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet.daß statt des Hauptzahnradseginentes ein Zahnstangenmodell, das an einer Führungsschiene gleiten kann, die mit 2aplen in Grundplattenbohrungen gesteckt wird, aufgelegt wird, das mit jedem der in Anspruch 1 genannten Zahnradsegmente(3) kämmen kann.4-· Verzahnungsmodell nach Anspruch 1 bis 3 dadurch gekennzeichnet,daß für die Führungsschiene ein weiteres Paar Steckbohrungen in der Grundplatte vorhanden ist, das die Position "Profilverschobene Zahnradpaarung11 kennzeichnet.5*. Verzahnungsmodell nach Ansprüchen 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet,daß auf die Zähne des Hauptzahnradsegmentes senkrecht zur Zahnflanke Strichmarkierungen mit konstantem Abstand eingearbeitet sind in die Zahnflanken der Zahnradsegmente(3) aber mit ungleichen Abständen, so daß bei Flenkenberührung zugeordnete Striche auf der auf die Grundplatte gezeichneten Eingriffsgeraden liegen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8806439U DE8806439U1 (de) | 1988-05-17 | 1988-05-17 | Verzahnungsmodell zur Darstellung der kinematischen Zusammenhänge an Evolventenstirnrädern geeignet zur Overheadprojektion |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE8806439U DE8806439U1 (de) | 1988-05-17 | 1988-05-17 | Verzahnungsmodell zur Darstellung der kinematischen Zusammenhänge an Evolventenstirnrädern geeignet zur Overheadprojektion |
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| DE8806439U1 true DE8806439U1 (de) | 1988-07-07 |
Family
ID=6824100
Family Applications (1)
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| DE8806439U Expired DE8806439U1 (de) | 1988-05-17 | 1988-05-17 | Verzahnungsmodell zur Darstellung der kinematischen Zusammenhänge an Evolventenstirnrädern geeignet zur Overheadprojektion |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE8806439U1 (de) |
-
1988
- 1988-05-17 DE DE8806439U patent/DE8806439U1/de not_active Expired
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